Echte Gemeinschaft in einer individualistischen Zeit - Johannes 13,34-35
Gemeinde mit Mission Wie wir heute Menschen mit dem Evangelium erreichen • Sermon • Submitted • Presented
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PPT Fisch
I. Der Feind echter Gemeinschaft
I. Der Feind echter Gemeinschaft
1. Aquarium
1. Aquarium
Seht ihr diesen schönen Goldfisch? So einen hatte ich mal. War eig. ziemlich Pflegeleicht… Mein erstes und letztes Aquarium...
Er schwimmt da vor sich hin und stößt auch immer wieder an der Glasscheibe.
Manchmal nutzt er auch seine Zeit und schaut nach draußen und sieht diese unendliche Freiheit.
Er denkt sich eines Tages: Dieses Wasser hier engt mich doch total ein.
Die Wände machen mein Leben so klein, ach wenn ich Hier doch nur rauskommen könnte.
Dann wäre ich doch endlich komplett frei!
Dann könnte ich auch mein komplettes Potenzial ausleben und entfalten.
Und jetzt stellt euch vor: der Fisch schafft das
PPT Fisch springt
Was denkt ihr? Findet unser lieber Goldfisch sein Glück? Wird es dir Freiheit genießen können? Wird er sein ganzes Potenzial ausleben können was in ihm steckt?
PPT Fisch Boden
Realität: Nein. Er wird nicht sein Glück finden können.
Er wird auf dem Teppichboden seine Beweglichkeit, seine Eleganz, sein Leben verlieren.
Er liegt nun da und zappelt.
Warum? Weil er für das Wasser geschaffen ist! Das, war er selbst als “Einschränkung” empfunden hat - das Wasser - war in Wirklichkeit die absolute Bedingung für seine Freiheit!
2. Warum?
2. Warum?
PPT Punkt 1 mit Joh 13,
Pause machen
Warum erzähle ich das? Weil wir Menschen genau diesen Drang haben.
Das nicht erst seid einigen Jahren, sondern schon fast seit Beginn der Menschheit.
Es ist unser uraltes Erbe seit den ersten Seiten der Bibel.
Seid den ersten Menschen in Gottes guter Schöpfung!
Der Mensch wollte schon immer autonom sein. Er wollte „sein wie Gott“.
Wir haben uns aus der Gemeinschaft mit Gott gelöst, um unabhängig zu sein - das nennen wir Sündenfall
Der Mensch wollte nicht mehr in der perfekten Gemeinschaft mit Gott leben, für die er geschaffen war und hat Gott den Rücken gekehrt: Ja er hat Gott entthront und sich selbst auf den Thron gesetzt.
Dieser Drang zur Autonomie - , zur Selbstverwirklichung, weg von der Gemeinschaft für die wir geschaffen wurden - steckt in jedem Menschen, egal in welchem Jahrhundert oder in welcher Kultur er lebt.
3. Der „Expressive Individualismus“
3. Der „Expressive Individualismus“
Wir erleben diesen Drang heute auf eine völlig neue, extreme Weise.
In fast allen anderen Kulturen oder früheren Zeiten ordnete man sich einer größeren Sache unter: der Familie, dem Dorf, der Tradition. Man fand seinen Platz, indem man seine Pflicht erfüllte...
Heute: Wir glauben, wir finden die Wahrheit nicht mehr außerhalb von uns selbst, also bei Gott oder in unserer Gemeinschaft/Gesellschaft, sondern nur tief in uns selbst.
Das nennen Soziologen „Expressiven Individualismus“.
Oder anders formuliert: Du bist nur Du, wenn du das machst worauf du Lust hast oder was du fühlst
Somit lautet der moderne Auftrag:
Sei einfach du selbst.
Sei dir selbst treu.
Folge deinem Herzen.
Finde dich selbst.
Es geht nur um dich. Du bist das, was du fühlst - und lebe das nach außen hin aus - trotz aller Widerstände!
Was ist das Problem:
Wenn meine Identität nur in meinen Gefühlen liegt, ist sie unsichtbar. Niemand sieht mein „inneres Ich“.
Und das führt dazu, dass wir performen müssen. Wir müssen “unser Ich” der Welt draußen präsentieren. Wir müssen uns darstellen. Ob es nun Sozial Media ist, mein Style, meine Karriere.
Und wir müssen unseres Umfeld dazu bringen, dass sie uns bestätigen, uns zu feiern, uns anbeten
Vielleicht denkst du jetzt: „Ach, das betrifft doch nur die Jugend mit ihrem TikTok und Instagram und Snapchat.
Klar die Jungen unter uns, die kennen den Druck womöglich am besten:
Das Handy ist der Spiegel. Wenn du ein Foto postest, fragst du dich nicht nur: „Ist das Foto gut?“, sondern „Bin ich gut?“.
Wenn die Likes / Bestätigung ausbleiben, fühlt es sich an, als wärst du unsichtbar.
Du musst dich ständig kuratieren, Filter drüberlegen, cool wirken.
Das ist harte Arbeit.
Aber die Älteren unter uns kennen es doch auch nur zu gut, wenn auch nur Analog:
Wenn wir unseren Vorgarten pflegen, das Auto polieren oder von unseren erfolgreichen Enkeln erzählen – warum tun wir das oft? Natürlich, weil wir Ordnung mögen. Aber oft auch, weil wir sagen wollen: „Seht her! Ich habe mein Leben im Griff. Ich bin wer.“
Wenn der Nachbar schlecht über meine Hecke redet, fühlt es sich an wie ein Angriff auf mich. - er hat dich beleidigt - dich nicht bestätigt - du bist auf einmal ein niemand!
Das macht uns extrem zerbrechlich. Wenn der Applaus ausbleibt, bin ich nicht nur traurig, sondern meine ganze Identität wackelt.
Wir sind eine Gesellschaft von erschöpften Selbstdarstellern geworden.
Wenn niemand dich bestätigt, dann bist du ein Nichts!
4. Überleitung
4. Überleitung
Und deshalb der Vergleich: wir sind leider wie der Fisch auf dem Teppich:
Wir sind freier als je zuvor – wir haben uns von allen Traditionen befreit - niemand darf uns sagen wer wir sind...
Aber wir „zappeln“.
Wir sind oft einsamer, ängstlicher und müder als die Generationen vor uns, weil wir die Last tragen, unser eigener Gott sein zu müssen.
Wir merken: Dieser Weg funktioniert nicht. Die totale Unabhängigkeit ist eine Illusion, die uns ausbrennt.
Wir brauchen jemanden, der uns zurück ins „Wasser“ bringt.
Und jetzt stell dir vor, es gäbe einen Ort, an dem das zappeln aufhören kann. An dem du nicht nach außen performen musst, um dein Ich zu präsentieren.
Stell dir vor, es gäbe eine Gemeinschaft, wo du hineinkommst und die Maske abnehmen kannst.
Wo du nicht geliebt wirst, weil du toll bist, weil dein Vorgarten so toll ist oder deine Story viele Aufrufe hat. - Sondern wo du geliebt wirst, obwohl man deine Schwächen kennt.
Wäre das nicht genau das „Wasser“, nach dem wir uns alle sehnen?
Wollen wir nicht alle “echte Gemeinschaft in einer individualistischen Zeit”
Und genau hier setzt Jesus an. In Johannes 13 zeigt er uns einen Weg, wie wir alle echte, erfüllende Gemeinschaft erleben können.
Lasst uns nun die Textstelle lesen, die heute der Predigt zugrunde liegen soll.
Joh 13,34-35
34 Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben! 35 An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“
Liebe Gemeinde, lieber Christ, lieber Gast:
Wir haben gesehen, dass der Individualismus uns isoliert - Das ist der Feind echter Gemeinschaft
Aber um zurück ins „Wasser“ zu kommen, brauchen wir jemanden, der uns wieder ins Wasser bringt - alleine schaffen wir es nicht
Das führt uns zum zweiten Punkt:
II. Das Fundament echter Gemeinschaft
II. Das Fundament echter Gemeinschaft
Lasst uns nochmal kurz zurück in den Garten Eden:
Gott schuf den Menschen, um mit ihm in perfekter Harmonie zu leben
Im Garten Eden nutzte der Mensch seine Freiheit, um sich selbst auf den Thron des Lebens zu setzten.
Er wollte sein wie Gott. Der Mensch wollte absolute Unabhängigkeit von Gott.
Und seither leben wir alle so. Jeder Mensch geht sein eigenen Weg und möchte Gott nicht auf dem Thron seines Lebens. Wir leben nur noch für uns.
Und es ist so erstaunlich, wie Jesus gelebt hat. Während die Menschen sich selbst verwirklichen, nutzt Jesus seine Freiheit und seine Macht nicht zur Selbstverwirklichung, sondern zu Hingabe.
Ja Jesus, der Schöpfer Himmels und der Erde wird Mensch. Er verlässt den Himmel und wird Mensch.
Anders als unser Gold-Fisch im Aquarium hat Jesus wirklich alle Freiheit der Welt! Jesus war wirklich unabhängig!
Aber er hat seine Unabhängigkeit aufgegeben um die Gemeinschaft mit dem Menschen wieder herzustellen.
Ja mit uns Menschen. Wir, die wir eig. Jesus den Rücken zugekehrt haben, zu diesen Menschen baut Jesus wieder Beziehung
Und Jesus durchbricht unseren Individualismus nicht indem er uns ein paar Regeln gibt und sagt: "los, komm, jetzt sei selbstlos und lieb deinen Nächsten einfach”, sondern er gibt sich selber hin.
Jesus wird Mensch und wäscht den Menschen selbstlos die Füße.
Genau das lesen wir vor unserem Bibelabschnitt.
Jesus macht die “Sklavenarbeit” und wäscht seinen Nachfolgern die Füße.
Warum kann Jesus selbstlos seine Freiheit ausleben?
Johannes gibt uns im Kapitel 13 auch die Antwort, warum Jesus so selbstlos sein kann: wir lesen das in Johannes 13,3 „3 Jesus aber wusste, dass der Vater ihm uneingeschränkte Macht über alles gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und bald wieder zu Gott zurückkehren würde.“
Jesus wusste wer er war! Er war sich seiner Identität sicher. Deshalb konnte er demütig die Schürze umbinden und dienen.
Er musste sich nicht nach außen hin beweisen und der sein Ego puschen, um sich seiner Identität gewiss zu sein.
Jesus brauchte keine Bestätigung von außen. Jesus wusste wer er war.
Auch du darfst wissen wer du bist: Denn auch du hast deinen Ursprung in Gott!
Auch du hast einen unendlichen Wert als Mensch in Gottes Augen - unabhängig von dem wie die Welt dich sieht!
Wir haben einen Wert, weil du und ich Gottes Geschöpfe sind!
wir wurden von Gott gemacht in seinem Bilde Genesis 1,27
27 Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bild, er schuf ihn als sein Ebenbild, als Mann und Frau schuf er sie.
Deshalb spiegeln wir schon von Natur aus Gottes Qualitäten und seinen Charakter wieder.
Aber: Trotz unser Würde und dem unschätzbar hohen Wert eines Menschen in den Augen Gottes, hat die Rebellion im Garten Eden dazu geführt, dass der Mensch Gott vom Thron gestoßen hat.
Seither hat der Mensch in Rebellion Gott gegenüber gelebt. Der Mensch lebt nicht mehr in Gemeinschaft mit Gott.
Jesus hatte eine größere Mission! Er kam nicht nur um dem Menschen zu dienen und zu zeigen, dass er sich seiner Identität bewusst war.
Jesus wollte durch sein Leben und Sterben dir noch eine weit größere Identität verleihen.
Jesus hat seine Freiheit nicht genutzt um zu herrschen - Jesus nutzte seine Freiheit um sich zu binden!
PPT überspringen (nach Galater)
Er hat sich freiwillig eingeschränkt um sagen zu können: Johannes 13,34 „34 … Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben!“
Wir haben Gott nicht geliebt - wir waren mit ihm verfeindet - wir wollte nichts mit ihm zu tun haben. Aber Gott in seiner Liebe hat seine Schöpfung geliebt und wollte sich wieder mit ihr versöhnen.
Und so ist Jesus geboren, hat das Leben gelebt, was wir hätten leben sollen und ist gestorben - Jesus hat am Kreuz für unsere Sündenschuld bezahlt und hat uns wieder mit Gott dem Vater versöhnt und uns eine neue Identität gegeben:
Wenn du das Glaubst, dann darf ich dir die Worte aus Galater 4,4-7 zusprechen:
4 Als dann aber die richtige Zeit herangekommen war, sandte Gott seinen Sohn. Er wurde von einer Frau geboren und unter das Gesetz gestellt. 5 Er sollte die loskaufen, die unter der Herrschaft des Gesetzes standen, damit wir das Sohnesrecht bekämen. 6 Weil ihr nun Söhne seid, gab Gott euch den Geist seines Sohnes ins Herz, der „Abba! Vater!“ in uns ruft. 7 Du bist also nicht länger ein Sklave, sondern Sohn! Und wenn du Sohn bist, dann hat Gott dich auch zum Erben gemacht.
Wenn wir Gott, den Vater, bitten, uns anzunehmen, uns zu adoptieren, sich mit uns zu vereinen, nicht auf der Grundlage unserer Leistung und moralischen Anstrengungen, sondern wegen derer Christi, empfangen wir eine Beziehung zu Gott, die ein Geschenk ist.
Sie basiert nicht auf unseren vergangenen, gegenwärtigen oder zukünftigen Errungenschaften, sondern auf den geistlichen Errungenschaften Christi.
Und deshalb: Du bist Gottes geliebtes Kind - du bist nun sein Sohn und seine Tochter - das ist eine ganz neue Identität. Eine Identität die mit nichts anderes zu vergleichen ist!
Neue Identität:
Neue Identität:
In der Welt gilt: „Ich bin, was ich leiste.“ Das ist Stress.
Bei Jesus gilt: „Ich bin geliebt, weil er für mich starb.“ Ich muss nicht mehr performen, um wertvoll zu sein.
Liebe Gemeinde: Wir sehen in Jesus, dass er sich seiner Identität bewusst war. Und er schenkt dir und mir eine neue Identität, die über unsere Würde als Menschen hinausgeht.
Jesus macht uns zu Kindern Gottes, indem er sich selber eingeschränkt hat.
Wahre Liebe schränkt sich immer freiwillig ein.
Wichtig für Überleitung!
Überleitung:
Wir haben nun das Fundament gelegt: Unsere Identität ist sicher in Christus. Wir müssen nicht mehr um uns selbst kreisen. Aber diese neue Freiheit ist nicht nur Theorie – sie braucht einen konkreten Ort, an dem sie trainiert wird. Wir kommen vom Fundament in die Praxis:
PPT Punkt 3
III. Das Übungsfeld echter Gemeinschaft
III. Das Übungsfeld echter Gemeinschaft
Gemeinde als „Übungsfeld“ gegen den Individualismus
Gemeinde als „Übungsfeld“ gegen den Individualismus
Liebe Gemeinde, lieber Christ. Ich habe versucht zu zeigen, dass Jesus wusste wer er war.
Er musst niemanden beeindrucken.
Und weil er uns so sehr geliebt hat, haben wir jetzt ebenfalls in Christus eine tieferliegende Identität: Wir sind geliebte Kinder Gottes!
Aber wie kann man nun, in dieser individualistischen Zeit echte Gemeinschaft zu leben?
Das Evangelium möchte unsere Grundhaltung radikal verändern!
Jesus hat uns eine neue Identität gegeben, die nun fähig ist vom Konsumenten zum Diener werden!
Weil Jesus uns geliebt hat, können wir jetzt unseren Nächsten lieben!
34 Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben!
Jesus sagt uns diese Worte, um zu zeigen, wie seine Nachfolger - also du und ich - nun miteinander umgehen sollen.
Comfort-Based
Comfort-Based
Ich möchte es uns mal veranschaulichen: Stell dir deine Lieblings-Therme vor oder dein Pool in Ägypten - Enrico schwärmt jedenfalls immer davon!
Diese Therme ist ja wie für dich gemacht. Du kannst in aller Ruhe baden gehen. Du kannst es dir einfach gut gehen lassen.
Wenn kleine Kinder da sind, die dich sogar nassspritzen oder zu laut sind, dann gehst du natürlich in den Ruhebereich, um dich wieder zu beruhigen
Wenn das Wasser vielleicht zu kalt ist, suchst du ein anderes Becken & schreibst du eine Google Bewertung, in der Hoffnung, dass sie es für dich anpassen
Also kurzum: Die Therme ist für dein Wohlbefinden da!
Du bist der Kunde - du zahlst den Eintritt - du erwartest ein guten Service - Du ist König!
Ihr erkennt vermutlich den individualistischen Ansatz - aber das ist nicht nur in einer Therme so - Diese Denkweise ist tief in unsere Gemeinden eingedrungen!
“Ich suche mir eine Gemeinde, die natürlich perfekt zu mir passt.”
Die deine Musik spielt.
Wo Leute sind, die so sind wie du! Ob Alter, Bildung, oder soziale Schicht...
Wir Menschen ticken genauso! Wir suchen ganz natürlich Gemeinschaft, die so tickt wie wir!
Wir suchen ein Spiegelbild unseres Selbst - damit wir uns bestätigt fühlen.
Aber das heilt uns nicht vom Egoismus und Individualismus: Das wird dir niemals ein erfülltes Leben geben
Calling-Based
Calling-Based
Jesus ruft dich und mich nicht in unsere Lieblings-Therme! Er ruft dich und mich in den wilden Ozean!
Was ist der unterschied eines Ozeans zu einer Therme?
Der Ozean ist nicht kontrollierbar.
Er ist wild
Da schwimmen auch andere Menschen drin, die du dir nicht ausgesucht hast
Da gibt es Wellengang und auch Strömungen
Aber trotzdem ruft Gott dich nicht in eine Therme die sich nur um dich dreht und die dein subjektives Wohlbefinden steigern soll.
Nein Gott ruft dich in das offene Meer, weil du dafür geschaffen bist!
Wisst ihr, wenn wir verstanden haben, dass wir Gottes Kinder sind, dann sind die anderen Glaubens-Geschwister, also die Personen die du jetzt gerade hier links und rechts neben dir siehst, nicht deine Dienstleister und auch nicht deine Zuschauer. Es ist deine Familie!
Familie sucht man sich nicht aus - Familie bekommt man - also man hat sie einfach
Und genau darin liegt auch deine Heiligung vom Individualismus: Gott stellt dich in eine Gemeinschaft die so “widernatürlich ist”.
Das Paradox der Freiheit:
Das Paradox der Freiheit:
Unsere Gesellschaft sagt uns durchgängig: “Bindung schränkt mich ein. Ich will mir alle Optionen offenhalten.”
Aber denk an den Fisch: Seine wahre Freiheit findet er erst, wenn er die “Grenzen des Wassers” akzeptiert - wenn es ein Ja zum Aquarium findet
Wenn man sich an deine Gemeinde bindest - indem du ein aktives, treues, verbindliches Mitglied wirst - dann fühlt sich das für unser Ich und unseren Individualismus erstmal an wie Sterben.
“Ich soll mich festlegen?”
“Ich soll mich um Menschen kümmern, die ich nicht mal mag?”
“Ich soll bleiben, selbst wenn es unbequem wird?”
Ja! Denn genau hier stirbt dein Egoismus!
Solange du dir nur Leute suchst, die dir passen, liebst du am Ende nur dich selbst - im Gegenüber!
Aber wenn du dich an Menschen bindest - die wirklich anders sind als du, die schwierig sind, die dich Nerven kosten - und du bleibst trotzdem, weil Jesus sie von Herzen liebt -, dann lernst du echte Liebe.
Dann bist du wieder zurück im Wasser, das Gott für dich vorgesehen hat.
Ich kenne euch alle eig. nicht! Aber lasst mich eines sagen:
Die Gemeinde ist DAS Übungsfeld, wo wir lernen, nicht mehr um uns selbst zu kreisen.
Wir werden in der Gemeinde frei vom Zwang, dass sich alles um uns drehen muss
In der Gemeinde - an den Menschen die Jetzt vor und hinter dir sitzen - lernst du das zu leben, was Jesus hier sagt: Joh 13,34
34 Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! Genauso wie ich euch geliebt habe, sollt ihr einander lieben!
Und damit wir damit auch was anfangen könne, möchte ich mit uns ein kleinen Schwimmkurs machen. Wir bleiben mal bei dem Bild...
Wir müssen natürlich lernen zu schwimmen - wie ein kleines Kind natürlich noch nicht im stürmischen Ozean baden kann, so müssen wir im Laufe unseres Lebens lernen zu schwimmen!
Die Bibel gibt uns keine Technik zu Selbstoptimierung! Wir haben nicht ein 3 Punkte Plan nach dem Motto: Mach 1.2.3. und du bist vom Egoismus befreit.
Gott nimmt seine Kinder und stellt sie in die Gemeinde hinein. Er sagt: “Mein geliebtes Kind, ich möchte, dass du immer mehr reifst im Glauben - deshalb stell ich dich in die Gemeinde, damit du es lernen kannst, den nächsten so zu lieben, wie Jesus dich geliebt hat!”
Schwimmkurs: Einander Stellen
Schwimmkurs: Einander Stellen
Beim Bibellesen überlesen wir es nur zu oft
Wir finden im Neuen Testament ca. 60 “Einander-Stellen” verbunden mit einem Imperativ. Also Gott sagt dir an ca. 60 Stellen, mit welcher Einstellung oder auch Tat du deinem Nächsten begegnen sollst.
Also auf deutsch: Was heißt es selbstlos zu lieben in der Gemeinde...
Römer 12,15 „15 Freut euch mit denen, die sich freuen; weint mit denen, die weinen!“
Nicht: Vergleiche dich mit den Fröhlichen und sei neidisch”, sondern: Geh raus und fühle mit deinen Geschwistern mit
also wie lieben wir in der Gemeinde: indem wir mit unseren Geschwistern mitfühlen
Hebräer 3,13 „13 Ermahnt euch gegenseitig jeden Tag, solange es dieses „Heute“ noch gibt, damit niemand auf den Betrug der Sünde hereinfällt und hart wird.“
Das ist unbequem: In der Therme bin ich doch nur für mich selbst da. Es geht doch nur um mich - NEIN, wir sollen uns gegenseitig vor dem Ertrinken retten - also auf Deutsch: Wir übernehmen in der Gemeinde Verantwortung für das geistliche Leben des Bruders neben dir!
Galater 6,2 „2 Helft euch gegenseitig, die Lasten zu tragen! Auf diese Weise erfüllt ihr das Gesetz des Christus.“
In unserer Individualistischen Zeit geht es doch nur darum den Ballast abzuwerfen, um schneller zu werden und noch weiter zu kommen .
Im Evangelium lade ich mir die Last des anderen auf, weil Jesus meine unendliche Last getragen hat. Ich kümmre mich um die Schwester die zwei Plätze neben mir sitzt...
Philipper 2,3 „3 Tut nichts aus Streitsucht oder Ehrgeiz, sondern seid bescheiden und achtet andere höher als euch selbst!“
Das ist oftmal sehr abstrakt. Aber:
Stell dir vor, dein Lieblingsschauspieler sitzt jetzt neben dir. Wir würdesst du mit ihm umgehen? Du würdest dich mega freuen in seiner Gegenwart zu sein. Ein Selfie machen. Wenn du die Möglichkeit hast zum Mittagesssen einladen usw…
Du würdest die Person höher achten als dich selbst!
Ist das nicht krass? Genau das heißt es den nächsten Höher zu achten! Also wenn es dir hilft, dann achte ab heute deine Sitznachbarn so wie ein Promi!
Und das ist Gottes Heilmittel gegen unseren Individualismus! Der Killer für den Egoismus
Fazit Punkt III
Fazit Punkt III
Ich muss mich an Menschen binden, die anders sind als ich. Verbindliche Mitgliedschaft ist der Sprung ins Wasser.
Es fühlt sich erst wie eine Einschränkung an, aber dann merken wir: Das Wasser trägt uns.
Weil Jesus uns so geliebt hat, können wir jetzt anders leben.
Wir müssen nicht mehr fragen: „Bringt mir die Gemeinde was?“, sondern „Wie kann ich der Gemeinde dienen?“.
Nicht mehr: „Wer hier bestätigt mich? Wer gefällt mir?“
Sondern: „Wem kann ich dienen? Wer braucht heute eine Ermutigung, weil ich von Jesus alles habe, was ich brauche?“
Das ist der Weg vom Konsumenten zum Diener. Das ist echte Freiheit.
Echte Gemeinschaft ist kein Selbstzweck, damit wir uns bloß wohlfühlen.
Nein, das, was hier wächst, hat eine gewaltige Auswirkung nach außen. Das sehen wir im letzten Punkt:
IV. Die Frucht echter Gemeinschaft
IV. Die Frucht echter Gemeinschaft
Jesus sagt in Joh 13,35: Das Ziel ist, dass die Welt etwas erkennt!
35 An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“
Unsere Gemeinschaft ist kein Selbstzweck! Sie ist Gottes “Visitenkarte” in dieser Welt.
Deshalb bin ich heute auch hier. Wir halten ja mit den Chrischona Pastoren eine Predigtreihe zu dem Thema: Gemeinde mit Mission.
Unsere Gemeinschaft hat noch ein viel höheres Ziel! Wir haben als Gemeinde eine Mission!
1 Abendmahl - Der Tod des Individualismus
1 Abendmahl - Der Tod des Individualismus
Das Zentrum einer Gemeinde ist die Predigt des Evangeliums und das Abendmahl. Der Ort wo wir das Evangelium “sehen und schmecken” dürfen.
In unser Kultur essen wir oft alleine oder halt mit denen die wir mögen
Aber am Tisch des Herrn, beim Abendmahl, da passiert etwas Radikales: Wir essen alle von einem Brot und trinken aus einem Kelch!
Stell dir vor, wir feiern gleich das Abendmahl
Da steht der Unternehmer neben dem Langzeitarbeitslosen
Der überzeugte Grüne neben dem konservativen Landwirt
der 85-Jährige steht neben dem 18 Jährigen mit Airpods
In der Welt würden diese Menschen nicht gemeinsam an einem Tisch sitzen, ja sie würden sich vielleicht sogar verachten. Aber jetzt? Hier stecken alle ihre leeren Hände aus.
Hier sind wir “Bettler”, die von derselben Gnade leben.
Hier sind wir alle Gleich: geliebte von Jesus.
Und so ist das Abendmahl ein Ausdruck wie wir nicht nur zu Jesus “Ja” sagen, sondern auch zu den Leuten links und rechts neben mir.
Beim Abendmahl sagen wir: “Ich gehöre verbindlich, zu diesem bunten, vielleicht verrückten Haufen, weil Christus uns geliebt und erkauft hat”
2. Alltag der Familie
2. Alltag der Familie
Und wenn diese Einheit des Abendmahls wahr ist, dann verändert das, wie wir unsere Woche leben.
Wir leben nämlich nicht mehr als Einzelkämpfer, sondern als Familie.
Und das kann unterschiedlich aussehen:
Wir leben Gastfreundschaft radikal anders:
Wir leben Gastfreundschaft radikal anders:
Wir öffnen das Haus nicht nur für Fans des FC Bayerns oder unseren besten Freunde, sondern wir leben Gastfreundschaft mit Menschen, die anders sind als wir.
Jung lädt alt ein
Familien laden Singles ein, und helfen sich auf dem Weg der Nachfolge
Rentner essen mit Azubis gemeinsam und teilen Lebensweisheiten
Wir beten füreinander: Gemeindeliste beten
Wir beten füreinander: Gemeindeliste beten
Ein ganz praktischer Tipp gegen den Individualismus:
Nimm dir jede Woche 1-2 Geschwister aus der Gemeinde vor für die du im Gebet einstehen willst - ruf vielleicht an, frag nach dem Gottesdienst wie es denen geht und bete für sie
Wenn wir für Geschwister betet, die ganz anders sind als ihr, dann sprengt es unser egoistisches Herz und wir lieben ganz praktisch unsere Brüder und Schwestern.
Wir gehen bewusst auf Außenstehende zu
Wir gehen bewusst auf Außenstehende zu
Naima Beispiel: 15 Minuten nach dem GoDi bewusst auf Fremde zugehen
Wir leben Hauskreise übernatürlich
Wir leben Hauskreise übernatürlich
z.B. kann es ganz praktisch so sein, dass wir in einem Hauskreis sind, der tatsächlich nur durch die Verbindung von Jesus existiert
Füreinander da sein!
Arbeitskollegen einladen zur Grillparty (auch Gebby...)
3. Licht für die Welt
3. Licht für die Welt
Das ist unser Ziel: Johannes 13,35 „35 An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid.““
Das ist der Entscheidende Punkt: Wenn wir als Gemeinde: “Echte Gemeinschaft in einer individualistischen Zeit” leben, dann sind wir eine Gemeinschaft, die das Evangelium offenbart.
Die Welt kennt Gemeinschaft die auf Natürlichen Gemeinsamkeiten beruhen: Krabbelgruppe, Politik; Sport…
Aber echte Gemeinschaft, die übernatürlich das Evangelium zeigt, sie wirft Fragen auf:
Wenn Impfgegner und Befürworter sich umarmen; wenn Akademiker und Handwerker sich demütig dienen - kurzum: Wenn wir einander vergeben und höher achten als uns selbst?
Das wirft Fragen auf und liefert am Ende die Antwort: Das was uns verbindet ist die Liebe Jesu Christi zu uns!
Die Liebe zueinander ist der Beweis, dass das Evangelium wahr ist!
Wir leben in einer Welt, die erschöpft ist vom Individualismus - die Menschen sind einsam und müde vom ständigen performen und sich beweisen.
Wenn wir als Gemeinden aber ein Ort sind, wo man Wahrheit und Liebe zugleich findet, wo man schwach sein darf und trotzdem von den anderen geachtet und getragen wird - dann sind wir ein leuchtende Stadt auf dem Berg!
Schluss
Schluss
Um auf das Bild vom Anfang zurückzukommen:
Sei nicht wie der Fisch auf dem Teppich, der glaubt, er sei frei aber in Wirklichkeit am sterben ist, allein, zappelnd, um Luft ringen Komm zurück ins Wasser des Aquariums
Gib die Illusion deiner Unabhängigkeit auf. Sie macht dich nicht glücklich.
Komm an den Tisch des Herrn - Jesus vereint uns zu Brüdern und Schwestern durch sein Tod und Auferstehen.
