Der verachtete Knecht (1)
Notes
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Einleitung/Rückblick
Einleitung/Rückblick
Wir haben vor einiger Zeit begonnen über Jesaja 53 zu sprechen. Und bisher haben wir uns die einleitenden Worte aus Jesaja 52,13-15 angeschaut. Dort wird das Kapitel 53 gewissermaßen zusammengefasst. Man könnte auch sagen, dass dort das Evangelium in ganz knappen Worten zusammengefasst wird.
Wir haben gesehen, dass es dort um die Erniedrigung des Knecht Gottes geht und dann auch um seine Erhöhung. Es ging darum, dass dieser Leidende Knecht Gottes großen Erfolg haben wird, denn er wird das größte Problem der Menschen lösen - die Sünde.
Und nun lasst uns die ersten 3 Vers aus Jesaja 53 lesen. Betrachten werden wir gleich aber nur den ersten Vers.
Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? An wem ist der Arm des HERRN offenbar geworden? – Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten. Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet.
Israel hat nicht geglaubt
Israel hat nicht geglaubt
Nachdem nun Jesaja das Evangelium zusammengefasst hat, spricht er davon dass Israel dieser Botschaft nicht geglaubt hat.
Dieser ganze Text hier steht in der Vergangenheitsform. Es ist also eine Prophezeiung in Bezug auf Christus. Aber es schaut viel weiter. Es schaut auf einer Zeit wo Israel zurückblicken wird und auf diesen Jesus schauen wird. Dieser Text ist eine Prophezeigung für das Volks Israel. Es zeigt auf den Überrest Israels, der am Ende der Zeit sich zu Gott und Jesus als ihren Messias bekehren wird. Und dann wird dieser Überrest zurückblicken und auf diesen Messias, diesen Knecht Gottes zurückblicken. Und es wird Buße tun und erkennen, dass Jesus der ist, der verheißen wurde. Und sie werden Jesus annehmen als ihren Retter und Messias.
Der Anfang hier von Jesaja 53 kann auch auch mit “Wer hat der Botschaft an uns geglaubt?” übersetzten werden. Es ist also eine Botschaft die an Israel gegangen ist.
Wenn wir schauen, so hat Jesus hier auf Erden ganz klar zu Israel gesprochen. Er hat klar verkündigt, dass er der Messias ist. Und durch all die Wunder und Zeichen, die er getan hat wurde dies bestätigt. - Doch Israel hat nicht geglaubt.
Sie wollten der Botschaft von Jesus nicht glauben, weil sie kein wirkliches Verständnis von der Gerechtigkeit Gottes hatten. Sie hatten ihre eigene Vorstellung von Gerechtigkeit. Deshlab lehnten sie die von Jesus ab.
John MacArthur sagt hierzu:
Sie dachten, Gott wäre weniger gerecht als er es ist, und sie wären gerechter als sie es eigentlich waren, also könnten sie zu ihren eigenen Bedingungen zu Gott kommen. Sie lehnten Jesus Christus ab, weil sie einen König und einen Herrscher suchten, der sie von ihren Feinden, ihren Umständen und ihrem Leid befreien sollte, aber nicht von ihrer Sünde.
Man kann also sagen, dass sie Jesus als ihren Messias ablehnten, weil sie aus eigener Kraft gerecht werden wollten. Sie hatten sich viele Gebote gemacht und waren überzeugt davon dadurch gerecht zu werden. Sie brauchten diesen Jesus nicht.
Sie glaubten von sich, dass sie schon gerecht sind durch ihr Verhalten. Sie hatten keine Erkenntnis ihrer Sünde. Wozu dann ein Befreier von Sünde? Sie hätten doch viel nötiger einen Befreier von der Knechtschaft der Römer.
Paulus greift diese Frage in Römer 10,16 auf und zeigt genau das. Er spricht dort davon, dass der Glaube aus der Verkündigung kommt. Und dann sagt er, dass nicht alle dem Evangelium gehorcht haben. Und dann zitiert er Jesaja 53,1. Israel hat also die Botschaft gehört. Aber sie wollten nicht glauben.
Diese schmerzhafte Feststellung wird der Überrecht Israel am Ende der Zeit machen müssen.
Israel hat die Botschaft gehört
Israel hat die Botschaft gehört
Dann kommt hier die Zweite Frage. Die Erste muss leider mit “Nicht Viele” beantwortet werden. Und die zweite Frage richtet sich mit der Antwort auf das Volk Israel. Ihnen wurde diese Botschaft verkündigt.
Hier wird vom Arm des Herrn gesprochen. Was ist mit der “Arm des Herrn” gemeint?
Siehe, der Herr, HERR, kommt als Starker, und sein Arm übt die Herrschaft für ihn aus. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Belohnung geht vor ihm her.
ist nahe meine Gerechtigkeit, mein Heil ist hervorgetreten, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich hoffen die Inseln, und auf meinen Arm warten sie.
Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes. –
Es ist also ein Ausdruck der Macht Gottes. Hier an dieser Stelle für die rettende Macht des Herrn. Gott entblößte seinen Arm bedeutet, dass er seinen Arm aus seinen Gewand zog und zeigte. Also er zeigt seine rettende Kraft und Macht. Doch dem Messias wurde nicht geglaubt.
Und diese rettende Macht Gottes ist Jesus der Messias. Er ist der Erlöser. Er ist die Kraft Gottes durch die Menschen gerettet werden.
Jemand schreibt hierzu:
Diese Person, von der wir nie finden, dass sie auch nur ein einziges Mal zu ihren eigenen Gunsten von Macht Gebrauch gemacht hätte, von der wir jedoch oft lesen, dass sie zu Gunsten anderer diese Macht benutzte.
Ja, die Macht Gottes ist im gewissen Sinne auch das Evangelium. Paulus sagt in Römer 1,16:
Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst als auch dem Griechen.
Das Evangelium ist die Kraft Gottes. Durch die Botschaft des Evangeliums rettet Gott Menschen von ihren Sünden.
Jesus Christus kam und zeigt dem Volk Israel die rettende Kraft Gottes, doch haben sie dies nicht verstanden und erkannt. Denn sie hatten sich ihre eigene Gerechtigkeit aufgebaut. Und so erkennten sie nicht ihre Sünde.
Anwendung
Anwendung
Wenn wir zusammenkommen um das Abendmahl miteinander zu halten, so halten wir uns diese rettende Macht Gottes vor Augen. Wir denken an Jesus Christus, der für uns auf diese Sündige Erde kam. Er kam um zu retten, was verloren war. Das bedeutet, dass er kam um die Menschen zu retten, die erkennen, dass sie verlorene Sünder sind.
Der erste Schritt zur Buße ist die Sündenerkenntnis. Ein Mensch muss erkennen, dass er ein Sünder ist und vor Gott nicht gerecht da stehen kann. Er muss erkennen, dass er sich selbst nicht retten kann. Er muss er kennen, dass seine eigene Gerechtigkeit nicht ausreicht.
Und so wendet der Mensch sich an Gott dem Erlöser. Er nimmt das Erlösungswerk Gottes an.
Wo denken also beim Abendmahl an das Opfer das Jesus vollbracht hat. Wir denken an unsere Sünde und Verlorenheit. Und denken an die wunderbare Errettung durch Jesus Christus.
Und so danken wir ihn dafür. Danken ihn, dass er alles vollbracht hat. Dass er für unsere Sünden gestorben ist und dass er auferstanden ist. Wir blicken auf ihn und freuen uns auf seine Wiederkunft.
SLOI DEO GLORIA
