Die Ankunft des Gottesvolkes (Ex 19, 1-14)

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Predigt in der Moga am 08.02.2026

Lesung aus Mk 8, 27-33
Markus 8,27–33 BB
27 Jesus zog mit seinen Jüngern weiter in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er sie: »Für wen halten mich eigentlich die Leute?« 28 Sie antworteten: »Manche halten dich für Johannes den Täufer, andere für Elija. Wieder andere meinen, dass du sonst einer der alten Propheten bist.« 29 Da fragte er sie: »Und ihr, für wen haltet ihr mich?« Petrus antwortete: »Du bist der Christus.« 30 Jesus schärfte ihnen ein: »Sagt niemandem, wer ich bin!« 31 Danach begann Jesus seinen Jüngern zu erklären, was Gott mit ihm vorhatte: »Der Menschensohn wird viel leiden müssen. Die Ratsältesten, die führenden Priester und die Schriftgelehrten werden ihn wie einen Verbrecher behandeln. Sie werden ihn hinrichten lassen, aber nach drei Tagen wird er vom Tod auferstehen.« 32 Das sagte er ihnen ganz offen. Da nahm Petrus ihn zur Seite und fing an, ihm das auszureden. 33 Aber Jesus drehte sich um, sah seine Jünger an und wies Petrus streng zurecht: »Weg mit dir, Satan, hinter mich! Dir geht es nicht um das, was Gott will, sondern um das, was Menschen wollen.«
Einstieg: Bild von Gerhard Richter (Moving Picture 946-3)
Was seht ihr in diesem Bild? Manche sehen vielleicht gelbe Figur (vielleicht ein Diener von der Körperhaltung), andere vielleicht einen grünen Krieger oder ein rotes Gerippe. Wieder andere sehen vielleicht ganz was anderes. In diesem Bild steckt so viel drinnen, das man in der kurzen Zeit gar nicht alles erkennen kann. Um mehr zu erkennen können auch die Perspektiven von anderen helfen.
Jesus fragt: “Wer bin ich?” - wie würdest du antworten? Ganz vorsichtig möchte ich heute mit euch einen Umweg gehen, indem ich auf die Frage mit “Jesus ist wie Mose” antworte. Wenn man sich die biblischen Berichte beider Personen anschaut, dann sind auffällig viele Parallelen festzustellen.
Parallelen: Geburt mit anschließendem Tötungsversuch, Erwählungserlebnis (bis dahin viel unbekannt), vollbringt Wunder, redet vor großen Menschenmengen, zieht sich zurück um mit Gott zu reden (auf dem Berg), Anführerfigur (12 Stämme vs. 12 Jünger), tritt vor weltliche Herrscher (Pharao vs. Pilatus/Herodes Antipas), Vermittler eines Bundes mit Gott (Gesetz vs. Gnade), bringt Menschen zu Gott
Ich will nicht sagen, dass Mose und Jesus dieselbe Person ist. Aber ich denke, wir können mit der Perspektive des Mose etwas mehr von der Person Jesu verstehen.
Daher will ich heute mit euch in eine Szene aus dem Leben von Mose einsteigen und sehen was sie für uns bereit hält.
Exodus 19,1–14 BB
1 Genau drei Monate nach dem Auszug aus Ägypten kamen die Israeliten in die Wüste Sinai. 2 Sie waren von Refidim aufgebrochen und erreichten nun die Wüste Sinai. In der Wüste schlugen sie ihr Lager auf. Dort lagerte sich Israel am Fuß des Berges, 3 Mose aber stieg zu Gott hinauf. Da rief ihm der Herr vom Berg aus zu: »Sag es dem Haus Jakob! Verkünde es den Israeliten: 4 Ihr habt gesehen, was ich den Ägyptern angetan habe. Euch aber habe ich wie ein Adler auf Flügeln getragen und hierher zu mir gebracht. 5 Hört jetzt auf meine Stimme und haltet meinen Bund! Dann sollt ihr mein Eigentum sein unter allen Völkern. Denn mir gehört die ganze Erde. 6 Ihr aber sollt für mich ein Volk von Priestern sein, ein heiliges Volk. Diese Worte sollst du den Israeliten sagen.« 7 Als Mose zurückkam, rief er die Ältesten des Volkes zusammen. Er sagte ihnen alle diese Worte, die der Herr ihm aufgetragen hatte. 8 Das ganze Volk stimmte zu: »Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun.« Mose überbrachte dem Herrn die Antwort des Volkes. 9 Daraufhin sagte der Herr zu Mose: »Ich komme in einer dunklen Wolke zu dir. So kann das Volk hören, wie ich mit dir rede. Dann wird es auch dir für alle Zeit vertrauen.« Mose berichtete dem Herrn die Antwort des Volkes. 10 Da befahl der Herr dem Mose: »Geh zum Volk! Heute und morgen sollen sie sich reinigen und ihre Kleider waschen, damit sie vor Gott heilig sind. 11 Am dritten Tag aber sollen sie bereit sein. Denn am dritten Tag wird der Herr auf den Berg Sinai herabkommen – vor den Augen des ganzen Volkes. 12 Zieh eine Grenze für das Volk und warne sie: Hütet euch davor, auf den Berg zu steigen! Nicht einmal seine Ausläufer dürft ihr betreten! Wer den Berg auch nur berührt, wird mit dem Tod bestraft. 13 Niemand darf ihn mit der Hand berühren! Sonst wird er mit Steinen oder Pfeilen getötet. Das gilt für Mensch und Tier. Erst wenn das Widderhorn geblasen wird, dürfen sie auf den Berg steigen.« 14 Mose stieg wieder vom Berg zum Volk hinunter. Er befahl ihnen, vor Gott heilig zu sein. Da wuschen sie ihre Kleider.
3 Leitfragen:
Was können wir über Gott lernen?
Was können wir über Jesus (den Mittler) lernen?
Was können wir über uns lernen?
Gott:
unterbreitet ein Angebot (Spannung: alles gehört ihm, aber er will das etwas sein Eigentum wird?, freier Wille vs. Zwang), beim Angebot schwingt eine Erinnerung (V4) und ein Versprechen (V6) mit. Vertrag oder Bild?
Falls du heute hier bist, von einem Angebot Gottes eigentlich noch nie was gehört hast oder seit langem mal wieder in der Kirche bist: Gott hat ein Angebot für dich! [Gott: ich hab dich bis heute durchgetragen, es war nicht alles rosig, es war vielleicht ein harter steiniger Weg, aber jetzt sind wir hier]
Jesus:
wie Mose Mittler eines Bundes, was ist die Rolle des Mittlers? er führt Gott und die Menschen zusammen (Sprachrohr Gottes und der Menschen), er macht die Menschen für die Begegnung mit Gott bereit (heiligen, reinigen, bereit halten, Grenzen ziehen [Schutzraum]) - Kulturveranstaltung
Wir:
wir bekommen ein Angebot: wie reagieren wir/reagierst du darauf? es ist eine kollektive Antwort, aber der Einzelne bleibt wichtig (einmütig geantwortet), auf Gottes Stimme hören und seinen Bund halten (die Anforderungen an die Menschen <— das was das Gottesvolk ausmacht): Uns darauf einlassen von Gott angeredet zu werden (immer wieder) und an ihm festzuhalten (komme was wolle)
Ausblick:
Was tun in den nächsten Wochen?
Was kann ich über Gottes Bund lernen? (Bild schon gesehen, das wesentliche verstanden, aber gibt es mehr zu entdecken?)
Wie bereitet mich Jesus auf die Begegnung mit Gott vor (heiligen, reinigen, bereit halten, Grenzen setzen)? Wo muss an mir noch gearbeitet werden oder mir noch was vom Bild erklärt werden?
Lasse ich mich von Gott durch Jesus anreden? Was ändert sich in meinem Leben/bleibt gleich, wenn ich auf Gott höre?
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