5. Zeichen - Jesus geht auf dem Wasser (Joh 6,16–21).
Die 7 Zeichen Jesu in Johannes Evangelium • Sermon • Submitted • Presented
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5. Zeichen - Jesus geht auf dem Wasser (Joh 6,16–21).
5. Zeichen - Jesus geht auf dem Wasser (Joh 6,16–21).
Was will dieses Zeichen offenbaren?
Was will dieses Zeichen offenbaren?
1. Jesus offenbart sich als der gegenwärtige „ICH BIN“
1. Jesus offenbart sich als der gegenwärtige „ICH BIN“
Der Schlüsselvers ist Joh 6,20:
„Ich bin es (ἐγώ εἰμι). Fürchtet euch nicht!“
Das ist mehr als: „Ich bin Jesus.“
Es ist eine bewusste Anspielung auf:
Ex 3,14 (Gottesname),
die Selbstoffenbarungen Gottes im AT.
Offenbarung:
Jesus begegnet seinen Jüngern als der göttlich Gegenwärtige, mitten im Chaos.
2. Jesus ist Herr über das Chaos
2. Jesus ist Herr über das Chaos
Im biblischen Denken steht:
das Meer für Chaos,
Bedrohung,
lebensfeindliche Mächte (vgl. Ps 77,20; Hiob 9,8).
Dass Jesus:
auf dem Meer geht,
nicht darin untergeht,
es beherrscht,
offenbart:
Was Gott allein im AT tut, tut Jesus jetzt sichtbar.
Jesus steht über den Mächten, die Menschen Angst machen.
3. Offenbarung geschieht im Dunkeln – nicht im Erfolg
3. Offenbarung geschieht im Dunkeln – nicht im Erfolg
Bemerkenswert:
Es ist Nacht,
die Jünger sind allein,
der Wind ist stark,
Jesus ist zunächst abwesend.
Das Zeichen sagt:
Jesu Offenbarung geschieht nicht nur:
im Wunder der Brotvermehrung,
im Erfolg und Überfluss,
sondern gerade in der Krise, im Gegenwind, in der Angst.
4. Von Angst zu Ankunft
4. Von Angst zu Ankunft
Johannes berichtet nüchtern:
„Da nahmen sie ihn in das Boot, und sofort war das Boot am Land.“ (Joh 6,21)
Das Zeichen offenbart:
Wo Jesus aufgenommen wird,
kommt man ans Ziel – selbst wenn der Weg unmöglich erscheint.
Kurz zusammengefasst
Kurz zusammengefasst
Das 5. Zeichen offenbart:
Jesus als den „ICH BIN“
Seine göttliche Autorität über Chaos und Angst
Seine Gegenwart mitten in der Nacht
Dass Rettung nicht durch Kontrolle, sondern durch Aufnehmen Jesu geschieht
Einen Glauben, der nicht auf Zeichen schaut, sondern auf seine Person
6. Zeichen - Heilung des Blindgeborenen (Joh 9)
6. Zeichen - Heilung des Blindgeborenen (Joh 9)
Jetzt sind wir an einem zentralen Wendepunkt im Johannesevangelium.
Das 6. Zeichen (Joh 9,1–41: Heilung des Blindgeborenen) ist nicht nur ein Wunderbericht, sondern eine theologische Enthüllung in Dramaturgieform.
Was will Johannes damit offenbaren?
Was will Johannes damit offenbaren?
1. Jesus ist das Licht der Welt
1. Jesus ist das Licht der Welt
Jesus selbst deutet das Zeichen:
„Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.“ (Joh 9,5)
➡️ Offenbarung:
Jesus gibt nicht nur Orientierung –
er schafft Sehfähigkeit.
Blindheit ist hier nicht primär medizinisch,
sondern existentiell und geistlich.
2. Wahre Blindheit ist religiöse Selbstgewissheit
2. Wahre Blindheit ist religiöse Selbstgewissheit
Das eigentliche Drama entfaltet sich nach der Heilung:
Der Geheilte sieht – und glaubt.
Die Pharisäer sehen äußerlich – und bleiben blind.
Der Schlusssatz Jesu ist brutal klar:
„Die sehen nicht, die sollen sehen;
und die sehen, die sollen blind werden.“ (Joh 9,39)
Offenbarung:
Blindheit entsteht dort,
wo Menschen meinen, schon zu sehen.
3. Glaube wächst durch Konflikt, nicht durch Komfort
3. Glaube wächst durch Konflikt, nicht durch Komfort
Der ehemals Blinde durchläuft eine Glaubensentwicklung:
„Der Mensch, der Jesus heißt“ (9,11)
„Er ist ein Prophet“ (9,17)
„Er ist von Gott“ (9,33)
„Herr, ich glaube“ (9,38)
Offenbarung:
Glaube ist kein Instant-Erlebnis,
sondern ein Weg, oft durch Ausgrenzung und Widerstand.
4. Jesus als neue Schöpfung
4. Jesus als neue Schöpfung
Jesus heilt mit:
Erde + Speichel,
Waschung im Teich „Siloah“ (= Gesandter).
Anspielung auf:
Gen 2 (Schöpfung des Menschen aus Erde),
Sendung Jesu vom Vater.
Offenbarung:
Jesus wirkt neue Schöpfung –
nicht Reparatur, sondern Neuanfang.
5. Entscheidung ist unausweichlich
5. Entscheidung ist unausweichlich
Dieses Zeichen endet nicht mit Jubel, sondern mit:
Spaltung,
Ausschluss aus der Synagoge,
Anbetung Jesu.
Offenbarung:
Begegnung mit Jesus führt nicht zur Neutralität.
Man wird:
entweder sehend und glaubend,
oder verstockt und blind.
Kurz zusammengefasst
Kurz zusammengefasst
Das 6. Zeichen offenbart:
Jesus als Licht der Welt
Den Unterschied zwischen Sehen und Erkennen
Die Blindheit religiöser Selbstsicherheit
Glauben als Weg durch Widerstand
Jesus als Schöpfer neuen Lebens
Die Notwendigkeit der Entscheidung
7. Zeichen – Die Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1–44)
7. Zeichen – Die Auferweckung des Lazarus (Joh 11,1–44)
Jetzt stehen wir beim Höhepunkt der Zeichen – dem 7. Zeichen, das bei Johannes bewusst alles bündelt und zuspitzt.
Johannes selbst macht klar:
Dieses Zeichen ist mehr als eine Totenauferweckung – es ist der theologische Kulminationspunkt vor Kreuz und Auferstehung Jesu.
Was will Johannes mit dem 7. Zeichen offenbaren?
Was will Johannes mit dem 7. Zeichen offenbaren?
1. Jesus ist die Auferstehung und das Leben
1. Jesus ist die Auferstehung und das Leben
Nicht nur als Macht – sondern als Person.
„Ich bin die Auferstehung und das Leben;
wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ (Joh 11,25)
Offenbarung:
Auferstehung ist kein zukünftiges Ereignis allein,
sondern beginnt in der Beziehung zu Jesus.
2. Jesu Macht reicht über den Tod hinaus
2. Jesu Macht reicht über den Tod hinaus
Lazarus ist:
wirklich tot (4 Tage),
jenseits aller Hoffnung,
bereits im Stadium der Verwesung.
Johannes unterstreicht:
Hier gibt es keinen Spielraum für Zweifel.
Das Zeichen sagt:
Jesus ist Herr über den letzten Feind.
3. Jesu Herrlichkeit zeigt sich in Liebe und Tränen
3. Jesu Herrlichkeit zeigt sich in Liebe und Tränen
Der kürzeste Vers der Bibel:
„Jesus weinte.“ (Joh 11,35)
Offenbarung:
Göttliche Macht und menschliches Mitgefühl
stehen nicht im Widerspruch.
Jesus ist:
zutiefst berührt,
solidarisch mit Leid,
aber nicht ohnmächtig.
4. Das Zeichen führt direkt zum Kreuz
4. Das Zeichen führt direkt zum Kreuz
Unmittelbare Folge:
„Von diesem Tag an beschlossen sie, ihn zu töten.“ (Joh 11,53)
Offenbarung:
Das Leben, das Jesus schenkt,
kostet ihn sein eigenes Leben.
Das 7. Zeichen ist der Auslöser für Passion und Kreuzigung.
5. Lazarus als Vorausbild der österlichen Auferstehung
5. Lazarus als Vorausbild der österlichen Auferstehung
Wichtig:
Lazarus wird zurück ins alte Leben gerufen,
Jesus wird in das unvergängliche Leben auferstehen.
Das Zeichen weist über sich hinaus:
Es ist Vorschein, nicht Vollendung.
6. Entscheidung ohne Ausweg
6. Entscheidung ohne Ausweg
Nach diesem Zeichen gibt es keine Neutralität mehr:
Einige glauben,
andere planen den Tod Jesu.
Johannes zeigt:
Begegnung mit Jesus zwingt zur existentiellen Entscheidung.
Kurz zusammengefasst
Kurz zusammengefasst
Mit dem 7. Zeichen offenbart Johannes:
Jesus als die Auferstehung und das Leben
Seine absolute Macht über den Tod
Gottes Herrlichkeit in Liebe und Leid
Den Weg von der Lebensgabe zum Kreuz
Die letzte Entscheidung zwischen Glauben und Ablehnung
Der große Bogen der Zeichen (1–7)
Der große Bogen der Zeichen (1–7)
Freude & neue Fülle (Kana)
Leben durch das Wort
Aufrichtung & göttliche Autorität
Brot des Lebens
ICH BIN – Gegenwart im Chaos
Licht der Welt – Sehen lernen
Auferstehung und Leben
