Freut euch! (3ter Advent)

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Notes
Transcript

Texte

Psalm 85 ELB 2006
1 Dem Chorleiter. Von den Söhnen Korachs. Ein Psalm. 2 HERR, du hast Gefallen gefunden an deinem Land, hast die Gefangenschaft Jakobs gewendet. 3 Du hast vergeben die Ungerechtigkeit deines Volkes, alle ihre Sünde hast du zugedeckt. 4 Du hast zurückgezogen all deinen Grimm, hast dich abgewandt von der Glut deines Zorns. 5 Wende dich wieder zu uns, Gott unseres Heils, und mache deinem Unwillen gegen uns ein Ende! 6 Willst du uns ewig zürnen? Willst du deinen Zorn währen lassen von Generation zu Generation? 7 Willst du uns nicht wieder beleben, dass dein Volk sich in dir freut? 8 Lass uns, HERR, deine Gnade sehen, und gewähre uns dein Heil! 9 Hören will ich, was Gott, was der HERR reden wird; gewiss wird er Frieden ansagen seinem Volk und seinen Getreuen, doch sollen sie nicht zur Torheit zurückkehren. 10 Fürwahr, nahe ist sein Heil denen, die ihn fürchten, damit Herrlichkeit wohnt in unserem Land. 11 Gnade und Wahrheit sind sich begegnet, Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküsst. 12 Wahrheit wird sprossen aus der Erde, Gerechtigkeit herniederschauen vom Himmel. 13 Auch wird der HERR das Gute geben, und unser Land wird seinen Ertrag bringen. 14 Gerechtigkeit wird vor ihm hergehen, und er wird ihre Tritte zum Weg machen.
Gedanken:
Freude -> Jesus kommt auf diese Erde; Freude über sein Ankommen als Kind
Was sollen wir tun? Wie können wir umkehren? Menschen, Zöllner, Soldaten, Pharisäer? Vorstellung:
Ich heiße Jonathan Klein, ich bin 29 Jahre und 358 Tage alt. Ich bin seit August diesen Jahres Kreissekretär beim CVJM Kreisverband Siegerland und zuständig für die Jungschar- und Jungenarbeit. Ich bin in Kredenbach aufgewachsen und in CVJM und Gemeinschaft großgeworden und dort auf einer Jugendfreizeit habe ich auch eine konkrete Entscheidung für Jesus getroffen. Ich durfte bereits erfahren, dass Gott meinen Lebensweg bestimmt, auch wenn ich manchmal andere Entscheidungen getroffen habe. Ich darf ihm jetzt an vielen Stellen dienen und bin gespannt, wie mein weiterer Weg mit ihm aussieht. Nur der vollständigkeit halber: Ich bin sehr glücklich seit über 7 Jahren verheiratet, aber leider ohne Kinder. Falls ihr mehr von mir erfahren wollt, dürft ihr mich gern später noch ansprechen.

Einleitung

Kommunikation ist der Schlüssel zu guten Beziehungen. Das mag euch vielleicht bekannt sein, aber ich durfte jetzt nochmal neu erfahren, wie wichtig gute und vollständige Kommunikation. Wenn plötzlich eine Anfrage kommt, die seit langer Zeit schon feststeht und keiner weiß bescheid, dann ist das sehr überraschend. Wenn meine Frau mir etwas erzählt und ich nur so halb zuhöre, dann hört sie mittlerweile tatsächlich auf zu reden und wartet bis es mir auffällt. Traurigerweise kann das schonmal ein oder zwei Momente bei mir dauern und dann fällt mir wieder auf, dass ich mich total hab ablenken lassen. Also grundsätzlich ist Kommunikation der wichtigste Bestandteil einer Beziehung, nicht nur in der Ehe, sondern generell. Zwischen Gemeindemitglied und Ältesten, Zwischen Eltern und Kind, zwischen Chef und Angestelltem, zwischen Freunden, zwischen Fremden, zwischen Mensch und Gott.
Ja auch zwischen Mensch und Gott ist gute Kommunikation wichtig! Aber im Vergleich zu allen anderen Beziehungen hat die Kommunikation zwischen Mensch und Gott einen Vorteil. Die eine Seite ist kein Mensch.
Gott ist treu, auch wenn wir untreu sind. Gott ist gnädig, Gott ist Liebe und Gott kennt dich. Er sieht deine Schwäche und deine Fehler und er will aber mit dir in Kontakt kommen. Deshalb hat er sein Wort weitergegeben. Die Bibel. Sie ist Teil von Gottes Kommunikation an uns und deshalb lesen wir darin und versuchen zu verstehen, was Gott sagen möchte. Damit wir bestmöglich darauf vorbereitet sind, möchte ich eine Zeit der Stille einschieben, in der wir Gott um Weisheit bitten und um Aufmerksamkeit für ihn und sein Wort. Ich schließe mit einem Gebet ab.
Vater, du, der Schöpfer des Himmels und der Erde, du hast Interesse an uns kleinen Menschen. Danke, dass du uns siehst und liebst trotz allem, was und wer wir sind. Ich bitte dich um Offene Ohren und offene Herzen für dein Wort.

Hauptteil

Jetzt sind wir bereit wirklich mit Gott zu kommunizieren. Ich bin gespannt, was ihr lernt, was euch neu bewegt und was ihr vielleicht neu wirken könnt.
Lukas 3,1–20 ELB 2006
3 Und er kam in die ganze Landschaft am Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden; 4 wie geschrieben steht im Buch der Worte Jesajas, des Propheten: »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade! 5 Jedes Tal wird ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme wird zum geraden Weg und die holperigen zu ebenen Wegen werden; 6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.« 7 Er sprach nun zu den Volksmengen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? 8 Bringt nun der Buße würdige Früchte; und beginnt nicht bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. 9 Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt, jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 10 Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was sollen wir denn tun? 11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Unterkleider hat, gebe dem ab, der keins hat; und wer Speise hat, tue ebenso! 12 Es kamen aber auch Zöllner, um getauft zu werden; und sie sprachen zu ihm: Lehrer, was sollen wir tun? 13 Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch bestimmt ist! 14 Es fragten ihn aber auch Soldaten und sprachen: Und wir, was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt, und erpresst niemanden, und begnügt euch mit eurem Sold! 15 Als aber das Volk in Erwartung war und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten, ob er nicht etwa der Christus sei, 16 antwortete Johannes allen und sprach: Ich zwar taufe euch mit Wasser; es kommt aber ein Stärkerer als ich, und ich bin nicht würdig, ihm den Riemen seiner Sandalen zu lösen; er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen. 17 Seine Worfschaufel ist in seiner Hand, seine Tenne zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. 18 Indem er es nun auch mit vielem anderen ermahnte, verkündigte er dem Volk gute Botschaft.
Wir wollen uns heute 2 Punkte genauer anschauen: erstens die Freude und zweitens die Folge.
Die Freude ist ein sehr wichtiger Bestandteil unseres Lebens und deshalb auch in der Bibel. über 200 mal wird in der Bibel von Freude gesprochen, allein 185mal wird exakt das Wort “Freude” von der Elberfelder Übersetzung gebraucht. Und obwohl wir in unserem Predigttext kein einziges Mal das Wort “Freude” finden, kann ich förmlich spüren, wie die Freude sich breit macht, bei den folgenden Versen:
Lukas 3,3–6 ELB 2006
3 Und er kam in die ganze Landschaft am Jordan und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden; 4 wie geschrieben steht im Buch der Worte Jesajas, des Propheten: »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, macht seine Pfade gerade! 5 Jedes Tal wird ausgefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme wird zum geraden Weg und die holperigen zu ebenen Wegen werden; 6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.«
Nicht nur die predigten über Vergebung der Sünden, sondern was geschieht. Jedes Tal wird ausgefüllt und jeder Berg erniedrigt. Alles Krumme wird gerade und jede noch so holprige Straße wird eben. Keine Anstrengung mehr beim Spazierengehen, keine Stolperfallen alles ist glatt und eben und bereit für die Ankunft des Herrn.
und das beste: ALLES Fleisch wird das Heil Gottes sehen!
Nicht kann, nicht will, nicht wünscht, nein jeder WIRD Gottes Heil sehen. Gott belässt seine Kommunikation zu den Menschen nicht nur auf Worte oder Schriften, nein er wird selbst Mensch, damit die Menschen sein Heil sehen können. Jesus Christus kommt auf diese Welt, ist das kein Grund zum feiern? Ja DOCH! Wir haben das eben laut und kräftig gesungen: Freue dich Welt, der Herr ist da!
Ich will euch Mut machen, diese Freude sichtbar werden zu lassen. Wir haben auf dieser Erde nur einen begrenzten Radius von Menschen, die uns sehen können, aber was wäre, wenn jeder sagen könnte: Dieser Jonathan, dem spürt man eine Freude ab, die nicht von dieser Welt ist.
Und dann kommen wir schnell zum zweiten Punkt dieser Predigt, denn das Ganze hat “Folgen”. Lk 3,7-14
Lukas 3,7–14 ELB 2006
7 Er sprach nun zu den Volksmengen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: Otternbrut! Wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? 8 Bringt nun der Buße würdige Früchte; und beginnt nicht bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage euch, dass Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. 9 Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt, jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 10 Und die Volksmengen fragten ihn und sprachen: Was sollen wir denn tun? 11 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Unterkleider hat, gebe dem ab, der keins hat; und wer Speise hat, tue ebenso! 12 Es kamen aber auch Zöllner, um getauft zu werden; und sie sprachen zu ihm: Lehrer, was sollen wir tun? 13 Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch bestimmt ist! 14 Es fragten ihn aber auch Soldaten und sprachen: Und wir, was sollen wir tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt, und erpresst niemanden, und begnügt euch mit eurem Sold!
Johannes der Täufer spricht an der Stelle klartext und weißt direkt darauf hin, dass die Menschen auf dem falschen Weg unterwegs sind und sie kaum noch Zeit haben sich zu ändern. Der Geist Gottes hat sie wachgerüttelt und dann fingen die Menschen an zu fragen, was sollen wir denn tun? Lukas hat hier drei Antworten aufgeschrieben:
Wer zwei Unterkleider hat, gebe dem ab, der keins hat. Wer Speise hat, tue ebenso!
Welche Menschengruppe ist damit gemeint? Wer von euch hat mehr als eine Unterhose? Schaut euch schnell um, wer sich nicht gemeldet hat, da könnt ihr direkt praktisch helfen! Wer von euch hat gleich etwas zuessen auf dem Tisch. Johannes spricht hier nicht von Menschen die 10 Unterkleider haben oder die “zu viel” zuessen haben. Er spricht den ganz normalen Menschen an. diese Freude über Jesus Ankunft, die wir ja auch immernoch feiern führt zur Gastfreundschaft und Freigiebigkeit.
Dann spricht er zum Zöllner “Fordert nicht mehr, als euch bestimmt ist”
mit anderen Worten, bereichere dich nicht an der Not andere Menschen. Nutz deinen Job nicht aus, sondern sei ehrlich und treu
dann spricht er zum Soldaten “Tut niemand Gewalt, und erpresst niemanden, und begnügt euch mit eurem Sold!
Nutz deine Stellung nicht aus Machtmissbrauch ist keine Option, weder im Krieg, noch in der Stadt, noch in der Gemeinde Christi.
dann spricht er ins heute zu dir ganz persönlich. Denkt einmal darüber nach, was würde Johannes wohl zu dir sagen, wenn du ihn fragst: Was soll ich tun?
Zu mir würde er vielleicht sagen: Lerne die Freude an Aktivitäten nicht höher zu setzen, als die Prioritäten Gottes.
oder Setz dich ein für die Gerechtigkeit
oder Vergebung empfangen heißt auch Vergebung weiterzugeben.

Schluss

Johannes spricht davon, dass wir Umkehren sollen zu Jesus und ihm folgen, ihm unser Leben geben. das ist kein Verlust, sondern unser Gewinn, das ist Freude, das bringt Veränderungen mit sich und das bringt Hoffnung mit sich. Johannes hat den Menschen keine Regeln vorgesetzt, sondern aufgezeigt, was es heißt Recht zu handeln. Ich stehe heute hier auch nicht um euch Regeln aufzuzwängen oder Handlungen vorzugeben, nein, das ist nicht mein Plan. Christus hat uns zur Freiheit berufen, aber ich möchte dich fragen, wie lebst du diese Freiheit? Spürst du diese Freude noch?
Lasst uns jeder für sich und doch gemeinsam umkehren zu Christus. Lasst uns von seinem Frieden, von seiner Freude erfüllen lassen und richtet euer Leben voll Freude neu auf ihn aus. Lasst euch von ihm verändern und tut das was Gut und Recht ist. Denn die Freude, die Christus in diese Welt gebracht hat, soll auch heute noch Folgen haben.
Ich möchte dich einladen, zum Gebet aufzustehen, um Gott Ehre zu erweisen und falls du es körperlich nicht kannst, Gott sieht dein Herz und weiß wie du es meinst.
Herr Jesus, du bringst Freude mit in dieses Haus. du bringst Freude in unsere Herzen und in unser Leben. Danke, dass du uns frei gemacht hast, durch deinen Tod am Kreuz. Danke dass du lebst und wir auch leben dürfen. Ich bitte dich, dass du uns führst, leitest und gebrauchst, um deine Liebe und Freude in die Welt hinauszutragen. Danke für die Gemeinschaft dir wir hier haben dürfen. AMEN

Segen

Philipper 4,4–7 ELB 2006
4 Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! 5 Eure Milde soll allen Menschen bekannt werden; der Herr ist nahe. 6 Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; 7 und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus. –
AMEN
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