Weihnachtsandacht im Seniorenheim
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„Fürchte dich nicht – Gott ist da“**
Einstieg – Weihnachten im Rückblick
Liebe Schwestern und Brüder,
Weihnachten begleitet uns oft schon ein ganzes Leben lang.
Manche erinnern sich an einfache Feiern, andere an volle Stuben, Kinderlachen, Kerzenlicht.
Und doch ist Weihnachten heute für viele anders als früher.
Manche Stühle bleiben leer.
Manche Stimmen fehlen.
Manche Wege sind beschwerlich geworden.
Und vielleicht ist da auch diese leise Frage im Herzen:
Was hält mich noch?
Was kommt noch?
Bin ich noch getragen?
Genau in diese Fragen hinein spricht Gott sein Weihnachtswort.
1. Weihnachten beginnt mit einem „Fürchte dich nicht“
1. Weihnachten beginnt mit einem „Fürchte dich nicht“
Als die Engel den Hirten erschienen, begannen sie nicht mit einem Befehl,
nicht mit einer Forderung,
sondern mit einem Trostwort:
„Fürchtet euch nicht!“ Lukas 2,10
10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Denn siehe, ich verkündige euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll.
Denn Gott weiß:
Wo Menschen leben, da gibt es auch Angst.
Angst vor Krankheit.
Angst vor Einsamkeit.
Angst vor dem, was kommt.
Darum sagt Gott auch durch den Propheten Jesaja:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir;
weiche nicht, denn ich bin dein Gott.
Ich stärke dich, ich helfe dir auch,
ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“
(Jesaja 41,10)
Das ist kein Wort nur für junge Menschen.
Das ist ein Wort für jeden Lebensabschnitt –
und besonders für die Tage, in denen wir merken:
Ich bin nicht mehr so stark wie früher.
Gott sagt nicht: „Du musst stark sein.“
Er sagt: „Ich stärke dich.“
2. Das Kind in der Krippe – Gott kommt uns nahe
2. Das Kind in der Krippe – Gott kommt uns nahe
Weihnachten bedeutet:
Gott kommt nicht von oben herab.
Er kommt hinunter –
in unsere Wirklichkeit.
Nicht als König im Palast,
sondern als Kind in einer Krippe.
Das sagt uns:
Kein Alter ist ihm fremd.
Keine Schwäche ist ihm peinlich.
Keine Träne ist ihm egal.
Dieses Kind ist der Beweis:
Gott geht den ganzen Weg mit uns – von der Geburt bis zum letzten Atemzug.
Wenn wir älter werden, verändert sich vieles.
Aber Gottes Nähe verändert sich nicht.
3. „Ich kenne die Gedanken, die ich über euch denke“
3. „Ich kenne die Gedanken, die ich über euch denke“
Manchmal fragen wir uns:
Was war der Sinn meines Lebens?
Habe ich genug getan?
Bleibt etwas von mir?
In diese Gedanken hinein spricht Gott ein Wort der Hoffnung:
„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR:
Gedanken des Friedens und nicht des Leides,
dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“
(Jeremia 29,11)
Dieses Wort gilt nicht nur den Anfängen.
Es gilt auch den späten Jahren.
Gott sagt nicht:
„Deine beste Zeit ist vorbei.“
Er sagt:
„Ich habe Gedanken des Friedens über dir.“
Auch heute.
Auch jetzt.
Auch in diesem Lebensabschnitt.
4. Weihnachten heißt: Du bist gehalten
4. Weihnachten heißt: Du bist gehalten
Liebe Geschwister,
wir müssen nicht alles verstehen.
Wir müssen nicht alles können.
Wir müssen nicht alles schaffen.
Weihnachten sagt uns:
Du darfst loslassen – Gott hält dich.
Wenn die Hände schwächer werden,
ist seine Hand stark.
Wenn die Schritte kürzer werden,
geht er neben dir.
Wenn der Blick zurück länger wird als der Blick nach vorn,
dann ist Gott schon da – vor dir.
Abschluss – Die Verheißung
Abschluss – Die Verheißung
Und so endet diese Weihnachtsandacht mit einer Verheißung,
die trägt – heute, morgen und bis in die Ewigkeit:
„Fürchte dich nicht.“
Nicht, weil alles leicht ist,
sondern weil Gott da ist.
„Ich bin mit dir.“
Nicht nur an Feiertagen,
sondern an jedem einzelnen Tag.
„Ich habe Gedanken des Friedens über dir.“
Gedanken voller Hoffnung.
Gedanken voller Zukunft.
Gedanken voller Leben.
Das Kind in der Krippe sagt dir heute:
Du bist nicht vergessen.
Du bist nicht allein.
Du bist in Gottes Hand.
Amen.
