Ein Lobpreis der Offenbarung Gottes

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Textstelle und Einleitung

Lukas 10,21–22 „21 In derselben Stunde frohlockte Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, denn so war es wohlgefällig vor dir. 22 Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand erkennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater; und wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem irgend der Sohn ihn offenbaren will.“
Ein Text für 1000 Predigten. Ein wertvoller Schatz in irdenen (d.h. zerbrechlichen) Gefässen. der Text
Als John Mac Arthur über diesen Text in seiner Gemeinde gepredigt hat, da meinte er, dass ist ein Text für 1000 Predigten.
Ein Einblick in das Gebetsleben Jesu

Jesus jubelt laut los, als er einen Blick in das Buch des Lebens wirft

Mir ist beim Lesen des Abschnitts aufgefallen, dass es nur ein einziges Mal ausdrücklich beschrieben wird, wie Jesus sich freut. Und das wäre an dieser Stelle.
Während sich die Jünger darüber freuten, welche Gaben sie hatten, was sie bewirken konnten, gibt Jesus nun eine ganz praktische Lektion darüber, worüber er sich freut.
Als Jesus in das Buch des Lebens reinschaut, da freut er sich über jeden einzelnen geretteten Namen. Jesus freut sich immer und durchgehend über das Rettungswerk Gottes.
In einigen Bibelstellen, wird ein klein wenig angedeutet, was Jesus freute, und es war immer die Rettung der verlorenen Denke wir z.B. wie Jesus zu seinen Jüngern spricht: Johannes 15,11 „11 Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde.“
Manch einer hier erinnert sich auch an die drei Rettungs-Gleichnisse aus Lukas. da heißt es: … ebenso ist Freude vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“

Die Freude innerhalb der Dreieinigkeit über das freie Handeln Gottes.

Jesus freut sich darüber, das Gott Sünder sucht und findet! Diese Freude
Wenn ein Begriff “im Geist” steht, dann ist es in der deutschen Übersetzung nie ganz klar, ist es einfach das seelische Leben gemeint, aber der griechische Text macht deutlich, dass der Heilige Geist gemeint ist. Und als der Heilige Geist Jesus drängt, dann bricht er in einen Jubel aus, in einen Lobpreis Gottes über sein Freies Walten und Herrschen über die Erde.
Dass es hier um das freie Walten geht, wird auch in der zusätzlichen Formulierung deutlich: “Vater, Herr des Himmels und der Erde”. und erneut in der Formulierung: “Denn also war es wohlgefällig vor dir”.
Zum einen erinnert es uns daran, dass die Rettung immer der Wunsch aller Personen der Dreieinigkeit ist. Wir sollten nicht denken, dass Gott der Vater weniger an der Rettung der Sünder interessiert ist als Gott der Sohn.
Zum anderen finden wir hier zwei wirklich hilfreiche Hinweise zur Souveränität Gottes: Das ist sein freies Walten. Seine Herrschaft. Seine Ausführung seiner ewigen Ratschlüsse. Wie oft führen uns diese Themen zu stundenlangen Gesprächen und Diskussionen. Wir analysieren und fragen und bleiben oft doch ratlos. Das hat im wesentlichen zwei Ursachen
a) Vernachlässigung der Lehre von der Dreieinigkeit
b) Was für alle Arten von Theologie gilt, gilt für die Lehre von der Vorsehung Gottes in besonderer weise: Wenn sie uns nicht zur Verherrlichung Gottes bringt, dann hat sie ihr Ziel verfehlt.
Als Paulus über das freie Walten Gottes nachdachte, da kam er zu einem anderen Ziel: Römer 11,33 „33 O Tiefe des Reichtums, sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unerforschlich sind seine Gerichte und unergründlich seine Wege!“
—> Nicht wir halten Gott fest, sondern Gott hält uns fest. Luther gebrauchte in seinen Predigten und Schhriften regelmäßig den Ausdruck , dass der Mensch “Gott in die Tasche stekcen möchte” (Alle hoffen, dass der Teufel jenseits des Meeres ist und wir Gott in der Tasche haben“aus “Wider die Antinomer”)
—> Unser Text sagt uns: Keiner ist so schlau, dass er von sich aus Gott erkennen kann. Gott muss sich offenbaren.

Was hindert uns daran sich darüber zu freuen, dass Gott rettet

Zumindest habe ich noch nie so ein Gebet gehört, das vergleichbar ist. Noch nie hat einer so gebetet: “Ja ich preise und freue mich, dass du es klugen verborgen, aber Unmündigen offenbart hast”
Ich denke, Wir vergessen: Die Offenbarung Gottes ist keine Selbstverständlichkeit
—> 1 Hör auf damit, Gottesoffenbarung für selbstverständlich zu halten! Unser Text sagt uns, dass selbst die Allerklügsten nicht die Offenbarung Gottes erlangen könnten
Heute ist es einfach nichts mehr besonderes, sondern eine müßige Selbstverständlichkeit geworden, dass Gott sich offenbart.
Oswald Sanders, der langjährige Leiter der China Inland Mission, die hunderte von Missionare im Fernen Osten aussandte, berichtet darüber, wie man bis in die fünfziger Jahre hinein in Europa viele für die Misison gewinnen konnte, als ihnen klar wurde: Wenn diese Menschen das Evangelium nicht hören, gehen sie verloren. und überall in Europa meldeten sich Menschen zur Mission. Doch das änderte sich dann ziemlich schnell. Denn es machte sich die Meinung breit, dass auch die Allgemeine Offenbarung Gottes zur Rettung ausreicht. Warum sollte ich den unerreichten Maßen das Evangelium predigen, all die Gefahren auf mich nehmen, wenn Sie auch so gerettet werden.
Das ist ein tragisches und bis heute in der weltweiten Evangelisation sehr stark spürbares Problem, dass allzu viele davon ausgehen, dass auch viele Christen davon überzeugt sind, man braucht keine übernatürliche Offenbarung durch Jesus Christus, um gerettet zu werden.
Wenn heute die Offenbarung Gottes zur Selbstverständlichkeit erklärt und zur billigen Schleuderware erklärt wird, dann geschieht dies ganz im Gegensatz zu Jesus Christus .Erinnern wir uns daran, als Jesus seine Jünger fragte, für wen sie ihn halten und Petrus sein Bekenntnis aufsagte: “Du bist Christus der Sohn Gottes” Da sagte Jesus nicht, “du bist aber ein schlaues Köpfchen”, nein er sagte: “Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.” (Mt 16,17).

Darauf kommt es an, dass man Gott erkennt

Unser Text sagt uns, dass es sehr viele Menschen gibt, die Intelligent und Schlau sind, und doch, dass worauf es ankommt nicht erkennen. Sie wissen sehr viel, und gerade dieses Wissen wird für Sie zu einem Hindernis, die Offenbarung auf die es ankommt.
Als Karl Barth, als schon sehr alter Professor Amerika besuchte in den Sechzigern fragte ihn ein Student, ob man seine Theologie zusammenfassen kann: Er dachte kurz nach und sagte: Ja das kann ich machen, nämlich mit den Worten des Liedes, dass mir meine Mutter beibrachte:
“Jesus liebt mich ganz gewiss denn die Bibel sagt mir dies”.
Barth war kein rechtgläubiger Theologe, aber in diesem Fazit hat er total ins schwarze getroffen. In Jesus kann ich ganz gewiss sein, dass Gott mich liebt. Und das sagt mir die Bibel Seite für Seite. Kapitel für Kapitel.
Um zurück zur Frage nach der Offenbarung Gottes zu kommen. Es gibt keine Erkenntnis, die wichtiger, intensiver, größer, zahlreicher ist, als die Erkenntnis Gottes! Investiere darein, Gott zu erkennen.
—> Unser Text sagt uns, dass keiner zu dumm dafür ist, dass Gott sich ihm offenbart.
Aber wir müssen hier werweilen: Kann es sein, dass uns alle möglichen anderen Erkenntnisse heute wichtiger gworden sind, als die Erkenntnis auf die es ankommt: Dass man nämlich Gott kennt. Kann es sein, dass die Christen heute alles wissen, wie man sich anzuziehen hat, und wie man sein Handy bedient, und wie man das beste aus der Zeit macht, und wie man sich rasiert, und wie man ein gutes Haus baut, und wie man ein tolles Auto fährt, wie man sienen Urlaub plant, wie man ordentliche Kinder singt, wie man ein frommes Lied erkennt und alle möglichen Fragen von Hundertstel ins Tausendse. alles wissen wir. Aber wissen wir auch, wer Gott ist?

Wie ein Verdursteter auf dem Weg zur Fata Morgana

Wenn man in der Wüste ist, und lange nichts zu trinken hatte. Dann bekommt man Wahnvorstellungen. Die Spiegelungen der Sonne im Sand erscheinen einem verdurstenden in der Wüste wie erfrischendes Wasser einer rettenden Oase.
Er rennt nun in seiner Einbildung hin und ist völlig überzeugt. Da ist Wasser. Nichts kann ihn aufhalten, denn er weiß ja, wo das Wasser ist.
Selbst wenn einer, der wirklich weiß, wo ein Brunnen ist, versuchen würde, ihn aufzuhalten, wäre er wohl Haltlos. Denn er ist überzeugt von seinem Wissen. Und gerade dadurch, dass er den Weg zu wissen vermeint, bringt er sich ins Verderben.
So ist der Mensch, der schon weiß, wie er zu Gott kommt. Er wird nicht einmal auf die Ratschläge hören, die ihm andere über Gott geben. Erleben das nicht die Leute, die am Büchertisch stehen, dass sie ständig Leuten begegnen, die eigentlich total davobn überzeugt sind, dass ie auf dem richtigen Weg sind. Kann man sie aufhalten? Kann man sie zum Wasser bringen. Wohl kaum?
Ganz anders jemand, der hilflos geworden ist und Orientierung sucht. Diesen kann man greifen und zu Gott bringen. So wie man einem Durstenden zu guten Quellen bringt, der eben seine Orienterungslosigkeit zugibt.
Das soll ein schwaches Beispiel sein dafür, wie man das verstehen kann, warum gerade die Weisheit den Menschen ein Hindernis, aber ihre Unfähigkeit ein Vorteil sein kann zur Errettung.

Wie hilft Licht einem Blinden?

Ein wichtiger Aspekt noch:
Wenn wir über die Offenbarung nachdenken, dann müssen wir hier beachten, dass die Bibel über die Offenbarung Gottes immer von zwei Teilen dieser Offenbarung spricht: Einerseits benötigt man Licht für die Offenbarung, aber man braucht auch geistliche Augen.
Wir müssen uns fragen: Wie hilft auch das hellste Licht einem Blinden? Zum Licht benötigt er auch Erleuchtung, geöffnete Augen. Jesus war immer das Licht, und doch wurden die Augen “gehalten” . Als Jesus den Emmaus-Jüngern begegnet da heißtes an einer Stelle: Dann öffnete er ihnen die Augen für die Schrift und half ihnen, sie zu verstehen. "So steht es geschrieben", erklärte er ihnen.
Das erlebt ein Sünder, wenn er zum Glauben kommt. Dass er eigentlich eingestehen muss: Das Licht war schon da, Jesus hat in meinem Leben gewirkt, aber ich habe es gar nicht gesehen.

Gott offenbart sich in Jesus.

Man könnte viele weitere Aspekte der Gottesoffenbarung betrachten, aber unser Text unterstreicht es vor allem, dass sich Gott immer in Jesus offenbart. darauf wollen wir eingehen:
Wenn wir Gott fragen: Gott wo bist du? Wird er uns immer zu Jesus bringen. Und Jesus wird immer der Weg zu Gott sein. IN ihm finden wir ein grenzenloses Wohlwollen gegenüber dem Menschen.
Ich habe mich gefragt ob man in der Bibel ein Beispiel dafür findet, wie sich Jesus unmündigen offenbart aber Gelehrten verbirgt:

a) Auffällige Offenheit Jesu

Im Gespräch mit der Samariterin geschieht etwas Einzigartiges:
Jesus spricht ungewöhnlich direkt über seine messianische Identität
Er sagt “ Ich bin es“ (Joh 4,26)
Diese Ich-bin-Offenbarung ist klarer und früher als gegenüber den jüdischen Lehrern

b) Dadurch: Kontrast zu den „Gelehrten“

Im Johannesevangelium begegnet Jesus den religiösen Autoritäten meist:
indirekt ,
konfrontativ,
oder mit bewusster Zurückhaltung.
weil sie meinten zu wissen, wer Gott ist und wie er zu handeln habe, konnte Jesus sich ihnen nicht offenbaren.

6. Ende

Optional
Das Wissen um die Souveränität Gottes in der Errettung dämpft nicht die missionarische Abeit sondern bestärkt sie. Und das ist ja ganz klar, denn die Offenbarung Gottes ist ja niemals selbstzweck. Auch die Samariterin erreicht viele in ihrer Stadt:
Parallele zu Matth 11,23..? dort geht Jesus nach den gleichen Worten zu einer ganz offenen Einladung zu ihm zu kommen.
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