2025-12-07 Predigt

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Bist du ein gesundes Gemeindemitglied Teil 2

Ein gesundes Gemeinde Mitglied
… hört auf Gottes Wort
… ist ein bibeltreuer Theologe
… ist vom Evangelium durchdrungen
… hat eine echte Bekehrung erlebt
… evangelisiert anhand der Bibel
… setzt sich für Gemeinde ein
… ist bereit für Korrektur
… ist ein Jünger der geistlich wächst
… ist ein demüter Nachfolger
… ist ein Gebetskämpfer

Ein gesundes Gemeindemitglied ist vom Evangelium durchdrungen

2 Corinthians 11:7 LU84
Oder habe ich gesündigt, als ich mich erniedrigt habe, damit ihr erhöht würdet? Denn ich habe euch das Evangelium Gottes ohne Entgelt verkündigt.
Das griechische Wort “Evangelium” ist von Haus aus gar keine “fromme”, religiöse Vokabel, sondern eine weltliche, politische.
Evangelium, wörtlich “gute Nachricht”, heißt Siegesbotschaft.
Es gibt in der griechischen Geschichte eine Begebenheit, an der man sich sehr plastisch verdeutlichen kann, was “Evangelium” meint.
Das Jahr 490 v. Chr. brachte für die Griechen eine höchst bedrohliche Lage. Der persische Herrscher Darius I. betrieb eine expansive Politik und wollte Griechenland einkassieren. So zogen die Perser mit einem gewaltigen Heer heran, und zwar gleichzeitig mit einer starken Bodentruppe und einer großen Flotte. Die Chancen für die Athener waren gleich Null. Man hatte nur wenige Soldaten, dazu kamen geringe Hilfstruppen aus Sparta. So schien der Ausgang des ungleichen Kampfes von vornherein festzustehen: Man würde buchstäblich von der Übermacht aufgerieben werden. Dennoch macht man sich unter Führung des tapferen Alkibiades auf, um ehrenvoll unterzugehen. In der Stadt Athen bleiben nur Kranke, Alte und Kinder zurück. Sie stehen dann auf den Mauern und schauen hinaus in die Ferne, dorthin, wo die Krieger verschwunden sind, und warten angstvoll auf den Augenblick, wo die letzten Überlebenden fluchtartig zurückeilen werden, um zu berichten, dass alles verloren sei. So steht man und wartet, den sicheren Tod vor Augen. Da plötzlich, so wird berichtet (Geschichte vermischt sich hier mit Sage), sieht man am Horizont einen dunklen Punkt, der rasch größer wird. Ein Bote in eiligem Lauf! Was hat er zu melden? Man öffnet das Stadttor. Er stürmt herein, stößt völlig entkräftet einen einzigen Schrei aus: “Evangelium - wir haben gesiegt!” und bricht tot zusammen. Jener “sagenhafte” Bote ist berühmt geworden, und bekannt geblieben ist auch sein Lauf über die Strecke von gut 42 km, von der Marathonebene bis zur Stadt Athen. (Bis heute kennen wir bei den Olympischen Spielen immer noch den Marathonlauf.)
“Evangelium - wir haben gesiegt!” Was gehört zum Evangelium?
Erstens eine Situation, die man mit einem großen Minus kennzeichnen muss; eine Situation, in der eindeutig alles verloren ist. Wer etwas anderes sagt, träumt. -
Zweitens eine plötzliche, schier undenkbare, völlig überraschende Wende: Der Sieg. -
Drittens der Bote: Dieser Sieg muss weitergesagt, muss ausgerufen werden. -
Viertens: die Hörer. Es kommt alles darauf an, wie die Hörer sich zu dem Boten stellen.
Bei der Marathon-Geschichte hieße das: Werden die Athener diesem Boten abnehmen, dass sein Ruf wahr ist, und zu jubeln beginnen, oder werden sie sagen: “Das ist unmöglich, das kann nur ein letzter, psychologischer Trick sein, uns noch für einen Augenblick zu trösten.”? Glaube oder Unglaube, dass ist entscheidend. (Siegfried Kettling)
Wir sehen das Evangelium ist eine gute Nachricht in einer Ausweglosen Situation. Aber bei Botschaften ist es auch wichtig an wem sie gerichtet ist. Folgende Geschichte zeigt auf das selbst die Botschaft der Freiheit nicht jeden Adressat glücklich macht.
Was ich jetzt erzähle, ist kein Märchen, sondern steinharte Wirklichkeit. Es war in Russland Sitte, dass, wenn ein neuer Zar auf den Thron kam, er ein Gnadenmanifest erließ, wodurch Tausenden von nach Sibirien verschickten Verbrechern die Freiheit wiedergegeben wurde. Die Post brauchte damals etwa sechs Wochen, bis der Befehl in den Gefängnissen Sibiriens eintraf. Jeden Morgen weckte da noch die Peitsche des Aufsehers die müden Häftlinge in den Kupferbergwerken Sibiriens. An die Karre geschmiedet, wankten sie zur Arbeit und wieder zurück und ahnten nicht, dass der Brief unterwegs sei, der sie von dem allen befreien sollte. Endlich ist er da! Der Direktor lässt alle die Gefangenen, die es angeht, auf den Hof des Gefängnisses versammeln und dann liest er ihnen feierlich die Befreiungsurkunde vor. Merkwürdig! Das erste Mal scheint niemand Acht darauf zu haben. Nichts rührt sich. Die Leute sind durch das lange Elend zu stumpf geworden. Jetzt ruft der Direktor mit lauter Stimme: “Aber, Leute, hört doch, was ich lese! Ihr seid frei! Dort in der Ecke steht schon der Schmied bereit, euch die Ketten abzunehmen!” Jetzt kommt Leben und Bewegung in die Masse. Jauchzen, Schluchzen vor Freude erfüllt die Luft, und alles drängt hin zum Schmied. Was für eine Aussicht, endlich frei zu werden, in die Heimat zu kommen zu Frau und Kind! Aber was ist das dort? In der anderen Ecke bleibt ein kleines Häuflein stehen und rührt sich nicht. “Nun”, ruft der Direktor ihnen zu; “habt ihr nicht gehört? Ihr sollt alle frei werden!” Da antwortet einer für alle mit finsterem Blick: “Wir sind Anarchisten, Todfeinde des russischen Zaren; dafür hat man uns hierher verbannt. Wir wollen von keinem Zar eine Gnade, wir wollen nur die eine Freiheit - den Zaren zu hassen bis in den Tod!” Das hat ein Augenzeuge aus Sibirien erzählt. Nach: S. Keller, “Schleudersteine”. Verlag W. Momber, Freiburg i. Br.
Stellt sich also für uns die Frage: “Ist die Botschaft, diese gute Nachricht an uns gerichtet?”
Oder anders gefragt an wem ist die gute Nachricht gerichtet?
Isaiah 9:1 LU84
Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.
Matthew 11:28 LU84
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Oder auch die Geschichte vom liebevollen Vater, der auf seinen Sohn wartet, zeigt uns an wem die Botschaft gerichtet ist.
Wenn du an dem Punkt bist, an dem deine Gedanken dir sagen, ich möchte so gerne Gott gefallen, aber ich kann es nicht.
Dann ist das Evangelium für dich!
Wenn du erkennst, ich brauche göttliche Hilfe, dann ist diese Botschaft für dich!
Und wie lautet diese Botschaft? Was ist das Evangelium?
Luke 2:10–11 LU84
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
2 Corinthians 5:20 LU84
So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!
Beim Evangelium, der guten Nachricht geht es um Versöhnung mit Gott, gerettet von Sünde, Krankheit und jedem Verhalten was Gott missfällt, nicht dulden kann aufgrund seiner Heiligkeit.
Es ist unmöglich Gott zugefallen, daran kann der Mensch verzweifeln, aber da kommt die Gute Botschaft zum tragen. In dieser Hoffnungslosigkeit die Aussage: Lasst euch versöhnen mit Gott.
Gott hatte Beziehung zu Adam und Eva im Garten Eden, durch puren Egoismus ist diese Beziehung zerbrochen.
Weil wir Menschen dadurch das Adam seinen Egoismus auslebte, unfähig wurden frei vom Egoismus zu sein, konnte Gott keine Beziehung mehr zu uns Menschen haben, bzw nur bedingt haben.
Deshalb sandte Gott seinen Sohn, der uns vorlebte, wie wir leben sollen und der die Strafe für unsere Ungerechtigkeiten auf sich nahm, damit wir befähigt wurden in der Kraft des Heiligen Geistes ein Leben ohne Eigennutz zu führen.
Romans 5:5 LU84
Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Romans 8:16 LU84
Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
Das Evangelium, also die gute Nachricht ist, dass Jesus Christus durch sein Leben, sein Sterben und durch seine Auferstehung, uns ermöglicht hat eine Beziehung zu Gott dem Vater zu haben.
Weil Gott die Liebe ist, sind wir befähigt zu lieben.
Sind wir davon durchtränkt?
Ist diese Beziehung, die wir, durch Jesus Christus, zum Vater haben das wichtigste in unserem Leben?
Es gibt Christen die sind wunderbar befähigt, und tun sogar Zeichen und Wunder aber was steht in Matthäus 7,22-23 ?
Matthew 7:22–23 LU84
Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!
Ist Gott nur ein Wissen, eine Bekanntschaft, dann hat uns die gute Nachricht noch nicht durchdrungen., wir sind verloren!
Ohne eine Beziehung zu Jesus, zu Gott dem Vater, ohne das der Geist Gottes in uns sagt das wir seine Kinder sind gibt es keine Errettung, keine Gute Nachricht für uns!
Deshalb: Lasst uns eine Beziehung zu Jesus leben, indem wir die Liebe die über uns ausgegossen ist annehmen und leben!
Haben wir eine Beziehung zu Gott, dann geschehen Veränderungen in unserem Leben.
Vom Bitten zum Danken Vom Nehmen zum Geben Von der Angst zum Mut und vieles mehr
Es gibt vieles was Gott in uns bewirken will, wenn wir es zulassen.
Dieses Zulassen führt uns zu dem Punkt:

Ein gesundes Gemeindemitglied hat eine echte Bekehrung erlebt

Nun was ist eine echte Bekehrung?
Als ich erkannte es gibt einen Gott, und dieser Gott will mein Retter, mein Heiland sein, nahm ich dieses wunderbare Angebot an.
Ich bekehrte mich, oder etwa nicht?
Reicht es aus zu beten Jesus komm in mein Herz (vorausgesetzt es ist wirklich mein Wunsch)?
Schauen wir mal dazu in die Bibel:
Luke 22:32 LU84
Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dereinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder.
Also Petrus war Jesus drei Jahre nachgefolgt, als Jesus dies zu Petrus sagte.
Also die Sache mit der Bekehrung ist scheinbar nicht so einfach. Wenn wir aber eine echte Bekehrung erlebt haben müssen, ist es wichtig zu verstehen was damit gemeint ist.
Also was ist Bekehrung und was ist eine echte Bekehrung?
Fragen wir mal Google (ich war erstaunt über die Antwort).
Eine echte Bekehrung ist ein tiefgreifender geistiger und moralischer Wandel, bei dem eine Person nicht nur den Verstand ändert, sondern auch eine neue Perspektive, Motivation und Beziehung zu Gott oder einer Religion entwickelt. Es bedeutet, den Glauben oder die Handlungsweise zu ändern, was sich oft in dem Wunsch zeigt, Gutes zu tun, nach den Prinzipien des Glaubens zu leben und sich freundlicher gegenüber anderen zu verhalten. 
Gut gesprochen Google.
Der Satz den ich eben sagte war ja: Als ich erkannte es gibt einen Gott, und dieser Gott will mein Retter, mein Heiland sein, nahm ich dieses wunderbare Angebot an.
Und ich denke dies war die erste Bekehrung, der erste Schritt auf das was Gott in mir bewirkt hat.
Bei dieser Entscheidung ist noch nicht geklärt was meine Beweggründe für diese Entscheidung sind.
Ein Beweggrund kann sein: “Ich will frei meiner Angst sein” dann kann ich erleben wie diese Verbindung zu Jesus meine Angst nimmt.
Aber – Es gibt in den Evangelien viele Personen die geheilt wurden, aber sie wurden dadurch nicht zu Nachfolgern von Christus, und auch nicht zu Personen die bekehrt wurden!
Zur Bekehrung gehört eine Einsicht, eine Erkenntnis wie Gott uns Menschen sieht.
Ephesians 2:1–3 NeÜ
Auch euch ‹hat er mit Christus lebendig gemacht›, obwohl ihr durch eure Sünden und Verfehlungen tot wart. Darin habt ihr früher gelebt, abhängig vom Zeitgeist dieser Welt, jener unsichtbaren Geistesmacht, die in den Menschen am Werk ist, die Gott nicht gehorchen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört und wurden wie sie von unseren Begierden beherrscht. Wir lebten unsere Triebe und Ideen aus, denn das war unsere Natur. Deshalb hatten wir, wie alle anderen auch, nichts als Zorn verdient.
Romans 3:22–24 NeÜ
Es ist die Gerechtigkeit Gottes, die durch den Glauben an Jesus Christus geschenkt wird und allen zugutekommt, die glauben. Da gibt es keinen Unterschied, denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Doch werden sie ohne eigenes Zutun durch seine Gnade gerecht gesprochen. Das geschieht aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ‹Wirklichkeit geworden› ist.
Also zur Bekehrung gehört das erkennen, ich bin so schlecht ich kann vor Gott unmöglich bestehen, ja ich habe den Tod verdient! Und es ist mir nicht möglich aus eigener Kraft diesen Zustand zu ändern!
Römer 8,5-8 sagt es ganz deutlich:
Romans 8:5–8 BB
Wer von der menschlichen Natur bestimmt ist, strebt nur nach weltlichen Dingen. Wer aber vom Geist Gottes bestimmt ist, strebt nach dem, was der Geist will. Nach weltlichen Dingen zu streben bringt den Tod. Aber nach dem zu streben, was der Geist will, bringt Leben und Frieden. Darum bedeutet das Streben nach weltlichen Dingen Feindschaft gegen Gott. Es ordnet sich nämlich nicht dem Gesetz Gottes unter – dazu ist es ja gar nicht fähig. Wer also von seiner menschlichen Natur bestimmt ist, kann Gott unmöglich gefallen.
Aus diesen Sätzen sehen wir Bekehrung ist das Aufgeben der menschlichen Natur!
Letzte Woche habt ihr den Satz von Hans Peter Royer gehört:
“Christ-sein ist nicht schwer. Es ist auch nicht einfach. Es ist tatsächlich unmöglich”
Also echte Bekehrung ist unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich.
Zur echten Bekehrung gehört das Erkennen “Ich kann es nicht, aber Gott kann und Gott tut es!”
Bekehrung ist also das Vertrauen zu haben, dass Gott mich verändert, weil ich Jesus angenommen habe, und mich danach ausstrecke Veränderung zu erleben. Denn ich will ja den neuen Menschen anziehen.
Ich will nicht nur meine Angst los werden, sondern ich möchte vor Gott bestehen.
Jeder der ernstlich Jesus in seinen Herzen aufgenommen hat, hat damit den Heiligen Geist aufgenommen, der uns verändert, so wie wir es zulassen, so wie wir dazu bereit sind.
Bekehrung findet bei einigen Menschen schlagartig statt, bei anderen Menschen über Jahre.
Anders gesagt bei einigen Menschen sind Veränderungen sehr schnell sichtbar, bei anderen sind sie nicht so schnell sichtbar.
Bekehrung ist aus meiner Sicht aber auch ein lebenslanger Prozess, es reicht nicht aus sich einmal zu bekehren, egal wie viel Veränderung sichtbar wird, sondern wir brauchen tägliche Korrekturen und stetiges Ausstrecken nach dem was Gott für uns bereithält.
Echte Bekehrung ist, wenn wir die Botschaft der Beziehung zu Gott wahr werden lassen dadurch das sein Geist in uns lebt.
Echte Bekehrung ist immer nur durch den Heiligen Geist möglich.
Spürst du in dir den Heiligen Geist, der dir sagt: Kind du bist mein?
Wenn nicht, dann ist heute die Möglichkeit Gott, durch Jesus Christus, um diesen Heiligen Geist zu bitten.
Lasst uns 1 min Stille sein um Gott zu danken, dass wir sein Kind sind oder um zu bitten dass wir Jesus annehmen wollen um sein Kind zu werden.
1 2 3 4 5 6 …
Amen
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