Gemeinschaft

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Tief verbunden
Einleitung:
Ich habe einen kleinen Bruder – oder eher einen jüngeren – er ist inzwischen größer als ich und als wir Kinder waren, da haben wir uns oft gestritten. Unsere Mama hat uns in dieser Zeit immer wieder erklärt, dass wir irgendwann nur noch einander haben werden. Und dass es egal ist, ob wir uns gut verstehen oder nicht – wir werden immer noch Geschwister sein. Zur gleichen Familie gehören. Mein Bruder und ich sind dann größer geworden, haben immer weniger Sachen zusammen gemacht und als Teens haben wir uns einfach in unsere eigenen Zimmer verzogen. Bis zu einem Tag, in dem mir Mamas Worte wieder eingefallen sind und mir plötzlich glasklar wurde, dass ich in die Beziehung zu meinem Bruder investieren sollte. Mir wurde klar: In zwei, drei Jahren zieh ich aus und entweder haben wir dann nen Draht zueinander, der es einfach macht, in Kontakt zu bleiben. Oder wir sind halt einfach Geschwister, die sich nicht wirklich kennen. Es war Zeit für eine tiefere Beziehung.
Heute möchten wir uns auch mit tieferen Beziehungen beschäftigen. Und zwar in der Familie, die Gott uns geschenkt hat. Wenn ihr nach rechts und links schaut, dann sind das eure Geschwister. Und mit manchen habt ihr vielleicht schon einen richtig guten Draht. Bei anderen seid ihr vielleicht gerade an dem Punkt, an dem ich mit meinem Bruder war. Entweder ich investier in diese Beziehung oder wir sind halt einfach nur aufm Blatt Geschwister. Lasst uns heute gemeinsam drüber nachdenken, was sich Gott für uns als Gemeinde wünscht. Lasst uns überlegen, wie wir die Beziehungen, die wir schon haben stärken und die Beziehungen, die wir noch nicht haben aufbauen können.
Dafür habe ich euch heute 5 Z’s mitgebracht, die uns helfen, zusammen tiefe Beziehungen zu bauen.
1Tief verbunden – Zusammengehören
a) Tiefe Beziehungen fangen damit an, zu wem wir gehören. Zu wem ich gehöre. Zu wem du gehörst. Wer zu Jesus „ja“ gesagt hat. Wer mit ihm durchs Leben geht. Seinem Wort vertraut. Ihn liebt, der gehört zu ihm für immer. Wenn du daran glaubst, dass der einzige Weg zu einer Beziehung mit Gott war, dass Jesus für dich am Kreuz gestorben ist, dann gehörst du zu ihm. Tiefe Beziehungen fangen mit der tiefen Liebe an, die Gott für dich hat. Die er dir durch Jesus gezeigt hat und an der du jetzt durch Glauben teilhast. Mit deiner Entscheidung für Jesus hat sich deine Zugehörigkeit geändert. PPT
Das lesen wir in Galater 4,6-7: 6 Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! 7 So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Du bist Gottes Kind, du bist sein Erbe. Aber du bist nicht allein. Du gehörst zu Gott, dem Vater bedeutet du gehörst zu seiner Familie.
b) Zu seiner Familie, zu der jeder gehört, der sich wie du für Jesus entschieden hat. Ja, wir gehören zusammen, weil Gott unser Vater ist. Ich kenne euch nicht wirklich, ihr mich nicht, aber Gott hat sich entschieden, dass alle die zu ihm gehören, auch einen Platz in seiner Familie bekommen. Das führt dazu, dass hier heute alle möglichen Menschen zusammensitzen. Menschen, die sich ohne ihren Glauben oder zumindest ihrem Interesse an Jesus nie begegnet wären. PPT Eugene Peterson drückt das sehr treffend aus, wenn er sagt: „Es stimmt: Gott macht niemals private, geheime Errettungsdeals mit Menschen. Seine Beziehungen mit uns sind persönlich, […] ja; aber privat, nein. Wir sind eine Familie in Christus. […] Kein Christ ist ein Einzelkind“
Familie kann man sich nicht aussuchen. Wir haben vielleicht eine Schwester, mit der wir uns mega verstehen, aber vielleicht haben wir auch einen Onkel, der uns einfach zu impulsiv ist und mit dem wir nicht klarkommen. Fakt ist, unsere Familie bleibt unsere Familie, egal ob wir damit klarkommen oder nicht. So ist es auch mit Gemeinde. Wir suchen uns nicht aus, mit wem wir am Sonntag im Gottesdienst sitzen. Wir müssen mit Gottes Auswahl zurechtkommen. Und so länger wir in der Gemeinde sind, umso mehr wird uns bewusst, wie viel Gnade Gott eigentlich hat, wenn er all diese Menschen in seiner Familie aufgenommen hat.
Was mir hier wichtig ist zu sagen: Egal, wie gut du dich mit jeder Person in deiner Gemeinde verstehst, jeder davon gehört zu deiner Familie, weil du zu Jesus gehörst. Und wozu gehören wir zusammen?
Lasst uns in Römer 15,6-7 lesen:
6 Gott möchte, dass ihr ihn alle einmütig und mit voller Übereinstimmung preist, ihn, den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus. Juden und Nichtjuden preisen Gott gemeinsam. 7 Darum ehrt Gott, indem ihr einander annehmt, wie Christus euch angenommen hat.
Wir sind als Gemeinde dafür da, Gott zu ehren, indem wir einander annehmen. Wir zeigen, was für eine Liebe Gott zu uns hat, wenn wir einander mit dieser Liebe begegnen. Wir ehren ihn, indem wir Einheit haben. Um in die Tiefe zu gehen, haben wir also zwei wichtige Hinweise: 1. Wir gehen mit unserer Gemeinde in die Tiefe; 2. Wir gehen in die Tiefe, um Gott zu loben.
Mit diesen beiden Voraussetzungen können wir zum nächsten Z übergehen „Zusammenhalten“.
2 Tief verbunden – Zusammenhalten
Lasst uns dafür Apostelgeschichte 2,42 lesen:
42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
Nach dem sich viele Menschen in Jerusalem für Jesu entschieden haben, war ihr nächster Schritt „Bleiben“. „Beharrlich festhalten“. Merkt euch das: Um zusammenhalten zu können, müssen wir zusammen halten. Wir müssen festhalten. Festhalten an vier Dingen: an der Lehre der Apostel, an der Gemeinschaft, am Abendmahl und am Gebet. Diese vier Dinge wirken auf mich erstmal oberflächlich. Doch wenn wir an ihnen festhalten, können wir durch sie und in ihnen tiefer gehen. Diese vier Dinge sind wie eine Grundausstattung, die man für Gemeinde braucht.
Ich finde Gemeinde ist etwas das von einem Moment zum anderen von der schönsten Sache der Erde zu einer Grenzerfahrung werden kann und von einer Grenzerfahrung zu der schönsten Sache der Erde. Ähnlich ist es für mich mit Zelten. Vielleicht seid ihr leidenschaftliche Camper, vielleicht könnt ihr es nicht leiden in einem Zelt zu schlafen oder vielleicht seid ihr wie ich: im Mittelfeld. Ich war auf jeden Fall öfter Zelten und da braucht man auch eine Grundausstattung.
a) Ein Navi. Wir müssen wissen, wo es hingeht und wo wir gerade sind. Ohne eine Richtung, ohne eine Orientierung, ohne ein Ziel kann man eigentlich schon von Anfang an den Trip aufgeben. Die Lehre von den Aposteln, das Evangelium, die Bibel, gehört zu unserer Grundausstattung als Gemeinde, weil sie uns zeigt, was das Ziel ist: Ewigkeit. Und wie unser Weg dahin aussieht: Jesus ähnlicher werden. Und auch wenn wir uns vielleicht nicht immer einig sind darüber, wie genau wir diesen Weg gehen, so halten wir doch gemeinsam an einem Ziel fest und an einem Weg, den wir in der Bibel sehen.
b) Neben einem Navi, braucht es auch ein Zelt. Es bietet ein Zuhause, wo man eigentlich kein Zuhause hat. Es ist eng, birgt viel Potenzial für lustige Momente und auch für Streit. Aber ohne Zelt, kann man es nicht mehr Zelten nennen. Ein Zelt ist wie Gemeinschaft. Gemeinschaft ist unser Zuhause. Gemeinschaft bedeutet nicht nur einfach dabei zu sein, sondern dazuzugehören. Gemeinschaft bietet uns einen Schutzraum, wo wir uns austauschen können, wo wir teilen, wo wir füreinander da sind.  
c) Vesper mit Aussicht: Es gibt uns Kraft und Energie auf dem Weg und es motiviert uns, dranzubleiben. Das Vesper ist oft ein kleines Ziel, eine Ruhepause, ein Auftanken. Das Abendmahl ist ebenso ein Innehalten. Wir erinnern uns daran, warum wir hier sind, so wie wenn wir die Aussicht beim Vespern betrachten. Jesus ist für uns gestorben, deshalb sind wir eine Gruppe. Deshalb sind wir miteinander unterwegs. Wir erinnern uns daran, dass wir Jesus gebraucht haben, brauchen und immer brauchen werden, so wie wir Essen brauchen, um zu überleben. Und das Abendmahl motiviert auch, weil uns die Erinnerung an Jesus auch die Hoffnungsperspektive aufzeigt: Wir sind gerettet, wir werden mal in ewiger Gemeinschaft mit ihm sein.
d) Ein Schlafsack wärmt, Schlafsack bringt uns durch die Nacht und sorgt dafür, dass wir den Tag gut überstehen. Wenn wir miteinander beten, dann verändert das etwas in uns, so wie der Schlafsack dafür sorgt, dass die Wärme bei uns bleibt, auch wenn sich nichts an der Kälte draußen ändert, so sorgt Gebet dafür, dass wir in unserer Abhängigkeit zu Jesus bleiben, auch wenn die Umstände nicht gut aussehen. Wenn wir miteinander beten kommen wir durch die Nächte unseres Lebens und Gebet sorgt dafür, dass wir auch die Tage, die guten Zeiten genießen können. So wie guter Schlaf uns Kraft und Fokus für den Tag schenken kann, so schenkt uns Gebet Kraft und Fokus für unser Leben.
Unser Leben, dass in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen stattfindet. Ein Leben, indem das, was wir gemeinsam haben im Vordergrund steht: Gottes Wort, Gebet, Von Jesus gerettet sein, Gemeinschaft.
Doch was passiert, wenn es auf dem Camping-Trip nicht allen gut geht? Wie gehen wir miteinander um in der Gemeinde, wenn jemand nicht mehr kann? Es gibt Momente, da geht gar nichts mehr. Momente, in denen wir getragen werden müssen oder Momente, in denen wir jemand anderen tragen. Wenn wir Tiefe in unseren Beziehungen möchten, dann müssen wir bereit sein, das was wir haben, zusammenzutragen, um zusammen zu tragen.
PPT
3 Zusammentragen
Wenn wir in unserer Stelle in Apostelgeschichte 2 weiterlesen heißt es:
Apostelgeschichte 2,44-45
44 Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. 45 Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte.
Es klingt eigentlich fast wie ein Märchen. Alle leben glücklich zusammen und teilen alles miteinander. Und auch wenn es damals eine sehr besondere Zeit war für die Christen in Jerusalem, eine Zeit, in der es sich richtig angefühlt hat, in dieser Weise das Leben zu teilen, will uns die Bibel hier nicht sagen, dass wir alle zusammen im Gemeindehaus leben sollen. Nein. Wir sehen hier eine Wahrheit in Bezug auf Gemeinde: Wir brauchen einander und wir haben Verantwortung füreinander. Also wenn wir uns fragen: Wie kann ich zu meinen Glaubensgeschwistern eine bessere Beziehung haben, dann gibt es eigentlich zwei Fragen, die du dir stellen solltest. 1. Wie kann ich gerade helfen? 2. Wo brauche ich gerade Hilfe?
Habe ich gerade Geld, das jemand aus meiner Gemeinde gut gebrauchen könnte? Gibt es jemanden Kranken, der sich über meinen Besuch freuen würde? Habe ich gerade einen guten Gedanken, den ich jemandem zusprechen kann, der entmutigt ist? Weil wir alle zu Gottes Familie gehören haben wir eine Verantwortung füreinander, lasst uns das wahrnehmen und gerne geben.
Aber wahrnehmen, wenn es jemandem nicht gut geht, fällt schwer, wenn die leidende Person nichts sagt. Ich frage mich, wie die Gemeinde in Jerusalem drauf gekommen ist, anderen zu helfen. Haben sie sich so gut gekannt? Hat man es den Hilfsbedürftigen angesehen? Haben sie nach Hilfe gefragt? Wenn du dich gerade hilflos fühlst, egal ob bei etwas Kleinem oder etwas Großem, dann denk mal darüber nach: Bin ich gerade in einer Not, in der ich Hilfe brauche? Ist dieses Jahr das Jahr, in dem ich mir Hilfe für die Gartenarbeit hole? Gibt es jemanden, der mir bei dem zuhören kann, was mir gerade auf dem Herzen liegt? Will ich, dass jemand anderes für mich betet, weil ich gerade keine Worte mehr finde? Und lerne deine Anliegen einzubringen. Als Gebetsanliegen. Als Bitten.
In der Gemeinde können wir einander so reich mit Liebe beschenken, weil Jesus uns so reich mit seiner Liebe beschenkt hat. Deshalb lasst uns einander tragen, wenn es schwierig wird, indem wir als Gemeinde zusammentragen, was wir haben. Und lasst uns einander nach Hilfe fragen, wenn wir an unsere Grenzen kommen. Oft werden Beziehungen in dem Moment tief, in dem wir nicht mehr allein können oder nicht mehr allein wollen.
Ich persönlich habe damit zu kämpfen, andere nach Hilfe zu fragen. Ich schrecke davor zurück, auf jemanden angewiesen zu sein. Doch es hilft mir, mich immer wieder daran zu erinnern: Gottes Plan war nie Unabhängigkeit. Wir sind abhängig von ihm und abhängig voneinander.
Ich gebe mal ein Beispiel aus meinem Alltag: Ich kann keinen Tisch allein tragen. Ich hab dazu nicht die Fähigkeiten. In Liebenzell gibt es immer wieder Veranstaltungen, wo man Tische braucht, in meiner Heimatgemeinde das heißgeliebte gemeinsame Mittagessen. Ich krieg da manches hin: Ich kann zum Beispiel Stühle tragen. Ich kann Essen mitbringen, aber ich kann keinen Tisch allein tragen. Für mich ist das unangenehm, weil ich sehe, wie das andere ganz leicht können. Aber ich muss fragen. Und ich finde das interessant, dass die Welt so oft so funktioniert. Ich meine: Hätte Gott es machen können, dass jeder Mensch allein einen Tisch tragen kann. Ja. Hat er es gemacht? Nein. Wenn ich einen Tisch tragen muss, dann ist das nichts, was ich allein hinkriegen muss und dann ist das auch keine Sache zwischen mir und Gott. Gott hat nämlich eine viel einfachere Lösung als mir Megamuskeln zu verleihen. Seine Lösung ist ein zweiter Mensch, der mir hilft den Tisch zu tragen. So ist das übrigens nicht nur bei Tischen. So ist das bei ganz vielen Dingen, in unserem Leben. Wir kommen immer wieder an unsere Grenzen, finanziell, körperlich, emotional. Und Gottes einfachste Lösung, um Lasten zu tragen sind Menschen, die uns helfen. Nicht, dass er uns nicht helfen würde. Aber einer seiner Lieblingsmethoden ist uns durch andere Menschen zu helfen.
Gottes Plan war schon immer, dass wir miteinander und mit ihm verbunden sind. Und diese Verbindung – die kommt nicht von irgendwo. Wir hatten es am Anfang, aber lasst es uns auch jetzt nicht vergessen: Wir sind durch Jesus verbunden. Er ist der Grund für unsere Gemeinschaft, in der wir zusammen wirken wollen.
4 Zusammenwirken
Aus der Wahrheit, dass wir zusammengehören und einander brauchen, um zusammenzutragen folgt nämlich auch, dass wir zusammen wirken. Wir sind ja nicht nur Gemeinde, damit wir Gemeinde sind, sondern wir wollen was verändern.
Mit unser Grundausstattung – mit der Bibel, dem Gebet, der Gemeinschaft, dem Abendmahl – gehen wir los und dann merken wir langsam „Wow“ – da steckt so viel drin. Hey, wenn ich Bibel lese, dann entdecke ich neues über Gott. Wenn ich bete, verändert sich was in meinem Leben. Wenn ich an das denke, was Jesus für mich getan hat, kann ich nur staunen und wenn ich in meine Gemeinschaft schaue: da sind so viele einzigartige Menschen.
Ja einzigartig, weil Gott jeden anders gemacht hat. Wertvoll geschaffen, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und beschenkt mit unterschiedlichen Gaben. Ich werde an dieser Stelle nicht auf die einzelnen Fähigkeiten und Gaben eingehen. Ich will nur sagen, was das mit der Tiefe unserer Beziehungen zusammenhängt. Wir wollen nicht nur erkennen, dass wir unterschiedlich sind, sondern was wichtig ist, ist dass wir erkennen, dass wir einander brauchen.
In Epheser 4,15-16 finden wir dafür ein schönes Bild
Epheser 4,15-16
15 Wir aber wollen, von der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen und in allem auf ihn hin wachsen. Er, Christus, ist das Haupt. 16 Von ihm her wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt durch jedes Gelenk. Jedes versorgt ihn mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und baut sich selbst in Liebe auf.
Wenn ich davon rede, dass jeder einzigartig ist und wir einander brauchen, dann ist das so, wie Paulus im Epheserbrief beschriebt. Wir sind alle Teil eines Körpers. Wir sind unterschiedliche Teile, haben unterschiedliche Fähigkeiten und unterschiedliche Kapazitäten. Und in all dem was wir haben sollen wir in Liebe – auf andere, nicht auf uns ausgerichtet – hin zu Jesus wachsen.
Wenn wir unsere Gaben mit Jesus im Fokus für andere einsetzen, dann lernen wir uns gegenseitig besser kennen und wir bereichern wir einander. Wir schenken einander, was uns geschenkt wurde. Und wir bekommen einen wertschätzenden Blick füreinander, weil wir merken: hey, ohne dich geht es nicht. Wenn wir gemeinsam Kindergottesdienst machen oder einen Godi planen, dann wirken wir zusammen. Wir brauchen einander. Ich brauche heute den Techniker sonst würde man mich nicht hören. Das heißt: Ich wertschätze den Techniker. Ich freue mich über ihn. Dieser Blick verändert die Art und Weise, wie ich mit Christen umgehe, die anders sind als ich. Und mit diesem Blick, können wir zusammen wachsen. PPT
5 Zusammenwachsen
Ich habe euch dafür ein Bild mitgebracht von einem besonderen Baum. Ihr seht: Er ist verschlungen und ziemlich hoch. Und ich finde das ein wunderbares Bild. Verwurzelt in unseren Grundlagen können wir zueinander hinwachsen und miteinander in unserem Glauben zu Jesus hinwachsen.
Wie können wir das tun?
Wir sind verwurzelt im Wort Gottes und können deshalb nach Gottes Willen miteinander umgehen.
Wir sind verwurzelt im Gebet und können deshalb füreinander einstehen.
Wir sind verwurzelt in Gemeinschaft und können deshalb praktisch füreinander da sein.
Wir sind verwurzelt in unserer Errettung durch Jesus und können deshalb vergebungsbereit und barmherzig miteinander umgehen.
An der Stelle noch ein weiteres Bild. PPT. Der Mittelpunkt ist Jesus. Wenn wir ihn als unser Beispiel nehmen und immer mehr in der Beziehung zu ihm wachsen, dann wachsen wir auch näher zueinander. Was bedeutet das. Zum Beispiel: Ich lerne mehr über die Vergebung, die Jesus mir schenkt. Ich merke, wie diese Vergebung mich verändert. Ich möchte diese Vergebung der Person schenken, mit der ich seit Jahren kaum rede. Ich rede viel mit Gott im Gebet. Ich merke, dass dieses Gebet etwas verändert. Ich sehe, dass ich nichts ohne Gott tun kann – dass er mir alles geschenkt hat. Meine natürliche Reaktion auf Probleme anderer: Ich bete für sie. Oder auch. Ich merke, wie geduldig Gott mit mir ist. Dass er sich für mich Zeit nimmt. Ich will mir daran ein Beispiel nehmen. Ich bin geduldiger mit anderen. Lasse sie ausreden, höre ihnen zu, bleib an ihnen dran.
Es kann passieren, dass wir nie zu tiefen Beziehungen kommen, weil wir Tiefe nicht zulassen. Tiefe hat etwas damit zu tun, sich verletzlich zu machen. Und ich glaube oft fehlt die Tiefe in unseren Gemeinden, weil einer erstmal damit anfangen muss, zu zeigen, dass obwohl man Jesus immer näherkommt und die Beziehungen zu anderen Menschen immer besser werden, man nicht perfekt ist.
Wie kann es also aussehen wirklich tiefe Beziehungen zu führen. Wo fang ich an? Wo kannst du anfangen?
Komm regelmäßig zum Gottesdienst. Gemeinsame Zeit verbindet.
Rede mit einer Person, die du schon länger kennst über ein aktuelles Problem. Ehrlichkeit verbindet.
Wenn du bei einem Gespräch nicht mehr weiterweißt, schlag vor, zu beten. Gebet verbindet.
Sprich aus, was du an einem anderen wertschätzt. Dankbarkeit verbindet.
Lade jemanden zum Spielenachmittag ein. Erinnerungen verbinden.
Ruf die Person an, der du nicht vergeben kannst. Vergebung verbindet.
Begegne jemandem, der ganz anders ist mit einem Lächeln. Liebe verbindet.
Schluss
Und damit kommen wir zum Schluss. Liebe verbindet. Gottes Liebe rahmt unser Miteinander ein. In seiner Liebe dürfen wir lernen, einander mit Liebe zu begegnen. Wo wir einander mit Liebe begegnen, weil wir zusammengehören und
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