Philipper 3, 20-21 (2)

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Notes
Transcript

Ein Leben mit neuem Bürgerrecht

Einleitung

Wir möchten uns heute mal Gedanken darüber machen, was uns das letzte Jahr über beschäftigt hat und was unser Leben bestimmt hat…
Die Nachrichten berichten wie schrecklich es in der Welt ist und was alles kaputt geht, Socialmedia verzerrt unsere Erwartung an Menschen, Dinge und Beziehnungen, von rechts und links hören wir nichts anderes als Probleme und aus so einem Jahr kommen wir und uns erwartet ein neues Jahr wo eigentlich alles beim alten bleibt.
Doch die Predigt heute soll deinen Blick weg von dem ganzen Schlechten lenken und hin zu etwas was uns Freude und Zuversicht zu jeder Zeit geben kann…
Schlagt gerne mit mir zusammen Philipper Kapitel 3 auf wir schauen uns heute die Verse 20 und 21 an, ich lese aber schon für den Kontext ab Vers 17:
Schlachter 2000 Kapitel 3

17 Werdet meine Nachahmer, ihr Brüder, und seht auf diejenigen, die so wandeln, wie ihr uns zum Vorbild habt. 18 Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe und jetzt auch weinend sage, als Feinde des Kreuzes des Christus; 19 ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, sie rühmen sich ihrer Schande, sie sind irdisch gesinnt.

20 Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus erwarten als den Retter, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird, sodass er gleichförmig wird seinem Leib der Herrlichkeit, vermöge der Kraft, durch die er sich selbst auch alles unterwerfen kann.

Hauptteil

Um zu verstehen was Paulus hier macht, möchten wir uns einmal kurz den direkten Kontext anschauen, Paulus spricht in Vers 17 davon, dass die Philipper sich ein Beispiel an ihm nehmen sollen und an anderen die auch so leben wie Paulus. Und dann macht er in den Versen 18 bis 21 eine Gegenüberstellung, auf der einen Seite diejenigen, die ihr Leben für diese Welt leben, d.h. sie sind voll und ganz darauf gerichtet hier auf dieser Welt ein gutes Leben zu führen und alles darein zu investieren sich selbst zufrieden zu stellen.
Unser Text bildet die Gegenseite, und so möchte ich mir mit euch nun Drei Punkte anschauen, die wir hier in dem Text sehen können:
Das neue Bürgerrecht (Vers 20a)
Der neue Leib (Vers 21)
Der neue Herrscher (Vers 20b und 21)

Das neue Bürgerrecht

Zunächst müssen wir klären, was ein Bürgerrecht ist bzw. was es hier in dem Kontext meint.
Paulus benutzt hier in Vers 20 ein Wort das in seiner Grundform vorallem eine Zugehörigkeit zu etwas beschreibt, wie zum Beispiel einem Staat, einer Gesellschaft oder ähnliches. Er benutzt dieses Wort und bezieht es auf die Philipper. Er zeigt ihnen wo ihr Bürgerrecht also ihre Zugehörigkeit wirklich ist, warum das für die Philipper wichtig ist schauen wir uns gleich mal an.
Wenn man sich mit den Philippern als Gruppe beschäftigt, dann stellt man fest, dass die Philipper eine sehr stolze Volksgruppe waren, sie waren stolz auf ihre Geschichte, ihre Sprache und vor allem auf ihre Zugehörigkeit zum römischen Reich.
In diese Situation schreibt Paulus diese Aussage. “Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel,”.
Ich möchte mir mit euch zusammen einmal Gedanken darüber machen, was das für die Philipper bedeutet hat und was das auch für uns heute bedeuten kann.
Für die Philipper die in einer Gesellschaft lebten die wie bereits gesagt, sehr stolz auf ihr irdisches Bürgerrecht war ist es sicherlich nicht abwegig genau so zu denken, denn auch sie sind Teil dieser Gesellschaft und auch sie waren sicherlich, zumindest zum Teil genau so stolz auf ihr irdisches Bürgerrecht. Und ich habe es ja eben erwähnt, Paulus sagt dass sie ihn zum Vorbild nehmen sollen und wenn wir uns den größeren Kontext anschauen, sehen wir dass es darum geht nicht stolz auf seine Herkunft oder irdischen Erfolge zu sein, Paulus sagt in Kapitel 3 Vers 8 nachdem er gezeigt hat worauf er alles stolz sein könnte, dass alles worauf er früher stolz war, seine Herkunft, seine Ausbildung usw. dass er all diese Dinge als Schaden erachtet, im Vergleich zu dem was er nun in Christus hat, ewiges Leben, Freude und vor allem Christus selbst.
Und nun sagt Paulus macht es mir gleich.
Und die Philipper fragen sich jetzt vielleicht was falsch daran ist stolz auf seine Herkunft zu sein und auf das was man selber erreicht hat. Paulus zeigt ihnen dann als negativ Beispiel in den Versen 18 und 19 auf wie diese Menschen leben, die irdisch gesinnt sind, sie sind Feinde des Kreuzes Christi, d.h. sie leben ihr Leben in einer Weise, dass sie Gott verunehren und eigentlich sogar gegen das Werk Christi arbeiten.
Dann geht Paulus aus der anderen Sichtweise ran und zeigt den Philippern was es heißt eine Gesinnung zu haben, die nicht irdisch sondern himmlisch ist.
Er beginnt damit den Philippern zu zeigen dass sie ein neues Bürgerrecht erlangt haben, sie sidn nicht mehr Bürger Roms, sondern sie sind jetzt als Gläubige Bürger des Himmels. Paulus nimmt ihnen hiermit den Stolz, aber er sagt ihnen nicht einfach dass sie jetzt Nichtse und Niemande sind, sondern er zeigt ihnen, dass sie Teil eines viel größeren Reichs sind, grrößer als Rom ja sogar größer als die gesamte Welt, sie sind jetzt Bürger des Himmelreichs.
Doch was hat das jetzt mit mir zu tun, vielleicht sagst du, so stolz bin ich jetzt nicht auf Deustchland. Vielleicht ist es bei dir nicht Deutschland, sondern dein lieblings Sportverein, oder deine Familie, oder deine Gemeinde, oder deine Arbeitsstelle. Ich denke wir kennen es alle in gewisser Art und Weise, dass wir uns irgendwo zugehörig fühlen und uns mit diesen Dingen identifizieren. Doch wir müssen aufpassen dass wir nicht stolz auf diese Dinge werden, ich war früher stolz auf meine Gemeinde…
Wenn du dich vorstellst was sagst du über dich? Job, Verein, Gemeinde, Familie,…
Aber lass dich heute herausfordern dein Denken in diesem Punkt zu ändern, ja ich denke wir dürfen und sollen in gewisser Art eine Zugehörigkeit auf dieser Welt haben, aber in erster Linie sind wir nunmal Bürger des Himmels.

Der neue Leib

Kommen wir nun zu dem was uns als Bürger dieses neuen Reichs erwartet, da wollen wir uns zwei Dinge anschauen. Uns erwartet ein neuer Leib und ein neuer Herrscher.
Schauen wir uns mal die erste große Neuerung an, wenn wir das neue Bürgerrecht bekommen haben: Der neue Leib
Paulus spricht davon dass der neue Herrscher, Jesus Christus - den wir uns gleich auch noch anschauen wollen, den Leib der Niedrigkeit, was nichts anderes heißt als diesen irdischen Leib der altert und irgendwann zerfällt, umgestalten wird und ihn seinem eigene Leib gleichmachen wird, was bedeutet dass der neue Leib völlig perfekt sein wird, ohne jeglichen Fehler oder Verfall.
Warum schreibt paulus diese Worte, naja er hat den Philippern schon vorher gezeigt, dass ein Leben für Christus zu führen, bedeuten kann für ihn zu leiden, auch körperlich. Und wenn Paulus diesen neuen Leib anspricht, hat er genau dass im Sinn, da sind vielleicht Leute die trotz Krankheit dienen, trotz Verfolgung dienen, trotz Folter dienen und für diese Leute ist es doch ein unfassbarer Trost. Ja vielleicht leidest du jetzt und ja villeicht geht sogar dein Körper im Dienst für Christus kaputt, aber weißt du was, du wirst eines Tages einen neuen Körper bekommen und der wird nicht so sein, wie dein jetziger, sondern er wird perfekt sein, er wird niemals krank werden oder kaputt gehen.
Vielleicht warst du dieses Jahr krank und fragst dich wofür das ganze, vielleicht hast du körperlich unter der Last deines Dienstes für Jesus gelitten.
Dann lass dir gesagt sein, das hier ist nicht das Ende, du und ich und er und sie, wir alle die wir Teil des neuen Reiches, des Himmels geworden sind, auf uns wartet eine herrliche Zukunft. Es wird der Tag kommen an dem deine Knie, deine Kopf und jeglicher Schmerz sonst vergehen wird. Dann wird alles gut sein und darauf arbeiten wir hin, nicht für diese Welt.

Der neue Herrscher

Ich möchte zum letzten Punkt kommen und mir mit euch gemeinsam das schönste an unserem neuen Bürgerrecht anschauen, unseren neuen Herrscher.
Schaut mal was Paulus hier macht, er zeigt das neue Bürgerrecht und den neuen Leib auf, und in dem ganzen verwoben, ist Jesus Christus. Er ist es den wir aus dem Himmel erwarten, der sicher einmal wiederkommen wird und zwar als ein Retter und Herrscher. Bereits in Kapitel 2 haben wir gesehen dass Jesus über alle Maßen erhöht ist, dass jeder sich eines Tages vor ihm beugen wird und dass jeder bekennen wird das Jesus HERR ist, also Gott. Er ist es der unseren Körper umgesatlten wird, damit er seinem eigenen gleicht, voller Herrlichkeit, perfekt. Und er wird das tun mit der Kraft mit der er sich auch alles unterwerfen kann, was wir ja in Kapitel 2 gesehen haben, was auch eines Tages geschehen wird.
Das ihr lieben ist unser neuer Herrscher; wenn du gläubig bist, dann ist weder dein Vorgesetzter noch unser Kanzler noch irgendwer anders in dieser Welt unser Herrscher, sondern es ist Jesus Christus allein. Er der eines Tages wiederkommen wird uns uns umgestalten wird, er ist es der uns jetzt regiert.
Nur weil ER der Herrscher ist können wir uns über “Ein Leben mit neuem Bürgerrecht” freuen, denn er wird sein Wort halten, er wird sicher wieder kommen, er wird uns sicher umgestalten und dann werden wir in Ewigkeit bei ihm sein.
Ist das nicht eine freudige, herrliche und wundervolle Botschaft?
Lass dich doch davon ermutigen.

Schluss

Ich möchte zum Schluss kommen und noch zwei Anwendungen machen.
Wenn du gläubig bist, also schon ein Bürger des Himmels bist, dann hoffe ich dass dieser Text dir Freude, Hoffnung und Zuversicht gibt. Erinner dich besonders in schweren und dunklen Zeiten daran, dass du nicht für diese Welt lebst, sondern für deine himmlische Zukunft; erinner dich daran dass du eines Tages einen neuen Körper bekommen wirst, der völlig perfekt und wundervoll ist; und erinner dich besonders daran für welchen Herrscher du jetzt lebst, Jesus Christus unseren Retter.
Amen!
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