Klasse 03.05.2026 Ex 35-40; Lev 1, 4, 16, 19
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Einleitung (5 min)
Einleitung (5 min)
Auftrag: Überlegt kurz: Wenn euch jemanden massiv hintergangen und enttäuscht hat – was ist eure erste Reaktion? Und umgekehrt: Wenn ihr jemanden hintergangen und enttäuscht habt?
Hintergrund: Israel hat Gott mit dem goldenen Kalb massiv hintergangen. Aber anstatt die Beziehung zu beenden, sagte Gott in Ex 25 und folgender Kapitel: “Baut mir ein Heiligtum, damit ich mitten unter euch wohnen kann.“ In der letzten Woche lasen wir in Ex 35-40 dann davon wie die Israeliten dies umsetzten.
Referenz zur Tafel: Schaut euch die Zeichnung an. Das hier ist Gottes „WG-Angebot“. Ganze 50 Kapitel der Bibel handeln von diesem Zelt. Gott lässt sich niemals von Dingen ermüden, die uns den Weg zu ihm und zu seinem Sohn zeigen. Dieses Zelt ist sein Herzensprojekt.
Teil I: Das Projekt „Gottes Gegenwart“ (15 min)
Teil I: Das Projekt „Gottes Gegenwart“ (15 min)
Lesen: Ex 35,20-29 & Ex 36,6
Frage: Was fällt euch auf, wenn ihr lest, wie das Material zusammenkam?
Fokus: Es gab keinen Zwang. Wer ein „williges Herz“ hatte, brachte etwas.
Interessant hier: Woher kam all das Zeug?
-> Das Gold der Sklaven: Alles auf der Zeichnung – das Gold der Bundeslade, die Stoffe – war der Sklavenlohn aus Ägypten.
Wer sein Gold ins Kalb investierte, verlor alles;
—> wer es hier investierte, sah es zur Ehre Gottes gebraucht.
Talente darbringen: Gott berief Bezalel und Oholiab (Ex 35,30). Er gab ihnen nicht nur handwerkliches Geschick („weises Herz“), sondern auch die Gabe, andere zu unterweisen.
Frage: Was könnte unser „Handwerk“ für Gott sein? Wie wir unsere Talente heute freiwillig einbringen?
Das Problem (Lesen Ex 40,34-35):
Das Zelt ist fertig, Gottes Herrlichkeit zieht ein – aber Mose kann nicht hinein.
Frage: Warum nicht?
(Obwohl Gott da ist, hat die Sünde einen Abstand geschaffen. Der Mensch ist noch nicht „kompatibel“ mit dieser reinen Heiligkeit.)
Teil 2: Der Weg nach innen – Hindernisse überwinden (15 min)
Teil 2: Der Weg nach innen – Hindernisse überwinden (15 min)
Input zur Tafel:Schaut euch die Zeichnung an. Der Eingang ist im Osten (rechts). Das Ziel ist die Bundeslade ganz links – die Gegenwart Gottes. Aber zwischen dem Volk und Gott stehen einige Stationen.
Methode: „Was passiert hier?“ (Gemeinsame Entdeckung an der Tafel)
Station 1: Der Brandopferaltar (Ganz rechts)
Frage: Was ist das Erste, was man sieht, wenn man das Heiligtum betritt?
-> (Opferaltar)
Lerneffekt: Bevor man Gott begegnet, muss die Frage der Hingabe und der Schuld geklärt werden. Das Brandopfer steht für die totale Hingabe (alles wird Gott gegeben), das Sündopfer für die Reinigung von den eigenen Fehlern. Ohne Vergebung bleibt der Weg versperrt.
Christus-Bezug: Jesus ist das ultimative Opfer, das diesen Altar für uns „erledigt“ hat.
Station 2: Das bronzene Waschbecken
Frage: Warum müssen sich die Priester waschen, bevor sie ins „Heilige“ gehen?
Lerneffekt: Heiligkeit erfordert Reinheit. Es geht nicht nur darum, dass die Sünde vergeben ist (Altar), sondern dass wir täglich gereinigt werden müssen, um in seiner Nähe zu leben.
Station 3: Der Weg durch den Vorhang (Lev 16 – Jom Kippur)
Aktion: Zeigt auf die Trennwand zwischen „Heiliges“ und „Allerheiligstes“.
Input: Nur einmal im Jahr durfte der Hohepriester hier hindurch zur Bundeslade. Dafür musste er das Blut eines Opfers mitnehmen und schickte und den Sündenbock in die Wüste schicken.
Frage: Was bedeutet das Bild des Sündenbocks für uns persönlich? (Antwort: Gott vergibt nicht nur, er schafft die Last weg – „aus den Augen, aus dem Sinn“).
Zusammenfassung für diesen Teil: Gott hat diese Stationen nicht erfunden, um uns fernzuhalten, sondern um einen sicheren Weg zu bauen, auf dem wir ihm begegnen können. Die Stiftshütte ist ein Klassenzimmer, das uns lehrt: Annäherung an Gott braucht Vorbereitung.
Teil 3: Heiligkeit als Verb – Vom Zelt auf die Straße (15 Min.)
Teil 3: Heiligkeit als Verb – Vom Zelt auf die Straße (15 Min.)
Wir haben uns jetzt den Weg von rechts nach links (nach innen zu Gott) angeschaut. Aber stellt euch vor: Jemand geht diesen ganzen Weg, opfert am Brandopferaltar, wäscht sich am Becken und fühlt sich Gott ganz nah.
Wir kennen es ja auch ein wenig bei uns im Tempel. Es ist nicht so einfach, die innere Ruhe, Andacht und Heiligkeit aus dem Tempel wieder mit nach Hause zu tragen.
Wie kann man es schaffen, die Heiligkeit aus der Stiftshütte/ dem Tempel mit zu nehmen?
Gemeinsames Lesen: Lev 19,9-18
Wir schauen uns an, wie die Heiligkeit aus dem Zelt in den Alltag fließt:
V. 9-10 (Die Feld-Ecken): Warum darf man sein Feld nicht bis zum Rand ernten?
(Antwort: Um den Armen Raum zu geben, sich mit Würde selbst zu versorgen).
V. 13-14 (Integrität): Den Lohn nicht zurückhalten, den Tauben nicht fluchen.
Heiligkeit zeigt sich darin, wie wir Menschen behandeln, die sich nicht wehren können – denn Gott sieht es.
V. 18 (Das Zentrum): „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“
Fragen:
Warum steht das Verbot, „nachzutragen“, direkt vor dem Gebot der Nächstenliebe? (Gedanke: Man kann niemanden aufrichtig lieben, während man noch eine Liste mit alten Rechnungen im Kopf führt).
“Wie dich selbst” Was ist das eigentlich für ein Massstab? Wie ändert sich euer Verhalten, wenn ihr euch fragt: „Würde ich wollen, dass man so über mich spricht oder so mit mir umgeht?“
Am Ende von einigen Versen sagt Gott: „Ich bin der Herr.“ Warum steht das da? (
-> Gedanke: Die Nächstenliebe ist keine nette Empfehlung, sondern ein göttlicher Befehl, der direkt mit Gottes Identität verknüpft ist).
Schluss & Transfer (5 min)
Schluss & Transfer (5 min)
Gott hat sein Zelt nicht irgendwo weit weg aufgeschlagen, wo man Wochenends hin pilgern musste, sondern mitten zwischen die Zelte der Israeliten gestellt. Er ist quasi immer erreichbar.
Genauso will er auch für uns erreichbar sein.
Schwieirg wenn wir nur das Gefühl haben ihm im Temepl oder im Gemeindehaus nah zu sein.
Key Takeaways:
Was wir für uns selbst behalten oder in „goldene Kälber“ (Egoismus/Konsum) stecken, vergeht. Was wir Gott und anderen geben, hat ewigen Wert.
Gott schlägt sein Zelt auch mitten unter uns auf, um uns den Zugang zu ihm zu ermöglichen.
