Einleitung Ausfahrt

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Vor ungefähr zwei Jahren saß ich als Tontechniker vor unserem neuen Mischpult. Wir hatten als Gemeinde ein neues Mischpult gekauft und es war meine Aufgabe dieses Mischpult einzurichten. Und dann kam ich dazu, das ich einen Hall einstellen wollte. Das Problem aber war, dass ich diese Einstellung nicht gefunden habe. Ich war mir 100% sicher, dass es diese Einstellung gibt. Ich hatte sogar ein Bild vor Augen, wie der Bildschirm im Mischpult aussehen muss, damit ich es einstellen kann. Und ich saß davor und drückte da auf den Bildschirm hin und her und suchte diese Einstellung. Und ich saß echt lange davor, weil ich mir sicher war, dass es diese Einstellung gibt. Und irgendwann kam ich an den Punkt wo ich mich gefragt habe, ob ich oder das Gerät ein Problem hat. Ja es kam soweit, dass ich diese Einstellung abgebrochen habe, weil ich es wirklich nicht gefunden habe. Und als ich dann mit anderen Dingen weitergemacht habe, fällt mein Blick auf einen Knopf der neben diesen Bildschirm war. Ich drücke da drauf und die Einstellung öffnet sich, welche ich ganze Zeit gesucht habe. Ich war so in einem Tunnelblick auf diesem Bildschirm. So darauf fokussiert, das sich diesen Knopf nicht gesehen habe, obwohl der 1cm neben dem Bildschirm war. Er war ganze Zeit in meinem Blickfeld und ich habe ihn trotzdem übersehen.
Wir haben heute ein Thema mitgebracht, wo wir über die Größe Gottes nachdenken wollen. Wie groß ist unser Gott? Und ich denke uns kann es manchmal genauso gehen wie mir damals. Wir haben die Größe Gottes die wir in der Schöpfung sehen können. Wir sehen die Größe Gottes in seinem Wort und den vielen Geschichten die da drinnen stehen. Wir haben unsere Vergangenheit, wo wir auch die Größe Gottes immer wieder gesehen haben. Und doch verlieren wir so manchmal den Blick dafür wie groß Gott wirklich ist. So manchmal haben wir einen falschen Fokus, so manchmal haben wir ein Tunnelblick. Es kann unser Leben sein, unser Alltag oder vielleicht unsere Sorgen und wir fragen uns: Wie groß ist eigentlich unser Gott?
Um diese Frage einzuleiten können wir uns gemeinsam Jesaja 40 aufschlagen. Jesaja 40 ist ein bedeutendes Kapitel im Propheten Jesaja. Das Volk Israel hatte gegen Gott gesündigt und es wird ihnen Prophezeit, dass sie nach Babel verschleppt werden. Jesaja 39,5-7
Jesaja 39,5–7 SLT
5 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre das Wort des Herrn der Heerscharen: 6 Siehe, es kommt die Zeit, da alles, was in deinem Haus ist und was deine Väter bis zu diesem Tag gesammelt haben, nach Babel weggebracht werden wird; es wird nichts übrig bleiben! spricht der Herr. 7 Und von deinen Söhnen, die von dir abstammen werden, die du zeugen wirst, wird man welche nehmen, und sie werden Kämmerer sein im Palast des Königs von Babel!
Das ist die Ausgangslage. Es ist eine Vorhersage in die Zukunft, dass alles, was sie angespart hatten, alles was sie sich aufgebaut hatten, alle Menschen in die Gefangenschaft kommen. Alles wird nach Babel weggebracht. Und die Jungen Männer sie müssen Diener am Palast des Königs sein. Das ist keine gute Botschaft die das Volk hier bekommt. Es war eine der dunkelsten Zeiten des Volkes Israels zur damaligen Zeit. Sie hatten sich von Gott abgewendet, sie hatten Schuld auf sich geladen. Sie wurden aus ihrem Heimatland verschleppt.
Wenn wir dann das Kapitel 40 durchgehen, so sehen wir dass es eine sehr Trostlose Zeit war. Es war eine Zeit, wo die Israeliten die Größe Gottes vergessen haben. Eine Zeit wo sie gesagt haben. Gott hat uns verworfen, Gott hat uns vergessen. Gott achtet nicht mehr auf sein Volk.
Und genau in dieser Situation kommt dieses Kapitel und sagt: Vers 1 Tröstet, tröstet mein Volk. Das Volk sollte wieder aufgerichtet werden. Es sollte ermutigt werden. Sie sollten verstehen, dass ihre Sünde bezahlt ist und die Sklavenarbeit vorbei ist.
Wie wird das gemacht? Wie sieht der Trost für das Volk aus? Wird gesagt freut euch, ihr werdet eure Häuser wieder zurück bekommen. Wird gesagt, seid getröstet, weil ihr werdet wieder in Freiheit leben. Das spielte mit Sicherheit auch eine Rolle, aber zuerst wird die Herrlichkeit und Größe von Gott beschrieben. Vers 9 sagt am Ende. “Seht da ist euer Gott”. Es wird nicht nur das Ende ihrer schweren Arbeit gezeigt, um das Volk zu trösten. Es wird nicht nur gesagt: Ihr seid Frei. Das was das Volk Israel brauchte, ist ein neuer Blick auf Gott. Sie sollten wieder verstehen, welch einen großen Gott sie hatten. Vers 21 drückt es so aus: “Wisst ihr es nicht? Hört ihr es nicht?” Mit anderen Worten vielleicht habt ihr es vergessen, wer euer Gott ist?
Dieser Abschnitt zeigt auf eine wunderbare Weise wie groß Gott ist. Nun wie kann man etwas beschreiben, was der Mensch eigentlich gar nicht begreifen kann? Wie kann ich Gottes Größe mit menschlichen Worten darstellen, obwohl ich weiß es wird niemals ausreichen. Dieser Abschnitt zeigt es uns.
Kannst du dir vorstellen wie viel Wasser in ein Becher passt? Ja klar. Kannst du dir vorstellen wie viel Wasser in eine Badewanne passt? Ja auch das ist greifbar. Kannst du dir vorstellen wie viel Wasser in einen See ist? Ja hier wird es langsam schwieriger das irgendwie zu fassen. Und jetzt stell dir die Massen aller Weltmeere vor. Vers 12: “Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen”. Gott misst diese Meere in seiner Hand ab.
Das Volk Israel brachte viele Brandopfer. Aber Vers 16 drückt es so deutlich aus, selbst wenn aus dem ganzen Libanon mit all seinen Bäumen und Tieren, ein Brandopferaltar gemacht wird, so wird es Gott in seiner Größe doch nicht gerecht.
Vers 26: “Hebt eure Augen auf zur Höhe und seht: Wer hat diese erschaffen” Das Volk sollte die Augen auf die Höhen richten und sich die Frage stellen: Wer steht dahinter? Ist es nicht unser großer Gott? Ist nicht er derjenige, der alles erschaffen hat?
Ich möchte uns mit dieser Einleitung einladen, heute gemeinsam auf unseren großen Gott zu schauen. Hebt eure Augen auf. Schaut auf Gott.
Wisst ihr was mich besonders fasziniert an diesen Text? Es ist das Ende dieses Abschnittes. Es wird über die Größe Gottes gesprochen. Wenn ein Mensch eine besondere Leistung schafft, etwas sehr großes erreicht, so wird dieser Mensch berühmt, er wird menschlich groß gemacht. Dieser Mensch wird damit meistens immer unnahbarer. Ein normaler Mensch kommt fast gar nicht in seine Nähe. Meistens kann man solchen Menschen nicht einfach so auf der Straße treffen und mit ihnen reden. Denken wir an Politiker.
Gott ist anders. Er ist der größte. Aber er wird in seiner Größe uns Menschen ganz nah und fragt: Wer ist Müde? Wer ist Matt? Kommt her zu mir ich will euch erquicken. Ich will euch stärken. Ich will euch wieder an meiner Kraft teilhaben lassen.
Jesaja 40,31 SLT
31 aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Vielleicht bist du heute Froh und gespannt auf dieses Thema. Dann möchte ich dich einladen: Lasst uns gemeinsam auf Gott schauen und ihm für seine Größe danken.
Aber vielleicht gibt es hier heute auch solche, die den Fokus auf Gott verloren haben. Die vielleicht mehr auf die Sorgen und Probleme schauen und Kraftlos geworden sind. Ja gerade dann ist dieses Thema für dich heute da. Lasst uns heute gemeinsam ermutigt werden und unseren Weg weiter mit Freuden gehen, weil wir auf Gott harren und er uns Kraft und Stärke geben wird.
Ich möchte zu einer Gebetsgemeinschaft einladen, wo wir Gott gemeinsam darum bitten, dass er uns die Augen öffnet, damit wir ihn und seine Größe und Herrlichkeit sehen.1
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