Ein Gott, der spricht - Jesus Christus

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An Ostern wird sichtbar: Gottes Wort gilt dir, geht durch dich weiter und spricht am Ende für dich – denn seine Liebe hört niemals auf.

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Gott spricht - Wie wird Gottes Wort sichtbar?

Wir feiern heute Ostern. Wir feiern das Jesus Christus von den Toten auferstanden ist. Und wir feiern nicht nur heute, sondern wir feiern 2 Tage. Wir haben jetzt zwei ganze Tage Zeit darüber nachzudenken, was das für uns bedeutet. Oder wir haben 2 Tage Zeit aus dem Alltagsstress rauszukommen und ein bisschen zu entspannen. Wir können ein paar Ostereier verstecken und dürfen vielleicht sogar selber etwas finden. Egal was du davon machst. Egal ob du dir Zeit zum nachdenken nimmst oder einfach nur entspannst, ist Ostern der Grund dafür. Ostern lädt zum ausruhen ein, nicht nur weil es freie Tage sind. Ostern lädt zum ausruhen ein, weil es nicht darum geht, dass wir etwas schaffen müssen. Es geht darum, dass etwas für uns geschaffen wurde. Wir dürfen an Ostern zur Ruhe kommen. Wir können auf etwas schauen. Wir schauen auf ein leeres Grab. Wir schauen auf ein Leben, dass uns geschenkt wurde. Wir schauen auf einen Tod, der uns etwas eröffnet. Wir schauen auf eine Auferstehung, die uns Hoffnung gibt. An Ostern geht es nicht darum, dass wir etwas getan haben oder tun müssen, sondern das etwas für uns getan wurde.
Johannes 1,14 BB
Er, das Wort, wurde ein Mensch. Er lebte bei uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. Es war die Herrlichkeit, die ihm der Vater gegeben hat – ihm, seinem einzigen Sohn. Er war ganz erfüllt von Gottes Gnade und Wahrheit.
Das Wort Gottes wurde ein Mensch. Was Gott uns Menschen sagen möchte, wurde Real. Seine Sicht auf unsere Welt und unser Leben wird in Jesus Christus real. Das ist es, was die Bibel sagt. Das ist es, was wir Christen sagen. Und zu diesem Leben scheint der Tod zu gehören, denn Jesus starb. Vor 2 Tagen an Karfreitag haben wir an seinen Tod gedacht. Zu diesem Leben scheint aber auch ein Leben danach zu gehören, denn heute feiern wir, dass Jesus nicht im Grab geblieben ist, sondern auferstanden ist. Das Leben von Jesus war ein Geschenk. Es war ein Geschenk an uns, damit wir sehen und verstehen können: So sieht Gott das Leben. So stellt er sich das Leben vor. Ein Leben, dass sich für andere hingibt. Ein Leben, dass nicht sich selbst in das Zentrum stellt. Ein Leben, dass heilt, liebt und Orientierung gibt. Der Tod von Jesus ist eine Öffnung. Gott gibt sich den Menschen ganz in die Hand. Er durchleidet, was wir leiden. Der Tod Jesu eröffnet uns eine neue Perspektive, einen Weg zu Gott. Er ist nicht fern. Er macht es sich nicht einfach. Er erlebt, was wir leben. Der Tod Jesu bereitet etwas vor. Er bereitet die Auferstehung vor. Die Auferstehung Jesu ist unsere Hoffnung. Es ist die Hoffnung, dass dieses Leben Gott sei Dank nicht alles ist. Es gibt mehr. Die Zerrissenheit, Angst und Kämpfe dieser Welt sind nicht alles, sondern nur ein Teil des Weges. Das lebendige Wort Gottes, Jesus, beschenkt uns, es eröffnet uns einen Weg und es gibt uns Hoffnung.

Gott spricht zu mir - Inwiefern gilt mir das Reden Gottes?

Das ist nicht nur Theorie, sondern gerade für die Menschen, die daran glauben, verändert es ihr Leben. Es verändert das Leben der Menschen, die erfahren, dass dieses Wort Gottes noch heute lebendig ist. Es hat das Leben derer verändert, die damals dabei waren, denn Jesus sprach damals zu ihnen und auch noch heute zu dir.
Johannes 20,11–16 BB
Maria blieb draußen vor dem Grab stehen und weinte. Mit Tränen in den Augen beugte sie sich vor und schaute in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern dort sitzen, wo der Leichnam von Jesus gelegen hatte. Einer saß am Kopfende, der andere am Fußende. Die Engel fragten Maria: »Frau, warum weinst du?« Maria antwortete: »Sie haben meinen Herrn weggenommen. Und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!« Nach diesen Worten drehte sie sich um und sah Jesus dastehen. Sie wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus fragte sie: »Frau, warum weinst du? Wen suchst du?« Maria dachte: Er ist der Gärtner. Darum sagte sie zu ihm: »Herr, wenn du ihn weggebracht hast, dann sage mir, wo du ihn hingelegt hast. Ich will ihn zurückholen!« Jesus sagte zu ihr: »Maria!« Sie wandte sich ihm zu und sagte auf Hebräisch: »Rabbuni!« – Das heißt: »Lehrer«.
Einige von uns sitzen hier und ihnen geht es wie Maria. Jesus hatte, bevor er starb, drei Mal angekündigt, dass er sterben und wieder auferstehen würde. Er hatte es Maria gesagt. Das war für sie in diesem Moment aber nicht fassbar. Sie sah das leere Grab und die einzige Erklärung war: Der Leichnam wurde geklaut. Es gibt keine andere logische Erklärung, wie der Stein vor dem Grab weggerollt werden und der Leichnam verschwinden konnte. Nicht einmal die Engel in ihren weißen Gewändern konnten etwas in Maria auslösen. Nicht einmal Jesus selbst, der vor ihr stand, konnte im ersten Moment etwas an Marias Meinung ändern. Maria war voller Trauer. Sie hatte vor wenigen Tagen ihren besten Freund verloren und jetzt wurde auch noch sein Grab geschändet. Maria war verzweifelt. Sie konnte nicht mehr klar sehen. Sie konnte nicht glauben. Kannst du das glauben? Kannst du glauben, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist? Damit wir das glauben können, braucht es keine Gehirnwäsche. Damit wir das Glauben können, müssen wir nicht verrückt sein. Damit wir das Glauben können, braucht es nur ein Wort. Für Maria wird klar, wer vor ihr steht und was passiert ist, als Jesus sie bei ihrem Namen ruft: Maria. Es braucht nur ihren Namen. Es braucht nur ein Wort von Jesus, dass uns persönlich trifft. Damit Ostern glaubbar wird, muss Jesus uns ansprechen. Wir können das nicht selbst schaffen. Wir können uns nicht selbst überzeugen. Es kann sogar sein, dass Jesus schon in deinem Leben unterwegs ist. Er kann durch Freunde, Familie oder Kollegen bereits in deinem Leben sein. Die Frage ist, ob du schon seine Stimme gehört hast. Jesus ruft dich bei deinem Namen. Wenn du es hörst, wirst du glauben.

Gott spricht durch mich - Inwiefern geht das Wort Gottes durch mich?

Vielleicht bist du auch nicht an der Stelle von Maria, sondern an Stelle der Engel oder Jesu. Die Boten Gottes und Jesus stellen Maria die selbe Frage: Warum weinst du? Ich stelle mir das so vor, dass hinter dieser Frage noch eine andere steht: Warum freust du dich nicht? Du siehst uns doch hier als Engel im Grab sitzen. Du siehst mich doch vor dir stehen. Warum weinst du? Ist es kein Grund zur Freude, dass ich nicht mehr im Grab bin? Ist es kein Grund zur Freude, dass das Grab leer ist? Ist es kein Grund zur Freude, dass Jesus lebt?
2. Korinther 5,20 BB
Wir treten also im Auftrag von Christus auf. Ja, Gott selbst lädt die Menschen durch uns ein. So bitten wir im Auftrag von Christus: Lasst euch mit Gott versöhnen!
Wenn wir an Ostern glauben, dann leben wir im Auftrag Jesu. Wenn wir gehört haben, wie Jesus unseren Namen sagt, dann sind wir aufgefordert die Namen unserer Mitmenschen auszurufen. Dann stehen wir für Jesus vor den Menschen und fragen: Warum weinst du? Wir fragen das nicht, weil wir etwas besseres sind. Wir fragen das nicht, weil uns das Leben leichter fällt. Wir fragen es, weil wir uns wünschen, dass die Menschen Jesus in uns erkennen. Ja, wir sind nicht Jesus. Ich bin nicht Jesus. Ich wünsche mir aber, dass Jesus durch mich die Namen vieler Menschen ausspricht. Ich wünsche mir, dass ich es irgendwie schaffe, dass das Geschenk des Lebens Jesu, der Weg zu Gott und die Hoffnung durch mein Leben, mein Reden bei den Menschen ankommt. Ich möchte nicht, dass Jesus in meinem Leben unerkannt bleibt. Ich möchte, dass die Menschen Jesus durch mein Leben erkennen. Jesus soll durch mein Leben Menschen ansprechen. Jesus soll meine Freunde ansprechen. Jesus soll meine Kollegen ansprechen. Jesus soll meine Familie ansprechen. Ich dürfte das bereits erleben. Vor einigen Jahren bekam ich einen Anruf von einem Kinderheitsfreund aus dem Nichts. Es war jemand, der mir sehr am Herzen lag. Jemand, an den ich auch des öfteren gedacht habe. Er war in einer sehr schwierigen Lebenssituation und wir haben uns dann getroffen. Wir haben miteinander erzählt. Ich habe versucht irgendwie für ihn in dieser Situation da zu sein. Ich habe für ihn gebtet und letztes Jahr hat er sich taufen lassen. Jesus hat durch mich zu ihm gesprochen. Nicht weil ich so toll bin, sondern weil er für mich spricht.

Gott spricht für mich - Inwiefern spricht das Wort Gottes für mich?

Römer 8,33–34 BB
Wer kann also Anklage erheben gegen die Menschen, die Gott ausgewählt hat? Gott selbst erklärt sie doch für gerecht! Wer kann uns da noch verurteilen? Schließlich tritt doch Christus Jesus für uns ein – der gestorben ist, mehr noch: der auferweckt wurde und an der rechten Seite Gottes sitzt.
Ich bin nicht so toll. Ich bin kein perfekter Pastor. Ich bin kein perfekter Vater oder Ehemann. Ich bin auch kein perfekter Freund. Es ist Jesus, der für mich einsteht. Es ist Jesus, der durch mich spricht. Wenn dich meine Worte bewegen. Wenn das was ich sage einen Nerv bei dir trifft, dann liegt das nicht allein daran, dass ich mich gut vorbereitet habe. Es liegt daran, dass Jesus für mich spricht. Jesus tritt für mich ein, wo ich nicht perfekt bin. Jesus tritt für mich ein, wo ich Fehler mache. Er tritt für mich ein, wenn ich es selber nicht schaffe. Wir müssen keine Angst haben, dass Gott unseren Namen nicht kennt, weil unser Leben nicht dem Leben von Jesus entspricht. Wir müssen keine Angst haben, dass wir nicht von Jesus gerufen werden. Jesus kennt deinen Namen. An Ostern geht es darum, dass Jesus unseren Namen kennt, gerade weil wir nicht perfekt sind. Gerade weil wir Fehler machen, braucht es Ostern. Es braucht die Auferstehung Jesu, damit wir verstehen können: Ich kann es nicht schaffen. Es gibt aber jemanden, der es geschafft hat und er wird für mich einstehen. Jesus wird für mich einstehen, wenn ich es zulasse. An Ostern geht es darum, dass wir etwas weniger tun und Gott etwas mehr machen lassen. Jesus möchte auch in deinem Leben wider auferstehen. Er möchte zu dir sprechen. Er möchte durch dich sprechen. Er möchte für dich sprechen. Jesus sagt deinen Namen, kannst du ihn hören?
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