Genesis 16, 6-16

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Gott sieht uns in unserer Not

Bibelstelle: Genesis 16,6–16

Zusammenhang:
Kap 15 einseitiger Vertrag zwischen Gott und Abram.
Kap 16,1-6 Wer fehlt in dieser Szene? Sarai ergreift die Initiative, sie versucht eine Abkürzung zu nehmen. Abram reagiert passiv. Die Magt Hagar schaut auf Sarai herab. Abram ist jetzt mit zwei Frauen verheiratet. Der Haussegen hängt schief.

1. Gott begegnet in der Wüste

Genesis 16,6–8 ELB CSV
Und Abram sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand; tu ihr, was gut ist in deinen Augen. Und Sarai behandelte sie hart, und sie floh von ihr weg. B Pläne = Chaos. Das Opfer Hagar ist zur Täterin geworden und jetzt wieder zum Opfer. Hagar flieht vor ihrer Herrin, weil sie von ihr psychisch terrorisiert wird. Die Herrin Sarai missbraucht ihre Macht und das kann Hagar nicht mehr ertragen. Sie will einfach nur noch weg und deswegen flieht sie. Ich denke wir alle können dies gut nachvollziehen. Es fällt uns oft leichter, Dinge nicht anzupacken, vor Problemen wegzulaufen. So wie Hagar fliehen wir einfach. Da ist vielleicht eine Sünde in deinem Leben und du verdrängst die Mahnungen deines Gewissens und des Geistes immer wieder. Oder da ist eine Wunde in deinem Leben und du verdrängst die Gedanken daran, anstatt diese aufzuarbeiten. Vielleicht ist deine Ehe gerade einfach nur Herausfordernd und du willst so wie Hagar weglaufen, einfach abhauen und den Problemen entfliehen. Es fühlt sich vielleicht leichter an, nicht über die Sünde, nicht über die Verletzung in deinem Leben zu reden. Es fühlt sich leichter an, aus deiner komplizierten Ehe zu fliehen und dich in eine neue zu Stützen, die dich scheinbar so viel glücklicher macht. Glaub mir, Wunden werden dich verfolgen, es wird nicht leichter. Lasst uns mal schauen, wie es Hagar bei der flucht ergeht. Und der Engel des Herrn fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Sur.
Hagar will schnell weg aus dem Chaos, sie entflieht dem Leid und unser Text berichtet uns, dass sie in Richtung Sur flieht. So eine Flucht wurde nicht selten mit dem Tod bestraft. Doch Hagar hatte genug von dem Machtmissbrauch. Sie will nach Sur flüchten.
Was meint ihr, wo liegt Sur? In Ägypten. Auch hier ist die Lösung wieder Ägypten. Um von Mamre bis nach Sur zu kommen, musste man ca. 5-7 Tage durch die Wüste Paran reisen. Diese Wüste war wohl sehr Öde und Wasserarm. Hagar flieht in diese Wüste, weil sie hofft, hier von niemandem gefunden zu werden, doch einer findet sie. An einer Quelle findet sie der Engel des HERRN.
Wer ist der Engel des HERRN? Ist der Engel des HERRN einer von vielen Engeln, oder ist er ein besonderer Engel? Laut unserem Text ist er noch mehr, das werdet ihr gleich nachvollziehen können. Bevor wir uns aber den Text anschauen, will ich Timothy Keller zitieren, der in seinem Richterkommentar folgendes zu dieser Frage schreibt:
»Wer ist eigentlich der Engel des HERRN? Wir begegnen ihm mehrfach im Richterbuch (2,1-3; 13,3-21 sowie hier) und im sonstigen Alten Testament (z.B. 1 Mose 18;2 Mose 3 u. 34; Jos 5,13-15). Was sein Äußeres betrifft, scheint der Engel des HERRN nicht allzu überwältigend gewesen zu sein. Erst ab dem Wunder von Richter 6,21 ist sich Gideon sicher, dass er eine göttliche Erscheinung gesehen hat. Der Engel wirkt also sehr menschlich. Trotzdem liegt etwas bemerkenswert Geheimnisvolles und eine gewisse Spannung in allen biblischen Beschreibungen dieses Engels.
Einerseits wird gesagt: »Der Engel des Herrn ... sprach zu ihm« andererseits heißt es auch: »Der HERR... sprach« (V.14.16)(in unserem Text heißt es in Vers 13, dass der HERR zu ihr geredet hat). Ist der Engel vielleicht ein Kommunikationskanal, eine Art göttliches Sprachrohr? Dann aber lesen wir in Vers 14: »Der HERR aber wandte sich zu ihm und sprach ...«
Das ist bemerkenswert (und verwirrend). Diese Erscheinung ist der Engel des HERRN und zugleich der HERR. Was bedeutet das?
Wir stehen hier vor einem jener Geheimnisse des Alten Testaments, die wir ohne das Neue Testament nicht verstehen können. Wenn es nur einen Gott gibt, wie kann er einerseits dieses sichtbare Wesen vom Himmel gesandt haben und andererseits dieses sichtbare Wesen selbst sein? Wenn es einfach Gott ist, der hier in menschlicher Gestalt erscheint, warum sagt er dann nicht schlicht, dass er der HERR ist, warum sagt er auch, er sei vom HERRN gesandt? (Das Wort Engel bedeutet »Botschafter«.)
Es gibt nur eine einzige sinnvolle Erklärung: Wir haben hier einen Hinweis darauf, dass dieser eine Gott aus mehreren Personen besteht.
Das ist eine unverkennbare Andeutung der Trinität (Dreieinigkeit). Man kann aus guten Gründen annehmen, dass es sich bei dieser Erscheinung um Gott, den Sohn, handelt. Schon damals war sein Anliegen, seinem Volk Rettung und Frieden zu bringen.«
Der Engel des HERRN ist also Gott. Gott selber greift hier ein und stellt sich stoppt Hagar auf ihrer Flucht und sofort haben wir eine ganz andere Atmosphäre. Die Szene vorher, die wir beim letzen mal betrachtet haben, ist Gottlos und dementsprechend voll Sünde und daraus resultierender Schmerz, diese Szene ist durch die Gegenwart Gottes wunderschön und heilsam. Unser heutiges Ereignis zeigt uns so wunderbar, dass Liebevolle Herz unseres Gottes. Er fragt sie folgendes:
Genesis 16,6–8 ELB CSV
Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du? Und sie sprach: Ich fliehe weg von meiner Herrin Sarai.
Hagar will vor ihren Problemen flüchten, aber Gott konfrontiert sie mit ihren Problemen.
Erlebst auch du gerade vielleicht Situationen, aus denen du einfach nur noch flüchten willst, dann nimm dies mit: Es ist immer besser, sich den Problemen zu stellen, als zu flüchten. Ja es tut oft weh und flüchten sieht leichter aus, aber das ist es nicht. Wenn du Probleme mit einer Sünde hast, dann schau nicht einfach weg, sondern bringe sie vor Gott. Hol dir Hilfe aus deiner geistlichen Familie. Teile deine Not mit anderen und laufe nicht weg. Wenn du in irgendeiner Beziehung Probleme hast, in der Ehe, mit deinen Eltern, oder mit einem ehemaligen Freund oder Familienmitglied, dann flüchte nicht vor diesem Problem, sondern stelle dich diesem. Tue dies mit Gott und durch seine Kraft, ansonsten wirst du es nur noch schlimmer machen. Es wird wehtun all diese Dinge anzugehen, aber es wird heilsam für dich sein. Im weiteren verlauf sehen wir, wie liebevoll Gott die Sache angeht und die Scherben wieder aufsammelt.
Zuerst ist es auffällig, dass Gott Hagar mit ihrem Namen anspricht. In den ersten Versen dieses Kapitels wird sie weder von Abram noch von Sarai mit ihrem Namen angesprochen. Sie ist einfach nur die Magt. Eine Magt oder Sklavin hatte damals keine Rechte und somit keine Stellung im Leben. Sklaven waren in der Kultur quasi Unsichtbar. Wie vermutlich viele andere Sklaven, wurde Hagar selbstsüchtig für die Zwecke ihres Herrn und ihre Herrin benutzt. Beide haben kein echtes Interesse an ihr als Mensch, im Gegenteil, sie wird für ihre Zwecke benutzt. Sie haben nur Interesse an dem, was sie von ihr haben wollen.Trozdem ist Hagar kein unschuldslamm. Sie ist hier in der Wüste, weil auch sie Schuldig ist. Sie hat die Situation genutzt und in der Wunde von Sarai gebohrt, woraufhin Sarai mit psychischem Terror antwortete und deswegen ist diese Ägyptische Frau, die sowohl Opfer als auch Täter ist, jetzt ganz alleine in der Wüste. Sie wurde Gedämütigt, sie ist Traumatisiert und sie hat Schuld auf sich geladen. Weil sie all dies nicht ertragen konnte, ist sie geflohen und in dieser Situation spricht Gott sie hier ganz persönlich mit ihrem Namen an und Er stellt ihr eine Frage. »Woher kommst du, und wohin gehst du?« Wenn wir die Frage Sinngemäß umschreiben, könnte sie auch so lauten, was ist passiert und was willst du machen.
Gott will von Hagar, dass sie sich bei ihm ausspricht, dass sie ihre Not klagt. Er will, dass die Ägypterin ihm sagt, was sie vorhat. Natürlich weiß Gott die Antworten, aber er will ihr klarmachen, dass er sich für sie interessiert. Er will ihr klarmachen, dass er ihre Situation kennt, dass er ein Gott ist, der sie findet, der sie kennt und sie deswegen bei ihrem Namen ansprechen kann. Er macht ihr klar, dass es Ihm nicht egal ist, was sie erlebt hat. In Vers 11 sagt Er, dass er ihr Elend gesehen hat, er versteht ihre Gefühle.
Vielleicht musst auch du gerade viel unrecht erleiden. Vielleicht erlebst du so wie Hagar Machtmissbrauch und musst dieses unrecht Tag für Tag aushalten. Sei ermutigt, denn Gott interessiert sich dafür. Er sieht deine Probleme und Nöte, Er kennt deinen Namen und Er will, dass du zu ihm kommst mit seiner Not. Such die Lösung nicht in Ägypten, in der Welt, du wirst nur enttäuscht werden, sondern flüchte in die liebenden Arme deines himmlischen Vaters. Vielleicht kennst du den Gott Abrams auch noch nicht, so wie die Ägyptische Magt Hagar. Glaub mir, es gibt nichts schöneres in diesem Leben, als den Gott Abrahams an seiner Seite zu haben? Suche diesen Gott in seinem Wort. Hier stellt er sich dir vor und will dadurch zu dir reden. Die Bibel ist das Mittel unserer Zeit, um so wie zu Hagar an dieser Stelle, zu dir zu reden.
Weiter in unserem Text lesen wir:

2. Gottes Plan trotz Probleme

Genesis 16,9–10 ELB CSV
Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück und demütige dich unter ihre Hände.
Gott fordert Hagar auf zurückzukehren. Die Aufforderung, ist für uns ein bisschen schwierig zu verstehen, denn wir haben heutzutage ein sehr starkes Unrechtsbewusstsein. Wir denken, warum fordert Gott Hagar hier auf, wieder zurück zu gehen? Sie hat schlimme Dinge erlebt, wurde benutzt und vielleicht auch ohne ihren Willen geschwängert. Wie kann Gott jetzt von ihr verlangen, zu ihrer Herrin Sarai zurückzugehen? Wie vorhin schon gesagt, wir dürfen nicht vergessen, dass auch Hagar eine Sünderin vor Gott ist. Ja sie hat viel Leid erlebt, aber auch sie hat gesündigt. Und dies spricht der HERR an. Er sagt kehre um, kehre um von deinem falschen Weg, den du gehst. Aber Gott fordert sie nicht nur auf zurückzugehen und sagt zu ihr, sieh zu wie du klar kommst, Nein, er ermutigt sie und verspricht ihr etwas.
Genesis 16,9–10 ELB CSV
Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommenschaft sehr mehren, dass sie nicht gezählt werden kann vor Menge. Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; und du sollst ihm den Namen Ismael geben, denn der Herr hat auf dein Elend gehört.
Gott spricht sie ganz persönlich an und gibt ihr hier noch eine gewaltige Verheißung. Gott sagt Hagar, dass sie Schwanger ist und dass ihr Sohn eine Zukunft hat. Ergänzung Peter Krell Predigt Aufforderungen + Verheißungen (Motivation).
Er sagt ihr aber auch, dass er ihr Elend sieht.

3. Gottes Verheißung trotz Widrigkeiten

Gott sieht die Ägypterin Hagar.
Ismael = Gott hört (schöner Name für ein von Gott erbetenes Kind)
Genesis 16,11–12 ELB CSV
Und er wird ein Wildesel von Mensch sein; seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, und angesichts aller seiner Brüder wird er wohnen.
In Galater 4,21-28 ist Ismael ist ein Bild für diejenigen, die durch eigenes bemühen, durch eigene Weisheit oder Mittel zu der Verheißung gelangen wollen. Paulus sagt, dass Ismael ein Bild auf die Art von Menschen ist, die durch das Einhalten des Gesetzes zu der Verheißung kommen wollen, durch eigene Bemühungen. Bei der Verheißung des Sohnes bei Abram und Sarai geht es auf geistlicher Ebene um Christus. Durch IHN werden alle Nationen gesegnet. Ismael ist laut Paulus also ein Bild auf diejenigen, die ohne Christus gerecht werden wollen. Auch Paulus sagt uns die Folgen derjenigen, die durch das Einhalten des Gesetzes Gottes zur Verheißung gelangen wollen. Die Folge ist Versklavung.
Isaak, der Sohn der Verheißung ist ein Bild auf den Gläubigen Christen, der sich an Christus klammert, der seinen Versprechen vertraut. Sarai und Abram haben versucht auf ihrem eigenen Weg, dass Versprechen Gottes zu erhalten und wie ging das aus? Eine verletzte und gekränkte Sarai, eine verletzt und im Anschluss stolze Magt, Hagar, ein passiver Abram und ein Sohn, der bis heute unbändig ist. Was sind die Folgen derjenigen, die den Versprechen Gottes vertrauen? Sie sind Frei. Durch das vertrauen auf Christus sind wir freie Kinder Gottes.

4. Glaube in der Wüste

Genesis 16,13–16 ELB CSV
Da nannte sie den Namen des Herrn, der zu ihr redete: Du bist der Gott des Schauens (Hebr. El Roi: Gott, der mich schaut, o. Gott, der sich schauen lässt)! Denn sie sprach: Habe ich nicht auch hier geschaut, nachdem er mich geschaut hat? Darum nannte man den Brunnen: Beer-Lachai-Roi (Brunnen des Lebendigen, der mich schaut (o. der sich schauen lässt) ; siehe, er ist zwischen Kades und Bered.
Eine Ägyptische Frau gibt hier Gott einen Namen. Sie kannte Gott nicht, aber hier offenbart Gott sich ihr und deswegen gibt sie diesem Gott einen Namen. »Der Gott des Schauens« oder »der Gott der mich sieht - El Roi«. Der Name, drückt das aus, was sie erleben durfte. Sarai sah nur ihr potential, ihr Kind zu bekommen, Abram sah nur ihren Körper, aber Gott sieht sie. Nimm diesen Gedanken heute mit. Gott sieht dich. Er ist unfassbar groß, seine Macht ist grenzenlos, seine Herrlichkeit unfassbar, nichts und niemand kann Ihn fassen und dieser Gott sieht dich, du bist ihm nicht egal. Gott ist nicht passiv, so wie wir es leider oft sind. Nein, Er ist voll da und Er nimmt dich nicht nur wahr, sondern er sieht dich und kennt dich, Er schaut dich auch nicht nur flüchtig, desinteressiert oder gelangweilt an, sondern er interessiert sich für dich und schaut dich mit mitfühlenden Augen und einem Herzen voller Liebe an. Und vor allem gilt dir dies, wenn du ein Kind Gottes bist. In Römer 8,32 stellt Paulus eine retorische Frage, das heißt er stellt eine Frage, die er nicht beantwortet, weil die Antwort klar ist. Er will mit dieser Frage klar machen, dass Gott bereit ist, alles für uns in die Wege zu leiten, damit wir das Ziel erreichen. Die Frage lautet:
Römer 8,32 ELB CSV
Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
Wir haben in der Frage eine Argumentation vom kleineren zum größeren. Wenn Gott bereit war, dass größte Opfer das er bringen konnte, für dich hinzugeben, wird er dann nicht auch bereit sein, alles so zu führen, dass es dir zum guten dient? Zum guten heißt nicht, dass er dir einen schönen Porsche und eine schöne Villa schenk, nein, sondern, dass Er alles wirkt, damit du das Ziel erreichst. Wie sehr liebt Gott seine Kinder und deswegen wird Er dich nicht einfach wegschieben. Irdische Väter machen dies leider manchmal, aber Gott nicht. Du bist viel zu wertvoll. All das Gold und Silber dieser Erde, all das Geld, all die Diamanten, nichts auf dieser Erde reicht aus, um so viel zu investieren, wie viel dein Vater in dich investiert hat. Deswegen sind Seine Augen und sein Herz die ganze Zeit auf dich ausgerichtet, voller liebe und Freude. Vielleicht fühlst du dich manchmal unsichtbar und alleine gelassen mit deinen kämpfen und Sorgen, aber die Augen des lebendigen Gottes ruhen auf dir und du darfst dir sicher sein, dass er dich in deiner persöhnlichen Wüste sieht. Vielleicht denkst du dir jetzt, ja toll, er sieht mich und jetzt? Doch wenn Gott etwas sieht, bedeutet es, dass er da ist und wenn er da ist, bedeutet es, dass er mit seiner Gegenwart, mit seiner Kraft und mit seiner Gnade da ist, um dich aus jeder herausfordernden Situation heraus zu tragen.
Wir lesen den letzten Vers:
Genesis 16,13–16 ELB CSV
Und Hagar gebar Abram einen Sohn; und Abram gab seinem Sohn, den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael. Und Abram war 86 Jahre alt, als Hagar dem Abram Ismael gebar.
Hagar ist zurückgekehrt und bekommt einen Sohn, den sie dann wie Gott es verordnet hatte Ismael, Gott hört nennt. Ein schöner Name für jedes lang ersente, von Gott erbetene Kind. Sie ist wirklich zurückgegangen. Dass wird ihr sicherlich nicht leicht gefallen sein, wie gesagt, sie hat viel Leid erlebt, aber Sur, ein Gebiet in Ägypten, ist keine Lösung. Mit dem Bewusstsein, dass Gott sie sieht, geht sie trotz der vorgefallenen Ereignisse zurück.
»Bleib bei den Problemen, die Gott dir gibt und laufe nicht davor weg und Kreier deine eigenen.« Kevin de Jung.
Du kannst an herausfordernden Orten, in herausfordernden Situationen bleiben, wenn du weißt, dass Gott dich sieht. Wir waren im Sommer mit Lea in Marokko und wie es in solchen Ländern für uns deutsche so ist, Lea bekam am dritten Tag starke Bauchkrämpfe. Sie hatte starke Schmerzen und wegen den Schmerzen, wollte sie nicht alleine sein. Ich machte mir sorgen und wollte was von der Apotheke holen, was Lea aber nicht so toll fand, denn das hieße, dass ich sie alleine lassen müsste. Fremdes Land, fremde Umgebung, starke Schmerzen und dann noch allein sein, dass wollte sie nicht. Ich konnte nichts tun, um ihr die schmerzen zu erleichtern und doch hat mein dasein ihr Kraft geschenkt. Nach einer gewissen Zeit, konnte ich kurz zu Apotheke laufen und am Abend ging es Lea auch schon wieder besser.
Wie viel mehr Kraft schenkt dein Himmlischer Vater dir mit seiner Gegenwart. Wenn du weißt, dass dein lieber Vater dich sieht, dann kannst du auch in den schwersten Situationen bleiben. Du kannst auch diese Herausforderung, auch wenn du das Gefühl hast, die Situation überfordert dich, aushalten, mit dem Wissen, dass Gott da ist und dein Elend sieht, kannst du scheinbar unüberwindbare Phasen in deinem Leben überstehen. Du bist nicht alleine auf der Bühne, Gott ist da, um dich mit seiner Kraft und seiner Gnade zu unterstützen. Es gibt mit Gott keine hoffnungslose Situation. Für Ihn gibt es keine Sackgasse.
Vielleicht denkst du jetzt: Mich sieht Gott nicht. Ich bin so verdorben und unwürdig, um mich kümmert Gott sich nicht. Oh gerade für dich, der du verstehst, dass du Krank bist und Hilfe brauchst ist Jesus gestorben. Ab 3,30 weitermachen, dass Gott sich einer Ägypterin offenbart und diese Ihm als einziger Mensch in der Bibel einen Namen geben darf.
Anwendung:
Ich glaube hier unter uns sitzt niemand, der so Alt wie Abram und Sarai ist und von Gott versprochen bekommen hat, einen Sohn zu bekommen. Welche Anwendung können wir aus diesen Kapitel ziehen? Worauf setzte ich mein Vertrauen? Vertraue ich auf meinen eigene Kraft, oder auf vertraue ich auf Christus?
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