Jugendpredigt 30.01
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Philemon Ideen und Verse
Philemon Ideen und Verse
Kol 4,17: Archippus soll seinen Dienst erfüllen
Deine Bibliothek bietet einen umfassenden Überblick über die Sklaverei zur Zeit des Neuen Testaments, insbesondere im römischen Kontext.
Im Römischen Reich hatte die Sklaverei eine besonders brutale Form angenommen und betraf Menschen in beispiellosem Ausmaß. Rechtlich wurden Sklaven nicht als Personen, sondern als Eigentum ihrer Besitzer betrachtet.[1] Die Versklavung entstand durch verschiedene Wege: Kriegsgefangenschaft war eine Hauptquelle, aber auch Verschuldung, politischer Widerstand, Kindesaussetzung und Weitergabe durch versklavte Mütter führten zur Unfreiheit.[1] Sklavenarbeit war essentiell für die Wirtschaft und ersetzt in Großbetrieben, Plantagen, Handwerksbetrieben, Bergwerken und beim Warentransport die Funktion von Maschinen.[1]
Die hellenistisch-römische Sklaverei zeichnete sich durch die totale Kontrolle über den menschlichen Körper aus—ein Merkmal, das sich sogar in der Terminologie widerspiegelt, wo das Wort für Körper (soma) als Sklavenbezeichnung verwendet wurde. Alle Formen von Gewalt waren üblich und weitgehend legal: Schläge, sexuelle Übergriffe, Folter und sogar Tötung.[1]
Das Neue Testament behandelt diese Realität pragmatisch. Die Sklaverei wird als gegebene Gesellschaftsordnung vorausgesetzt, ohne dass Jesus oder die Apostel sie kritisieren oder ihre Abschaffung fordern.[2] Allerdings zeigt sich eine innere Spannung: In der christlichen Gemeinde gilt das Prinzip, dass es keinen Unterschied zwischen Sklaven und Freien gibt, da alle in Christus eins sind.[2] Freilassungen waren zwar möglich, gewährten aber nur begrenzte Freiheiten, da Freigelassene unter der Kontrolle ihrer früheren Besitzer verblieben und weiterhin Dienste leisten mussten.[1]
[1] Siegfried Kreuzer und Luise Schottroff, „Sklaverei“, in Sozialgeschichtliches Wörterbuch zur Bibel, hg. von Frank Crüsemann u. a. (Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2019), 526–527.
[2] Gerd Mankel, Der Brief an die Kolosser und an Philemon, Hauskreiswelt (Marienheide: BLB, 2020), 56.
eigenen Kopf hinhalten
bereit sein, ein Leben für andere zu leben
Onesimus war derjenige, der den Kolosserbrief überbracht hatte; vgl. Kol 4,9;
Einstieg: Held in Münchener U-Bahn
Unterschied zwischen westlicher Kutlur und Kultur des nahen Ostens
