Der offenbarende Gott

Ein Gott, der sich offenbart  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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In 2026 wollen wir als Gemeinde den sich offenbarenden Gott erleben, der zu uns spricht, uns verändert, uns beruft und uns ermutigt.

Notes
Transcript

Erleben - Wieso wollen wir Gott erleben?

Ich weiß nicht, wie eure Beziehung zu Gott zum Start dieses Jahres aussieht. Ich weiß nicht, wie nah ihr ihm euch fühlt oder wie fern er für euch ist. Wenn ich von mir ausgehe, dann ist da eine Distanz. In den letzten Jahren habe ich mich öfter gefragt: Warum glaube ich eigentlich? Oder woran glaube ich eigentlich? Es gab Zeiten, da dachte ich, ich habe meinen Glauben verloren und spiele als Pastor nur etwas vor. Es wurde mir in letzter Zeit jedoch eine Sache deutlich. Mein Problem ist nicht der Glaube. Es geht nicht darum, dass ich nicht an Gott oder Jesus glaube. Ich glaube an Gott. Ich glaube an Jesus. Mein Problem ist, dass ich die Wirksamkeit meines Glaubens anzweifel. Ich zweifel daran, dass mein Glaube etwas verändert. Ich zweifel daran, dass Gott in mein Leben eingreift. Ich zweifel daran, dass Jesus mehr ist als eine Erklärung oder ein Gedankenspiel. Ich höre von Menschen, die mir erzählen: Gott hat mir gesagt das… Und in mir streubt sich gleich etwas dagegen. Es streubt sich etwas in mir, weil ich es nicht so erlebe. Es streubt sich etwas in mir, weil ich neidisch bin. Weil ich das auch gerne hätte. Und anstatt zu fragen: Wie hast du das erlebt? Hake ich es innerlich ab und denke mir: Der hat sich das nur ausgedacht. Ich bin skeptisch. Ich bin ein Zweifler. Ich bin wie Thomas, einer der Jünger Jesu, die ihm begegnen nachdem er auferstanden ist, der aber auch noch die Wunden Jesu in seiner Handfläche fühlen muss, um wirklich zu glauben, dass das wahr sein kann. Mein Problem ist, dass ich lange Zeit das Gefühl hatte Gott nicht zu erleben, und es hat dazu geführt, dass ich weniger bete, weniger Bibel lese, weniger Anbetung in meinem Leben habe. Vielleicht kann man es auch umdrehen, dass ich weniger bete, Bibel lese und anbete und deswegen Gott weniger spüre, aber für mich fühlt es sich nicht so an. Wenn wir in den letzten Jahren unsere Umfragen in der Gemeinde gemacht haben, zur momentan Situation in der Gemeinde und der Entwicklung war ein immer wiederkehrender Wunsch mehr Tiefe. Oft wurde dann über die Lehre oder zu wenig Gottesdienste gesprochen, aber ich glaube, das, was wirklich fehlt, ist Gott zu erleben. Zu erleben, dass der Glaube wirklich etwas bewegt. Zu erleben, dass Gott wirklich spricht. Zu erleben, dass Gott wirklich verändert. Zu erleben, dass Gott wirklich beruft. Zu erleben, dass Gott wirklich ermutigt. Wir müssen erleben, dass Gott wirklich der ist, von dem die Bibel spricht. Das Jesus mit uns durch die Straßen ziehen und Menschen heilen kann. Das Jesus wirklich mit uns reden kann, so wie er mit den Menschen in der Bibel spricht. Das Jesus wirklich das Beste ist, was wir in unserem Leben haben können. Wir können Gott erleben. Wir wollen Gott erleben. Und ja, wir müssen Gott sogar erleben, damit wir nicht verpassen, was er für uns hat.

Jahwe - Wie offenbart sich Gott?

Ein Mensch, der uns zeigt, was passiert, wenn wir Gott erleben ist Mose. Mose ist eine der bekanntesten Figuren in 3 großen Glaubensrichtungen. Sowohl im jüdischen, christlichen und muslimischen Glauben hat er eine zentrale Rolle. Er war derjenige, der das Volk Israel aus der Gefangenschaft befreite. Er führte sie durch die Wüste, in das Land, was für sie bestimmt war. Er war ein großer Anführer und ein riesiges Glaubensvorbild. Was ihn dazu machte, war das Erleben Gottes. Er hat Gott erlebt. Gott hat zu ihm gesprochen und das hat sein Leben für immer verändert. Mose wurde als Baby vom Pharao Ägyptens adoptiert. Er wuchs dort am Königshof auf mit dem Wissen, dass er eigentlich Jude war und seine Familie als Sklaven für die Ägypter arbeiteten. Als ein Jude von einem Ägypter misshandelt wurde, schlug er den Ägypter nieder und floh. Er wusste, dass er nie wieder nach Ägypten an den Hof zurückkehren konnte. Er wurde ein Schafhirte und baute sich fernab von allem eine Familie auf. Das ist nicht die Geschichte eines großen Mannes Gottes. Ein Mörder und Feigling. Aber er begegnet Gott und das verändert alles. Wenn wir Gott begegnen, dann kann das alles verändern. Es kann verändern, wie wir uns sehen. Es kann verändern, wie wir die Welt sehen. Es kann etwas in uns freisetzen, dass wir selbst nicht für möglich halten. Gott begegnet Mose bei der Arbeit in einem Dornbusch:
Exodus 3,1–15 BB
Mose hütete die Herde seines Schwiegervaters Jitro. Jitro war der Priester von Midian. Einmal trieb Mose die Herde über die Steppe hinaus. So kam er an den Berg Gottes, den Horeb. Da erschien ihm ein Engel des Herrn: Eine Flamme schlug aus einem Dornbusch. Mose bemerkte, dass der Dornbusch in Flammen stand und trotzdem nicht verbrannte. Mose sagte sich: »Ich will hingehen und mir diese auffallende Erscheinung ansehen. Warum verbrennt der Dornbusch nicht?« Der Herr sah, dass Mose vom Weg abbog und sich die Erscheinung ansehen wollte. Da rief ihn Gott mitten aus dem Dornbusch: »Mose, Mose!« Er antwortete: »Hier bin ich!« Gott sprach: »Komm nicht näher! Zieh deine Schuhe aus! Der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.« Weiter sprach er: »Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.« Da verhüllte Mose sein Gesicht. Er hatte Angst davor, Gott zu sehen. Der Herr sprach: »Ich habe die Not meines Volks in Ägypten gesehen. Die Klage über ihre Unterdrücker habe ich gehört. Ich weiß, was sie erdulden müssen. Deshalb bin ich herabgekommen, um sie aus der Gewalt der Ägypter zu befreien. Ich will mein Volk aus diesem Land führen. Es soll in ein gutes und weites Land kommen, in dem Milch und Honig fließen. Es ist das Land der Kanaaniter und Hetiter, der Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter. Darum sei gewiss: Die Klage der Israeliten ist zu mir gedrungen. Ich habe auch gesehen, wie die Ägypter sie quälen. Nun geh! Ich sende dich zum Pharao. Du sollst mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führen.« Mose sagte zu Gott: »Wer bin ich denn, dass ich einfach zum Pharao gehe? Und wie soll ich die Israeliten aus Ägypten führen?« Gott antwortete: »Ich werde bei dir sein! Daran wirst du sehen, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten geführt hast, sollt ihr mir an diesem Berg dienen.« Mose antwortete Gott: »Ich werde zu den Israeliten gehen und ihnen sagen: ›Der Gott eurer Väter schickt mich zu euch.‹ Was ist, wenn sie mich fragen: ›Wie heißt er?‹ Was soll ich ihnen dann sagen?« Da sprach Gott zu Mose: »›Ich werde sein, der ich sein werde.‹ Das sollst du den Israeliten sagen: Der ›Ich-werde-sein‹ hat mich zu euch geschickt.« Weiter sprach Gott zu Mose: »Das sollst du den Israeliten sagen: ›Der Herr hat mich zu euch geschickt, der Gott eurer Väter Abraham, Isaak und Jakob.‹ So heiße ich schon immer, und so will ich bei all ihren Nachkommen genannt werden.
Mose ist der erste Mensch, dem Gott sagt, wie er heißt: Jahwe. Ich war, der ich war. Ich bin, der ich bin. Ich werde sein, der ich sein werde. Dieser Name ist ein Versprechen. Dieser Name ist eine Zusage. Gott war, ist und wird sein. Gott war ein Gott, der sich den Menschen zeigte. Gott ist ein Gott, der uns nah ist. Gott wird ein Gott sein, der zu uns spricht. Gott hat sich nicht den Menschen gezeigt und ist jetzt weg. Gott zeigt sich uns noch heute. Gott kann sich dir zeigen.

Leben - Was bedeutet es, dass er zu uns spricht, verändert, beruft und ermutigt?

Gott zeigt sich Mose auf 4 Arten.
Gott zeigt sich Mose, indem er zu ihm spricht. Er ruft ihn: Mose, Mose! Mose nimmt etwas wahr. Ein Dornbusch, der brennt, aber nicht verbrennt. Er geht auf ihn zu, aber weiß nicht, was das eigentlich sein soll. Gott weckt sein Interesse, aber Gott belässt es nicht dabei. Gott spricht Mose an, als Mose sich ihm zuwendet. Wenn wir uns Gott zuwenden, dann wird er reagieren. Gott möchte unser Interesse wecken und wenn wir dem nachgehen, auf ihn zugehen, dann wird er es nicht unbeantwortet lassen.
Gott zeigt sich Mose, indem er ihn verändert. Gott sagt: Komm nicht näher! Zieh deine Schuhe aus! Der Ort, an dem du stehst, ist heiliges Land. Mose hat gar kein Bewusstsein dafür, was er gerade erlebt. Er geht einfach nur auf die Stimme zu. Gott gibt ihm aber ein Bewusstsein. Gott erweitert seinen Horizont: Das hier ist mehr als einfach nur ein Ort. Das ist mehr als nur ein Wunder. Du begegnest gerade Gott. Du begegnest mir. Vielleicht sind wir gerade an Orten unterwegs, die heilig sind, aber die wir gar nicht so wahrnehmen. Vielleicht ist unsere Arbeit ein Ort, der heilig werden kann und wo wir Gott begegnen können. Manchmal braucht es nur eine Veränderung unseres Blickwinkels, so wie bei Mose.
Gott zeigt sich Mose, indem er ihn beruft. Nun geh, ich sende dich zum Pharao. Du sollst mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führen. Die Reaktion von Mose macht deutlich, was er davon hält: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen soll? Manche Lebensgeschichten haben so viele Wendungen, dass einem schwindelig wird. Mose sieht sich selbst noch als Mörder, Feigling und Versager. Mose weiß, wie seine letzte Erfahrung in Ägypten war und was er deshalb befürchten muss, aber Gott weiß das auch. Gott weiß, dass Mose eine Geschichte hat. Gott weiß, dass wir eine Geschichte haben. Gott liebt es aus krummen Lebenslinien die schönsten Formen zu gestalten. Er kann nicht nur den Mörder, Versager und Feigling berufen, sondern er tut es auch.
Gott zeigt sich Mose, indem er ihn ermutigt. Ich werde bei dir sein. Die Berufung Gottes hängt nicht allein davon ab, was Mose alles kann und mitbringt. Sie hängt davon ab, dass Gott sich zu dieser Berufung stellt. Wir alle haben eine Berufung. Sie ist nicht die Berufung Moses. Nicht jeder von uns soll ein großer Anführer oder Leiter sein. Wir alle sollen Gott dienen. Wir alle sollen von ihm weitererzählen. Wir alle sollen unser Leben so leben, wie es unsere Bestimmung ist. Das ist manchmal sehr herausfordernd. Manchmal werden wir nicht wissen, wie das aussehen soll. Manchmal werden wir versagen. Immer wird Gott an unserer Seite sein. Er war immer da. Er ist immer da. Er wird immer da sein.

2026 - Wie wird es in 2026 praktisch?

Gott spricht, verändert, beruft und ermutigt. Wir glauben an einen Gott, der sich uns offenbart. Er offenbart sich in unserem Leben ganz persönlich und in unserer Gemeinde. Wir wollen Gott genau dafür Raum geben. Was spricht er uns zu? Wie verändert er uns? Wozu beruft er uns? Wie ermutigt er uns? Danach wollen wir als Gemeinde Ausschau halten. Darauf wollen wir uns in diesem Jahr als Gemeinde fokussieren. Unser Anliegen war und ist es, eine Gemeinde zu sein, in der man diesem Gott begegnen kann. Das unsere Gottesdienste, Hauskreise, die Pfadfinder, Männer- und Frauentreffen, die Mutter-Kind-Gruppe Orte sind, in denen Gott sich offenbart. In denen Gott spricht. In denen Gott verändert. In denen Gott beruft. In denen Gott ermutigt. Wir wollen Gott begegnen, um Zeugnis zu sein. Ich freue mich auf dieses Jahr, weil ich ein Jahr der Offenbarung brauche. Ich möchte ein Jahr haben, in dem Gott sich mir auf eine neue Art und Weise zeigt. Ein Jahr, in dem mir nicht nur meine Begrenzungen deutlich werden, sondern in dem ich erlebe, dass Gott sich in meiner Begrenzung zu mir stellt. Gott war, ist und bleibt immer der selbe. Ich glaube an einen Gott, der einen Dornbusch brennen lassen kann, ohne das er verbrennt. Ich möchte ihn hören. Ich möchte ihm begegnen. Ich möchte ihn erleben. Ich möchte ihm vertrauen. Wir wollen Gott jetzt Raum geben. Wir wollen ihn loben und ihm begegnen. Wir wollen gemeinsam ein Lied singen, dass das ausdrückt. Aber bevor wir das tun, frage ich dich: Willst du das auch? Wenn du das auch willst, dann möchte ich jetzt vor dem nächsten Lied für dich beten. Dazu bitte euch alle eure Augen zu schließen. Wenn du sagst: Ich wünsche mir, dass Gott sich mir in diesem Jahr auf eine neue Art und Weise oder vielleicht sogar zum ersten Mal offenbart, dann bete innerlich mit mir mit.
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