Johannes 1, 15-28

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Johannes der Täufer

Heute wollen wir uns mit dem Text aus Johannes 1, 15-28 beschäftigen.
In dem Text geht es vor allem um Johannes dem Täufer, daher würde ich gerne einmal auf die Person eingehen bevor wir dann die Verse behandeln.
Christian hat im letzten Gottesdienst von Johannes dem Autor gesprochen und dieser Johannes schreibt über Johannes dem Täufer. Es ist etwas verwiirrend auf den ersten Blick aber man merkt schnell die Unterschiede.
Jesus sagt folgendes über Johannes dem Täufer
Matthäus 11,11 „Ich sage euch: Unter allen Menschen, die je geboren wurden, hat es keinen Größeren gegeben als Johannes den Täufer; und doch ist selbst der Geringste im Himmelreich größer als er.“ )
Was für eine mächtige Aussage.
Nach der Aussage stellt man sich Johannes warscheinlich sehr mächtig und stark vor.
Ich möchte euch gerne anhand der Bibel ein Bild von Johannes machen damit man ihn besser vor Augen hat.
Das erste Mal das wir was über Johannes in der Bibel lesen war noch vor seiner Geburt, es wird nicht sein Name erwähnt aber man erfährt es im heutigen Bibeltext das es eine Prophezeiung auf ihn war.
Jesaja 40,3–5 ELB 2006
Eine Stimme ruft: In der Wüste bahnt den Weg des HERRN! Ebnet in der Steppe eine Straße für unseren Gott! Jedes Tal soll erhöht und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden! Und das Unebene soll zur Ebene werden und das Hügelige zur Talebene! Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund des HERRN hat geredet.
Und wie so oft in der Bibel, ist in der Geschichte von Johannes nichts normal.
Fangen wir vorne an.
Ein Priester mit Namen Zacharias und seine Frau Elisabeth hatten keine Kinder, weil Elisabeth unfruchtbar war. Sie waren mittlerweile auch alt und die Hoffnung auf Nachkommen war schon längst verschwunden. Aber sie lebten ohne Gräul gegen Gott, im gegenteil sie waren gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Satzungen des Herrn.
Zacharias war ein Priester und die Aufgaben der Priester war unter anderem die Besorgung des Tempels und des Altars, heißt dafür Sorgen dass alles in Ordnung und sauber ist und das geräuchert wird.
Es gab unter den Priestern 24 Abteilungen nach der Abstammung und in jeder Abteilung waren ca. 1000 Priester.
Dadurch war es so, dass die einzelnen Abteilungen zweimal im Jahr für eine Woche den Tempeldienst hatten.
Und für das Räuchern im Heiligtum am Räucheraltar wurde dann in der Abteilung ein Los geworfen.
Trotz dieser Rotation war die Priesterzahl so groß, dass das Vorrecht, im Heiligtum zu räuchern, jedem Priester nur einmal im Leben, wenn überhaupt, zuteilwurde.
Zacharias war ein Priester aus der Abteilung Abija. Und nach vielen Jahren des Hoffens auch mal in das Heiligtum zu dürfen ist das Los auf ihn gefallen.
Er durfte in das Heiligtum und räuchern.
Als Zacharias vor dem Räucheraltar steht erscheint ihm ein Engel Namens Gabriel. Lukas 1,11

11 Ihm erschien aber ein Engel des Herrn und stand zur Rechten des Räucheraltars. 12 Und als Zacharias ⟨ihn⟩ sah, wurde er bestürzt, und Furcht kam über ihn. 13 Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Denn dein Flehen ist erhört, und Elisabeth, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes nennen. 14 Und er wird dir ⟨zur⟩ Freude und ⟨zum⟩ Jubel sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen. 15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn; weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken und schon von Mutterleibe an mit Heiligem Geist erfüllt werden. 16 Und viele der Söhne Israel wird er zu dem Herrn, ihrem Gott, bekehren. 17 Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elia, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.

Was für eine krasse Begegnung und vorhersage.
Zacharias und Elisabeth sollen tatsächlich noch ein Kinde bekommen. Zacharias kann es nicht glauben und er wird für seinen Unglauben bestraft in dem er bis zur Beschneidung seinens Kindes stumm sein wird.
Nach dem sein Dienst zu ende ist und er nach Hause kommt wird seine Frau Elizabeth trotz allen umständen tatsächlich Schwanger.
Eine Verwandte von Elisabth war Maria die Mutter von Jesus. Und Maria besuchte Elisabeth wärend der Schwangerschaft. Als Maria Elisabeth begrüßte hüpfte das Kind in ihrem Leib; und Elisabeth wurde mit Heiligem Geist erfüllt. Hier bekommt Johannes vor der Geburt durch seine Mutter den Heiligen Geist und deshalb sagt Jesus auch über ihn Matthäus 11,11 „Ich sage euch: Unter allen Menschen, die je geboren wurden, hat es keinen Größeren gegeben als Johannes den Täufer; und doch ist selbst der Geringste im Himmelreich größer als er.“
Es ist einzigartig das Johannes schon vor der Geburt den Heiligen Geist in sich trägt.
Als der Sohn geboren war freuten sich alle Nachbarn und Bekannte und am achten Tag wurde er beschnitten und Zacharias gab ihm den Namen Johannes. Daraufhin konnte Zacharias auch wieder sprechen.
Über das Leben von Johannes steht noch in Lukas 1,80 geschrieben „Johannes wuchs heran und wurde stark im Geist. Er lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem er öffentlich in Israel auftrat.“
Das war die vorgeschichte von Johannes, also nichts normal alles durch Wunder und Unmöglichkeiten geprägt.
Kommen wir jetzt zu Johannes wie er als Diener Gottes aufgetreten ist.
Wir haben zu seinem Auftreten auch eine Beschreibung in der Bibel.
Er hatte eine Kleidung aus Kamelhaaren, also ein Überwurf oder eine Tunika die mit einem Leder Gürtel fest gezogen wurde damit es nicht zu locker rumhängt. Es war keine angenehme Kleidung es erfüllte nur ihren Zweck und zwar den Körper bedecken und von Kälte und Hitze schützen.
Er befand sich nähmlich hauptsächlich in der Wüste und ernährte sich dort von Heuschrecken und wildem Honig.
Tatsächlich gibt es mitlerweile einige Menschen die sich an seine Art angepasst haben, die nennen sich Hippis.
Die Aufgabe die Johannes hatte lesen wir in Lukas 3,3 „Er durchzog die ganze Jordangegend und rief die Menschen dazu auf, umzukehren und sich taufen zu lassen, um Vergebung der Sünden zu empfangen.“
Und er bereitete die Menschen auf den Messias vor.
Johannes war auch der Mann der Jesus Christus getauft hat.
Als Johannes auf die 40 zuging wurde er von Herodes Antipas enthauptet.
Ich denke jetzt konnten wir uns ganz gut ein Bild von Johannes dem Täufer machen und mit diesem Wissen im Hinterkopf sind vielleicht die ein oder anderen Stellen etwas besser zu verstehen.
Johannes 1,15 „Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. –“
Wir können hier an die Predigt von Christian anknüpfen. Das Licht von dem im vorherigen Abschnitt geschrieben wird ist Jesus. Johannes zeugt andauernd von Jesus und das macht er nicht leise sondern er ruft es aus. Und er ist sich seiner Berufung vollkommen bewusst Jesus durch seine Predigten bekannt zu machen. Johannes sagt das Jesus nach ihm kommt aber trotzdem eher da war. Also Jesus zieht mit seinem öffentlichen Auftretten nach aber Johannes gibt sofort Jesus die Bühne und lässt ihm den Vortritt. Weil das ist die richtige Haltung die wir vor Jesus einehmen sollen, egal welche Begabungen uns geschenkt sind wir sollen uns immer Jesus unterordnen.
Johannes 1,16 „Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade.“
Johannes hatte vorher schon viel Gepredigt und getauft. Auch hat er darauf hingewiesen das die Israeliten nicht erettet werden weil sie von Abraham abstammen sondern er sagt es hier ganz klar. Die Erettung bekommen wir nur aus Gnade. Und die Gnade ist für alle Menschen da in Jesus Christus wenn man ihn als Retter animmt. Diese Gnade ist nicht nur zum Teil da sondern im Überfluss. Diese Gnade kann jede Sünde auslöschen und jeden vor Gott gerecht sprechen.
Johannes 1,17 „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.“
Hier erklärt Johannes dass das Gesetz nicht mehr bestand hat um gerecht vor Gott sein zu können. Es gilt einzig und allein Jesus Christus. Und es soll den Juden die sich in allem immer auf Mose berufen haben und ihm so viel zugeschrieben haben zeigen, dass egal wieviel Mose dem Volk gegeben hat oder was er an Zeichen und Wunder getan hat es nicht zu vergleichen ist mit der Fülle der Gnade und Wahrheit die Jesus mit sich bringt.
Für uns heißt es, dass wir uns los lösen dürfen von dem Leistungsdruck Gott mit unseren Werken gefallen zumüssen. Weil dass ist ausgeschlossen und für keinen Menschen zu schaffen. Wir werden dadurch eher entmutigt und traurig. Aber durch die Gnade Jesu dürfen wir fröhliche Christen sein die sich der erettung bewusst sind. Es soll nicht heißen, dass wir ein Leben leben wie wir wollen, sondern durch die Gnade haben wir auch den Heiligen Geist erhalten und der wird uns leiten und uns auch an hand der Bibel lehren wie es sich für ein Kind Gottes zu Leben hat, dass alles aber nicht aus zwang sondern aus Liebe und Dankbarkeit. Und so wollen wir auch hier in Barsinghausen auftreten als standthafte eretete Christen. Nur so können wir die Menschen mit freude und in Liebe zur Buße bringen.
Johannes 1,18 „Niemand hat Gott jemals gesehen; der einziggeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn bekannt gemacht.“
In diesem Vers möchte Johannes noch mal deutlich sagen das zwischen uns Menschen und Gott keine Verbindung bestehen kann einzig und alleine durch Jesus. Durch Jesus dürfen wir lernen wie Gott ist. Also ist es sehr ratsam das Leben von Jesus zu erforschen um so tiefe in Gottes Wesen schauen zu können.
Johannes 1,19 „Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm sandten, damit sie ihn fragen sollten: Wer bist du?“
Bis jetzt hat der Schreiber nur darüber geschrieben wie Johannes über Jesus spricht aber jetzt erfahren wir auch wie Johannes über sich selber schreibt. Und zwar wurden zu Johannes Priester und Leviten gesant die ihn fragen sollen wer er ist. Warum das ganze? Seit vielen Jahren ist kein Prophet mehr aufgetreten und jetzt mit Johannes kommt einer der als Prophet auftritt. Und die Juden wissen nicht wer er ist. Er könnte ja der Messias sein auf den sie so lange gewartet haben. Und die Gelerten des Volkes haben die Aufgabe zu erfahren und zu prüfen wer der Mann ist der in der Wüste lehrt und zur Buße aufruft. Und so stellen sie Johannes eine gnaz Simple Frage”Wer bist du?”
Johannes 1,20 „Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus.“
Johannes gibt den Gelehrten die Antwort wer er ist und sagt anschließend noch das er nicht der Christus ist.
Johannes 1,21 „Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Und er sagt: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein.“
Die Gelehrten scheinen nicht besonders zufrieden mit der Antwort zu sein, also haken sie nochmal nach. Bist du Elia?
Wie kommen sie darauf dass er Elia sein soll?
Maleachi 3,23 „Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare.“
Die Juden warten darauf das Elia wieder auf die Erde kommt und danach der Tag des Herrn kommt. Zudem war das Auftretten von Johannes sehr ähnlich zu dem von Elia ob durch sein äußeres Erscheinungsbild und das er in der Wüste predigte oder das er auch wie Elia das Volk umkehren wollte um es vor dem kommenden Gericht zu bewahren. Aber Johannes sagt klar dass er nicht Elia ist. Hat Johannes an dieser Stell die Unwarheit gesagt oder ist Jesus in Matthäus 11,14 eine Lüge unterlaufen?
Wedernoch, Johannes ist nicht Elia in der Form wie die Gelehrten von ihm denken dass er es ist. Also sie dachten er ist Elia höchstpersönlich, aber Johannes ist eine eigene Person die aber in der Kraft des Elia auftritt Lukas 1,17 „Und er wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elia, um der Väter Herzen zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur Gesinnung von Gerechten, um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten.“. Und Jesus geht auf die Prophezeiung ein und sagt das Johannes der “neue” Elia ist der kommen sollte bevor der Tag des Herrn kommt. Einfach gesagt: Johannes ist das Puzzleteil, das in die Lücke passt, die das Alte Testament vor Hunderten von Jahren offen gelassen hat.
Und die Frage ob er der Prophet ist verneint er auch.
Aber er ist doch ein Prophet gewesen. Genau, hier ist die Frage nicht nach irgendeinem Propheten sonderen nach dem Propheten der auch der Messias ist. Und zudem war Johannes der Täufer in seinen eigenen Augen kein Prophet weil er nichts prophzeite sondern er war der Weg bereiter oder auch der Herold der auf den Messias hinweist.
Johannes 1,22 „Sie sprachen nun zu ihm: Wer bist du? Damit wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?“
Die Gelehrten machen den Anschein das sie nicht zufrieden sind und haken nochmal nach. Vom Gefühl her kommen sie schon genervt rüber weil Johannes nichts besonderes über sich erzählt womit sie dann zurück gehen können und eine klare Antwort geben können.
Also fragen sie nochmal was er von sich selber sagt.
Johannes 1,23 „Er sprach: Ich bin die »Stimme eines Rufenden in der Wüste: Macht gerade den Weg des Herrn«, wie Jesaja, der Prophet, gesagt hat.“
Früher war es normal das wenn ein König in eine Stadt kam ein Bote vorweg lief um in der Stadt dafür zu sorgen, dass alles vorbereitet ist egal ob UNterkunft verflegung oder die Zeremonie alles wurde vorher Organiseiert. Und diese Aufgabe nur etwas anders hatte Johannes auch. Darauf ist seine Aussage abgezielt. Und er greift auf das AT zurück und sieht sich selber als Prophezeiung.
Als ob die Gelehrten nur auf so eine Aussage gewartet haben. Jetzt legen SIe mit den Vorwürfen los. Im Vers 24 wird nochmal drauf Aufmerksam gemacht das er mit hohen gelehrten Leuten spricht die Ansehen haben und nicht einfach eine aussage stehen lassen.
Johannes 1,24 „Und sie waren abgesandt von den Pharisäern.“
Johannes 1,25 „Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Was taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist noch Elia noch der Prophet?“
Wie kann ein Mann es wagen zu taufen ohne dass er von Gott dazu angewiesen wurde? Die Gelehrten sehen einen Irrlehrer vor sich weil sie Maleachi 3,23 nicht auf Johannes beziehen. Er ist nicht Christus noch der von ihnen gewünschte Elia und auch nicht der Prophet. Sie erwarten eine Erklärung.
Und die Erklärung kommt in den nächsten zwei Versen.
Johannes 1,26–27 „Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; mitten unter euch steht, den ihr nicht kennt, der nach mir kommt, vor dem ich nicht würdig bin, den Riemen seiner Sandale zu lösen.“
Warum sagt Johannes ich taufe mit Wasser? Er möchte klar machen das er nur die sichtbare Arbeit macht, für das Geistliche ist er nicht verantwortlich. Er bekehrt niemanden sondern führt nur die Arbeit eines Dieners aus. Und dann sagt er den Gelehrten das es jemanden unter ihnen gibt den sie nicht kennen, was sie warscheinlich verwudert hat und sie haben sich warscheinlich alle gefragt wer gemeint ist. Aber sie waren zu stumpf um es zu begreifen.
Und dieser jemand ist nicht irgendwer es ist der, der nach Johannes dem Boten kommt also der König und Johannes hat so eine extreme erfurcht vor dem König das er sagt er ist nicht mal würdig ihm die Schuhe zu öffnen.
Johannes 1,28 „Dies geschah zu Betanien, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.“
Der Ort wird namhaft gemacht, einmal der geschichtlichen Treue wegen, dann aber auch, um uns zu sagen, dass diese Antwort in einer großen Versammlung von Menschen gegeben wurde. Es strömten viele zur Taufe des Johannes herzu, der hier seinen gewöhnlichen Taufplatz hatte.
Eine echt spannende Begebenheit.
Was können wir aus dieser Begebenheit für uns herraus nehmen?
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