Gott ist treu – so leben wir Gemeinschaft 2
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Gott ist treu – so leben wir Gemeinschaft
Gott ist treu – so leben wir Gemeinschaft
Text: Johannes 13,34–35
Ankommen & Begrüßung
• Musik im Hintergrund / kurzes Vorspiel.
• Begrüßung, Vorstellung des Themas:
Liebe Schwestern und Brüder,
ich begrüße euch ganz herzlich zur Allianzgebetswoche und zu unserem gemeinsamen Abend unter dem Thema: „Gott ist treu – so leben wir Gemeinschaft.“
• Es ist ein echtes Geschenk, dass wir aus verschiedenen Gemeinden, Traditionen und Frömmigkeitsstilen zusammenkommen können – nicht als Konkurrenten, sondern als Geschwister. Heute Abend wollen wir miteinander vor Gott stehen: dankbar, suchend, erwartend.
Wir bringen unsere Freude mit, unsere Fragen, unsere Müdigkeit – und die Sehnsucht danach, dass Gottes Liebe unsere Gemeinschaft prägt und erneuert.
• Wir dürfen gewiss sein:
Der Herr, der uns ruft, ist treu.
Er ist mitten unter uns.
Und er führt uns als seine große Familie zusammen.
• Kurzes Eingangsgebet.
Treuer Gott,
wir kommen aus unterschiedlichen Gemeinden und Häusern,
aber wir stehen jetzt vor dir als deine Kinder.
Du kennst unsere Wege, unsere Gedanken, unsere Hoffnungen –
und du empfängst uns mit offener, treuer Liebe.
Wir bitten dich:
Schenke uns heute Abend offene Herzen,
Ohren, die hören,
und Augen, die wahrnehmen,
wo du uns zur Liebe und zur Gemeinschaft rufst.
Fülle diesen Raum mit deinem Frieden
und lass uns miteinander erfahren,
dass deine Treue größer ist als alles,
was uns voneinander trennt.
Segne unser Hören, unser Beten, unser Miteinander.
Du bist hier, und dafür danken wir dir.
Amen.
Lied: Herr, in deinem Namen treffen wir uns hier (Nr. 4)
Andacht (ca. 30 Minuten)
Johannes 13,34–35 (LU17)
Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt.
Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Stell dir vor, du kommst in eine fremde Stadt. Du suchst nicht zuerst das Kirchengebäude, sondern Menschen, bei denen du spürst: Hier ist Wärme. Hier wird man nicht geprüft, sondern aufgenommen. Manchmal erkennt man Zugehörigkeit an Dingen: Uniform, Vereinslogo, Ausweis. Jesus setzt in Johannes 13 noch einmal ganz anders an. Er gibt seinen Jüngern kein Abzeichen, keinen geheimen Handschlag, keine Sonderkleidung. Er sagt: Euer Erkennungszeichen ist Liebe.
Und dann wählt er einen Moment, der es in sich hat: die Nacht vor seinem Leiden. Johannes 13 spielt im Abendmahlsraum, in dieser dichten Atmosphäre kurz vor dem Karfreitag. Jesus weiß, was kommt. Er weiß auch, wer ihn verraten wird, wer ihn gleich verleugnen wird, wer in Kürze davonlaufen wird. Und gerade dort – nicht in einem Workshop „Wie werde ich eine bessere Person“, sondern mitten in der Zerbrechlichkeit, Angst und Schuldnähe – spricht Jesus diese Worte:
„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr euch untereinander liebt. Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh 13,34–35)
1) „Ein neues Gebot“ – was daran wirklich neu ist
„Liebe“ ist ja nichts Neues. Schon die Tora kennt das Gebot: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Lev 19,18). Und Jesus selbst fasst das ganze Gesetz in der Liebe zu Gott und dem Nächsten zusammen. Neu ist also nicht der Begriff.
Die Neuheit liegt tiefer: Der Maßstab ist neu. Jesus sagt nicht: „Liebt einander, so gut ihr könnt“ oder „so wie ihr euch selbst liebt“, sondern: „wie ich euch geliebt habe“. Das ist die Latte. Und diese Latte hängt nicht auf „sympathisch“, sondern auf „hingebungsvoll“.
Das ist unbequem ehrlich, weil es zwei Illusionen nimmt:
• Erstens: christliche Liebe sei vor allem ein Gefühl.
Jesus spricht von einem Gebot – also von einer Haltung und Entscheidung, die sich bewährt, wenn Gefühle gerade nicht tragen.
• Zweitens: Liebe sei am Ende eine Art „Sonderleistung“ für besonders Reife.
Nein: Das ist nicht die Kür, das ist die Mitte. Es ist, als würde Jesus sagen: „Wenn ihr nur eine Sache wirklich lernt, dann diese: den anderen so zu begegnen, wie ich euch begegne.“
Noch etwas ist neu: die Möglichkeit, diese Liebe tatsächlich zu leben. Jesus kündigt im gleichen Abschiedsreden-Zusammenhang den Heiligen Geist an – den Tröster, Beistand, Geist der Wahrheit. Das heißt: Das neue Gebot ist nicht eine Überforderung ohne Kraftquelle. Es ist Anspruch mit Geschenk. Nicht: „Mach mal“, sondern: „Bleib bei mir, und du wirst in meiner Liebe lernen zu gehen.“
Man könnte es so sagen: Das Gebot ist alt – aber in Jesus bekommt es ein neues Herz, eine neue Gestalt und eine neue Energie.
2) „Wie ich euch geliebt habe“ – Jesus definiert Liebe nicht mit Worten, sondern mit seinem Leben
Johannes 13 beginnt ja nicht mit Theorie, sondern mit einer Handlung: Jesus wäscht den Jüngern die Füße. Der Lehrer kniet, der Herr wird Knecht. Er tut es nicht, weil die Jünger so liebenswert sind. Sondern weil er liebt.
Das ist wichtig, weil wir Liebe oft verwechseln:
• Wir nennen „Liebe“, was eigentlich gegenseitige Sympathie ist.
• Wir nennen „Liebe“, was uns selbst bestätigt.
• Wir nennen „Liebe“, was konfliktfrei bleibt.
Jesus zeigt etwas anderes:
Liebe ist Nähe, die nicht ekelt. Füße waschen ist nicht romantisch. Es ist konkret, körpernah, demütig. Jesus geht an das heran, was andere lieber delegieren.
Liebe ist Aufmerksamkeit für einzelne. Jesus liebt nicht abstrakt „die Menschheit“, sondern die Seinen. Und die sind ein wilder Haufen: impulsiv, eifersüchtig, manchmal begriffsstutzig, später feige. Trotzdem: Er liebt sie „bis ans Ende“ – bis zur Vollendung.
Liebe ist Treue, wenn es dunkel wird. Genau in der Stunde, in der er selbst Angst und Not kennt, bricht seine Liebe nicht ab. Er wird nicht hart. Er wird nicht zynisch. Er wird nicht kalt.
Liebe ist Hingabe. Spätestens am Kreuz bekommt „wie ich euch geliebt habe“ seine endgültige Kontur. Jesus zahlt den Preis, den andere nicht zahlen können. Er gibt nicht nur Zeit, er gibt sich selbst.
Und jetzt hör die Pointe: Jesus sagt nicht: „Bewundert meine Liebe.“ Er sagt: „Lebt daraus – und gebt sie weiter.“
3) „Daran wird jedermann erkennen“ – das sichtbare Zeichen der Jüngerschaft
Jesus bindet die Außenwirkung nicht zuerst an große Programme, perfekte Predigten oder eine fehlerfreie Moral. Er bindet sie an etwas, das gleichzeitig schlicht und anspruchsvoll ist: Liebe untereinander.
Das ist entlarvend. Denn es heißt: Menschen dürfen das Evangelium nicht nur hören, sie sollen es sehen können. Nicht als Show, sondern als Wirklichkeit.
Gerade deshalb ist es so ernst: Gemeinden können alles Mögliche richtig machen – Musik, Organisation, Traditionen, moderne Formen – und trotzdem ihre Strahlkraft verlieren, wenn diese Liebe erkaltet. Umgekehrt können Gemeinden schlicht sein, unspektakulär, vielleicht mit manchen Ecken – und dennoch ein helles Zeugnis geben, wenn dort Menschen einander tragen.
Denn Liebe ist ein Argument, das schwer zu widerlegen ist. Nicht, weil Christen immer nett wären, sondern weil echte Liebe eine Handschrift trägt, die man erkennt: Sie sucht den anderen, statt ihn zu benutzen. Sie bleibt, statt zu verschwinden. Sie baut auf, statt nur zu bewerten.
4) Was diese Liebe nicht ist – und warum das wichtig ist
In unserer Zeit wird „Liebe“ oft als Deckwort benutzt: Hauptsache tolerant, Hauptsache niemand widerspricht. Jesus meint etwas anderes.
Liebe ist nicht Gleichgültigkeit. Wer liebt, dem ist nicht alles egal. Liebe nimmt den anderen ernst – auch seine Wahrheit, seine Verletzungen, seine Verantwortung.
Liebe ist nicht Konfliktvermeidung. Jesus liebt, ohne Harmonie zur Religion zu machen. Manchmal ist Liebe gerade: das schwierige Gespräch führen, aber so, dass der andere nicht gedemütigt wird.
Liebe ist nicht „alles durchgehen lassen“. Liebe schützt. Liebe setzt Grenzen, wenn Menschen Schaden nehmen – und sie setzt Grenzen so, dass der andere nicht abgeschrieben wird.
Kurz: Christliche Liebe ist warmherzig, aber nicht weichgespült. Sie ist barmherzig, aber nicht beliebig.
5) Praktisch: Wie sieht Liebe aus, die „wie Jesus“ ist?
Vielleicht hilft ein Bild: So ein Phosphorkreuz, das erst Licht aufnehmen muss, bevor es im Dunkeln leuchtet. Wenn es nicht „geladen“ wird, strahlt es nicht – und wenn es lange im Dunkeln liegt, wird es matt.
Das trifft unser geistliches Leben ziemlich gut: Wir können Liebe nicht dauerhaft „produzieren“, wenn wir sie nicht empfangen. Darum fängt die Praxis nicht beim „Mach!“ an, sondern beim „Komm!“ – komm zu Jesus, bleib in seiner Liebe, lass dich anschauen, vergeben, stärken.
Und dann wird Liebe konkret. Hier ein paar alltagsnahe Felder – nicht als To-do-Liste, sondern als Möglichkeiten, wo das neue Gebot Gestalt gewinnt:
1) Liebe hört zu, bevor sie urteilt.
Ein Gemeindeglied wirkt abweisend. Man hört Gerüchte. „Der ist halt so.“ Liebe fragt: Was ist los? Vielleicht steckt Trauer dahinter, Überforderung, eine Lebenskrise. Zuhören ist manchmal die erste Form von Fußwaschung: dem anderen dienen, indem ich ihm Raum gebe.
2) Liebe übernimmt kleine, unbequeme Dienste.
Nicht die großen Bühnenaufgaben, sondern das, was keiner sieht: nach dem Treffen aufräumen, jemanden heimfahren, die älteren Leute anrufen, die nicht mehr kommen können, beim Umzug helfen, Suppe kochen, wenn jemand krank ist. Jesu Liebe ist erstaunlich oft „handfest“.
3) Liebe rechnet nicht auf.
„Ich hab schon so viel gemacht – jetzt sollen mal andere.“ Ja, Grenzen sind wichtig. Aber Liebe lebt nicht aus Buchhaltung. Sie kennt Dankbarkeit – und sie kennt die Freiheit, auch mal zu geben, ohne Applaus zu erwarten.
4) Liebe sucht Versöhnung – nicht Sieg.
In Sitzungen, Teams, Familien: Man kann recht haben und trotzdem lieblos sein. Jesu Liebe will nicht „gewinnen“, sie will gewinnen für den anderen. Manchmal ist ein Satz heiliger als zehn Argumente: „Es tut mir leid. Ich hab dich verletzt.“ Oder: „Hilf mir zu verstehen.“
5) Liebe bleibt bei den Schwachen.
Jesus richtet seine Jünger nicht ab, als sie versagen. Er stellt sie wieder her. Das ist ein Maßstab für unsere Gemeinschaft: Wie gehen wir mit Menschen um, die scheitern? Mit denen, die „nicht funktionieren“? Mit denen, die anstrengend sind? Liebe heißt nicht: alles gutheißen. Aber es heißt: niemanden wegwerfen.
6) Liebe ist auch digital – oder sie wird unglaubwürdig.
Wie reden wir online über andere Christen, über Nachbargemeinden, über „die da“? Wenn unser Ton hart ist, ist unser Zeugnis schnell kaputt, selbst wenn unsere Inhalte richtig sind. Liebe kann auch heißen: nichts posten, was ich dem anderen nicht ins Gesicht sagen würde.
6) Warum das so schwer ist – und warum es trotzdem möglich ist
Wenn Jesus sagt „wie ich euch geliebt habe“, spüren viele sofort: Das schaffe ich nicht. Und ehrlich: aus eigener Kraft schaffen wir das auch nicht.
Denn Liebe scheitert oft nicht am „Wissen“, sondern an alten Wunden, Angst, Stolz, Erschöpfung. Manchmal sind wir so leer, dass wir nur noch funktionieren. Manchmal haben wir erlebt, dass Vertrauen missbraucht wurde.
Gerade dann ist wichtig: Jesus gibt dieses Gebot nicht als Last, die uns zerdrückt, sondern als Weg, der uns zu ihm führt. Vielleicht ist der erste Schritt heute nicht: „Ich muss mehr lieben“, sondern: „Jesus, ich brauche deine Liebe – neu.“
Und dann werden Schritte möglich, die wirklich zu uns passen:
Vielleicht ist für dich der nächste Schritt: einen konkreten Menschen segnen, statt über ihn zu reden.
Vielleicht: ein Gespräch suchen, das du seit Monaten meidest.
Vielleicht: Hilfe annehmen – weil Liebe auch heißt, nicht immer der Starke zu sein.
Vielleicht: Vergebung lernen, erst im Gebet, dann im Handeln.
Liebe wächst selten spektakulär. Sie wächst wie ein Baum: still, zäh, über Zeit. Aber sie wächst – wenn wir am Weinstock bleiben.
7) Nach außen: Was Menschen an Jüngern sehen sollen
Jesus sagt: „Daran wird jedermann erkennen…“ Das heißt: Diese Liebe hat missionarische Kraft, ohne plakativ zu sein. Sie ist wie ein Fenster, durch das Menschen etwas vom Herzen Gottes sehen.
Viele Menschen sind nicht zuerst an unseren Begriffen interessiert. Sie fragen: Ist da etwas Echtes? Wird hier jemand getragen? Wird hier vergeben? Gibt es Hoffnung, die nicht nur geredet wird?
Wenn eine Gemeinde so liebt, wird sie nicht perfekt wirken – aber glaubwürdig. Und das ist oft der Anfang von Fragen: „Warum seid ihr so miteinander? Woher nehmt ihr das?“ Und dann kann man schlicht antworten: „Weil Jesus uns so begegnet ist.“
8) Ein kleiner Schlussgedanke: Drei einfache Prüfsteine
Wenn du willst, nimm diese drei Fragen mit in den Abend – nicht als Druck, eher als ehrliches Gespräch mit Gott:
Wen habe ich heute wirklich wahrgenommen? (nicht nur registriert)
Wo habe ich Liebe verwechselt – mit Bequemlichkeit, Angst oder Stolz?
Was wäre ein kleiner, konkreter Schritt „wie Jesus“ – morgen?
Und wenn dir dabei Dinge einfallen, die schmerzen: Dann ist das nicht das Ende, sondern der Ort, an dem Jesus anfängt. Er wäscht Füße. Er stellt wieder her. Er schenkt neu.
Gebet
Herr Jesus Christus,
du hast uns geliebt, als wir nicht liebenswert waren.
Du hast dich nicht geschont, sondern dich hingeben – für uns.
Lehre uns diese Liebe. Nicht als fromme Idee, sondern als Kraft im Alltag.
Wo wir hart geworden sind: mach uns weich.
Wo wir oberflächlich geworden sind: mach uns wahrhaftig.
Wo wir müde geworden sind: trage du uns.
Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir lieben können „wie du“.
Dass Menschen an unserer Gemeinschaft nicht zuerst uns bewundern,
sondern dich erkennen – den, der lebt und liebt.
Amen.
Hinführung zur Gebetszeit
Hinführung zur Gebetszeit
Wie können wir heute Abend konkret auf dieses Wort reagieren?
Ich glaube, der erste Schritt ist, das zu tun, was wir gleich miteinander tun werden:
Danken – für Gottes Treue, für seine Liebe, die uns zuerst erreicht hat.
Umkehren – bekennen, wo wir dieser Liebe im Weg standen.
Bitten – für Menschen, die es schwer haben, in Gemeinschaft hineinzufinden.
Empfangen – neu die Liebe Christi, die unsere Herzen weich macht.
Vielleicht nimmst du innerlich heute Abend eine Person mit hinein:
Jemand, dem du aus dem Weg gehst.
Jemand, bei dem du innerlich „zugemacht“ hast.
Jemand, der dich verletzt hat – oder den du verletzt hast.
Du musst heute nicht alle Probleme lösen. Aber du kannst sagen: „Herr Jesus Christus, du bist treu. Du hast mich geliebt, als ich dir nichts zu bieten hatte. Schenke mir ein Herz, das sich von deiner Liebe bewegen lässt. Zeig mir, wo ich ein Schritt auf andere zugehen soll. Mach uns als Gemeinden zu einem Ort, an dem deine Liebe sichtbar wird.“
Wir wollen jetzt in die Gebetszeit gehen.
Wir werden Zeit haben für Lob & Dank, für Buße und Fürbitte, getragen von diesem Wort Jesu: „Wie ich euch geliebt habe … so sollt auch ihr einander lieben.“
Und ich lade dich ein: Bring dein Herz so, wie es ist, vor Jesus. Er kennt deine Stärken und deine Schwächen, deine Verletzungen und deine Sehnsucht. Und er spricht dir zu: „Ich habe dich geliebt. Ich liebe dich auch jetzt. Aus dieser Liebe heraus – liebt einander.“ Amen.
Lied: „Herr, ich komme zu dir“ (Nr. 32)
Lied: „Herr, ich komme zu dir“ (Nr. 32)
Persönliche Stille & Austausch zur Hauptfrage
Persönliche Stille & Austausch zur Hauptfrage
• 1–2 Minuten Stille: Jede/r überlegt für sich.
Hauptfrage des Abends:
„Was hindert mich im Alltag am meisten, Menschen zu lieben und anzunehmen, die anders sind als ich – obwohl ich weiß, dass Jesus sie liebt?“
Du kannst dazu auch die Reflexionsfragen aus der Präsentation einblenden/auslegen:
Warum fällt es mir schwer, Menschen anzunehmen, obwohl ich weiß, dass sie bei Jesus angenommen und geliebt sind?
Was hindert mich, mich auf Menschen einzulassen, die anders sind als ich?
Die neutestamentliche Gemeinde hatte die Riesenherausforderung, Juden und Heiden, also kulturell völlig unterschiedlich geprägte Menschen, in eine Gemeinde zu integrieren. Gibt es vergleichbare Herausforderungen heute?
Gebetsblock 1: Lob & Dank
Gebetsblock 1: Lob & Dank
Angelehnt an die AGW-Vorgaben (Lob & Dank)
Kurze Einleitung (1–2 Min): „Wir danken Gott für seine Treue und dafür, dass er uns Gemeinschaft schenkt.“
Offene Dankrunde im Plenum oder in Kleingruppen:
Offene Dankrunde im Plenum oder in Kleingruppen:
Dank für Gottes Treue, auch da, wo wir untreu waren.
Dank für die Gemeinschaft der Glaubenden.
Dank für Menschen, die uns im Glauben geprägt haben.
Dank für die bunte, vielgestaltige Familie Gottes.
Abschluss mit einem gemeinsamen Dankgebet (Leiter/in).
Lied : Jesus, wir sehen auf dich (Nr. 10)
Lied : Jesus, wir sehen auf dich (Nr. 10)
Gebetsblock 2: Buße & Neuanfang
Gebetsblock 2: Buße & Neuanfang
Angelehnt an den Teil „Buße“
Kurzer Impuls (2 Min): „Wir haben gehört, wie Jesus uns zur Liebe untereinander ruft. Jetzt bringen wir vor Gott, wo wir dieser Liebe im Weg standen.“
Mögliche Gebetsanliegen:
Wo wir nur „unter uns“ geblieben sind – unter Leuten, die zu unserem Milieu passen.
Wo wir Menschen übersehen oder ausgegrenzt haben, die nicht in unsere Schubladen passten.
Wo harte Worte, nachtragende Herzen oder Gleichgültigkeit Beziehungen belastet haben.
Gebetsform: Gelegenheit zu kurzen Bußgebeten im Plenum (Ein-Satz-Gebete). oder: 3–4 Minuten stille persönliche Beichte vor Gott, dann ein gemeinsames Sündenbekenntnis (frei oder liturgisch).
Zuspruch der Vergebung durch ein Bibelwort (z.B. 1 Joh 1,9 oder Römer 8,1).
Lied: Anker in der Zeit (Nr. 23)
Lied: Anker in der Zeit (Nr. 23)
Gebetsblock 3: Fürbitte
Gebetsblock 3: Fürbitte
Angelehnt an „Fürbitte“
Einleitung (1–2 Min): „Gott ist treu – wir bitten, dass seine Liebe Menschen durch unsere Gemeinschaft erreicht.“
Gebetsanliegen:
Dass Menschen Gottes Treue dadurch erfahren, dass wir verlässlich und treu sind.
Für Menschengruppen, die es schwer haben, Teil christlicher Gemeinschaft zu werden:
Menschen mit Behinderungen, Migrantinnen und Migranten, sozial Schwache, Einsame, Menschen mit psychischen Belastungen…
Für eine gelebte Praxis der Gastfreundschaft in unseren Gemeinden, Hauskreisen, Familien.
Für eine Kultur des „Wir reden nicht schlecht übereinander“.
Gebetsform:
In Kleingruppen oder im Plenum, evtl. mit kurzen freien Gebeten.
Danach kurzer Hinweis auf das Spendenprojekt (Gemeinschaft fördernde Projekte / AGW-Kollekte) – wenn ihr es übernehmt.
Abschluss: Praktische Schritte & Segen
Abschluss: Praktische Schritte & Segen
Kurzer Ausblick: „Wie kann diese Liebe im Alltag konkret werden?“
Nenne 2–3 praktische Schritte (aus Vorlage):
bewusst wahrnehmen, wenn mich jemand „ärgert“, und nachfragen statt verurteilen.
den anderen gezielt auf die eigene Fürbittliste nehmen.
nicht schlecht übereinander reden.
Kurzes Schlussgebet mit Übergabe unserer Beziehungen und Gemeinden an Jesus.
Kurzes Schlussgebet mit Übergabe unserer Beziehungen und Gemeinden an Jesus.
Segen (z.B. ein Segenswort, das die Gemeinschaft betont).
Segen (z.B. ein Segenswort, das die Gemeinschaft betont).
Der treue Gott, der Ursprung aller Liebe,
segne euch und bewahre eure Herzen.
Er lasse euch erfahren,
dass seine Liebe größer ist
als alles, was euch trennt, belastet oder erschüttert.
Christus, der Herr,
der uns zuerst geliebt hat
und der uns das neue Gebot gegeben hat,
führe euch tiefer hinein
in die Gemeinschaft seiner Jünger.
Er öffne eure Augen füreinander,
damit ihr mit seinem Blick seht,
mit seiner Geduld tragt
und mit seiner Barmherzigkeit handelt.
Der Heilige Geist,
der Gemeinschaft schafft und erhält,
verbinde euch über alle Grenzen hinweg,
über Traditionen, Formen und Prägungen hinaus.
Er schenke euch Mut,
Schritte aufeinander zuzugehen
und einander Raum zu geben
als Glieder des einen Leibes Christi.
Und so sende euch der Herr
in euren Alltag, in eure Gemeinden,
zu euren Familien, Nachbarn und Arbeitsplätzen.
Er mache euch zu Botschaftern seiner versöhnenden Liebe,
zu Menschen, die Trost schenken,
Brücken bauen
und das Licht Christi weitertragen.
Geht hin im Frieden des Herrn:
Als Gesegnete – und als ein Segen für andere.
In der Treue Gottes,
in der Kraft Jesu Christi
und im Beistand des Heiligen Geistes.
Amen.
Segenslied: „Schalom, Schalom, der Herr segne uns“ (Nr. 56)
Segenslied: „Schalom, Schalom, der Herr segne uns“ (Nr. 56)
Reflexionsfragen
Warum fällt es mir schwer, Menschen anzunehmen, obwohl ich weiß, dass sie bei Jesus angenommen und geliebt sind?
Was hindert mich, mich auf Menschen einzulassen, die anders sind als ich?
Die neutestamentliche Gemeinde hatte die Riesenherausforderung, Juden und Heiden, also kulturell völlig unterschiedlich geprägte Menschen, in eine Gemeinde zu integrieren. Gibt es vergleichbare Herausforderungen heute?
Lob und Dank
Wir loben Gott und danken ihm, dass seine Treue uns immer wieder erreicht hat – auch dort, wo wir untreu waren.
Wir danken ihm für das Geschenk der Gemeinschaft der Glaubenden.
Wir danken ihm für Menschen, die für uns Wegbereiter im Glauben waren.
Wir danken ihm für die bunte und vielgestaltige Familie Gottes.
Buße
So oft sind wir, auch in Gemeinschaft, unter uns geblieben, unter Menschen, die uns liegen, unserem sozialen Stand entsprechen, unsere Wellenlänge haben.
Wie oft haben wir vergessen, dass jeder Mensch wertvoll ist, und Menschen nicht Teil der Gemeinschaft werden lassen, die nicht unserem Milieu entsprechen.
Fürbitte
Wir bitten, dass Menschen die Treue Gottes auch dadurch erfahren, dass sie uns als verlässlich erleben.
Wir beten für Menschengruppen, die es oft schwer haben, Teil christlicher Gemeinschaft zu werden, zum Beispiel Menschen mit Behinderungen, Migranten, sozial schwache Personen.
Wir beten für eine Kultur und gelebte Praxis der Gastfreundschaft.
Allianz-Spendenprojekt Nr. 6: Begegnungsprojekte
Für Projekte, die Gemeinschaft fördern: Gemeinde und Hauskreisarbeit, generationenübergreifende Angebote, Integrations- und Begegnungsprojekte.
