Das Neue Gottes erleben - Ehrfurcht

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ZUSAMMENFASSUNG PREDIGTREIHE

Was habe ich in den letzten Predigten erklärt:
FOLIE
Die Jahreslosung für 2026 lautet:
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu - Off 21,5
FOLIE
So haben eine Predigtreihe, wo wir uns Gedanken darüber machen: Wie können wir das Neue Gottes hier und heute erleben.
Der Basistext ist 2.Petrus - er schreibt .
Es geht um dem Glauben … mit dem großen Ziel
FOLIE
2 Peter 1:4 BB
… dadurch sollt ihr Anteil bekommen an der göttlichen Natur.
Gott will uns etwas von sich selbst geben.  Er will sein Wesen, seine Natur mit uns teilen.  Und dann ab Vers 5
FOLIE
5 Bemüht euch deshalb nach Kräften, dass zu eurem Glauben … Tugend … Erkenntnis … Selbstbeherrschung … Standhaftigkeit … Ehrfurcht … geschwisterliche Liebe … Liebe … hinzukommen.

HAUPTPUNKT (Bottom Line):

FOLIE TITEL:
Das neue Gottes in der Ehrfurcht erleben

TRANSITION:

Ehrfurcht wird sehr oft in der Bibel thematisiert. Wird aber auch oft missverstanden, und für Dinge gehalten, die sie nicht ist.

GOTT

Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.

1) Was meinen die biblischen Autoren mit Ehrfurcht?

Auf griechischen handelt sich in der Tat um zwei Begriffe:
das erste ist phobos – wortwörtlich bedeutet es Angst/Furcht - das erkennen wir als Prefix von viele Wörter wie
Klaustrophobie → Angst vor engen Räumen
Agoraphobie → Angst vor offenen Plätzen
Akrophobie → Höhenangst
xenophob → Angst vor Fremden
Furcht im Sinne von Angst, Bedrohung, Unsicherheit oder Abneigung
Das andere Wort ist eusebeia: die auch mit Furcht, Ehrfurcht übersetzt wird. Aber auch oft mit Frömmigkeit, Religion, Verehrung oder gottgefälliges Leben übersetzt wird.
Es beschreibt eine tiefe Hingabe in der Frömmigkeit und Barmherzigkeit, aber nicht auf Basis der Gesetzlichkeit, sondern aus tieftes Mitgefühl und Vertrauthei mit Gott und mit dem Mitmenschen.
Im Latein wird dies mit pietas/pietaten: Es bezeichnet eine innere Haltung, die sich in Taten der Nächstenliebe oder Gottesverehrung äußert
Ich habe sofort vor Augen, solche Menschen, die so eine Ausstrahlung haben, eine Ruhe und einen Frieden mit sich tragen, dass wir uns sofort angenommen fühlen.
Auch diese Menschen, die in der Geschichte auf alles verzichtet haben, ihre Reichtum, Erbe, ihren Ruf um arme Menschen zu dienen, um sie zu Gott zu führen.
Menschen, die sich noch im Mitleid bewegen lassen, die weinen können, wenn sie beten oder über Gott nachdenken.
die nicht gleichgültig werden, wenn sie Ungerechtigkeiten sehen, und setzen sie sich gegen das Böse ein.
Petrus gebraucht hier in dieser Auflistung das Wort eusebeia.
Nun, an einer anderen Stelle gerbraucht er phobos
Diese beide Begriffe haben unterschiedlichen Nuancen, sie werden aber oft in der Bibel im Abwechslung/Synonyme gebraucht.
So können wir die Idee der Furcht/Ehrfurcht in zwei Dimensionen deuten, die irgendwie miteinander verbunden sind:
FOLIE
a) Eine Furcht in Bezug auf die direkte Begegnung mit Gott.
b) Die Gottesfurcht in Bezug auf den Wandeln im Glauben – auf die Frömmigkeit, auf die Motivation und die Art und Weise, wie ich meinen Glauben lebe und wie ich mein Leben führe.

A) Furcht in Bezug auf die direkte Begegnung mit Gott

Immer dann, wenn der Mensch mit dem „ganz anderen Gott“ in Berührung kommt, überfällt ihn Furcht.
Der Mensch, der in Sünde gefallen ist, der das Ziel der Schöpfung verfehlt hat, kann die Begegnung mit dem heiligen Gott von sich aus nicht ertragen.
FOLIE
Adam und Eva erleben genau das.
Genesis 3:9–10 BB
9 Gott der Herr rief den Menschen und fragte: »Wo bist du?« 10 Der Mensch antwortete: »Ich habe dich im Garten gehört und Angst bekommen. Ich habe mich versteckt, weil ich nackt bin.«
Bevor sie sich entschieden haben, Gut und Böse selbst zu definieren, geschah die Begegnung mit Gott auf einer natürliche Art und Weise. Ohne Scham oder Angst.
Nach der Sünde, bewirkte die Gegenwart Gottes Furcht und Angst.
FOLIE
Oder als das Volk Israel, Gott vor dem Berg Sinai begegnet:
Exodus 20:18–19 BB
18 Das ganze Volk sah, wie es donnerte und blitzte. Das Widderhorn erscholl, und der Berg rauchte. Da zitterten sie vor Angst und blieben in der Ferne. 19 Sie sagten zu Mose: »Rede du mit uns! Auf dich wollen wir hören. Aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst sterben wir.«
Das Volk sollte es einmal erleben, wie groß und gewaltig die Gegenwart Gottes sein kann. Sie sollten die Überwältige Gegenwart Gottes erleben, die Abraham, Jakob und Mose auch erleben. Sie sollten auch sehen, dass Mose, die Geboten und Führung Gottes sich nicht einfach ausgedacht hat, sondern, dass er tatsächlich im Auftrag des Königs des Universums spricht.
Die erste Reaktion des Volkes war natürlich Angst. Darum baten sie Mose weiterhin als Vermittler zwischen Gott und Volk zu sein.
Die Propheten Jesaja und Johannes erfahren etwas ähnliches, als sie den Gotte in seiner Herrlichkeit in Visionen Begegneten
Isaiah 6:5 BB
5 Da sprach ich: »Wehe mir, ich bin verloren! Denn ich bin ein Mensch mit unreinen Lippen und lebe in einem Volk mit unreinen Lippen. Und doch habe ich den König, den Herrn Zebaot, mit eigenen Augen gesehen.«
Revelation 1:17 BB
17 Als ich ihn [den Menschensohn] sah, brach ich wie tot vor ihm zusammen.
Die Gegenwart Gottes, durch seine Macht und Heiligkeit wird Furcht in uns Menschen wecken.

Warum lässt Gott diese Furcht zu?

Interessant, dass Gott es in einem ersten Augenblick es zulässt, dass diese Furcht im Herzen entsteht.
Warum?
Vielleicht weil wir Menschen diese schreckliche Dimension seiner Gegenwart brauchen, um die andere Dimension zu erleben.

Welche andere Dimension der Gegenwart Gottes?

Immer wieder, wenn Gott die Initiative ergreift, mit den Menschen in Beziehung zu kommen, nach dem ersten Erschrecken, das erste was wir hören ist: "Fürchte dich nicht“
Erst das treffende „fürchte dich nicht“ vonseiten Gottes schlägt eine Brücke zu den Menschen.
Revelation 1:17 BB
17 Als ich [den Menschensohn] sah, brach ich wie tot vor ihm zusammen. Er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: »Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte …
Jesaja erlebt, wie einen Serafim zu ihm kam mit einer glühende Kohle in der Hand:
Isaiah 6:7 BB
7 Damit berührte er meine Lippen und sagte: »Wenn ich jetzt deine Lippen berühre, ist deine Sünde verschwunden und deine Schuld vergeben.«
Eine sehr praktische Art und Weise zu sagen “Fürchte dich nicht”
Zu dem Volk sagte Mose:
Exodus 20:20 BB
20 … »Fürchtet euch nicht! Gott ist gekommen, weil er euch auf die Probe stellen will. Haltet euch vor Augen, dass er zu fürchten ist, damit ihr kein Unrecht tut.«
Die Gegenwart Gottes kann erschrecken sein, besonders wenn wir uns von unserer Ungerechtigkeit und Unvollkommenheit bewusst machen.
Die Menschen sollten schon wissen, dass er zu fürchten ist … dass er wenn er es wollte, schrecklich gegen ihre Ungerechtigkeit handeln könnte ….
Aber, “Fürchte dich nicht” … er will uns nicht einfach bestrafen, sondern uns auf dem Weg der Gerechtigkeit leiten.
Ein Gott, von dem wir uns nicht fürchten sollen:
So spricht Gott diesen Satz immer wieder zu:
“Fürchte dich nicht …” Abram - Hagar - Isaak - Jakob - Mose - Josua - Gideon - Volk - Maria - Josef - Hirten - Petrus - Jünger - Johannes
Fast immer kommt „Fürchte dich nicht“ genau dann, wenn:
Menschen Gott begegnen
sie überfordert oder erschrocken sind
etwas Neues beginnt
Gottes erste Reaktion auf menschliche Angst ist Zuspruch, nicht Drohung.
Er will nicht Furcht oder Schreck in uns wecken, sondern was ganz anderes:
1 John 4:18 BB
18 In der Liebe gibt es keine Furcht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe. Bei dem, der sich fürchtet, hat die Liebe ihr Ziel noch nicht erreicht.
Er will wir uns in seiner Liebe begegnen. Wenn wir Gottes Liebe kennen, verschwindet die Angst vor ihm.
Es gibt eine bemerkenswerte Rede von Jesus in Matthäus:
Matthew 10:28 BB
28 Habt keine Angst vor denen, die nur den Körper töten können, aber nicht die Seele. Habt aber umso mehr Angst vor dem, der Seele und Körper in der Hölle vernichten kann.
Einige Menschen denken, dass Jesus sich auf Gott selbst bezieht, wenn er uns auffordert, den zu fürchten, der Leib und Seele in der Hölle verderben kann.
Aber der Punkt hier ist das Gegenteil.
Denn genau in diesem Kontext wiederholt Jesus die Aussage “Fürchte euch nicht” mehrmals. (V.19, 26, 31,)
Jesus beschreibt zwei Ebenen von Feinden:
Die sichtbaren Feinde (Die Pharisäer, die Verräter, Rom, Herodes) sie können nur den Leib töten.
Die unsichtbaren, Mächte des Bösen, die unsere Seele bedrohen, dass wir uns verlieren
Die größte Gefahr besteht darin, dass die Nachfolger von Jesus, als Schafe miten unter den Wölfen leben, in der Versuchung geraten, Finsternis mit Finsternis zu bekämpfen - Böses mit Böse antworten. Wenn wir uns von Rache und Vergeltung verführen lassen, statt im Licht zu bleiben - und die Gefahr des Bösen, der Teufel, der bedroht unsere Seele. Vor dem, und seinen Einfluss auf unseren Gedanken und Emotionen sollen wir uns fürchten.
Gott hingegen ist der, den wir NICHT fürchten müssen - ihm können wir unser Leben, unsere Seele, alles anvertrauen. Er ist stärker als der Gegner, sein Geist ist stärker als das Böse und wenn wir uns ihm anvertrauen, sollen wir standhaft in seiner Liebe bleiben … und so sind wir auf der sichere Seite. Der Feind wird es nicht schaffen, uns zu seiner Seite zu ziehen, dass wir so böse werden, wie er ist.
Das größte Zeichen, dass Gott uns gibt, dass er uns keine Angst/Furcht erzeugen will, ist das Werk Jesu
Hebrews 2:15 BB
15 Und er [Christus] sollte die Menschen aus der [Furcht] vor dem Tod befreien. Diese Angst hielt [die Menschen] ihr Leben lang in Sklaverei.
Der Tod war die Strafe/Konsequenz für die Sünde. Wovon wir uns alle fürchten.
Deshalb versteckten sich Adam und Eva vor Gott.
Deshalb fürchtete sich das Volk vor Gottes Stimme: das war die Angst vor dem Tod.
Also … Von der Angst/Furcht vor Gott → davon sollen wir frei werden
Es gibt aber eine zweite Dimension der Furcht …

b) Die Gottesfurcht in Bezug auf meine Frömmigkeit/Lebenswandeln

Es gibt eine positive Dimension der Gottesfurcht: im Sinn von Ehrfurcht, Hingabe, Lebensführung.
Hier geht es um die Motivation und die Art und Weise, wie ich meinen Glauben lebe und mein Leben führe.
Die Bekannteste Stelle in diesem Sinne ist:
Proverbs 1:7 LU17
7 Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht.
Die Furcht des Herrn (Die Ehrfurcht vor dem Herrn) wird als Schlüssel dafür, um das Neue Gottes zu erfahren.
Das Geheimnis dieser Dynamik der „Neuanfängen“ , der Gewinnung von Neuerkenntnisse wird nur wirklich Weise sein, es wird nur gut sein, wenn wir zu „dem richtigen Anfang / dem Ursprung“ kommen: Die Furcht des Herrn
Dabei ist mit 'Furcht' nicht Angst vor Gott gemeint, sondern eher Respekt vor und Aufmerksamkeit für Gott, auf das was er für uns bestimmt hat.
Denn jedes Mal, wenn wir einen „Neuanfang" verfolgen, neue Erkenntnisse gewinnen, ohne auf dem "der Ursprung" zu beachten, wird der Prozess uns vielleicht doch helfen, etwa bessere Menschen zu werden, es wird aber unvollkommen/ leer sein.
Wenn ich aber Gott begegne, und erkenne dass er “der andere ist” - der herrlich, heilig und größer ist als ich, dass ich eigentlich vor ihm nichts bin … das ist der Startpunkt des echten Lebens.
Es ist der Petrus, der diesem mysteriösen Rabi begegnet und erkennt:
Luke 5:8–9 BB
8 Als Simon Petrus das sah, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte: »Herr, geh fort von mir! Ich bin ein Mensch, der voller Schuld ist!« 9 Denn er und die anderen, die dabei waren, waren sehr erschrocken. So riesig war der Fang, den sie gemacht hatten.
Die neue Anfänge beginnen genau an diesem Moment, wo ich Jesus in der Ehrfurcht begegne.
Und dann hört Petrus auch sofort:
Luke 5:10 BB
10 … Jesus sagte zu Simon: »Hab keine Angst! Von jetzt an wirst du ein Menschenfischer sein!«
Petrus erlebt ein neuer Anfang in dem Moment wo er es aufgibt, das Leben nach seine eigenen Muster zu gestalten. Er erkennt die Größe Gottes in Christus, gibt sich selbst auf … und gleichzeitig, hebt Jesus ihm wieder auf und Petrus beginnt eine neue Geschichte zu schreiben: In der Ehrfurcht vor Gott, aber ohne die Angst vor ihm.
In diesem Sinne wird Ehrfurcht an vielen Stellen in dieser Dimension des guten Lebenswandels in der Beziehung zu Gott beschrieben:
Deuteronomy 6:2 BB
2 Israel, begegne dem Herrn, deinem Gott, mit Ehrfurcht, indem du alle seine Gesetze und Gebote befolgst! … Halte dich immer daran, dann wirst du ein langes Leben haben!
Wir sehen, dass die Motivation für das Gehorsam soll nicht die Angst vor Gott sein, oder die Angst vor eine Strafe, sondern der Wunsch nach dem guten Leben.
Die Weisheitssprüche thematisieren es auch:
Proverbs 19:23 BB
23 Wer dem Herrn mit Ehrfurcht begegnet, entscheidet sich für das Leben. Ruhig und sicher verbringt er die Nacht, behütet vor aller Gefahr.
Wenn die Furcht vor Gott dich innerlich unsicher und ängstlich macht, dann ist das nicht die Ehrfurcht, die vom Heiligen Geist bewirkt wird. Diese Furcht hat eine andere Quelle.
Wenn die Ehrfurcht dich aber Frieden und Geborgeheit schenkt … Leben erzeugt … dann ist eine eine Ehrfurcht, die von Gott selbst kommt.
Es geht sogar ein Schritt weiter …
Proverbs 8:13 BB
13 Dem Herrn mit Ehrfurcht zu begegnen, bedeutet, das Böse zu hassen. Darum hasse ich Hochmut, Stolz, unrechtes Tun und einen Mund, der die Wahrheit verdreht.
Die Ehrfurcht vor Gott führt zu einer klaren inneren Haltung der Ungerechtigkeit gegenüber.
Wer kennt diese alte Radios, wo man einen Regler drehen musste, um die richtige Frequenz für eine Radiosendung zu synchronisieren?
Menschen, die eine gesunde Ehrfurcht vor Gott haben, ohne die giftige Angst, sie synchronisieren das eigene Herz mit dem Herzen Gottes. Sie beginnen das Böse in der Welt und das Böse in sich selbst zu hassen, und setzen sie sich ein, für die Gerechtigkeit und für die Wahrheit.
Die Ehrfurcht vor Gott ist der Ausdruck von dem tiefen Wunsch des Herzens, so zu werden wie Gott selbst ist. Er hat uns ja versprochen, dass wir Teilhaber seiner Natur werden.
Einige Kommentatoren meinen sogar, dass das Wort Ehrfurcht in der Aufzählung von Petrus, eigentlich in diesem Sinne zu versehen ist. Sonst hätte er es eigentlich als erstes in der Auflistung platziert: Ich möchte so barmherzig, so gerecht, so gnädig sein wie meinem Gott.
Deshalb werden wir auch im Neuen Testament dazu ermutigt, in Ehrfurcht vor Gott zu leben:
1 Peter 1:17 BB
17 Ihr betet doch zu Gott als eurem Vater. Er beurteilt jeden nach seinem Tun, ohne Ansehen der Person. Führt deshalb ein Leben in Ehrfurcht vor Gott, solange ihr noch hier in der Fremde seid.
Auch Christen leben bewusst vor Gott – nicht leichtfertig.
Paulus fordert auch eine ernsthafte, verantwortliche Nachfolge:
Philippians 2:12 SLT
12 … verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern;
Wir sehen …
Die Gottesfurcht ist etwas Positives. Sie bedeutet: Gott ernst nehmen. Wer Gott im Ehrfurcht begegnet, bleibt ihm treu.
Praktisch zeigt sich das darin, dass er nach Gottes Geboten lebt. Kurz gesagt: Gottesfurcht heißt, Gott ernst nehmen und entsprechend handeln.
Nicht Distanz zu Gott, sondern eine tiefe, ehrfürchtige Nähe.
Fazit: Mit Ehrfurcht/Furcht ist es nicht Angst vor Gott gemeint, sondern den ehrenvollen Respekt vor ihn und vor sein Wort, in der Sicherheit seiner Gnade und Liebe und den tiefen Wunsch, so zu werden wie er ist.

DU

Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.

3) Wie können wir in der Ehrfurcht leben?

FOLIE
Ehrfurcht wächst durch eine bewusste Neuausrichtung unseres Herzens auf Gottes Herrlichkeit und Heiligkeit.

1) Ehrfurcht wächst in der Anbetung und Lobpreis,
durch Kunst, Poesie, Musik und 
das durch das Staunen der Schöpfung

Deshalb ist die Praxis des Gebets, der Anbetung und der Lobpreis einen sehr guten Anfang.
Gott hat uns Menschen gegeben, die eine unglaubliche Gabe haben, seine Große und Herrlichkeit in Kunst, Worten, Reimen und Melodien zu packen. Das sind alle Hilfsmittel, die uns dazu bewegen, unsere Sicht von Gottes Charakter zu erweitern und vertiefen.
Und es gibt Kunst, Poesie und Lieder für jeden Geschmack.
Suche das was zu dir passt … und lass dich davon in die Anbetung und Lobpreis leiten.
Die Ehrfurcht, die Verwunderung, das Staunen über Gott wird in dir wachsen.
Psalm 8:4–5 BB
4 Schaue ich hinauf zum Himmel, staune ich über das Werk deiner Finger. ... 5 Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst? …
Sich im Alltag bewusst machen: Ich lebe vor Gott.

Sich selbst als ein kleiner Teil einer größeren Schöpfung wahrzunehmen

In unseren Glaubenskurs über Nachfolge, haben wir das Zeugnis von einer Person gehört, die es damit zu kämpfen hatte, ihren Tag nicht mit dem Nachrichten auf dem Handy zu beginnen, sondern mit einer Stille Zeit und mit dem Blick auf die Schöpfung.
Und die Person hat einen Interessante Satz gesagt:
“Mein Tag damit anzufangen, einfach in der Stille draußen zu sein, und nicht mit dem Nachrichten von dem Handy, war eines der geistig-transformativsten Dinge, die ich in meinem Leben getan habe. … Einfach nach draußen zu treten, egal wie das Wetter ist … und verbringe einfach ein Moment damit, der zu sein, der ich wirklich bin, nämlich ein sehr kleiner Teil einer sehr großen Welt, anstatt das zu sein, was ich auf dem Bildschirm bin, nämlich ein sehr großer Teil einer ganz kleinen Welt.” - Andy Crouch
Das ist eine einfache aber wirksame geistliche Übung, um in der Ehrfurcht vor Gott zu wachsen. Den Tag damit zu beginnen, in der Wahrnehmung, dass ich vor Gott und vor seiner Schöpfung eigentlich ganz klein bin. In den selben Augenblick wird Gott größer, und ich kann seine Gnade und Liebe zu mir viel intensiver wahrnehmen.
Das führt zu den Punkt, den wir schon vor einigen Wochen gesprochen haben:

2) In dem wir Gottes Wort aufnehmen und darauf hören

Psalm 1:2–3 BB
2 Vielmehr freut er sich über die Weisung des Herrn. Tag und Nacht denkt er darüber nach und sagt Gottes Wort laut vor sich hin. 3 Er gleicht einem Baum, der am Wasser gepflanzt ist. Früchte trägt er zu seiner Zeit …
In der Erkenntnis Gottes wachsen
Gottesfurcht wächst, wenn wir Gottes Wort aufnehmen und darauf hören.
je tiefer ich meinen Gott kenne, desto mehr werde ich von gesunder Ehrfurcht erfüllt, nicht aus Angst sondern aus Staunen.
Entscheidend dabei ist aber, dass die Ehrfurcht nicht allein aus Informationen über Gott wachen wird. Diese Informationen sollen das Herz durchdringen - sie sollen zu Erfahrungen werden, die unsere Emotionen auch erschüttern.
Diese Erfahrungen, wird Gott selbst uns schenken.

3) Ehrfurcht wächst, wenn wir danach streben, 
das zu tun, was der Vater im Himmel tut.– Gehorsam im Alltag

Proverbs 8:13 BB
13 Dem Herrn mit Ehrfurcht zu begegnen, bedeutet, das Böse zu hassen. Darum hasse ich Hochmut, Stolz, unrechtes Tun und einen Mund, der die Wahrheit verdreht.
Ehrfurcht entsteht nicht nur im Kopf, sondern durch konkrete Entscheidungen und Handlungen.
Besonders in der Praxis der Vergebung:
Psalm 130:4 BB
4 Doch bei dir liegt die Kraft der Vergebung. Dafür begegnet man dir mit Ehrfurcht.
Paradox, aber zentral: Gnade führt zu Ehrfurcht, nicht Angst.

Vergebung, die Ehrfurcht weckt

Die Geschichte von Das Gleichnis vom hartherzigen Verwalter (Matthäus 18,23-32)
Ein König will mit seinen Dienern abrechnen. Einer schuldet ihm 10.000 Talente – eine unvorstellbare Summe, die er niemals zurückzahlen könnte. Der Diener fällt auf die Knie und fleht um Geduld. Der König hat Erbarmen und erlässt ihm die gesamte Schuld.
Doch dieser begnadigte Diener trifft einen Mitknecht, der ihm 100 Denare schuldet – eine winzige Summe im Vergleich. Trotz dessen Flehen würgt er ihn und wirft ihn ins Gefängnis.
Als der König davon erfährt, ist er empört: "Hättest du nicht auch Erbarmen haben sollen, wie ich es mit dir hatte?" Der unbarmherzige Diener wird bestraft.
Hier sehen die schmale Linie zwischen Frucht und Ehrfurcht.
Hätte der Knecht sich von der Vergebung Gottes verändern lassen, und seinen Kollege auch vergeben, wäre er in Ehrfurcht gewachsen: Ehrfurcht, die ihm Gott und seinem Nächste nähe gebracht hätte.
Er hat sich aber nicht verändert lassen, sondern seine Beziehung zu dem König war immer noch auf Grund der Angst, der Frucht gegründet. So konnte er seinen Kollege nicht vergeben und musste dann Doch echt Angst vor dem König haben.

ENDE

Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.

MAIN POINT

Was tun wir jetzt
Hebrews 4:16 BB
16 Lasst uns also voller Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. So können wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden. Und so werden wir zur rechten Zeit Hilfe bekommen.
Wir dürfen zu Gott kommen – nicht ängstlich, sondern vertrauensvoll.
„Das Auge des HERRN ist auf die gerichtet, die ihn fürchten…“ — Psalm 33,18
Gottes Nähe gilt denen, die ihn ernst nehmen.
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