2026-02-15 Predigt
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Alltag-Mission
Alltag-Mission
Ich weiß nicht, wer von euch das Interview zwischen Andrea Ballschuh und Johannes Hartl angesehen hat.
Wirklich beeindruckend. Wie hätten wir geantwortet auf die Frage: Was ist Sünde?
Hätten wir die Antwort gewusst auf die Frage wie höre ich Gott?
Wir wollen ja lernen unseren Glauben zu teilen, wir wollen lernen von unserer Beziehung zu Jesus zu reden.
Deshalb geht es heute um dieses Thema: Alltags-Mission
Nun wir sind ja alle keine Missionare und doch wird manchmal gesagt jeder Christ ein Evangelist.
Und man bezieht sich damit auf Matthäus 28,19-20
So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.
Andererseits sagt Epheser 4,11
Und er selbst hat jedem eine besondere Gabe geschenkt: Die einen hat er zu Aposteln gemacht. Andere zu Propheten oder zu Verkündern der Guten Nachricht. Und wieder andere zu Hirten oder Lehrern.
das nicht jeder ein Evangelist ist!!!
Also soll sich keiner gezwungen fühlen zu evangelisieren.
Aber wie ist das Christentum entstanden und großgeworden, wenn nicht jeder ein Evangelist ist?
Nun in der Serie “The Chosen” wird dies recht deutlich, durch einen Satz, vermittelt.
Komm und sieh!
Der Schneeball-Effekt, ich erzähle 2 Personen von dem was mich überzeugt, sag zu ihnen seht es euch selbst an, und die Zwei tun es ebenso, und so weiter.
Als Paulus nach Rom kam sind ihm schon Brüder entgegen gereist. All dies durch Mundpropaganda.
Alltags-Mission: Zeugnis geben.
Wie macht man dass?
Nun wenn das Herz überläuft, läuft auch der Mund über. Also das wichtigste ist, es muss uns ein Herzenswunsch sein, Menschen auf Jesus hinzuweisen! Und wir “müssen” uns vom Heiligen Geist leiten lassen. So wie Jesus!
Wie hat Jesus vom Himmelreich Zeugnis gegeben?
Lasst uns von Jesus lernen.
Da kam ein Mann zu ihm und fragte: „Rabbi, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?“ „Was fragst du mich nach dem Guten?“, entgegnete Jesus. „Gut ist nur einer. Doch wenn du das Leben bekommen willst, dann halte die Gebote!“ „Welche denn?“, fragte der Mann. Jesus antwortete: „Du sollst nicht morden, nicht die Ehe brechen, nicht stehlen und keine Falschaussagen machen. Ehre deinen Vater und deine Mutter, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Der junge Mann erwiderte: „Das alles habe ich befolgt. Was fehlt mir noch?“ „Wenn du vollkommen sein willst“, sagte Jesus zu ihm, „dann geh, und verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen – du wirst dann einen Schatz im Himmel haben –, und komm, folge mir nach!“ Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg, denn er hatte ein großes Vermögen. Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich versichere euch: Für einen Reichen ist es schwer, in das Reich hineinzukommen, in dem der Himmel regiert. Ich sage es noch einmal: Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in Gottes Reich.“ Als die Jünger das hörten, gerieten sie völlig außer sich und fragten: „Wer kann dann überhaupt gerettet werden?“ Jesus blickte sie an und sagte: „Für Menschen ist das unmöglich, nicht aber für Gott. Für Gott ist alles möglich.“
Diese Verse sollen uns heute eine Leitplanke für das Gespräch mit anderen sein.
Da kam ein Mann zu ihm und fragte: „Rabbi, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu bekommen?“
In dem ersten Satz erkennen wir das Bedürfnis des Fragestellers.
Ihm interessiert wie er ewiges Leben bekommt.
Nun diese Frage wird uns vielleicht niemand stellen, aber es ist wichtig, das wir raushören was bewegt den Menschen der mit uns redet.
Und Jesus achtet auf jedes Wort was dieser Mann ihn sagt. Die Art wie Jesus auf die ehrliche Frage reagiert ist herausfordernd.
„Was fragst du mich nach dem Guten?“, entgegnete Jesus. „Gut ist nur einer. Doch wenn du das Leben bekommen willst, dann halte die Gebote!“
Jesus irritiert die Vorstellung des Mannes von “Gut”.
Der Mensch kann von sich aus nichts “Gutes” tun.
Unser Denken wird von Jesus auf den Kopf gestellt:
“Ich bin ein guter Mensch, weil ich viel Gutes tue” hat bei Gott keine Wirkung.
Also hätten wir immer dann eine gute Gesprächsgrundlage, wenn wir hören: “Ich bin doch ein guter Mensch”, oder auch ich gehe ja in die Kirche..
Wie können wir bei solchen Sätzen den Menschen irritieren um auf Jesus, dem Wesentlichen, hinzuweisen?
Zum Beispiel wenn wir sagen schön das sie in die Kirche gehen, aber haben sie auch eine persönliche Beziehung zu Gott?
Oder auch der Satz “gute Menschen gibt es nicht”, kann Menschen irritieren.
Oft begegnet man Menschen, die sagen: “Ich bin von Gott enttäuscht.” – Wie können wir da gut darauf reagieren?
Während eines Gespräches schnell ein Dankgebet zu Gott, danke das du meine Antworten lenkst!
Dann könnten einem Antworten einfallen wie: Von meinen Eltern war ich auch enttäuscht, aber es sind trotzdem meine Eltern.
(Solltet ihr nur Antworten, wenn ihr eure Eltern so empfunden habt.)
Wichtig ist Ehrlichkeit im Gespräch und viele Menschen spüren Ehrlichkeit und Lüge.
Oder: Die Eigenen Erfahrungen definieren nicht wer Gott ist, Gott selbst sagt das seine Gedanken viel höher sind als unsere.
Oder: “Schlechte Erfahrungen können durch gute Erfahrungen überwunden werden.
Es gibt viele Entgegnungen von Menschen, und manchmal kann man mit Antworten, mit denen die Gesprächspartner nicht rechnen, in die Tiefe führen.
Ich habe noch zwei Veranschaulichungen, die euch helfen sollen überraschend anders zu reagieren.
Stell dir vor, du bist auf einer Feier und plötzlich fragt jemand: "Wenn du nur noch 24 Stunden zu leben hättest, was würdest du tun?" Die Reaktionen sind unterschiedlich: einige lachen, andere sind überrascht und wieder andere fallen in eine tiefere Reflexion. Aber genau solche Fragen können das Gespräch lebendig machen und uns dazu bringen, über wichtige Dinge nachzudenken. Jesus hat oft Fragen gestellt, um die Herzen der Menschen zu erreichen – lass uns das auch tun!
Ein Freund von mir hat die Angewohnheit, bei jedem Treffen eine unerwartete Frage zu stellen. Kürzlich fragte er: 'Was wäre dein geheimstes Talent?' Es sorgte für Gelächter und die Menschen öffneten sich in ihrem Austausch. Ähnlich ermutigt uns das unscheinbare Fragen zu stellen, um Beziehungen zu vertiefen und das Gespräch auf eine neue, unerwartete Ebene zu bringen, wie es auch Jesus tat.
Es geht also darum nicht Smalltalk zu betreiben, sondern das Gespräch zu einem Ziel zu führen.
Wenn wir das Gespräch beginnen, hilft uns noch eine weitere Bibelstelle weiter.
Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!
Es ist die Geschichte der Frau am Jakobsbrunnen. Jesus beginnt dieses Gespräch mit einer Aufforderung, die völlig untypisch ist. Er ein Jude bittet eine samaritanische Frau um einen Gefallen!
Also wie bei dem Gespräch in Matthäus wird eine Irritation gebrauch um ins Gespräch zu kommen.
Dadurch das Jesus diesen jungen Mann irritiert hat, kann er gleich darauf hinweisen, Gott ist gut.
Im Vers 17, den zweiten Satz zeigt Jesus was der Maßstab Gottes ist.
“Wenn du das Leben erhalten möchtest, dann halte die Gebote!”
Jesus versucht den Menschen nicht zu locken, sondern sagt in Klarheit was der Maßstab Gottes ist.
Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter« ; und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« .
Im Text erfragt Jesus nur die Gebote vier bis 10, also die Gebote die unsere Beziehung zu den Menschen bestimmen.
Wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen,
zeigt auf ob wir die Gebote halten!
Der junge Mann erwiderte: „Das alles habe ich befolgt. Was fehlt mir noch?“
Und der junge Mann, ist der Meinung er hält diese Gebote der Menschlichkeit. Und erfragt was ihm sonst noch fehlt.
Also der junge Mann hat erkannt, das das Halten der Gebote ihm keine Bestätigung verleiht ins ewige Leben zu kommen.
Dies ist der Augenblick wo wir ernsthaftes Interessen des Menschen entdecken.
Wenn wir offen und ehrlich und mit Klarheit den Menschen auf Jesus hinweisen, kommt der Augenblick wo wir erkennen: “Der Mensch hat Interesse Jesus kennen zu lernen, oder er hat es nicht.
Auch in dem Anfangs erwähnten Interview war ein Moment wo man die Ernsthaftigkeit der Andrea feststellte, und Johannes Hartl erst auf das Gebet und dann auf die Taufe hinwies.
Also der Augenblick wo das Gespräch in die Tiefe geht.
An dieser Stelle springe ich mal kurz zu Markus wo diese Geschichte auch erzählt wird:
Da blickte ihn Jesus an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir! Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, nimm das Kreuz auf dich und folge mir nach!
Nachdem Jesus erfahren hatte, dass der Junge Mann alle Gebote gehalten hat steht dort Jesus gewann ihn lieb.
Ein ganz wichtiger Augenblick in einem Gespräch mit den Menschen.
Ihn lieb gewinnen weil er es Ernst meint.
Viele Gespräche “fruchten” nicht, weil wir keine Liebe zum Gesprächspartner entwickeln.
Jesus sagt an anderer Stelle wenn ihr mich liebt, haltet meine Gebote. Gebote sind Liebe! Weil Gebote gut für uns sind.
Dieser Satz in Markus 10,21 ist der zentrale Schlüssel zu den Herzen der Menschen. Deshalb an dieser Stelle fünf Gesprächshilfen:
Der Person verdeutlichen, dass sie einem als Person wichtig ist (nicht nur ein Bekehrungsobjekt). Wir sagen etwas aus Liebe, Nichts sagen wäre lieblos.
Auf Augenhöhe begegnen: ernst nehmen, nachfragen und zuhören.
Nicht “Recht” haben wollen, aber den Maßstab der Bibel aufzeigen. Dazu gehört:
es gibt nur einen Weg, wie wir zu Gott kommen können Johannes 14,6.
Aufzeigen, dass jeder die Aussagen der Bibel selber prüfen kann wie zum Beispiel Jeremia 29,13.
Zurück zu Matthäus.
„Wenn du vollkommen sein willst“, sagte Jesus zu ihm, „dann geh, und verkaufe alles, was du hast, und gib den Erlös den Armen – du wirst dann einen Schatz im Himmel haben –, und komm, folge mir nach!“
Klarheit und Wahrheit tun weh!
Bei keinen seiner Jünger lesen wir sonst von einer Bedingung um Jesus nachzufolgen. Aber in diesem Fall zeigt Jesus es ganz deutlich auf.
Es gibt Dinge die wir aufgeben müssen, und auch dies gehört zu den Wahrheiten, die wir im Gespräch vermittel müssen.
Aber erst wenn wir erkennen, es ist ernsthaftes Interesse erkennbar.
Hier beginnt das Gespräch um Umkehr.
Um mit Menschen über ihre Umkehr zu reden, ist es hilfreich sich an die eigene Bekehrung zu erinnern. Aber auch Erfahrungsberichte anderer Menschen, die sich bekehrt haben, sind hilfreich.
Wer Gesprächs unterstützendes Material benötigt findet auf folgenden Internetseiten eine große Auswahl:
https://glauben-teilen.com/
https://www2.marburger-medien.de/
https://heukelbach.org/
Auf glauben-teilen findet ihr auch Geschichten über Bekehrung und Jesus im Alltag begegnen.
Bei den Marburger-Medien findet ihr Material zu jeden Anlass.
Und auf der Seite Heukelbach ist unter anderem ein Kurs zum Thema wie kann ich evangelisieren.
Es heißt Jung und evangelistisch.
Also jede dieser Seiten lohnt sich aufzusuchen.
Und auch dann kann uns das Gleiche wie Jesus passieren.
Der Preis erscheint den Menschen zu hoch.
Wir wissen nicht, ob der reiche junge Mann, später seine Entscheidung überdacht hat. Es ist für uns auch nicht wichtig.
Für uns geht es um die Klarheit in der Rede.
An dieser Stelle möchte ich nochmals die Interview:
Andrea Ballschuh "The Chosen" Interview Part 2 mit Johannes Hartl empfehlen.
Die Jünger und ich hoffe auch wir haben dem Gespräch mit den jungen reichen Mann mit Interesse gefolgt.
Sonst hätten sie nicht die Frage gestellt:
Als die Jünger das hörten, gerieten sie völlig außer sich und fragten: „Wer kann dann überhaupt gerettet werden?“
Und die Antwort darauf ist für uns als Gesprächsführer SEHR WICHTIG
Jesus blickte sie an und sagte: „Für Menschen ist das unmöglich, nicht aber für Gott. Für Gott ist alles möglich.“
Wir können keine Menschen Bekehren. Es liegt nicht in unserer Hand Menschen zu retten.
Wir tun was wir können,
Gott aber schafft das Unmögliche.
Amen
Fragen:
Wie kannst du deinen Glauben im Alltag teilen, ohne dich gezwungen zu fühlen?
Was bedeutet es, sich vom Heiligen Geist leiten zu lassen, wenn du mit anderen über Jesus sprichst?
Wie kannst du die Konzepte der 'Alltags-Mission' in deinem täglichen Leben umsetzen?
