Gott vs. Götter Exodus 7-11

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Notes
Transcript

Einleitung

Liebe Gemeinde, ich möchte euch heute mitnehmen zu einem der größten Kämpfe die gekämpft wurden!
Die Predigt heißt heute: Gott vs. die Götter
Und jetzt stellt euch einmal ein Boxring vor:
Links: Der Pharao: ein Gottkönig; der Herrscher der Mächtigsten Nation der Welt - ein König, der sich selbst als Gottheit ansieht und auch verehren lässt! Ein König, was ein riesiges Volk als “Sklavenarbeiter” hält.
Und auf der anderen Seite: Da steht ein 80-jähriger Hirte aus Midian, Mose sein Name, und was er hat dabei? Ein Holzstock, sein treuer Begleiter, mit dem er schon viele Jahre die Schafe gehütet hat.
Ja man könnte meinen, das dieser Kampf ein ganz schneller KO-Sieg wird für den Pharao.
Ja das ist tatsächlich ein komisches Bild. Genauso komisch war die Situation in den Augen des Pharaos, in den Augen der Israeliten und auch stückweit in den Augen Moses.
Was war passiert?

Rückblick

Matthias hat uns letzte Woche mit reingenommen in die Offenbarung Gottes: Der ewige, allmächtige Gott ist Mose begegnet und hat sich ihm vorgestellt.
Mose wurde von Gott ausgewählt und vorbereitet, das Volk Israel aus Ägypten zu befreien - darum soll es heute gehen! Gottes Befreiung des Volkes Israels.
Aber wenn wir letzte Woche dabei gewesen sind, dann wissen wir: Das Bild passt nicht ganz!
Es steht nicht Mose in der einen Ecke des Boxringes - Es ist Gott selber.
Es ist der Gott, der Mose in dem brennenden Buch begegnet ist und sich ihm vorgestellt hat als Jahwe.
Jahwe: Ich bin, der ich bin - ist sein Name!
Und in der Zwischenzeit ist Mose und sein Begleiter und Bruder Aaron zum Pharao gekommen.

1. Jahwe, wer soll das denn sein?

Ich werde heute in der Predigt immer auszugsweise Stelle vorlesen. Ich möchte euch jetzt mitnehmen in die Begegnung des Pharaos mit Mose und Aaron.
Kommt mit uns schaut wie der Pharao über den Vorschlag denkt: Ex 5,1-2 Bibel
Exodus 5,1–2 NeÜ
1 Dann gingen Mose und Aaron zum Pharao und sagten: „So spricht Jahwe, der Gott Israels: ‚Lass mein Volk ziehen, damit es in der Wüste ein Fest für mich feiern kann!‘ “ 2 Aber der Pharao erwiderte: „Jahwe, wer soll das denn sein, dass er mir befehlen kann, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne Jahwe nicht und werde Israel auch nicht ziehen lassen!“
Und wir dürfen hier auch nicht vergessen: Der Pharao hatte allen Grund zu denken - dass alle Götter auf seiner Seine sind. Schließlich war Ägypten doch das gesegneteste Land auf der Erde.
Das Volk von diesem Jahwe: ja die sind Sklaven und arbeiten für den Pharao
Deshalb ist es ja auch nicht verwunderlich, dass diese Rede Moses auf taube Ohren stieß
Jahwe: Wer soll das denn sein?
Als Folge dessen wird die Arbeit für die Israeliten noch härter gemacht, und das führte sogar zu Unruhen innerhalb des Volkes Israels!
Das Volk Israel konnte Moses handeln nicht nachvollziehen - und das hatte seinen Grund Nicht nur die Ägypter hatten keine Ahnung von Jahwe: Die Israeliten kannten Gott ebenfalls nicht gut.
In all den Jahren in der Sklaverei hat Israel Gott vergessen!
Wir lesen z.B. in Jos 24,14
Josua 24,14 NeÜ
14 „Darum fürchtet Jahwe“, ‹fuhr Josua fort›, „und dient ihm aufrichtig und treu! Trennt euch von den Göttern, denen eure Vorfahren im Land jenseits des Stromes und in Ägypten gedient haben! Dient allein Jahwe!
Gott musste nicht nur die Israeliten aus der Hand Ägyptens befreien: Nein Israel musste ebenfalls aus ihrem Götzendienst befreit werden!
Und so haben die 10 Plagen ein doppeltes Ziel: Gott will sich in diesem Machtkampf nicht nur den Ägyptern offenbaren, sondern er muss sich auch seinem eigenen Volk ganz neu vorstellen!
Und so sagt Gott zu Israel:
Exodus 6,7 NeÜ
7 Ich nehme euch als mein Volk an und werde euer Gott sein. Ihr sollt erkennen, dass ich Jahwe bin, euer Gott, der euch von der Zwangsarbeit für die Ägypter befreit hat.
Aber dann sehen wir auch eben in Ex 7,5
Exodus 7,5 NeÜ
5 Die Ägypter sollen erkennen, dass ich Jahwe bin, dessen Macht sie spüren, wenn ich die Israeliten aus ihrem Land wegführe.“
Was beim Pharao wie eine einfache Frage klingt - entpuppt sich als die wichtigste Frage überhaupt: Jahwe? Wer ist das? Warum sollte ich ihm gehorchen?
Und die 10 bekannten Plagen sind Gottes Antwort auf diese Frage!

2. Trailer (2. Mose 7,8–13)

Wie bei jedem guten Boxkampf gab es aber auch hier eine Art Trailer.
Gott wollte dem Pharao schon zeigen, wer der Sieger sein wird.
in dieser kurzen Episode zeigt Gott wie der gesamte Konflikt ablaufen wird.
Kommt mit und schaut euch den Trailer an:

Gehorsam Ex 7,8-10

Lasst uns zunächst Ex 7,8-10 lesen
Exodus 7,8–10 NeÜ
8 Jahwe hatte Mose und Aaron nämlich gesagt: 9 „Wenn der Pharao verlangt, dass ihr euch durch ein Wunder ausweist, dann sagst du zu Aaron: ‚Wirf deinen Stab vor dem Pharao auf den Boden!‘ Dann wird er zu einer Schlange werden.“ 10 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao und taten, was Jahwe ihnen aufgetragen hatte. Aaron warf den Stab vor dem Pharao und seinen Hofbeamten hin und er wurde zur Schlange.
Gott verlangt zunächst von Mose und Aaron diesen Stab mitzunehmen!
Der Stab symbolisierte Gott als denjenigen, der Zeichen und Wunder tat.
Während der gesamten Reise Israels war er gewisser weise der Repräsentant von Gottes Gegenwart und Macht
Aber was hier ebenfalls spannend ist:
Exodus 7,10 „10 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao und taten, was Jahwe ihnen aufgetragen hatte.
Diese zwei Männer haben Glaubensschritte gewagt und sind auch in ihrem Gehorsam Gott gegenüber gewachsen!
Zuvor wollte Mose noch mit Gott diskutieren und Ausreden suchen - Aber jetzt tut er GENAU das was Gott von ihm verlangt.

Gottes überlegene Macht über Ägyptens Götter Ex 7,8-12

Bibel:
Exodus 7,10–12 NeÜ
10 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao und taten, was Jahwe ihnen aufgetragen hatte. Aaron warf den Stab vor dem Pharao und seinen Hofbeamten hin und er wurde zur Schlange. 11 Da rief der Pharao seine Weisen und Zauberer. Diese seine Magier vollbrachten mit ihren Zauberkünsten dasselbe. 12 Jeder warf seinen Stab auf den Boden und es wurden Schlangen daraus. Doch Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.
In diesem Trailer haben wir es auf einem Mal mit einer Schlange zu tun! Und das ist keine Blindschleiche gewesen, sondern meines Wissens nach eine große tödliche, giftige Kobra (So scheint das verwendete Wort dies herzugeben).
Also Aaron warf seinen Stab auf den Boden und die Hofbeamten konnten dies direkt nachmachen.
Wisst ihr: Der Pharao trug eine Schlange auf seinem Kopf als Symbol seiner Autorität!
Er sollte gefürchtet werden, so wie man eine Kobra fürchten sollte
So gab es auch einen Tempel nur für die Schlangengöttin!
Und wie zeigt Gott, dass er über den Schlangengöttern steht?
V12: Gottes Schlange fraß die anderen Schlangen einfach auf
Gott macht hier eine krasse Kampfansage: Er nimmt es also mit den Göttern Ägyptens auf.
der einzig wahre und lebendige Gott würde Zeichen vollbringen, die so erstaunlich waren, dass es kein Zweifel geben könnte, dass er überlegen ist.
Es werden nicht nur 3 Frösche, 20 Mücken, bissle rotes Wasser und etwas Hagel folgen - Die Plagen die Folgen, werden ein entsetzliches Zeichen von Gottes Gericht und seiner souveränen Macht sein.
Gott wird jetzt auf die törichte Frage antworten: Wer ist dieser Jahwe.
Diese Frage möchte Gott auch heute bei dir beantworten: Er stellt sich auch dir heute weiter vor. Er möchte dir heute zeigen - Er ist der Schöpfer, der Herr! Er ist, der er ist!

Gefälschte Zeichen Ex 7,11-12

Wir wollen kurz bei diesen Magiern stehenbleiben.
Diese “Magier” wie sie hier genannt werden, waren Priester im Dienst der ägyptischen Götter
Es ist überliefert, dass es nicht untypisch war, dass diese Magier Zeichen vollbringen konnten!
Was Mose uns hier zeigen will, dass Ägypten offensichtlich im Kontakt mit dunklen Mächten stand.
Die Magier konnten Macht ausüben oder ihre Macht nutzen, um dieses Zeichen zu vollbringen, aber sie hatten keine “Herrschaft”/ Autorität über diese Situation.
Das zeigt Gott so eindrucksvoll, weil die Schlange Gottes die anderen Schlangen einfach auffraß!
Gott steht über all die anderen Götter - selbst wenn sie erstmal scheinbar krasse Zeichen vollbringen können.

Andauernde Verhärtung (Ex 7,13)

Der 4. Punkt, wie diese Vor Szene schon auch die Handlung der 10 Plagen vorausschattet ist, dass Herz des Pharaos!
Trotz dieses krassen Wunders blieb der Pharao unempfänglich. Er war nicht daran interessiert, auf Gott zu hören. Er hatte kein Gefühl für Gott.
Exodus 7,13 NeÜ
13 Der Pharao aber blieb hart. Er hörte nicht auf Mose und Aaron, wie Jahwe es gesagt hatte.
So wie Gott es vorausgesagt hat: ER hatte ein schweres, kaltes, verhärtetes Herz. Was wiederum eig. keine Überraschung hätte sein dürfen. Gott sagte nämlich schon davor:
Bibel
Exodus 7,3–4 NeÜ
3 Ich selbst werde den Pharao starrsinnig machen und werde viele Zeichen und Wunder im Land Ägypten tun. 4 Der Pharao wird nicht auf euch hören. Deshalb wird Ägypten meine Macht zu spüren bekommen, und ich werde meine Scharen, mein Volk, die Israeliten, unter gewaltigen Strafgerichten aus dem Land Ägypten herausführen.
Und so steht der Pharao auch jetzt schon als eine Warnung für alle da: Verhärte dein Herz nicht gegenüber Gott.
Er sah die Zeichen und Wunder - und weigerte sich dennoch zuzuhören.
Wir denken auch oft: Wenn ich mehr Wunder sehen würde, dann würde ich glauben - ABER wir sehen auch hier: Viele Wunder führen nicht automatisch zum Glauben. Glauben ist eine Herzensentscheidung.
In diesem kleinen Trailer vor dem großen Kampf haben wir eig. die Grundzüge schon erkennen können!
Mose und Aaron sind Gott gehorsam
Gott wird die anderen Götter demütigen
Die Magier werden auch versuchen die Wunder nachzuahmen
Aber das Herz des Pharaos bleibt verhärtet

3. Hauptkampf (7,14–11,10)

Jetzt wird es aber richtig ernst. Die 2 Gegner steigen in den Ring:
Auf der einen Seite der Pharao, der sich immer noch denkt: Wer ist dieser Jahwe, dass ich auf ihn hören sollte
und auf der anderen Seite Jahwe persönlich, der sich offenbaren möchte.
So sagt Gott selbst in Ex 12,12, was er vorhat:
Exodus 12,12 NeÜ
12 In dieser Nacht werde ich durch Ägypten gehen und jede männliche Erstgeburt bei Mensch und Vieh töten. An allen Göttern Ägyptens werde ich das Gericht vollstrecken, ich, Jahwe.
Was ist die Taktik Gottes? Wie kämpft er? Mit welchen Waffen zieht Gott jetzt in den Krieg?
Gott er wird sich präsentieren, als der Gott, der über allem herrscht. Wasser - Land - Luft!
Weil Ägypten den Schöpfer ablehnt, baut Gott in diesen Plagen die Schöpfung wieder ab. Es ist quasi ein Zurückbau der Schöpfung Gottes.
Bei der Schöpfung herrschte auf der Erde ein Tohuwabohu. Chaos und Unordnung waren über die Erde.
Gott möchte der Welt zeigen wer er ist. Und so Ent-Schöpfert er die Erde nun vor den Augen der ganzen Welt - Gott wickelt die Schöpfung gewisser weise Rückwärts ab.
Chaos und Unordnung ersetzen den geordneten Kosmos.

1. Plage Nil:

Jetzt wollen wir uns anschauen, wie Gott sich konkret offenbart.
Ich möchte Ex 7,16-17 lesen. Der Kampf beginnt:
Exodus 7,16–17 NeÜ
16 Sag zu ihm: ‚Jahwe, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir geschickt und fordert dich auf: Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste dient! Aber bis jetzt hast du nicht darauf gehört. 17 So spricht Jahwe: Jetzt wirst du merken, dass ICH da BIN. Pass auf! Ich werde mit dem Stab in meiner Hand auf das Wasser im Nil schlagen, und es wird sich in Blut verwandeln.
Mose & Nil: Mose hat ja schon eine sehr spezielle Verbindung zu diesem Fluss.
Nach seiner Geburt wurde er aus diesem Fluss heraus gerettet. Jedoch wurden viele andere hebräische Babys genau hier ertränkt!
Und genau dieser Fluss wird nun zu Blut. Gottes Gericht trifft die Ägypter am Ort ihrer tiefsten Sünde!
Mose hätte ja auch das Wunder einfach im Hause des Pharaos machen können! Aber Gott hat sich für den Nil entschieden, weil der Nil Lebensnotwendig war für die Ägypter! Der Nil Gott, der die Versorgung der Ägypter sicherstellte, wurde direkt gedemütigt!
der Nil wurde genutzt als Transportweg, Bewässerung, aber auch damit Ägypten mit Trinkwasser versorgt wird, sowie auch die Nahrung von A nach B zu bringen.
Wir können es vergleich wie mit einer Ölkrise. Jetzt wo der Sprit etwas höher ist, schreit schon ganz Deutschland Richtung Berlin.
Aber stellt dir vor was da losgewesen sein muss: Kein Wasser, keine Nahrungsmittel, keine Infrastruktur.
Und das alles mit der ersten Plage - ein Stich ins Herz Ägyptens.

2. Plage Frösche:

Der Schöpfer Gott offenbart sich weiterhin als den Gott der gesamten Welt, indem er direkt das nächste “Lebensnotwendigen” Gott an. Den Gott Heket! Der Gott war verantwortlich für die Population und half bei der Geburt!
So waren die Frösche heilig - man durfte sie nicht mal töten. So ein Respekt hatte man vor den Fröschen!
Gott demütigt diesen Gott so sehr, dass es heißt: Ex 8,9-10
Exodus 8,9–10 NeÜ
9 Jahwe erhörte Mose, und überall in den Häusern, auf den Gehöften und Feldern starben die Frösche. 10 Haufenweise schüttete man sie zusammen, und das ganze Land war von Gestank erfüllt.
Dieser mächtige Gott, lag nun Haufenweise auf der Straße und erfüllte das Land mit Gestank!

3. Plage Mücken

Nachdem Gott 2 Mal die Götter gedemütigt hat, die etwas mit dem Wasser zu tun haben, richtet er sich nun Richtung Erde.
Bei dieser Plage ist es etwas schwieriger festzustellen, was für Tiere es wirklich waren. Einige gehen von Läuse aus, andere von Moskitos.
Und ich meine wer kennt die die Diskussion nicht: was genau ist jetzt eine Schnake? Was ist eine Mücke?
Was aber deutlich wird:
So soll auch Aaron mit dem Stab auf die Erde schlagen und der Staub wird lebendig zu Mücken.
Kennst du das vielleicht: Man fängt an ein Fußball Spiel zu schauen und auf einmal merkt man, du ich glaube mein Team ist am verlieren? Ich glaub ich wechsel nun das Team...
Und diese Plage führt dazu, dass sogar die Begleiter um den Pharao feststellen müssen:
Exodus 8,15 NeÜ
15 Da sagten sie zum Pharao: „Das ist Gottes Finger!“ Aber der Pharao blieb hart und hörte nicht auf sie, wie Jahwe es gesagt hatte.
Die ersten 3 Plagen sind also rum. Bewirkt im Herzen des Pharaos hat es leider nicht viel.
Wir kommen nun zum 2. Zyklus. Der 4. und 5. Plage:

4. und 5. Plage: Stechfliegen und die Viehpest

Ab der 4. Plage wird es spannend, weil die ersten 3 Plagen musste Israel miterleben. Sie waren voll im Geschehen involviert.
Aber Gott verschont ab der 4. Plage die Hebräer: Sie sind nicht mehr betroffen von den Plagen.
Exodus 9,6–7 NeÜ
6 Am nächsten Tag schickte Jahwe die Seuche. Da verendete das ganze Herdenvieh der Ägypter, aber vom Vieh der Israeliten kam kein einziges Tier um. 7 Der Pharao ließ es nachprüfen, und tatsächlich war bei den Israeliten nicht ein einziges Stück Vieh eingegangen. Dennoch blieb der Pharao starrsinnig und ließ das Volk nicht ziehen.
Und Gott zeigt hier schon: Das Gott eig. immer im Gericht auch Barmherzig ist! Gott bietet immer seine Gnade an!
Wer zu Gott gehört ist vor seinem Gericht sicher!
Das war damals so, das ist auch heute so!

6. Plage Geschwüre:

Dieser Machtkampf nimmt immer mehr Fahrt auf. Das Land Ägypten leidet sehr stark darunter. Die Szene wird immer aussichtsloser.
Wir können uns sicherlich vorstellen, dass auch das Pharao innerlich immer wieder dachte:
Das kann doch alles nicht wahr sein - ich habe doch so starke Götter - schließlich sind wir doch die Weltmacht! Außerdem habe ich ja immer noch meine Magier um mich, die auch Zeichen vollbringen können.
Nein ich werde die Israeliten nicht ziehen lassen - ich bin doch nicht doof - wer ist dieser Jahwe, dass ich auf ihn hören sollte?
Exodus 9,10 NeÜ
10 Da nahmen sie Ruß und traten vor den Pharao. Mose warf ihn in die Luft. Schon nach kurzer Zeit litten Menschen und Tiere an aufbrechenden Geschwüren.
Die Magier, die ja auch Priester der Gottheiten Ägyptens waren, auch sie wurden befallen mit den Geschwüren.
Diese Krankheiten befiel das Volk der Ägypter, aber auch die Tiere. Und es befiel auch die Magier!
Und hörte der Pharao auf Gott?
Nein, so wie Gott es auch schon vorausgesagt hat, reagierte der Pharao mit seinem harten Herz immer noch nicht.

9. Plage: Finsternis

Dieser 3. Zyklus der hat es nochmal in sich!
Dabei möchte ich auf die 9. Plage zu sprechen kommen - Beispielhaft für die letzten 3 Plagen.
Weil hier widmet Gott sich jetzt dem Himmel zu. Nachdem er gezeigt hat, dass er Gott des Wassers ist, Gott der Erde ist, offenbart sich Gott nun als der Gott des Himmels.
In dem Sinne lasst uns Ex 10,21-23 lesen
Exodus 10,21–23 NeÜ
21 Darauf sagte Jahwe zu Mose: „Streck deine Hand zum Himmel aus! Dann wird eine solche Finsternis über Ägypten kommen, dass man sie mit Händen greifen kann.“ 22 Mose erhob seine Hand, und drei Tage lang wurde es stockfinster in ganz Ägypten. 23 Keiner sah den anderen. Drei Tage lang stand niemand von seinem Platz auf. Nur die Israeliten hatten Licht in ihren Siedlungen.
Nachdem der Pharao immer noch keine echte Buße getan hat, wird die Szene immer dunkler und dunkler!
Wie in einem Boxkampf, wenn man merkt: okey gleich kommt der KO-Schlag.
Gott, der nicht nur Wasser und Land regiert, sondern auch den gesamten Kosmos: Er schickte mitten am Tag eine totale Finsternis.
Und das, obwohl die Ägypter die Sonne anbeteten!
Ihr Sonnengott war der Amon-Re.
Während der Sonnenaufgang ihnen Hoffnung auf die Auferstehung machte, stand der Sonnenuntergang für den Tod!
Dieser Sonnengott war so wichtig für die Ägypter, weil der Pharao selbst als der Sohn des Sonnengottes verehrt wurde. Und so war dieser Sonnengott eig. der König aller ägyptischer Götter!
Und wie könnten diese 9 Plagen besser enden, als wenn Jahwe die Frage nach dem “Wer ist dieser Jahwe”, so eindrucksvoll beantwortet:
Gott bewies vor aller Welt, das er der Herr ist.
Das Jahwe den Himmel und die Erde regiert.
Er ist der wahre Herr - nicht der Pharao!
Der Pharao hatte halt ein Denkfehler: ein Denkfehler, der in dem modernen Denken genauso verbreitet ist!
Er war kein Atheist! Er hatte seine Götter - für alle wichtigen Lebensbereiche hatte er einen Gott Er hat sich auch nicht wirklich an dem Gott Israels gestört - Israel durfte Glauben was es wollte!
Es wurde bloß problematisch, als dieser Gott Jahwe Anspruch auf sein Leben und das Leben der Israeliten erhob. Und so geht es vielen in unserer Kultur heute auch: Sie fragen sich: Wer ist Jesus, dass ich ihm gehorchen sollte?
Und die Plagen war die Antwort Gottes darauf: ER ist der Gott der über Wasser, Land und Himmel regiert!

4. Wer ist dein Gott heute?

Und so wollen wir nun nochmal zu der Frage kommen: Wer oder was ist dein Gott heute?
Wir sind natürlich viel zu aufgeklärt, als dass wir an den einen Froschgott glauben würden oder so!
Aber: Ein Götze ist alles, was dir wichtiger ist als Gott, alles, was dein Herz und deine Phantasie mehr beansprucht als Gott, und alles, was dir das geben soll, was letztlich nur Gott dir geben kann
Wo setzten wir unser Vertrauen rein? Was lieben wir so sehr wie Gott? Wem dienen wir?
Wovon erhoffe ich mir ein erfülltes Leben? Geld, Karriere, Bekanntheit, Liebe?
Wo würde deine Welt zusammenbrechen, wenn du es nicht mehr hättest? Das ist nämlich dein Gott!
BU: Deshalb ist das auch für euch liebe Teenies ein so wichtiger Text! Gott will, dass ihr euer Vertrauen einzig und allein auf ihn setzt!
Gott möchte, dass ihr ihn immer mehr versteht und lieben lernt!
Ihr werdet in den nächsten Jahren die Frage beantworten müssen: Was ist dir wichtiger als der Gott Jahwe?
Gott hat in den Plagen so eindrücklich gezeigt, es ist absolut dumm sich an einen Götzen zu klammern! Weil Jahwe über allem steht!
Und eines ist klar: du wirst nie deine vollkommene Zufriedenheit in Macht, Anerkennung, Komfort oder Kontrolle finden! Weil sie nur in Gott zu finden ist!
Jeremia 2,13 NeÜ
13 Denn mein Volk hat doppelt Unrecht getan: Mich verließen sie, die Quelle lebendigen Wassers, um sich Regengruben auszuhauen, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten.
Du darfst darauf vertrauen, dass Gott dir ein erfülltes Leben schenken will! Er will dein lebendiges Wasser sein. Gott dein Schöpfer weiß doch am besten was dir wirklich gut tut und wie du ein Leben führen kannst, was erfüllt ist von einer Freude, die nur er schenken kann.
Aber wie kommen wir dahin?

5. Jahwe - mein Gott

Der Pharao hat im Laufen der Plagen auch immer wieder Momente gehabt, wo es so schien, als würde er auf verstehen, dass Gott der wahre Gott ist, aber er hat nie wirklich Buße getan!
Exodus 9,27 NeÜ
27 Da ließ der Pharao Mose und Aaron rufen und sagte ihnen: „Diesmal habe ich mich schuldig gemacht. Jahwe ist im Recht, ich und mein Volk sind im Unrecht.
Der Pharao hat die Konsequenzen bereut!
Er war es leid, unter diesen Plagen zu stehen und dachte sich, okey gut, dann komm ich halt zu Gott und sage, dass es “mir leid tut”, dann wird Gott die Plagen abtun...
Wir kennen das ja auch nur zu gut: Das ist wie wenn man geblitzt wird.
Wenn dann der Brief kommt, und man sein Führerschein abgeben muss: Ja das tut uns dann schon leid. Wir bereuen es, dass wir so schnell gefahren sind. Wir sind traurig darüber.
Aber bereuen wir die Tat an sich? Oder tut wir uns nur selbst leid, dass wir jetzt kein Auto fahren dürfen? Meistens ehr das zweite und so fahren wir das nächste Mal immer noch zu schnell. Wir leiben das schnelle Fahren, wir hassen eig. nur die Strafe.
Der Pharao hasste die Frösche usw. - er wollte die Plagen loswerden
Wenn wir aber diese Götzen wirklich loswerden wollen, dann muss die Buße tiefer gehen:
Es ist eig. immer ein gewisser 3-Schritt.
Erkennen: Eine gute Möglichkeit herauszufinden, was unsere Götzen in unserem Leben sind, ist zu prüfen: Was macht mich extrem wütend/panisch, wenn es mir weggenommen wird? Wo bricht meine Welt zusammen, wenn ich das jetzt verlieren würde?
Wahre Buße tun: Sag zu Gott: „Vergib mir. Reiß diesen Götzen vom Thron meines Herzens.
Ersetzen: Götzen werden nicht durch Willenskraft besiegt, sondern durch eine neue, schönere Liebe. Jesus muss für dein Herz anziehender werden als alles andere. Seine Liebe drängt den Götzen hinaus. Du musst das Vakuum im Herzen durch etwas Besseres ersetzen: Jesus Christus. Du verlierst die Lust an kleinen Götzen, wenn du die unfassbare Liebe des wahren Gottes siehst.
Gott er möchte auch dich befreien aus der Gefangenschaft - aus der Sklaverei der Sünde!
Aber nicht damit du einfach ein entspanntes leben führen kannst, sondern:
Exodus 7,26 NeÜ
26 Da sagte Jahwe zu Mose: „Geh zum Pharao und sage ihm: ‚So spricht Jahwe: Lass mein Volk ziehen, damit es mir dienen kann!
Gott befreit auch dich durch Jesus Christus damit ihm jetzt dienen können. Damit wir unsere Erfüllung in ihm finden! Gott wollte der sein, an dem sich Israel erfreut - er wollte ihr Herr sein. Jesus will auch dein Gott sein - Jesus will dir ein Leben in vollkommener Freude und Zufriedenheit schenken.
Deshalb mach es nicht wie der Pharao - Verhärte dein Herz nicht - setz dein Leben nicht auf Verlierer (Götzen/Götter).
Schenk Gott, dem wahren Sieger dein Vertrauen.

Überleitung Lied:

Das wollen wir jetzt auch gemeinsam bekennen in dem nächsten Lied:
Da heißt es: Kein andrer Gott ist so groß wie du - du bist geduldig und treu!
Deshalb lasst uns nun aufstehen, und uns gegenseitig diese tiefen Wahrheiten von Gott zuzusingen!
Unser Gott ist unendlich gnädig mit dem, der ihn anruft!
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