Jesus ist der Sohn Gottes

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Notes
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Einleitung

Machmal werden wir gefragt, wer ist das? Ich wurde einmal gefragt, ob Angy meine älteste Tochter wäre…
Ich weiß nicht ob das einfach ein Kompliment für Angy war oder ob ich so alt aussehe..
Ja, wenn jemand mich frage wer ist Angy, so kann ich verschiedene Antworten geben. Wenn ich jedoch sage: Sie ich meine Frau. So hat das ein anderes Gewicht. Damit sage ich aus, wer sie für mich persönlich ist.
So kann man sagen, wer jemand ist, aber oft ist es wichtiger, was diese Person für einen persönlich ist. Denn das hat dann Konsequenzen. Das hat Auswirkungen auf mein Leben.
In unserem heutigen Text geht es um die Frage, wer Jesus ist. Das ist die Frage, die die obersten Juden Jesus stellten. Doch sehen wir hier, dass er nicht das für sie persönlich ist.
In meiner heutigen Predigt möchte ich einem jeden von uns die Frage stellen: Wer ist Jesus für dich?
Lasst uns jetzt den Text aus Johannes 10 ab Vers 22 lesen.
John 10:22–42 ELB 2006
Es war damals das Fest der Tempelweihe in Jerusalem; es war Winter. Und Jesus ging in dem Tempel umher, in der Säulenhalle Salomos. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins. Da hoben die Juden wieder Steine auf, dass sie ihn steinigten. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt. Für welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich? Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: »Ich habe gesagt: Ihr seid Götter«? Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging – und die Schrift kann nicht aufgelöst werden –, sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht! Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und versteht, dass der Vater in mir ist und ich in dem Vater! Da suchten sie wieder ihn zu greifen, und er entging ihrer Hand. Und er ging wieder weg jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuerst taufte, und er blieb dort. Und viele kamen zu ihm und sagten: Johannes tat zwar kein Zeichen; alles aber, was Johannes von diesem gesagt hat, war wahr. Und es glaubten dort viele an ihn.
In den letzten 6 Predigten haben wir uns die Kapitel 7 bis Kapitel 10,21 angeschaut. Dies ist ein Zusammenhängender Test der am Laubhüttenfest stattfand.
Unser Text hier hier findet am Fest der Tempelweihe statt. Das ist das Fest Chanukka. Dieses Fest findet im Winter statt. Somit liegen zwischen Vers 21 und 22 ca zwei Monate.
Was ist das für ein Fest? Hier ein Zitat:
Kommentar zum Johannes-Evangelium 4. Der gute Hirte gibt seinen Schafen das ewige Leben (10,22–30)

Am Fest der Tempelweihe erinnerten sich alle Juden an den großen Freiheitshelden Judas Makkabäus, der sein Volk zum Sieg geführt hatte über die damaligen Herrscher im Land, die Griechen. Nun waren die Juden Knechte der Römer, und viele sehnten sich nach einem neuen Befreier, einem größeren Befreier als Judas Makkabäus, nach dem Messias. Das mag erklären, warum sie gerade jetzt die Frage erneut stellten, ob Jesus wirklich der Messias sei.

Und so hier an diesem Fest stellen die Obersten der Juden Jesus die Frage, ob er der Christus ist. Also die Frage, ob er der verheißene Messias ist.
Und dieser Text möchte einen jeden von die Frage stellen. Wer ist Jesus für dich persönlich? Was bedeutet es für dich persönlich, dass Jesus der Christus ist? Das irgendwelche Konsequenzen für dein Leben?
Jesus gibt hier im Text ein paar Antworten auf die Frage wer er ist. Jesus zeigt hier, dass er
der Allmächtige ist
der Retter ist
vollkommen Gott ist
vollkommen Mensch ist
Das schauen wir uns jetzt an.

Er ist der Allmächtige

(Es wird sichtbar durch seine Werke)
Jesus hatte immer wieder gezeigt und gesagt wer er ist. Doch die Gelehrte des Volkes wollten nicht glauben.
In dem Evangelium von Johannes spielt ja die Zahl 7 eine große Rolle. So finden wir hier auch 7 Wunder in diesem Evangelium.
In Kapitel 2 haben wir gesehen, wie Jesus das Wasser zu Wein gemacht hat. Hier hatte Jesus auf die Not der Menschen reagiert. Es war damals so, dass bei so einer Taktlosigkeit der Bräutigam aufgefordert werden konnte ein Bußgeld zu leisten, als Entschädigung. Und Jesus hilft hier in dieser Not und zeigte seine Macht und Herrlichkeit.
Dann in Kapitel 4 heilte Jesus den Sohn eines Beamten. Und das tat er aus der Ferne indem er nur Worte sprach. Damit zeigte er, dass er der Schöpfer ist, indem er durch sein Wort etwas wirken kann.
Dann weiter in Kapitel 5 heilte Jesus einen lahmen Mann am Teich Betesda. Dieser lag bereits 38 Jahre mit seiner Krankheit und hatte schon alles in seinem Leben aufgebracht um gesund zu werden. Zu ihm spricht Jesus und so kann er aufstehen und ist gesund.
Dann in Kapitel 6 finden wir zwei weitere Wunder. Einmal die Speisung der 5000 und dann, dass Jesus auf dem Wasser geht. Er wirkt also, die Vermehrung und anschließend zeigte er, dass er über die Naturgesetze steht.
Als letztes haben wir dann das Wunder in Kapitel 9 gesehen. Dort heilte Jesus einen Blindgeborenen. Diese Heilung hatte die Gelehrten alle Mitbekommen, da dies zu einer Diskussion und Verhandlung vor dem Hohen Rat führte. Hier hatte Jesus ein klares Messianisches Wunder vollbracht.
Das siebte Wunder finden wir in Kapitel 11. Dort wird Jesus Lazarus von den Toten auferwecken. Hier findet dann der Höhepunkte der Ablehnung der Schriftgelehrten statt. Danach werden sie sich beraten über den Mord an Jesus.
Am Ende des Evangeliums sagt Johannes dann:
John 21:25 ELB 2006
Es gibt aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese alle einzeln niedergeschrieben würden, so würde, scheint mir, selbst die Welt die geschriebenen Bücher nicht fassen.
Und als Nikodemus einer um Sanhedrin, also dem höchsten Rat der Juden zu Jesus kam sagte er:
John 3:2 ELB 2006
Dieser kam zu ihm bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
Auch der Blindgeborene gibt von diesem Hohen Rat das Zeugnis:
John 9:32–33 ELB 2006
Von Anbeginn hat man nicht gehört, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet habe. Wenn dieser nicht von Gott wäre, so könnte er nichts tun.
Wir sehen also, dass Jesus zahlreiche Werke im Name des himmlischen Vaters getan hat. Diese zeugten davon, dass er die Allmacht Gottes besitzt. Er somit der Allmächtige ist.
Diese Schriftgelehrten wussten aus dem Alten Testament, dass der Messias große Zeichen und Wunder tun wird. In Jesaja 35 steht über den Messias:
Isaiah 35:5–6 ELB 2006
Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet. Dann wird der Lahme springen wie ein Hirsch, und jauchzen wird die Zunge des Stummen. Denn in der Wüste bricht Wasser hervor und Bäche in der Steppe.
Genau das hatte Jesus getan. Er hatte einen Blindgeborenen geheilt. Er hat den Lahmen vom Teich Bethesda geheilt. Das alles hatten sie mitbekommen. Jesus hatte es selbst bezeugt und seine Wunder bezeugten es unmissverständlich, dass er der Messias ist. Doch sie wollten nicht glauben.
Sie wollten nicht anerkennen, dass Jesus der allmächtige Gott ist. Was bedeutet es, dass Gott allmächtig ist?
Allmacht bedeutet, dass Gott uneingeschränkte Macht besitzt, alles zu tun, was seinem Willen und seinem Wesen entspricht. Die Allmacht Gottes ist somit nichts willkürliches, sondern vollkommene und grenzenlose Macht im Einklang mit dem Charakter Gottes.
Somit ist die Allmacht Gottes nicht nur etwas was man fürchten muss, sondern es ist auch ein Ausdruck seiner Gnade. Denn durch seine Allmacht rettet und segnet er die Menschen. Allmacht beschreibt ihn als Schöpfer und Erlöser.
Bereits im Alten Testament, z.B. Psalm 136, dort wird Gott als der Herr aller Herren als Schöpfer und Erlöser angebetet. Die Allmacht Gottes bedeutet also:
Gott kann alles erschaffen (Gen 1,1)
Gott kann Naturgesetze durchbrechen (Wunder)
Gott kann Geschichte lenken (Dan 2,21)
Gott kann Leben geben und nehmen (Dtn 32,39)
Gott kann retten, vergeben, erneuern

Anwendung

Was bedeutet für dich persönlich die Allmacht Jesu? Was macht es mit dir zu hören, dass Jesus allmächtig ist?
Löst es Furcht aus, oder Freude?
Wir als Kinder Gottes können uns darüber freuen. Denn dies bedeutet, dass er alle seine Versprechen hält. Dass all seine Zusagen auch stimmen und er mächtig genug ist diese auch auszuführen und zu erfüllen.
Es ist ein Trost und Ermutigung für uns. Ja, es soll Dank und Freude auslösen, dass Jesus so ist. Wir werden gleich über eine wunderbare Verheißung Jesu sprechen, und diese wird untermauert mit der Allmacht Gottes. Dies macht dies vollkommen sicher!
Warum fragt Angy mich ob ich ihr ein Einmachglas öffnen kann? Weil ich die nötige Kraft habe, die es braucht dies zu tun. Warum fragen unsere Kinder uns als Eltern nach den Hausaufgaben, wenn sie diese nicht verstehen? Weil wir das nötige Wissen haben um sie das zu erklären.
Deshalb frage ich mich, warum fragen wir so wenig Gott um Hilfe, obwohl er allmächtig ist?
Sollten wir als Gemeinde uns nicht gegenseitig vielmehr ermutigen auf den Herrn zuschauen? Denn dieser ist Allmächtig und hält seine Versprechen!
Jesus sagt hier im Text zu den Schriftgelehrten, dass sie ihn nicht glauben können, weil sie nicht seine Schafe sind. Wenn du nicht sein Schaf bist, dann kannst du dies auch nicht glauben. So kannst du auch nicht auf diesen Allmächtigen vertrauen.
Wir sehen hier aber auch, dass die Zeichen und Wunder erst wirksam werden, wenn man glaubt. Die Obersten sahen all diese Zeichen, sie sahen all diese Wunder, und doch glaubten sie nicht. Und Jesus sagt hier, dass ist weil sie nicht zu seinen Schafen gehören. Deshalb glauben sie nicht.
Oft sagen Menschen, dass sie glauben würden, wenn sie sehen würden. Aber die Bibel zeigt, dass erst der Glaube uns die Augen öffnet für die Wunder Gottes.
In den Versen 27 bis 30 sehen wir dann Jesus als den allmächtigen Erlöser:

Er ist der Erlöser

(Es wird sichtbar in der Erlösung)
Vers 27 machen eine Wendung in seiner Rede. Er hat den Schriftgelehrten gesagt, dass sie nicht seine Schafe sind. Nun erklärt er was es bedeutet sein Schaf zu sein.
Seine Schafe hören seine Stimme. Die Schriftgelehrten glauben nicht was Jesus gesagt hat, sie glauben nicht an ihn, jedoch wer zu den Schafen Jesu gehört, der hört auf ihn, der folgt Jesus nach.
Hier steht, dass die Schafe von Jesus seine Stimme hören. Hier steht nicht, dass sie seine Stimme hören sollen, sondern hier wird gesagt, dass sie dies tun. Denn wer Jesus Christus glaubt, der wird auch auf ihn hören. Dieses hören ist nicht ein Hören ohne handeln.
Und diese Schafe sind diese, die ihm folgen. Also sie hören nicht bloß seine Stimme, sondern sie folgen dieser auch. Das hier ist auch keine Aufforderung oder Forderung. Es ist einfach eine Aussage. Das ist so. Seine Schafe folgen ihm nach. Was bedeutet es dem Hirten nachzufolgen? Es bedeutet dorthin zu gehen wie er führt. Es bedeutet also nach dem Willen das Hirten zu leben. Es bedeutet das zu hören was der Hirte sagt und dann dementsprechend zu handeln. Man glaubt also den Worten voll und ganz.
Jesus zeigt hier im Johannesevangelium immer wieder, dass sein Wille vollkommen mit dem Willen des Vaters zusammen geht. Das bedeutet also, den Willen des Hirten zu tun heißt den Willen des Vaters zu tun.
Des Weiteren sagt Jesus hier, dass er seine Schafe kennt. Über dieses Kennen haben wir in der letzten Predigt bereits gesprochen. Dieses Kennen bedeutet nicht nur ein bloßes Wissen um eine Person, also dass es die gibt. Sondern hier geht es um ein tiefes Kennen. Wissen wie jemand ist und ihn zu verstehen. Es meint eine tiefe Bindung, eine tiefe Beziehung. Paulus schreibt im 2. Timotheusbrief:
2 Timothy 2:19 ELB 2006
Doch der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt, die sein sind;
Unser Herr weiß also, wer zu ihm gehört, wer seine Schafe sind. Er kennt jeden der zu seiner Herde gehört.
Und diesen, die er kennt, denen gibt er das ewige Leben. Hier wird nicht gesagt, dass er ihnen das ewige Leben noch geben wird. Sondern hier steht, und ich gebe ihnen das ewige Leben. Es ist etwas was man jetzt bekommt, nicht nur zukünftig. Nun stellt sich also die Frage:
Was bedeutet es das ewige Leben zu bekommen? Was bedeutet es das ewige Leben zu haben? in Kapitel 17 schreibt Johannes:
John 17:3 ELB 2006
Dies aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
Das ewige Leben zu haben bedeutet also Jesus Christus zu erkennen. Es bedeutet wie hier schon gesagt, sein Schaf zu sein und ihm zu folgen. Dann im ersten Brief schreibt der Apostel Johannes:
1 John 5:20 ELB 2006
Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.
Jesus Christus ist also das ewige Leben. Das Leben, dass er gibt ist also sein Leben. In Epheser 3,17 schreibt Paulus:
Ephesians 3:17 ELB 2006
dass der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohnt und ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid,
Das ewige Leben zu haben bedeutet also Jesus Christus im Herzen zu haben. Er ist das ewige Leben und er nimmt wohung in einem Gläubigen. Und so besitzt dieser das ewige Leben. Und diese Zusicherung ist die Sicherheit ewig bei den Herrn zu sein. Also in das ewige Leben hinein zugehen. Ewig im Himmel zu leben.
Das wiederum zeigt auf die Sicherheit der Errettung bereits hin. Aber Jesus bekräftigt dies hier indem er das hier zusichert. Und zwar noch doppelt.
Jesus sagt hier:
Elberfelder 2006 Kapitel 10

und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit

Dieses ewige Leben, dass Christus selbst ist, dass ist vollkommene Sicherheit. In den Versen zuvor hatte er bereits gezeigt, dass er der Allmächtige ist. Und das untermauert hier die Aussage noch mehr. Der Allmächtige Gott sagt hier, dass das ewige Leben sicher ist. Dass man nicht verloren geht und nichts und niemand diese Schafe aus der Hand des Hirten reißen kann. Das ewige Leben ist also so sicher wie die nie bezwungene Allmacht Gottes.
Paulus drückt dies so in Römer 8 aus:
Romans 8:38–39 ELB 2006
Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Er sagt hier “noch irgendein Geschöpf”. Also niemand kann uns aus der Hand des Hirten reißen. R.C. Sproul schreibt in der Reformationsstudienbibel:

Die Heiligen beharren im Glauben, weil Gott sie bewahrt. Die Schafe sind nicht in der Lage, sich selbst aus der Hand Gottes loszureißen, denn der göttliche Hirte wird alle seine wahren Schafe von dem ewigen Abirren bewahren (vgl. 17,12)

Denn Jesus hat dies versprochen. Im Gebet in Johannes 17 sagt Jesus selbst:
John 17:12 ELB 2006
Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde.
Wenn Jesus behütet geht keiner verloren. Johannes Calvin schreibt in seiner Auslegung zum Johannesevangelium:

Die Seligkeit ist uns gewiss, weil sie in der Hand Gottes liegt, - sonst wäre Heilsgewissheit ganz unmöglich; denn auch unser Glaube ist schwach, und wir sind nur allzu sehr geneigt, unsicher hin und her zu schwanken. Gott aber, der uns in seine Hand aufgenommen hat, ist stark genug, um mit einem einzigen Hauch seines Mundes alle Listen unserer Feinde weg zu blasen.

Es ist niemand so stark, dass er Gott überwinden könnte; deshalb kann kein Feind, wenn er es auch noch so gern möchte, die Frommen um ihre Seligkeit bringen. Das ginge ja nur, wenn Gott zuvor niedergeworfen wäre, der seine Hand schützend und schirmend über uns hält.

Und als ob das nicht genug wäre, so geht Jesus noch weiter. Er sagt dass seine Schafe auch in der Hand des Vater sind. Um auch hier die vollkommene Sicherheit zu bekräftigen sagt Jesus, dass der Vater größer ist als alle.
Gott der Vater ist der Allmächtige Gott. Er ist der souveräne Herr der Herren. Er ist der Schöpfer des Himmels und der Erde.
In dieser Hand sind die Schafe sicher. Diese höchste Macht ist die absolute Garantie für die Sicherheit der Schafe.
Und so sagt Jesus hier: Ich und der Vater sind eins. Das meint die Gleichheit in dem Wesen. Denn Jesus beschreibt hier sein Wirken mit dem Wirken des Vater als gleich. Sie sind eins.
Jesus zeigt hier, dass er und der Vater allmächtig sind und über die gleiche Macht verfügen. Und diese doppelte Sicherheit spricht er hier seinen Schafen aus. Sie sind also sicher in der Allmacht des Hirten und sicher in der Allmacht des Vaters.
Das ist hier die vollkommene Antwort Jesu auf die Frage der Schriftgelehrten. Er zeigt damit dass er der verheißene Messias, der Christus ist. Er ist der Erlöser, der Retter. Er zeigt hier, dass er ein anderer Retter ist, wie es sich diese Schriftgelehrten vorgestellt hatten. Kein politischer Retter, sondern ein Retter, der ewiges Leben gibt und ewige Sicherheit der Errettung.

Anwendung

Ist Jesus Christus auch dein Hirte? Bist du sein Schaf?
Jesus sagt hier, dass man seine Schafe daran erkennt, dass sie auf ihn hören und ihm folgen. Sieht man dies in deinem Leben? SIeht man, dass du ein folgsames Schaf bist? Sieht man an deinem Leben, dass du nach dem Willen Gottes lebst? Dass du ein Leben führst, dass sich nach dem Wort Gottes richtet?
Um hier einmal praktisch zu werden, was das bedeutet. Ja ganz praktisch für uns als Gemeinde. In Hebräer 10, 24-25 sagt Gott in seinem Wort zu uns:
Hebrews 10:23–25 ELB 2006
Lasst uns das Bekenntnis der Hoffnung unwandelbar festhalten – denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat –, und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!
Was ist hier der Wille Gottes für seine Schafe? Dass sie ein Leben in seiner Gemeinde führen. Und das bedeutet konkret die Zusammenkünfte der Gemeinde nicht zu vernachlässigen. Gottes Wille ist es also, dass wir Gemeinschaft miteinander haben, eine Gemeinschaft, wo wir uns gegenseitig helfen ein Leben zur Ehre Gottes zu leben durch gute Werke und Liebe. Aber dies kann ich nur, wenn ich die Zusammenkünfte der Gemeinde nicht vernachlässige.
Ich kann die mir aufgetragene Bruderliebe nur ausleben, indem ich Gemeinschaft mit meinen Glaubensgeschwistern habe.
Wenn du dich also fragst, was ist der Wille Gottes für mein Leben? Was bedeutet es dem Hirten zu folgen, so ist das ein Punkt davon. Ein Leben in der Familie Gottes führen. Das ist ganz klar und praktisch!
Nun weiter haben wir hier gesehen, dass Jesus von der Sicherheit in ihm gesprochen hat. Ich denke, dass das hier ein wunderbarer Trost für uns als seine Kinder ist.
Gott der Allmächtige und Jesus Christus der allmächtige sagen mir Sicherheit in ihrer Hand zu. In der Hand des Allmächtigen kann ich sicher sein. Ist das nicht wunderbar? Ist es nicht wunder zu wissen, dass ich das ewige Leben haben kann? Ja, dass ich es jetzt hier schon haben, weil Christus in mir wohnt durch seinen Heiligen Geist?
Manche meinen, wenn man von der Sicherheit des Heils spricht, dass könnte man ja tun was man will, man geht ja eh nicht verloren. Dieser Text hier zeigt, dass so eine Ansicht absurd ist. Diese Sicherheit wird nur den Schafen des Herrn zugesprochen. Und diese Schafe sind die, die seine Stimme hören und folgen. Also nicht diejenigen die ihren eigenen Willen tun.
Das schön ist, dass ich mit dieser vollkommene Sicherheit alle die Leiden und Trübsale dieses Lebens mit Geduld tragen kann, weil ich weiß dass mich eine ewige Herrlichkeit erwartet. Ich habe jetzt schon die Gewissheit dieser Herrlichkeit des Himmels, weil ich jetzt das ewige Leben in mir habe. Ist das nicht ein Trost der alle Schwierigkeiten meines Lebens in den Schatten stellt?
Ja ich möchte hiermit dich aufrufen: Schaue darauf! Schau auf deine Erlösung und die Sicherheit deiner Erlösung! Darin hast du Frieden und Ruhe. Darin bist du so vollkommen sicher, wie die unüberwindbare Allmacht Gottes!
Haben wir nicht einen wunderbaren Hirten? Einen Hirten, der unser Erlöser und Erretter ist?

Er ist vollkommen Gott

(Es wird sichtbar in der Trinität)
(es wird Sichtbar ein seiner Menschwerdung)
Hier mit diesen Worten gibt Jesus somit den Schriftgelehrten die verlangte Antwort. Er zeigt klar, dass er Gott ist, dass er der Erretter ist. Er zeigt, dass er und der Vater eins sind. Das bedeutet, dass ihre Willen vollkommen identisch sind. Und das geht nur, wenn auch ihr Wesen gleich ist.
Und diese Wesensgleichheit bedeutet, dass Jesus Gott ist, dass er nicht nur irgendein Mensch ist, sondern selbst Gott ist. Das meint nicht, dass Jesus und und der Vater ein und die selbe Person ist. Sondern dass Jesus ein Teil der Trinität Gottes ist.
Der Bibellehrer Benedikt Peters schreibt hierzu:
Kommentar zum Johannes-Evangelium 4. Der gute Hirte gibt seinen Schafen das ewige Leben (10,22–30)

Der Vater und der Sohn sind eins in zweifacher Hinsicht: im Werk und im Wesen. Der eine Gott ist eine Mehrheit. Er ist Vater und Sohn und Heiliger Geist. Die drei sind eins in ihrem Wirken in Schöpfung und Erlösung, und die drei sind eins in ihrem Wesen.

Und das diese Drei nicht ein und die selbe Person ist, sondern drei Personen, zeigt die Bibel uns. Bei der Taufe Jesu sehen wir, dass alle drei gleichzeitig in Erscheinung treten. Des Weiteren spricht Jesus immer wieder, dass der Vater ihn gesandt hat. Ja, Jesus betet immer wieder zum Vater. Das zeigt dass sie verschiedene Personen sind, aber mit dem gleichen Wesen. Also alle drei sind vollkommen Gott, es sind drei Personen und doch gibt es nur ein Gott.
Das ist etwas was wir nicht verstehen werden hier auf Erden. Und ob wir es im Himmel mehr verstehen werden weiß ich nicht. Aber wir werden immer stauen über Gott und sein erstaunliches Wesen.
Jesus zeigt also, dass er Gott ist. Genau so haben die Schriftgelehrten dies hier auch verstanden. Denn dann in Vers 31 steht, dass sie Steine aufhoben um ihn zu Steinigen. Johannes betont es hier indem er sagt, dass sie WIEDER Steine aufhoben. Denn des haben wir bereits in Kapitel 8 gesehen. Dort hatte Jesus darüber gesprochen, dass er Das Licht der Welt ist. Auch dort hatte Jesus sich klar als Gott zu erkennen gegeben. Und deshalb wollten sie ihn steinigen.
Und genauso auch hier. Sie erkennen, das Jesus von der Wesensgleichheit zum Vater spricht. Und so hoben die Steine auf. Das Wort “Hoben” bedeutet eigentlich “Tragen, Wegschaffen”. Und wird meist verwendet um das tragen von etwas schwereren Lasten oder das tragen von Menschen benutzt. Das deutet daraufhin, dass sie hier nicht kleine Steine nahmen um auf Jesus zu werfen, sondern dass sie größere Brocken hinschleppten in voller Überzeugung Jesus jetzt zu Steinigen.

Anwendung

Was bedeutet es für mich dass Jesus Christus vollkommen Gott ist?
Es bedeutet, dass er derjenige ist, der über allem steht. Es bedeutet, dass er derjenige ist, der alles Macht besitzt. Es bedeutet, dass er derjenige ist, der alles weiß und alles zusammenhält. Es bedeutet, dass er derjenige ist, der die Welt erschaffen hat und somit auch mein Schöpfer ist. Er hat mich gemacht. Er hat mir das irdische Leben gegeben. Und nur er kann mir das ewige Leben geben.
Zu glauben, dass Jesus vollkommen Gott ist bedeutet dies alles anzuerkennen. Anzuerkennen, dass alles was Jesus gesagt hat die Wahrheit ist. Es bedeutet auch anzuerkennen, dass nur er allein es würdig ist anzubeten. Dass ihm allein alle Ehre zusteht.
Ja, man kann vielleicht sagen, dass man glaubt, dass Jesus der Retter ist und auch Gott ist, aber wenn man nicht das tut, was er sagt, so anerkennt man nicht wirklich, dass er Gott ist.
Wenn ich sage, dass ich glaube das mein Chef das sagen in der Firma hat. Also ist sage, das mein Chef mein Chef ist. Wenn ich aber jedoch mache was ich will, so anerkenne ich meinen Chef nicht wirklich als Chef. Nur wenn ich das anerkenne, so werde ich auch das tun, was er sagt.
So ist es mit Jesus, nur sagen, dass man weiß das Jesus Gott, aber nicht seinen Willen tut. So glaubt man nicht wirklich, dass Jesus Gott ist. Denn wenn man glaubt, dass Jesus vollkommen Gott ist, so weiß man, dass er die höchste Autorität hat, ja die höchste Autorität über mein Leben. Und so werde ich, wenn ich das anerkenne auch tun was er sagt.
Ist dein Glaube in deinem Leben sichtbar? Sieht man an deinem leben, dass du glaubst, dass Jesus Christus Gottes Sohn ist? Sieht man an deinem Leben, dass Jesus die höchste Autorität in deinem Leben ist?
Dies anzuerkennen und zu leben ist etwas wunderbares. Zu wissen, dass Jesus Christus mein Herr und mein Hirte vollkommen Gott ist, das gibt Zuversicht und Hoffung. das gibt Freude.
Paulus schreibt in Römer 8, 31 -32
Romans 8:31–32 ELB 2006
Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer ist gegen uns? Er, der doch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat – wie wird er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
Wenn Gott uns schon sein teuerstes gegeben hat, wie sollten wir da noch mutlos sein?

Er ist vollkommen Mensch

In Vers 31 sehen wir dann die Reaktion von Jesus. während die Pharisäer da gerade Steine anschleppen um Jesus zu steinigen fragt Jesus sie:
Elberfelder 2006 Kapitel 10

Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt. Für welches Werk unter ihnen steinigt ihr mich?

Jesus zeigt hier nochmal auf seine Werke hin. Auf all das was sie breits gehen haben. All die Wunder die er gewirkt hat. Ja, wo er klar gezeigt hat, dass er der Messias ist. Wo er klar gezeigt hat, dass er der Allmächtige ist und somit selbst Gott ist. Dass er vollkommen gut ist, indem er seine Allmacht nie missbrauchte, sondern nur gebrauchte, wenn eine Not da war, so half er dort.
Die Schriftgelehrte erwidern hier, dass sie ihn töten wollen, wegen Gotteslästerung. Sie sahen hier, dass Jesus ein Mensch ist. Und wollten aber nicht glauben, dass er auch gleichzeitig Gott war.
Ja, hier sehen wir, wer Jesus ist. Er ist Gott und wurde Mensch. Er wurde vollkommen Mensch. Er nahm die Natur des Menschen an und wurde uns gleich - doch ohne Sünde. Bevor wir darüber sprechen was das für uns bedeutet, dass Jesus Mensch wurde, lasst und die anderen Verse hier noch anschauen.
Jesus erwidert hier diese Reaktion mit dem Wort Gottes. Jesus sagt hier interessanterweise in EUREM Gesetz steht geschrieben. Ja diese Menschen hatten nannten das Gesetz ihr Gesetz, weil sie meinten dies voll zu befolgen. Sie meinten von sich diejenige zu sein, die den Willen Gottes verstanden und taten.
Jesus zeigt ihnen, dass bereis im Alten Testament Menschen Götter genannt werden. Das hier ist ein Zitat aus Psalm 82. Dort spricht Gott über die Richter des Volkes. Und diese Richter wurden von Gott eingesetzt. An ihnen erging das Wort Gottes und sie sollten nach Gottes Wort richten und Gottes Willen im Volk geltend machen. Deshlab werden sie Götter genannt, weil sie von Gott eingesetzt wurden.
Jesus argumentiert hier, wenn bereits Menschen die ein göttliches Amt haben Götter genannt werden, wie viel mehr kann sich Jesus, der von Gott dem Vater geheiligt wurde und in diese Welt gesandt wurde Gottes Sohn nennen. Denn Jesus hatte den höchsten göttlichen Auftrag. Er kam um die Menschheit zu retten.
Und so zeigt Jesus nochmal auf die Werke hin. Wenn sie schon nicht seinen Worten glauben, so sollen sie doch anhand der göttlichen Werke, die Jesus tut glauben.
Jesus hatte den Obersten und dem Volk genug Zeichen geben, dass sie erkennen konnten, dass er der Messias ist, der Mensch ist und auch Gott ist. Jedoch weigerten sie sich an ihn zu glauben.
Und deshalb sehen wir dann hier am Ende des Kapitels, dass Jesus sich zurückzieht. Er geht wieder an den Ort des Beginns. An den Ort wo Johannes ihn getauft hat. Warum er dorthin ging zeigt die Wirkung. Die Menschen glaubten an ihn, weil alles, was Johannes der Täufer über den Messias gesagt hatte, das traf auf Jesus ein.
Hier wird ganz klar nochmal bestätigt, dass Jesus der wahre Messias ist. Dass er der Retter ist, dass er Mensch und Gott zugleich ist.

Anwendung

Das ist etwas wunderbares. Zu wissen, dass dieser Gott in Jesus Christus vollkommen Mensch wurde. Er kann uns somit vollkommen versteht, weil er es selbst erlebt hat.
Ja, ich finde es unglaublich, wenn ich darüber nachdenke, dass dieser Gott Mensch wurde. Gott der außerhalb von Raum und Zeit ist, wird Mensch und lebt in Raum und Zeit. Er wird Mensch und das bedeutet dass er als kleines hilfloses Baby geboren wird. Er weiß somit wie es ist vollkommen von sündigen Menschen abhängig zu sein. Das war er als Kind. Er der Sündlose war als Kind völlig angewiesen auf seine sündigen Eltern. Was für eine Demütigung. Was für eine Herablassung. Und das tat er für mich!
Er weiß somit wie ich mich fühle. Er kann mich verstehen. Er ist nicht irgendein Menschenferner Gott. Sondern er ist selbst Mensch geworden.
Jesus ist Mensch geworden, deshalb kann er dich verstehen.

Schluss

Ich kommen jetzt zum Schluss.
In unserem heutigen Text haben wir gesehen, dass Jesus sich zeigt durch seine Zeichen und Wunder als der Allmächtige. Als derjenige dem alle Macht zusteht. Der alles geschaffen hat und alles nach seinem Willen ausrichten kann.
Und dieser allmächtige Gott ist unser Erlöser. Er ist derjenige der rettet und ewiges Leben gibt. Denn er ist der einzige der Leben geben kann. Und dieser Allmächtige sagt, dass niemand und nichts uns aus seiner Hand reißen kann. Dass wir sicher sind in seiner und der Hand des Vaters.
Dann haben wir gesehen, dass Jesus vollkommen Gott und vollkommen Mensch ist. Er ist derjenige, der alles geschaffen hat aber gleichzeitig selbst zur Schöpfung wurde. Und dadurch hat er die Erlösung vollbracht.
Als Mensch konnte er für die Menschen sterben. Als Gott konnte er die Schuld der ganzen Welt auf sich nehmen.
Und nun die Frage an dich:
Wer ist Jesus persönlich für dich?
Ist er dein Retter? Dein Erlöser? Ist er dein Gott?
Sieht man dies in deinem Leben? Sieht man in deinem Leben die Konsequenzen aus dieser Erkenntnis?
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