Zweifel & Sünde | Genesis 3,1-7

Notes
Transcript
Folie 1

Einleitung

Der Widerspruch

Wenn Gott die Welten schuf und alles so wunderbar gemacht hat,… warum glauben heute so viele nicht an ihn?
Wenn Gott den Garten Eden schuf, … warum finden wir ihn nicht?
Wenn Gott das Leben schuf, … warum sterben wir?
Wenn Gott gut ist, warum gibt es das Böse?
Ist Gott wirklich gut?
Hat Gott wirlich gesagt,...?
Kennst du diese Fragen?
Wir leben heute in eriner Welt mit einem tiefen Widerspruch:
Einer Welt, die Sehnsucht nach Gott hat - aber seine Existenz und Autorität ablehnt.
Einer Welt, die nach Freiheit, Wahrheit, Identität und Vollkommenheit sucht - aber all das ohne Gott erreichen will.
Vor allem leben wir in einer Welt mit dem innersten Wunsch ewig zu leben, aber ohne dabei den Lebensspender um Hilfe bitten zu müssen.
Unsere westliche Kultur will Sinn – aber nicht den Sinngeber. Sie will Erlösung – aber nicht den Erlöser. Sie will moralische Werte – aber kein göttliches Gesetz. Sie will den Garten Eden – aber ohne den, der ihn erschaffen hat.
Wir haben eine nach-christliche Welt, die von Werten lebt, deren Quelle sie gleichzeitig verleugnet. Ein innerer Widerspruch, der kaum größer sein könnte.
Kann es sein, dass dieser Widerspruch auch in dir und mir zu finden ist?
Doch dieser Widerspruch ist nicht neu. Er beginnt nicht in der Moderne, nicht in der Aufklärung, nicht in den Ideologien der letzten Jahrhunderte. Er beginnt am Anfang.
Er beginnt in einem Garten, unter einem Baum, in einem Gespräch, in einem einzigen Satz:
„Sollte Gott wirklich gesagt haben?“ und „Ihr werdet sein wie Gott.“
Und das führt uns zu der entscheidenden Frage, die über allem steht:

Was ist geschehen?

Wir haben gesehen, dass bis jetzt (Kapitel 1-2) alles sehr gut war, nach Gottes Urteil.
Es gab keinen Schmerz, keine Krankheit, keine Kriege und vor allem keinen Tod!
Zwischen Gott und Mensch herrschte eine einzigartige Beziehung: Freundschaft und Vertrauen.
Eden war der Himmel auf Erden und alles war sehr gut.
Heute jedoch gibt es Schmerz, Krankheit, Streit, Mord & Todschlag, Terror, sinnloses Leid.
Alles ist dem Zerfall ausgesetzt, verdirbt, nutzt sich ab. Von der Tierwelt bis zum Menschen - ein ständiger Überlebenskampf.
Wenn ich das so sagen darf: Die Welt ist kein sehr guter Ort mehr!
Folie 2
Was ist geschehen? Nur wer versteht, was geschehen ist, kann nachvollziehen, warum die Welt so ist, wie sie ist, und warum wir den brauchen, der gekommen ist, um alles wiederherzustellen.
Diese Frage kann man nicht vorschnell beantworten.
Die Heilige Schrift zeigt uns vor allem in Genesis 3-11 den Grund auf, warum die Welt ist, wie sie ist und warum die Welt da hin steuert, wo sie hin steuert.
In den nächsten Wochen werden wir uns also Stück für Stück vorarbeiten um diese Frage, die auch dein Leben betrifft, zu beantworten.
Heute geht es um die ersten 7 Verse aus dem 1. Buch Mose aus Kapitel 3:

Text:

Folie 3
Genesis 3,1–7 SLT
1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?
Folie 4
Genesis 3,1–7 SLT
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; 3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
Folie 5
Genesis 3,1–7 SLT
4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!
Folie 6
Genesis 3,1–7 SLT
6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. 7 Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.

Hauptteil

In diesem Text finden wir die ersten Hinweise, um zu verstehen, was geschehen ist und was bis heute noch gilt.
Wir sehen hier den sogenannten Sündenfall des Menschen, und wie er zustande gekommen ist.
Und was wir sehen, ist so völlig konträr und widersprüchig zu dem, was die Welt uns heute predigen will, wie wir gleich sehen werden.

Gliederung

Drei Punkte kommen hier zum Vorschein.
Folie 7
Wir sehen
1. Den Versucher
2. Die Versuchung
3. Den Verrat
Folie 8

1. Der Versucher (V. 1)

Es heißt als erstes:
Folie 9
Genesis 3,1 SLT
1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: ...
Bis hierher waren es vor allem 3 Personen, die uns vorgestellt wurden: Gott und Mensch als Mann und Frau.
Hier aber wird uns eine 4. Person vorgestellt: Die Schlange, die lister ist als alle Tiere des Feldes… uns sie spricht…
Was ist hier los? Wer oder was ist die Schlange? Und was will sie im Garten Eden?

1.1 Alte Schlange

Wir wissen das alle, das können die Kids schon auswendig: Es ist Satan - aber sein Name taucht hier nicht auf.
Trotzdem wird es schnell deutlich, wenn wir die Bibel mit der Bibel vergleichen.
Es heißt:
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Offenbarung 12,9 SLT
9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.
Hier wird der Teufel mit der alten Schlange verglichen.
Das ist wichig, das erstmal festzuhalten, denn es gibt die Irrlehre, dass der gesamte Text hier nicht hitorisch zu betrachten ist sondern nur bildlich und die Schlange sei nur ein Prinzip und keine Person.
Es muss konsequenter Weise eine echte Schlange gewesen sein, da sie später auch einen körperlichen Fluch abbekommt.
Also ist hier in Genesis der Teufel in die Schlange gefahren und spricht durch ihr zu Eva.
Wer ist dieser Teufel und Satan also?
Der Teufel ist ein Geisteswesen.

1.2. Engel

Mose geht hier in 1.Mose 3 gar nicht darauf ein, wer die Schlange genau ist, weil er die Geschichte zwischen Mensch und Gott um Fokus hat.
Aber in unserer von skeptizismus gezeichneten Welt tun wir gut daran, hier einmal genauer in die Geister und Engelwelt hineinzuschauen:
Über die Bibel verteilt bekommen wir einige kleine, oft schleierhafte Einblicke, die uns zeigen, dass Gott auch Geisteswesen erschaffen hat.
Sie sind wahrscheinlich am Tag 1 oder Tag 4 der Schöpfung erschaffen worden und haben mit eigenen Augen gesehen, wie Gott alles weitere und auch den Mescnehn erschuf (Hiob 38,4-7)
“Morgensterne” und “Söhne Gottes” sind hier als Engelwesen erwähnt.
Aus der Bibel kennen wir einige auch mit Namen wie z.B.: Gabriel und Michael.
Aber worauf ich hinaus will, ist der eine Engel den wir hier in der Schlange sehen.

1.3 Luzifer

Das mächtigste, intelligenteste und schönste Geisteswesen, das erschaffen wurde war ein bestimmter “gesalbter” Cherub.
Er wird beschrieben als der "Glanzstern oder Morgenstern” (Jes 14,12).
Daher kommt der lateinische Name Luzifer, was so viel wie Lichtträger bedeutet.
Wir lesen in einer interessanten Stelle in
Folie 11
Hesekiel 28,13–15 SLT
13 In Eden, im Garten Gottes warst du; … 14 Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen. 15 Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.
Luzifer war auserwählt in die Gegenwart Gottes zu kommen, er war vollkommen, war wunderschön und sehr intelligent.
Und dann, irgendwann zwischen dem 7. Schöpfungstag und der Begebenheit hier in 1.Mose 3 wurde Luzifer stolz und rebellierte gegen seinen Schöpfer.
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Wir lesen in Jesaja 14,13-14
Jesaja 14,13–14 SLT
13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden; 14 ich will emporfahren auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleichmachen!
Seine Schönheit und Macht stiegen ihm zu Kopf, Stolz führte zu Rebellion, er wollte Gott gleich sein.
Damit verachtete er seinen Schöpfer und das, wozu er erschaffen wurde.
Stolz ist die Ursünde, und ein heiliger, immer guter Gott kann keine Gemeinschaft mit stolzen Wesen ertragen - Wo es Licht gibt, muss die Finsternis weichen.
Folie 13
Weiter heißt es in Hesekiel:
Hesekiel 28,16–17 SLT
… du hast gesündigt. Darum habe ich dich von dem Berg Gottes verstoßen und dich, du schützender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine vertilgt. 17 Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit; du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde geworfen…
Gott hat ihn verbannt und verstoßen, aber nicht nur ihn, sondern alle Engel, die sich seiner Rebellion anschlossen (Offb 12,3-9).
Seit dem Ereigniss wurde Luzifer, der Morgenstern zum Teufel, der Lügner und zum Satan, dem Widersacher und Feind Gottes.
Und alle Engel die ihm gefolgt sind kennen wir seitdem als Dämonen und böse Geister.

1.4 Krieg

Seit diesen Ereignissen herrscht ein für uns oft unsichtbarer Krieg, in dem Satan sich ohne Ausnahme gegen alles Gute und gegen Gottes Pläne stellt.
Er versucht alles an sich zu reißen, und unter seine Herrschaft zu bringen, was Gott segnet und was Gott für gut heißt.
Und da sieht er den Menschen, die Krone der Schöpfung, Der Mensch als Herrscher über die Erde, so herrlich umsorgt und geliebt von Gott - das wird nächste Objekt seiner Begierde.

1.5 Verkleidet

Und so kommt er in den Garten.
Aber er kommt nicht als Teufel mit Hörnern, feuerrroter Haut und einer hässlichen Fratze zu Eva.
Er ist verborgen in der Gewöhnlichkeit und Alltäglichkeit einer Schlange im Garten, desshalb erschrickt Eva auch nicht.
Er trägt eine sorgfältige Maske. So wie es an einer Stelle heißt: 2. Korinther 11,14 „… Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts.“
Er versucht Gott so gut wie möglich nachzuahmen.
Folie 14
“Eine zutreffende Darstellung des Teufels wäre vielleicht ein gutaussehender junger Mann im schwarzen Anzug mit einem Priesterkragen.” - John R. Cross
Er liebt den Satz: Es führen viele Wege nach Rom.
Er liebt die Religion, er imitiert die Wahrheit, verändert sie bewusst nur ein wenig, damit man ihm dennoch glauben kann und er ist ein Meister der Versuchung, wie wir gleich sehen werden.

1.6 Anwendung

Aber hier müssen wir einmal innehalten und uns fragen, was das für uns bedeutet:
2 Anwendungsfragen:

1.6.1 Ist dir bewusst, dass es den Teufel wirklich gibt?

Nicht der, den du aus Zeichnungen oder Legendensagen kennst, sondern den, den die Bibel beschreibt.
Man liest oder hört oft: “Wer glaubt denn heute noch an den Teufel?”
Verstehst du nicht, dass der Teufel diese Frage liebt?
“Gibt es für den Teufel einen besseren Weg, die Menschen hinters Licht zu führen, als ihnen (durch progressive Theologen und dem Säkularismus) weiszumachen, er sei nichts weiter als ein Mythos?” - John R. Cross
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1. Petrus 5,8 SLT
8 Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann;

1.6.2 Ist dir bewusst, dass es Lügen gibt, die sehr nah an der Wahrheit sind, um dich in die Irre zu führen?

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Es heißt über den Teufel in
Johannes 8,44 SLT
44b … Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.
Wisst ihr, wer die meiste Verantwortung trägt, dass der Sohn Gottes ans Kreuz genagelt wurde? Es waren an erster Stelle nicht die Gottlosen, sondern die religiösen Männer.
Es sind die sogenannten “Theologen” aus den bibelkritischen Universitäten unseres Landes die Jesus wieder für immer tot erklären wollen und sich der Welt anbiedern und mit ihren weltlichen Titeln und Ämtern prahlen.
Nicht überall wo christlich drauf steht ist auch christlich drin. Wir sind übersät mit “christlichen” Podcasts und YouTube Videos und umgeben von sektiererischen Menschen und Institutionen wo christlich drauf steht und es sich auch erstmal auch christlich anhört. Bis zu einem gewissen Punkt. Pass auf!
z.B. Zeugen Jevovas, Mormonen, Shincheonji, Islam und weitere Weltreligionen - sie alle haben Dinge, die auch im Wort Gottes stehen, aber sie sind nur nah dran und ihr Ende ist der Untergang.
Sei auf der Hut und schau genau hin, denn die sogenannte “Wahrheit” die sie verkünden und die so ähnlich klingt wie das, was die Bibel sagt, kann am Ende des Weges dein Untergang sein, wenn du ihr folgst.
Also kenne deinen Feind, und seine Taktik. Diese Wahrheit lässt sich nur in der Heiligen Schrift finden.
Übergang:
Und um zu verstehen, mit welcher Verführungstaktik der Teufel die Menschen seit je her um den Finger wickeln will, schauen wir uns den zweiten Punkt an:
Folie 17

2. Die Versuchung (V. 1b-5)

Hier finden wir die Konversation der Schlange mit der Frau:

2.1 Zweifel

Die erste Frage die wir in der Bibel finden, ist die Frage der Schlange:
Folie 18
Genesis 3,1 SLT
… Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?
Mit dieser Frage bewirkte sie eine Überlegung in Eva, die ihr noch nie gekommen war - Gott und seine Absichten in Frage zu stellen.
“Hat Gott WIRKLICH gesagt?” … “Bist du nicht etwas naiv und zu gutgläubig?”
“Bist du dir sicher, dass Gott dir nichts Gutes vorenthalten will?”
Satan erweckt den Eindruck, dass er sich für das Wohl des Menschen einsetzt.
Er ahmt Gottes Güte nach.
Dabei stellt er Gottes Wort mit einer Übertreibung in Frage:
“Du darfst von KEINEM Baum essen?”
Dabei verhält es sich genau anders herum: Gott sagte und erlaubte: “Du darfst von JEDEM Baum des Gatens nach BELIEBEN essen!” (Gen 2,16)
Er hatte nur einen Baum erwähnt, dessen Frucht verboten war: Den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse. Es war nur ein einziger!
Veranschaulichung: (Vergleich zwischen einem Haribo und einer ganzen Haribo Packung)
Satan will Eva klar machen, dass Gott ein Unterdrücker sei und kein Freund des Menschen.
Mit dieser Frage sähte er also kleine Samen des Zweifels an Gottes Güte und Gottes Wort.
Kennst du das nicht auch, diese Zweifel an der Güte Gottes und an sein Wort?
Wohin führt diese Frage?

2.2 Verwirrung

Und diese Frage bewirkte die gewünschte Reaktion:
Folie 19
Genesis 3,2–3 SLT
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen; 3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
Wir sehen, dass Eva darauf eingeht.
Das ist ein Problem:
Sobald wir eine Diskussion mit dem Versucher darüber begonnen haben, was Gott wirklich gemeint hat, haben wir uns in eine Situation gebracht, aus der es sehr schwer ist, zu entkommen.
Sie sollte weglaufen, gar nicht in der Nähe sein. Was das für uns bedeutet sehen wir gleich...
Und im Eifer des Gefechts mit der Schlange fügte sie hier dem Gebot Gottes etwas hinzu.
Gott hatte dem Menschen gesagt, er solle nicht von dem Baum ESSEN aber er hatte nie erwähnt, dass sie ihn nicht berühren durften.
Was sie macht ist, dem Wort Gottes etwas hinuzufügen. Damit lässt sie Gott härter erscheinen, als er eigentlich ist.
Sie rückte Gottes Wesen in ein falsches Licht.
Oh wie Satan es liebt, wenn wir Menschen dem Wort Gottes etwas hinzufügen oder hinwegnehmen. Er liebt das Chaos, das dadruch entsteht, er ist der große Durcheinanderbringer.
Wir sehen in der Antwort von Eva, dass der Deich einen Riss bekommen hatte.
Jetzt hat die Schlange Eva so weit um endlich zum k.O. Schlag auszuholen und seine Lüge auszusprechen:

2.3 Verleugnung

Folie 20
Genesis 3,4–5 SLT
4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!
Hier kommt die bewusste Lüge und Verleugnung. Und damit stellt Satan Gott als Lügner dar.
Hier finden wir den ersten Widerspruch in der Bibel - ausgesprochen von Satan.
“Gott sagt das… aber ich sage das...”
Es gibt nur dann Widersprüche in der Bibel wenn du Satan reden lässt und nicht Gott.
“Es sind nicht die Teile in der Bibel, die ich nicht verstehen kann, die mich stören, es sind die Teile, die ich verstehe.” - Mark Twain (1835-1910)
Und verstehen wir, was hier passiert?
Was Satan hier andeutet ist, dass Gott Adam und Eva nicht vom Baum essen lassen will, weil er anscheinend befürchtet, sie würden dadurch zu viel verstehen.
Er vermischt als erstes Wahrheit mit Lüge um am Ende dann mit einer Lüge um die Ecke zu kommen, der man dann schon mehr vertrauen schenkt.
Es, stimmt, ihnen wurden die Augen aufgetan und sie erkannten Gutes und Böses aber wurden sie dadurch wie Gott, und warum leben sie nicht mehr?
Wenn der Fisch in einen echten Köder beißt, bekommt er erstmal das was ihm versprochen wurde, aber keiner hat dem Fisch von dem Haken an der Sache erzählt.
Satan ködert und will die Menschen genau dahin ziehen, was ihn selbst einmal erwartet: Tod und Verderben und ewige Qualen. Er will die Menschen mit hineinziehen.
Satans Taktik ist hier klar zu sehen:
Kleine Samen des Zweifels über Gottes Güte und sein Wort in unsere Herzen streuen
Verwirrung in uns freisetzen, wenn wir im Gefecht dem Wort Gottes etwas hinzufügen oder hinwegnehmen
Halbwahrheiten aufsetzen, um dann...
eine Lüge auszusprechen die vertrauenswürdiger erscheint als die Wahrheit.

2.4 Anwendung

Was bedeutet das für uns?
Was uns im Kampf gegen Versuchung hilft:

2.4.1 Pflege eine enge Beziehung zu Gott.

Die Falle Satans für unsere Ureltern lief darauf hinaus, distanzierter zu Gott zu werden. Er will das Urvertrauen zu Gott zerstören.
Gott gab dem Menschen keinen Grund, ihm nicht zu vertrauen - sie waren völlig umsorgt und geliebt.
Und doch schaffte Satan es, dieses Urvertrauen zu Gott zu brechen und einen Keil zwischen uns uns Gott zu treiben.
Fehlendes Urvertrauen ist die Wurzel von vielen Störungen in der Entwicklung eines Menschen
Satan und sein Weltsystem will uns immer einreden, dass wir einen Mangel haben, den Gott verursacht hat.
Er will uns immer einreden, dass Gott grausam ist und nicht gütig und voller Liebe.
Er will uns immer einreden, dass Gott es gar nicht so gemeint hat, wie er es eigentlich gesagt hat.
Wie kannst du dich dagegen schützen?
Kenne das Wort Gottes!
Gehe Schwachstellen aktiv an!
Kämpfe nie ohne Gott!
Sei kein Einsiedlerchrist!
Kenne das Wort Gottes!
Folie 21
Psalmen 119,11 SLT
11 Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige.
Kenne das Wort Gottes gut und präge es in dein Herz,
sinne darüber nach, morgens bevor du irendetwas anderes machst und abends als das letzte was du machst
kenne es auswendig (by heart)
Kenne es im Zusammenhang,
kenne es so, dass du es dir selbst predigen kannst.
Als Jesus vom Teufel in der Wüste versucht wurde, war er nicht in einem Garten und hatte gar keine Frucht zu essen aber jede Möglichkeit das zu ändern.
Als dann der Teufel ihn drei Mal versuchte, was hat Jesus jedes Mal auswendig aufgesagt:
“Es steht geschrieben… es steht geschrieben… es steht geschrieben...”
In Zeiten der Versuchung kannst du nicht mal eben Innehalten, dir Bibelstellen aufschlagen und noch schauen was die Kommentare dazu sagen… nein du musst das Wort Gottes in dir tragen wie einen festen Anker!
2. Gehe Schwachstellen aktiv an!
Folie 22
Hiob 31,1 SLT
1 Ich hatte einen Bund geschlossen mit meinen Augen, dass ich ja nicht begehrlich auf eine Jungfrau blickte.
Kenne deine Schwachstellen, und setzte ALLES in Bewegung, dass du dich dieser Versuchung niemals nähern kannst.
Pornographie, Habsucht, Unterhaltungssucht usw.
Fliehe, lauf weg vor den Möglichkeiten die es gibt! Mache einen Bund mit deinen Augen!
3. Kämpfe nie ohne Gott!
Eva suchte nicht nach Gottes Rat und Beistand.
Du musst Gott bitten, aufmerksam zu sein gegenüber den kleinen Dingen, die schnell zur vollen Kraft der Versuchung werden. (Jak 4,7-8)
4. Sei kein Einsiedlerchrist!
Eva blendete Adam aus und Adam blendete Eva aus. Adam stand bei ihr - aber beide sprachen nicht miteinander.
Du musst Menschen in deinem Leben haben, die dir prüfende Fragen stellen dürfen wo du nicht lügen kannst. Dafür gibt es die Gemeinde und deine Brüder und Schwester in Christus!
Nutze Seelsorge Angebote der Gemeinde.
Und wenn du selber Siege errungen hast, dann steh auf und helfe deinem Bruder in der Not! (Hebr 3,13)
Übergang:
Wisst ihr, es ist wichitg zu wissen, dass der Versucher außerhalb von uns selbst ist und einen Namen hat: Satan.
Aber wie wir jetzt im dritten Punkt sehen, ist Satan nicht der, der uns steuert, wenn wir sündigen - sondern wir Menschen sind es selbst:
Denn: “Das Herz des Problems, ist das Problem mit unseren Herzen!” - Rudi Thissen
Folie 23

3. Der Verrat (V. 6-7)

Wir lesen
Folie 24
Genesis 3,6–7 SLT
6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß. 7 Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.

3.1 Ungehorsam

Sobald wir uns dem Baum nähern, beginnt unser Puls sich zu beschleunigen, die Neugier entflammt und Leidenschaften werden geweckt.
In einer solchen Situation ist unsere Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, wie gelähmt.
Nicht nur Eva aß, auch Adam, das Haupt der Frau zögerte nicht.
Und diese Entscheidung zeigt, dass sie der Auffasung waren, es besser zu wissen, was gut für sie ist als Gott.
Sie lehnten seine Autorität ab, vertrauten ihm nicht mehr wirklich und glaubten der Schlange mehr als Gott.

3.2 Feindschaft mit Gott

Satan ist seit jeher, der Fürst dieser Welt und
Folie 25
Jakobus 4,4 SLT
4b … Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes!
Sie haben Gott verraten, ihm den Rücken gekehrt und so wurde die Freundschaft zwischen Gott und Mensch zerbrochen.
Das ist der Beginn eines Riesen Grabens zwischen Gott und Mensch.
Adam und Eva haben nur einen kurzen Moment eine “neue” knackige, süße, saftige Frucht ausprobiert, um dann für den Rest des Lebens die Last einer Schuld mit sich rumzutragen.
Nur Menschen mit Schuldgefühlen verstecken sich - so wie hier Adam und Eva.
Hast du mal versucht, einen Eimer aus einem Brunnen hochzuziehen? Dann weißt du, dass man ihn, wenn er voll Wasser ist, leicht hochziehen kann, solange der Eimer im Wasser bleibt. Aber wenn er aus dem Wasser kommt, weißt du, wie schwer er ist.
Genauso ist es mit Uns. Solange wir die Sünde genießen, empfinden Sie sie nicht als Last. Sie scheint nicht böse zu sein. Aber wenn wenn dir auf einmal bewusst wird, was du getan hast, wirst du feststellen, dass die Sünde ein unerträgliches, ein abscheuliches Übel ist.
Und dieses Übel versuchen wir zu vertuschen.
Und das Übertreten von Gottes heiligen Gesetzen zieht Folgen auf sich, auf die wir die nächsten Sonntage eingehen werden, im Fortlauf der Geschichte.
Bis hierhin können wir erstmal festhalten, dass es der Mensch war, der sich von Gott entfremdete und mit Satan in die Rebellion gegen Gott einstieg.
Der Mensch sollte unter Gott über die Erde herrschen.
Nun herrscht Satan über die Menschen und wir führen gemeinsam mit Ihm eine Schreckensherrschaft auf der Erde.
Wir wollen Gott nicht. Brauchen ihn nicht.
Das Meistgesungene lied auf Beerdigungen bestätigt dieses Denken:
My Way - Frank Sinatra - “Ich lebte, wie ich es leben wollte.” Von Gott keine Rede

Schluss

Dein Widerspruch

Zu Beginn der Predigt habe ich versucht auf einen Widerspruch aufmerksam zu machen:
Wir wollen Sinn – aber nicht den Sinngeber. Wir wollen Erlösung – aber nicht den Erlöser. Wir wollen moralische Werte – aber kein göttliches Gesetz. Wir wollen den Garten Eden, den Himmel auf Erden – aber ohne den, der ihn erschaffen hat.
Wir haben einen inneren Widerspruch, der kaum größer sein könnte.
Wir haben gesehn, warum das so ist: Weil wir Gott die Feindschaft erklärt haben und unter die Knechtschaft des Teufels gegangen sind.
Weil wir dachten, dass Satan gütiger ist als Gott.
Und ich habe dir anfangs die Frage gestellt: Kann es sein, dass dieser Widerspruch auch in dir zu finden ist?

Erlösung in Aussicht

Ich will dir, jedem einzelnen hier drei Fragen zum Schluss stellen:
Wem vertraust du? Gegen wen führst du Krieg? Unter wessen Herrschaft stehst du?
Folie 26
1. Johannes 3,8 SLT
8 Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
Jesus, der wahre Morgenstern und wahre Gesalbte ist im Auftrag seines Vaters mit einer Mission gekommen: Die Werke des Teufels zu zerstören.
Er hat der Versuchung Satans widerstanden, er war ohne Schuld, ohne Rebellion, gehorsam bis zum bitteren Ende und hat Gottes Gebote nie übertreten. Ewig als Dreieiner Gott in Harmonie verbunden und doch wurde der Sohn vom Vater für eine Zeit verlassen und als Feind Gottes behandelt und grausam getötet - wieso? Damit wir durch sein Blut freigekauft werden können aus dieser Knachtschaft der Welt, die nahe gelegen gänzlich vom Sohn Gottes zermalmt wird.
Der Glaube an Jesus erlöst dich von der Herrschaft Satans und plötzlich kannst du Gott wieder vertrauen und musst nicht mehr sündigen.
Und wenn du dich jemals fragst, ob Gott dir etwas vorenthält, wenn Satan dir einflößen will, dass dir noch etwas fehlt, oder dass Gott dich nicht wirklich liebt… , dann schau auf den Sohn am Kreuz.
Folie 27
Römer 8,32 SLT
32 Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?
Gott ist gut - zu jeder Zeit!
Amen.
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