Verflucht und Verbannt | Genesis 3,14-24
Genesis - Teil 2 - Alles ist böse? • Sermon • Submitted • Presented
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Einleitung
Einleitung
Folie 2
Der Leuchtturm. Leuchttürme sind Geschichte, wir benutzen sie nur noch als Museen oder Übernachtungsorte. Aber Leuchttürme hatten die Funktion, inmitten der Dunkelheit und des Sturms den Weg vorauszuleuchten, damit Schiffe nicht an den Felsen kollidieren. Sie haben vielen Menschen das Leben gerettet.
Heute wird es genau darum gehen: Um Licht inmitten der Dunkelheit der Konsequenzen der Sünde.
Was war die Konsequenz für die Sünde Adams und Evas und was ist die Konsequenz deiner Sünde?
Wenn uns das klar wird, dann werden wir vielleicht besser verstehen, warum es Krankheit, Schmerzen, Leid und den Tod gibt - und letztlich werden wir dadurch auch Gott besser kennenlernen.
Nur wer versteht, was geschehen ist, kann nachvollziehen, warum die Welt so ist, wie sie ist, und warum wir den brauchen, der gekommen ist, um alles wiederherzustellen.
Bis hierhin haben wir den Sündenfall gesehen und die Opfermentalität der Menschen die ihre Schuld abwälzen wollten. Aber was nun?
Wir erinnern uns an Gottes Warnung:
Genesis 2,17 „… denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben!“
Wie hat Gott damals darauf reagiert? Wie wird Gott reagieren wenn wir heute sündigen? Wird er seine Drohung wahr machen? Ist Gott grausam wenn er es tut? Und gibt es Gnade bei Gott?
Wir werden heute sehen, wie das alles zusammenkommt und wie Gott inmitten seiner Heiligkeit und Gerechtigkeit einen gnadenvollen Erlösungsplan in Bewegung setzt.
Dazu schauen wir uns 1.Mose 3,14-19 an.
Hauptteil
Hauptteil
Aus dem Text kommen drei Predigtpunkte für heute:
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Gliederung
Gliederung
Inmitten der Strafe: Verheißung
Inmitten der Nacktheit: Kleider
Inmitten der Trennung: Gnade
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1. Inmitten der Strafe: Verheissung (V. 14-19)
1. Inmitten der Strafe: Verheissung (V. 14-19)
1.1 Was wir sehen
1.1 Was wir sehen
Wir setzten genau da an, wo Adam die Schuld auf Eva abwälzte und Eva auf die Schlange.
Jetzt: Gott spricht sein Urteil.
Wir sehen als erstes den:
Fluch für die Schlange (V. 14)
Das Reptil selbst wird angesprochen:
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14 Da sprach Gott der Herr zur Schlange: Weil du dies getan hast, so sollst du verflucht sein mehr als alles Vieh und mehr als alle Tiere des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen dein Leben lang!
Gott richtet keine versöhnende Geste an die Schlange - sie wird, ohne sich zu rechtfertigen zu können, für immer verflucht.
Wir finden in der Bibel viele Flüche, die Menschen übereinander verhängen.
Aber hier und später bei Kain ist es Gott selbst der den Fluch verhängt.
Das heißt dieser Fluch wird ganz sicher eintreten.
Indirekt trifft der Fluch aber auch alle anderen Tiere, da es heißt sie soll MEHR verflucht sein ALS ALLE ANDEREN Tiere.
Die gesamte Schöpfung war unter die Herrschaft der Menschen gesetzt und weil der Mensch sündigte wurde der gesamten Schöpfung von Gott selbst ein Fluch auferlegt.
Die Schlange erhält hier eine neue Fortbewegungsweise.
Ab jetzt muss das Reptil kriechen und Staub fressen.
Es scheint, dass die Schlange vor dem Fluch einen aufrechten Gang hatte.
Warum jetzt krichen? Staubfressen steht in der Bibel für tiefste Erniedrigung.
Die Schlange hat sich über den Menschen erhoben. Deshalb sollte sie jetzt auf ihrem Bauch kriechen und Staub fressen - für immer.
Wer liebt heute schon Schlangen? Klar es gibt immer welche :D Aber das sind eher die Exoten unter uns! Selbst Indiana Jones fürchtet sich vor Schlangen!
Für mich gilt: Sooft ich eine Schlange sehe wird die Erinnerung an den Sündenfall und die Konsequenz daran in mir erneuert. Was siehst du, wenn du eine Schlange siehst?
Der nächste Fluch geht aber über den Fluch einer echten Schlange hinaus und betrifft Satan, der in die Schlange gefahren war:
Fluch der Schlange (V. 15)
Satan
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15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
Ich hoffe ihr erinnert euch noch an die vorletzte Predigt, wo ich versucht habe euch zu zeigen, wie wichtig es ist, Gottes Wort im Herzen zu tragen.
Wenn es Verse zum Auswendiglernen gilt, dann ist dieser ganz sicher unter den Top 20 in der Bibel.
Bevor Gott sich der Strafe an die Menscheit widmet, eröffnet Gott hier eine sehr erstaunliche schöne Aussicht:
Ein versprochener Befreier: Ein Same: Eine Nachkomme: Ein Retter: Ein Heiland.
Es wird ein Same/Nackomme aus der Frau kommen, der Satan bezwingen wird.
Das ist ein prophetisches Wort , ausgesprochen von Gott selbst und später niedergeschrieben von Mose.
Es handelt sich um eine Verheißung: Hier liegt die Frohe Botschaft inmitten der Strafe vor uns.
Hier in Genesis 3,15 finden wir eine Prophezeiung vom Kreuz, in der Satan die Ferse Christi trifft (das Leiden am Kreuz), doch Christus wird den Kopf Satans zerschlagen durch seinen stellvertretenden Tod und seine herrliche Auferstehung und Inthronisierung.
Gott verflucht Satan und verkündet dabei Gnade durch einen besonderen Menschen, den zweiten Adam, der Satan durch sein großartiges Werk am Kreuz zerschmetterte.
Das ist die Verheißung inmitten der Strafe. Das ist das Protoevangelium - Das erste Evangelium.
Was das genau für uns zu bedeuten hat, darauf kommen wir später zurück.
Hier halten wir erstmal fest, dass Gott schon längst einen Plan hatte, wie er die Schreckensherrshaft Satans beenden würde.
Und in diesem Mix aus Urteil und Gnade geht es weiter:
Weiter als zweites sehen wir die:
Strafe für die Frau (V. 16)
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16 Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen!
Diese Strafe, die Gott über die Frau verhängt zielt auf beide Hauptrollen der Frau ab.
Sie sollte 1. neues Leben hervorbringen und 2. eine Hilfe für den Ehemann sein
In der Strafe Gottes sehen wir:
Sie soll von nun an 1. eine mühevolle Schwangerschaft haben und unter Schmerzen gebären.
Die Freude der Mutterschaft und des Mutterseins wurde mit Leiden verbunden.
Jeder der diese Freude mal erlebt hat weiß was es auch mit den Leiden auf sich hat.
Und weiter sollte sie von nun an 2. eine mühevolle Ehe vor sich haben.
Die Freude der guten Ordnung Gottes in der Ehe wird hier mit der Strafe versehen, dass die Frau nun danach streben/verlangen würde ihren Mann zu beherrschen.
Aber daran wird sie scheitern weil Gott nun mal bestimmt hatte, dass der Mann führen soll.
Das ist der Beginn des ewigen Krieges der Geschlechter.
Der Beginn der häuslichen Streitigkeiten. Keine Ehe wird mehr so sein wie im Garten Eden.
Die Frau sollte unter Gott und mit dem Mann über die Tiere und auch die Schlange herrschen.
Aber die Frau ließ sich von der Schlange beherrschen und missachtete die Ordnung Gottes in der Ehe.
Nun wird die Frau in ihrem Ehe-Leid schmerzlich daran erinnert werden.
Und weiter, als drittes, sehen wir:
die Strafe für Adam und den Fluch für die Erde (V. 17-19)
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17 Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen! Mit Mühe sollst du dich davon nähren dein Leben lang;
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18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren!
Auch die Strafe des Mannes trifft ins innerste seiner Rolle als Mann.
Sein Arbeit, und die Versorgung für den Lebensunterhalt. Auch der Mann wird beständiges Leid erfahren müssen.
Der Boden, der Adam so viel Freude bereitete, als er den Garten pflegte, wird nun zur Quelle seines Leids. Die Erde wird zum Feind.
Wichtig ist zu verstehen, dass die Arbeit selbst nicht verflucht wurde - es war der Boden.
Arbeit war und ist ein Geschenk Gottes. Aber jetzt würde die Arbeit sich verändern.
Dornen und Disteln wachsen - man muss sich abmühen um die Pflanzen des Feldes zu essen.
Das gilt für alle Arbeiten. Jeder der versucht, in dieser Welt etwas zu schaffen muss sich mühsam plagen.
Jetzt denkst du vielleicht: Was ist mit den Reichen und Sozialbanausen heutzutage? Sind die außenvor?
Selbst ein gelangweilter Prince of Wales, Edward der VI., weiß, das wenn er tausend Golfbälle von seiner Yacht ins Meer schlägt, dass er nicht zum Nichtstun geschaffen ist.
Wenn der Mensch bestimmt ist zu arbeiten, dann ist es ebenso eine Strafe, nicht arbeiten zu wollen. Auch da wird ein Mangel sichtbar.
Und jeder der Arbeitet kenn den Zustand von Schmerz und Frustration und dieser ist unwiederuflich.
Dieser Fluch gilt so lange, bis man “wieder zurückkehrt zum Erdboden.”
Ja nur der Tod kann hier eine “Atempause” gewähren.
Aber hier sehen wir Gnade inmitten der Strafe!
Keine Frau, ob Mutter gesunder Kinder, die glücklichste Ehe - wird wirklich glücklich.
Kein Mann, ob Bauer, Künstler, Handwerker, Mechaniker, Lehrer oder Geschäftsführer wird wirklich Glückselig - egal wie erfolgreich.
Schau ins Buch des Predigers uns du weißt, was ich meine. Es ist alles ein Haschen nach Wind geworden.
Wieso ist das Gnade?
Weil ein Mensch, der sich so sehr nach dieser Schalom-Welt für sich sehnt, wahrscheinlicher Gott suchen wird.
Wir Menschen streben nach Glückseligkeit - das Streben zeigt an, dass wir noch einen Mangel haben, der ausgefüllt weden muss.
Manchmal muss Gott in uns einen stärkeren Mangel bewirken, damit unsere Seele sich nach Ihm ausstreckt.
Liebe Frauen: In all euren Schmerzen, in all eurer Sehnsucht nach gesunden Beziehungen… Nichts kann euch wirklich zufriedenstellen außer Gott.
Liebe Männer: In all eurer Arbeit, in all eurer Mühe und Forschung… Nichts kann euch wirklich zufriedenstellen außer Gott.
Wenn du ein Loch im Herzen hast, trotz all deiner Erfolge oder wegen all deiner sinnlosen Mühe bei der Arbeit, dann verstehe bitte dass dieser Mangel von Gott kommen kann.
Wieso bist du unruhig, ständig am malochen, während dir alles mit der Zeit aus den Fingern gleitet? Weil Gott will, dass du dich nach seiner Ruhe sehnst.
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So sagte Augustinus an einer anderen Stelle:
„Du, Herr, hast uns auf dich hin geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir“ - Augustinus
1.2 Was wir für uns sehen
1.2 Was wir für uns sehen
Die Sehnsucht nach einem Leben ohne Leid und nach Gott ist ein Indiz, dass wir für eine andere Welt geschaffen worden sind.
Wie geht es dir inmitten dieser Strafen und Flüche?
Verhaspelst du dich immer mehr darin, aus eigener Kraft ein erfülltes Leben zu finen?
Verstehst du nicht, dass es nicht geht?
Verstehst du nicht, dass Gott das wollte, damit wir uns nach diesem Garten Eden sehnen, nach Ihm sehnen?
Die Leiden unserer Zeit bestätigen eine zukünfitge Hoffnung:
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So deutet Paulus darauf hin:
20 Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin...
Es kommt der Tag, wo alles Leid, der Tod und alle Flüche ein Ende haben:
Wenn Jesus wiederkommt am Ende der Zeit.
Und wir stöhnen in der Zwischenzeit: “Ach Herr, komm doch bald!”
So sehen wir also inmitten all der Strafe und der Flüche: Eine verheißungsvolle Hoffnung.
Also verlier dich nicht in deinen Leiden, sondern schau auf den, der allem Leid ein Ende setzen wird!
Diese Worte haben Adam und Eva von Gott vernommen.
In all der Strafe schwingte in ihnen sicherlich ein Quäntchen Hoffnung mit, als sie die Verheißung hörten, dass einer aus der Frau kommen wird, um der Schlange den Kopf zu zertreten.
Die Frage ist: Wie würde das Geschehen?
Das ist der zweite Punkt:
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2. Inmitten der Nacktheit: Kleider (V. 20-21)
2. Inmitten der Nacktheit: Kleider (V. 20-21)
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20 Und der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva; denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen. 21 Und Gott der Herr machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.
2.1 Was wir sehen
2.1 Was wir sehen
Als erstes sehen wir
den Glauben Adams (V.20)
Was meine ich damit?
Als Gott den Menschen schuf hieß er einfach: Mensch - Adam.
Als Gott dann dem Menschen eine Frau schuf, nannte der Mann sie “Männin” - Original: Mann: Isch und Frau: Isch-scha.
Aber hier gibt Adam seiner Frau einen neuen Namen: “Eva”.
Eva bedeutet Lebensspenderin. Er nannte sie so, weil sie die Mutter aller Lebenden wurde - unsere Uroma.
Was hat das mit Glauben zu tun?
Adam hatte verstanden was Gott der Schlange und der Frau gesagt hatte, er hat aufmerksam zugehört.
“Einer ihrer Nachkommen würde der Schlange den Kopf zertreten.” (V.15)
Es würde also weitergehen, das ist nicht das Ende, durch die Vermehrung der Menschheit würde der eine Kommen, der alles wiederherstellen würde.
Es war ein Ruf der Hoffnung. Die Menscheit wird überleben! Die Menscheit wird irgendwie triumphieren über die Herrschaft der Schlange!
Adam nahm die Prophetie Gottes wortwörtlich an und richtete sein Leben aus nach ihr!
Er vertraute Gottes Worten inmitten all der Fragen die er sicher auch hatte.
Schaut mal wir können uns die Urgeschichte als Skeptiker anschauen und wir finden Fragen über Fragen die uns manchmal nicht zufriedenstellend beantwortet werden können.
Und so gibt es Leute, die gerne das Kreuz und die Vergebung in Jesus Christus wörtlich für sich annehmen wollen aber die Existenz Adams und das Ereignis des Sündenfalls für sich als Absurd ablehnen - die Kirchen sind verseucht davon.
Wenn aber Adam nicht den Tod in die Welt gebracht hat - wie kann man dann meinen, dass Jesus das Leben brachte?
Wenn Adam nicht Verurteilt wurde - wie kann man dann meinen durch Jesus Gerechtfertigt zu sein?
Man könnte noch weitere Fragen stellen.
Ohne den Sündenfall ist das Kreuz absurd. Die Logik der Erlösung zerfälllt.
Jeder der meint, diese Geschichten nicht wörtlich zu nehmen und Gott nicht beim Wort zu nehmen und sich trotzdem Christ zu nennen und diese Irrlehren auch noch zu verbreiten, hat in Wirklichkeit die Lüge Satans geschluckt und befindet sich noch unter seiner Herrschaft.
D.h.: Der einzige Weg, um Erlösung zu erfahren ist der Weg des Glaubens an sein Wort!
Wir müssen Gott beim Wort nehmen.
Und das tat Adam hier.
Tust du es? Trotz all der Fragen?
Tust du es in deinem Alltag, kennst du die Verheißungen Gottes und lebst du nach ihnen?
Als zweites sehen wir:
Neue Kleider (V.21)
Gott macht Kleider aus Fell und bekleidet sie. Was ist hier los?
Und hier muss ich etwas ausholen:
Gott sagte: “AN DEM TAG, da da du davon isst, MUSST DU STERBEN:” (2,17)
Aber Adam und Eva lebten weiter...
Ist das ein Wiederspruch? Wann ist der Mensch gestorben?
Zum einen müssen wir verstehen: Der Mensch ist schon tot!
Es gibt einige Aspekte des Todes, ich erwähne hier jetzt 2 davon:
Tod des Körpers
In dem Moment als Adam aß, wurde der Ast vom Baum getrennt - die Blätter vertrocken nicht augenblicklich und sehen noch nicht abgestorben aus aber der Sterbeprozess beginnt schlagartig.
Hier einen abgeschnittenen Ast mitbringen der noch frische Zweige/Blätter hat. Bei der Predigt die 2 Wochen später kommt (Korruption & Trauer), sieht man dann schon den unterschied und wie es immer schlimmer wird.
Tod der Beziehung
In dem Moment als Adam aß, zerbracht er die innige Gemeinschaft zu Gott.
Diese Beziehung zwischen Gott und Mensch ist so grundlegend, tiefgreifend und allumfassend zerbrochen, dass Gott die gesamte Menschheit ansieht als
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… tot … in euren Vergehungen und Sünden.
Stell dir vor du hast einen Spalt in einer Fensterniesche im Schlafzimmer, der mit einem Gitter versehen ist, in der sich eine große Ratte entscheidet hineinzukriechen und darin zu sterben. Leider ist der Spalt so eng, dass du nicht dran kommst umd die tote Ratte herauszuholen. Sie fängt an zu stinken, verrotung und ein benebelnder Gestank macht sich breit - wie lange würdest du es aushalten weiter in deinem Schlafzimmer zu bleiben? Die einzige Lösung ist unter allen Umständen Abstand zwischen dir und dem Kadaver zu schaffen. Du wirst alles unternehmen um die Ratte so weit weg wie möglich zu entfernen. Für Immer! Das Ding soll nie wieder ins Haus!
Gott ist zornig, er ist rechtmäßig empört über den Verwesungsgestank unserer Sünde.
Die Sünde ist mehr als bloß das Brechen eines Gesetzes, sie ist ein Affront gegen das gesamte Wesen Gottes.
Deshalb sagt die Bibel:
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… Der Zorn Gottes wird alle treffen, die ihm ungehorsam sind.
c. Eine einzige Sünde reicht, um genug zu stinken, dass Gott rechtmäßig Empört darüber ist.
Die Bibel nennt das den geistlichen Tod - wir sind unempfänglich für Gott geworden. Die Antenne ist ausgefahren aber empfängt nichts mehr.
Sünder sterben sofort in der gegenwart des heiligen Gottes.
Vielleicht mag das für dich hart klingen, vieleicht Geschmacklos - aber denk der fairness halber daran, dass Gott diese unangenehmen Dinge nicht verschweigt und nicht beschönigt.
Von einem volkommenen gerechten Gott dürfen wir erwarten, die Wahrheit gesagt zu bekommen.
D.h.: Wir sind nicht nur Sünder, sondern wir sind HILFLOSE Sünder, wir können uns nicht selbst wieder Untod machen. (Erinnerung an den geplatzten Luftballon).
Gibt es eine Lösung für das Problem?
Also nochmal zurück: Warum stirbt der Mensch nicht direkt?
Das führt uns zurück zum Vers 21.
Gott macht Kleider aus Fell und bekleidet sie.
Sünde bewirkt Schuld vor Gott.
Die Frage ist: Sind wir in der lage unsere Schuld zu bezahlen?
Nur durch den eigenen ewigen Tod.
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23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod…
Aber wir wollen leben...ewig...
D.h.: Wir stecken in einem Dilemma.
Wie können wir unser Sünde loswerden? Wie können wir eine Gerechtigkeit erhalten, damit wir vor Gott bestehen können? Wie können wir den Gestank der Sünde loswerden und wieder lebendig werden?
Adam und Eva deckten ihre Blöße und Schuld selber mit Feigenblättern zu - und doch fühlten sie sich nackt und ausgeliefert vor Gott - weil Gott das Herz sieht.
Und er lehnt die Kleidung aus Feigenblättern ab.
Pflanzen sind leblos - sie haben kein Blut.
Und jetzt tut Gott etwas, was dem Menschen nicht in den Sinn gekommen ist:
Er nimmt einem Tier das Leben, damit die Scham und Schuld eines anderen Lebens zugedeckt werden kann.
Im Blut ist das Leben (Lev 17,11-14).
Adam und Eva sahen mit eigenen Augen den ersten Tod der Geschichte - durchgeführt von Gott. Sie sahen mit eigenen Augen was ihre Sünde bewirkte: Tod.
Tiere mussten sterben, damit Sie bekleidet werden konnten um in Gottes Gegenwart bestehen zu können.
Sünde ist kein Spiel - Sünde ist nicht billig - Sie kostet den Tod.
Entweder deinen eigenen ewigen Tod oder den, eines stellvertretenden Opfers.
Für Gott gab es nur diesen Weg, damit er weiter mit den Menschen arbeiten konnte, ohne uns wegen unserem Gestank der Sünde entfernen zu müssen.
Und so grausam es für Adam und Eva gewesen sein musste, das Fell des ersten toten Tieres anzuziehen - sie hatten keine Wahl:
Entweder, diese Kleidung annehmen oder für immer in Schuld um Scham vor Gott verstecken spielen, bis der körperliche und damit ewige Tod eintritt.
2.2 Was wir für uns sehen
2.2 Was wir für uns sehen
Meine Frage an dich ist: Auf welchem Weg versuchst du vor Gott zu bestehen?
Durch deine eigenen Werke, indem du dir selbst eine Religion bastelst wie du vor Gott bestehen kannst mit deinen Feigenblättern?
Warum versuchst du anderen zu helfen? Warum spendest du? Warum gehst du zur Kirche?
Wenn es Versuche sind um von Gott angenommen zu werden, dann verstehe hier bitte: Gott wird und kann deine Werke, diese Feigenblätter, nicht akzeptieren!
Gott setzt die Regeln, und er sagt: Nur durch ein stellvertretendes blutiges Opfer!
Gott wird dich nur akzeptieren, wenn du nach seinen Regeln lebst und seine Regel ist: Ein Leben für ein Leben.
Der einzige Weg zum Vater ist durch Jesus. Wieso? Weil er das einzige Opfer ist, was ein für alle Mal unsere Schuld bezahlt hat.
Die Tiere haben die Schuld der Sünde nur zugedeckt - den Gestank eingedämmt… Aber weil Jesus Mensch ohne Schuld war konnte sein Tod wirklich stellvertretend sein.
Und weil Jesus Gott ist konnte sein Tod wirklich alle Schuld der Sünden der gesamten Menscheit auf einmal für immer bezahlen.
Das ist der einzige Weg, wie Gott uns annehmen kann. Nur durch Jesus!
Die Kleider aus Fell waren ein weiterer wichtiger Hinweis für die Menschen damals, wie Gott die Menschen befreien würde.
Ich bete, dass dieser Hinweis auch von dir wahrgenommen wird und das du dir schon sicher bist, dass du die Kleidung Gottes anhast und nicht noch immer deine eigenen Feigenblätter herumträgst.
Nimm die Kleider Gottes an, sie sind sein Geschenk an dich!
Ein Problem bestand damals noch:
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Das führt uns zum dritten Punkt:
3. Inmitten der Trennung: Gnade (V. 22-24)
3. Inmitten der Trennung: Gnade (V. 22-24)
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22 Und Gott der Herr sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner, indem er erkennt, was Gut und Böse ist; nun aber – dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe! 23 So schickte ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war.
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24 Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.
3.1 Was wir sehen
3.1 Was wir sehen
Es bestand die Gefahr, dass sie vom Baum des Lebens essen würden und dann ewig leben würden und mit ihrer Schuld ewig leben müssten.
Der Mensch wurde aus dem Garten Eden verbannt, weil in ihm der Baum des Lebens zum ewigen Leben stand.
Davon essen, während man in der Sünde gefangen ist und dann ewig leben … wie würde die Welt wohl aussehen?
Stell dir vor, alle bösen Menschen aus allen Jahrhunderten würden heute noch leben und ihr Unwesen treiben...
Gott muss den Menschen vor dem Baum des Lebens schützen um ihn vor eine Art Tod zu bewahren, den ich noch nicht groß beleuchtet habe:
Wir hatten bis jetzt den körperlichen Tod und den geistlichen Tod.
Der dritte Aspekt, den die Bibel beleuchtet, ist der zweite - der ewige Tod.
Gottes Plan für diese Welt ist ein neuer Wohnort für den Menschen. Der Himmel.
Ein unvorstellbar schöner Ort - ein zukünftiges Zuhause, ähnlich wie der Garten Eden, auch der Baum des Lebens wird dort erwähnt (Offb 22,2).
Ein Ort, der ewig bleibt, mit Menschen, die ewig darin leben werden.
Aber genauso wie es ewiges Leben gibt, so gibt es auch ewigen Tod.
Obwohl der Körper stirbt, lebt die Seele des Menschen weiter (Offb 19,20).
Die Frage ist: Wo?
Der zweite, ewige Tod hat auch einen Ort, den Gott “Feuersee” nennt (Offb 21,8).
Wir müssen verstehen, dass die Verbannung ein Gnadenakt Gottes war.
Weil nur so ein Weg geschaffen wurde, dass der Mensch nicht für immer in der Sünde gefangen ist.
Ja, Gott straft und Gott verbannt. Gott steht zu seinem Wort!
Aber als er Adam und Eva aus dem Garten verbannte und der Todesprozess begann, schaute er bereits über das Grab hinaus.
Er plante einen Weg, dass der Mensch dem Feuersee entfliehen kann.
3.2 Was wir für uns sehen
3.2 Was wir für uns sehen
Für Gott sind Tausend Jahre wie ein Tag.
Er nimmt die Zeit wie ein Buch, dass er schon auswendig kennt und weiß genau was geschieht.
Und nicht nur das, er ist auch der Author dieses Buches.
Die heilige Schrift sagt, dass es bereits ein Lamm gab, das geschlachtet worden ist “von Grundlegung der Welt an.” (Offb 13,8)
Das Lamm Gottes.
Verstehen wir das?
Als Gott sah, wie Adam und Eva in die Frucht bissen, sah er seinen Sohn schon am Kreuz von Golgatha. Er sah es in einem einzigen Augenblick.
Gott ist nich überrascht.
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Gott hat in unserem Versagen immer schon eine größere Erlösung vorausgesehen.
Er ist der Author, und es ist seine Geschichte.
Die Frage ist, in welchem seiner Bücher dein Name geschrieben steht.
Dem des Lebens oder dem des Todes.
Und damit kommen wir zum Schluss:
Schluss
Schluss
Wir haben heute gesehen, wie Gott als Leuchtturm,
Inmitten der gerechten Strafe eine Verheißung ausspricht: Einer, der die Schlange den Kopf zertritt. Wer ist er für dich?
Den Menschen inmitten ihrer Scham und Schuld neue Kleider gibt: Ein Opfer, der das entgültige Opfer vorauszeigt. Wer ist er für dich?
Inmitten der Verbannung gnädig zu den Menschen ist, damit sie nicht den ewigen Tod erleben und eine Möglichkeit bekommen, ewig zu leben. Wer ist er für dich?
Wenn deine Antwort nocht nicht Jesus ist, dann gibt es noch die Gelegenheit das zu ändern.
Gott macht dir inmitten deiner Schuld, deiner Blöße, deiner Trennung von Ihm ein Angebot:
“Glaube an den Sohn… und du wirst mit ihm bekleidet gerettet werden.”
Mach es wie Adam: Nimm Gott beim Wort und halt dich daran fest!
Glaube und du wirst leben.
Amen.
