Predigt (unbenannt) (52)

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Notes
Transcript
Ruhe für deine Seele
indem du
Kommst – zu Jesus  
Nimmst – Sein Joch auf dich
Lernst – von ihm
Einleitung:
Laut Statistiken
- Fühlen sich 19% der Erwachsenen einsam / im Vergleich zu Jugendlichen dsind es ca. 45%
- 10-20% leiden sogar an chronischer Einsamkeit
- Jeder achte ca. 12,5% hat eine Depression.
- Über 17 Millionen Menschen leben allein (das ist jeder Fünfte – nach dem statistischen Bundesamt.
- 17,4 % aller Fehltage auf Arbeit gehen auf psychische Erkrankungen zurück
 Seit 2000 haben sich die Fehltage wegen psychischer Erkrankungen fast verdreifacht.
 Die Dauer bei einer Erkältung – sind ca. 6 Tage – bei psychischen Erkrankungen ca. 28
Tage.
 Davon  5-10% diagnostizierter Burnout  doch 30-50%  fühlen sich ausgebrannt oder erschöpft.
- 8-10% der Erwachsene berichten, das sie im Lauf ihres Lebens Suizidgedanken hatten.
 Jugendliche deutlich öfters.
Hier sitzen heute Menschen, oder vielleicht schaust du gerade auch von zu Hause zu, die innerlich mit Dingen kämpfen, die man oft nach außen hin nicht sieht.
Die nach außen vielleicht glücklich wirken, die nach außen hin funktionieren – die sogar Lachen… aber innerlich eine Last tragen.
Eine schwere Last die man täglich mit sich trägt.  
Wie so ein Riesenstein, wie dieser hier  der einen das Leben schwer macht.     
Den man aber Tag für Tag mit sich trägt, der einen auf der Seele lastet.
Den man nicht einfach ablegen kann.
· Krisen in der Ehe
· Depressionen.
· Suizidgedanken
· Menschen die kurz davor sind aufzugeben.
· Im Beruf, in der Familie, im Glauben.
· Menschen, die funktionieren müssen – aber innerlich leer sind.
· Menschen, die von anderen umgeben sind und sich trotzdem einsam fühlen.
Menschen, die eine Last tragen, von der keiner etwas weiß.. Menschen die Müde sind, vom Leben.
Solche Menschen gibt es nicht nur irgendwo.
Sie sind hier.
Heute
Und wenn man ehrlich ist: Diese Last verschwindet nicht einfach.
Man steht morgens auf und sie ist wieder da.
Man geht durch den Tag und trägt sie mit sich.
Und ja es kann sogar sein, dass man sich dran gewöhnt so zu leben.
Mit diesem Druck, dieser inneren Schwere.
Und heute geht darum.  Innerlich – Ruhe finden. Diese Last ablegen.
Darum geht es heute.  
Du kannst Ruhe finden für deine Seele!
So heißt heute das Thema:
Folie 1
Ruhe für deine Seele
Eine Frage:
Wohin gehst du - Wenn dein Auto kaputt ist?
Vermutlich zu einer Werkstatt in deiner Nähe.
Jetzt ist es aber so, dass auch sie nicht weiterwissen.
Was machst du dann?
- Vermutlich wirst du weiter zum Hersteller geleitet.
- Direkt zu Honda, Audi…  
Zu dem Hersteller, der dein Auto hergestellt hat. Er wird sich ja auskennen. Er hat das Auto gebaut und sich Gedanken darüber gemacht, wie es gebaut wird.
Was machen wir, wenn es uns nicht gut geht?
Wohin gehen wir? Wer gibt uns Antworten?
Wer hilft mir, bei dieser Last, die ich mit rumtrage?
Der Hersteller.
Der der dich, der mich gemacht hat. Der von Anfang wusste, was du, was ich brauche.
Der genau weiß, wie ich Lasten bekomme und wie ich sie wieder loswerde.
In Gottes Wort finden Antworten auf unsere Fragen – wie auch die Frage, wie findet meine Seele ruhe.
Wenn du eine Bibel hast, schlag doch bitte mit mir auf:  
Folie 2
Matthäus 11,28-30
28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Bei diesem drei Versen bleiben wir heute.
Für dieses Thema kann man noch viele weitere Verse hinzutun, daher die bitte. Suchst du antworten, dann findest du die in der Gebrauchsanleitung für dein Leben hier.
Wir lesen in den drei Versen - diese Zusage von Jesus: Ruhe für deine Seele, gebe ich dir!
Zweimal…
- „So will ich euch erquicken“ heißt sich ausruhen, zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen.
So wie Ende Vers 29.  
- „so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“
Zwei Zusagen, gebunden an drei Voraussetzungen, die wir hier lesen, welche auch meine Predigt gliedert.
Folie 3  (Drei Wörter unterstreichen)
Ruhe für deine Seele
findest du
            indem du..
Kommst – zu Jesus  
Indem du..
Nimmst – Sein Joch auf dich
Indem du..
Lernst – von ihm
Folie 4 (1 Punkt)
Der erste Punkt:
Indem du..
Kommst – zu Jesus  
Jesus ruft aus: „28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken“
Kontext
Jesus spricht hier gerade eine Einladung aus: „Kommt zu mir alle!“
Und diese Einladung ist besonders.
Denn Jesus steht hier vor Menschen, die ihn ablehnen.
Sogar Johannes der Täufer, der im Gefängnis sitzt, stellt die Frage:
„Bist du wirklich der, der kommen soll?“
Und wenn wir weiter in Matthäus 11 schauen, sehen wir, wie die Menschen auf Jesus reagieren.
Sie lehnen ihn ab.
Warum?
· Weil er nicht in ihr Bild passt.
· Weil er anders ist, als sie es erwartet haben.
· Weil er sich nicht ihren Vorstellungen unterordnet.
Und vor allem:
Weil er ein Freund der Sünder ist.
Er ist bei denen, die man meidet.
Er isst mit Zöllnern.
Er hat Gemeinschaft mit Menschen, die als „nicht gut genug“ gelten.
 Und genau das stößt sie ab.
Sie wollen einen Messias, der ihre Maßstäbe bestätigt, aber keinen, der ihre Herzen infrage stellt.
Darauf reagiert Jesus hier in Mt 11 mit sehr ernsten Worten.
Er spricht die sogenannten Weherufe aus:
· „Wehe dir, Chorazin!
· Wehe dir, Bethsaida!
· Und du, Kapernaum!“
Er nennt Orte,
in denen viele Wunder geschehen sind.
Orte, an denen er sich gezeigt hat.
Und trotzdem: kehren sie nicht um und erkennen ihre Sünde nicht.
 Stattdessen lehnen sie ihn ab.
Und genau in diese Situation hinein beginnt Jesus plötzlich an Gott zu Loben und sagt dabei:
Die Wahrheit ist vor den Weisen und Klugen verborgen und den Unmündigen offenbart.
Wer sind diese „Weisen und Klugen“?
Menschen, die sich selbst für klug halten.
Die sich auf sich selbst verlassen.
Die meinen, sie brauchen keine Offenbarung.
Und deshalb erkennen sie Jesus nicht.
 Nicht, weil sie es nicht könnten, sondern weil sie es nicht wollen.
Ihr Herz ist voll von sich selbst.
Aber dann spricht Jesus von den „Unmündigen“, von den „Kindern“.
Das sind Menschen,
· die nicht stark sind,
· die nicht alles im Griff haben,
die wissen: Ich brauche Hilfe. Ich schaffe das nicht allein.
Und genau diesen Menschen offenbart Gott die Wahrheit.
Und dann wird es noch klarer.
In Vers 27 lüftet Jesus das Geheimnis seiner Person.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will.
Jesus zeigt hier:
· Er ist nicht einfach ein Lehrer.
· Er ist nicht einfach ein Prophet.
Er ist der Sohn Gottes.
Der Einzige, der den Vater wirklich kennt.
Der Einzige, der Gott offenbaren kann.
Man kommt zu Jesus, weil nur er den Zugang zu Gott und zum Heil hat!
Nach Ablehnung, nach Gleichgültigkeit, nach Warnung vor Gericht. Nach vielen Wundertaten – nach vielen versuchen die Städte die Menschen zu erreichen,
dreht sich Jesus jetzt nicht einfach weg.
Folie 6 (1 Punkt)
Nein: Er ruft: „Kommt her zu mir…“
Das ist Jesus.
Der,
der Wunder getan hat,
der abgelehnt wurde,
der den Vater kennt,
der alles in seiner Hand hat.
genau dieser Jesus sagt jetzt: „Kommt zu mir.“
Komm zu mir, obwohl ihr mich abgelehnt habt.
Kommt zur mir denn bei mir findest du Ruhe.
Jesus ruft nicht einfach zu einer Lehre, zu einem System, zu einer Religion aus. Sondern zu sich selbst!
Weil er selbst ruhe schenkt!
Jesus spricht hier in einer Weise, die ja nur Gott zukommt.
, damit verweist er auf seine göttliche Autorität.
Wir sehen hier ein Vergleich wie auch bei Jeremia 31,25, wo Gott selbst sagt, dass er die Müden erquickt.
Jesus sagt:
Nicht irgendwo findest du Ruhe, sondern bei mir, ich bin die Lösung für deine Mühe, für deine Last, die du mit dir rumträgst. Das sagt Jesus. Das ist eine Einladung. Von ihm, die heute gilt.
Und natürlich stellt sich jetzt die Frage: Wer sind eigentlich diese Menschen, die „mühselig und beladen“ sind?
Mühselig meint:
· sich abmühen,
· sich abplagen,
· ein Leben, das Kraft kostet.
Es beschreibt nicht einfach jemanden, der mal einen anstrengenden Tag hatte,
sondern Menschen, die sich durchs Leben kämpfen und dabei müde werden.
Die Bibel gebraucht dieses Wort ganz breit.
Im Matthäusevangelium 6,28 geht es um die Mühe des Alltags, um Arbeit und Sorgen.
Im Johannesevangelium 4,6 lesen wir, dass selbst Jesus von der Reise müde war.
Im Epheserbrief 4,28 wird davon gesprochen, dass Menschen sich durch ehrliche Arbeit abmühen.
Und in der Offenbarung 2,3 wird beschrieben, wie Menschen unter Belastung durchhalten und nicht müde werden.
Das bedeutet:
Dieses Wort umfasst die ganze Spannbreite von menschlicher Erschöpfung.
Und In Psalm 90,10 heißt es:
10 Unser Leben enthält siebzig Jahre, / vielleicht achtzig bei guter Kraft. / Und was uns bedeutsam erscheint, / ist Mühe und Last. / Denn schnell geht es vorbei, / und wir fliegen davon.
· Ein Leben, das anstrengend ist.
· Ein Leben, das Kraft kostet.
· Ein Leben, das müde machen kann.
Vielleicht geht es dir ja auch so, dass du nicht nur abends müde bist, sondern dass du merkst:
 Das Leben selbst strengt mich an.
Dass du dich durchkämpfst, dass du funktionierst, aber innerlich erschöpft bist.
Du morgens schon das Gefühl hast, ich kann nicht mehr.
Obwohl du deine 8 Stunden geschlafen hast.
Und das dauerhaft!
Jesus lädt dich ein, heute morgen zu ihm zu kommen! Ihr mühseligen und ihr beladenen.
Beladene: Das bedeutet Menschen, die etwas mit sich tragen.
Denen etwas belastet.
Eine Last, die auf ihrer Seele liegt.
Etwas, das dich begleitet,
dass du nicht einfach ablegen kannst.
Dieses Wort Beladen - wie wir es hier vor Finden, kommt noch einmal im Lukasevangelium Kapitel 11,46 vor:
Wo Jesus gegen die Schriftgelehrten sagt: Wehe! Denn ihr belastet, die Menschen mit schwer zu tragenden Lasten und selbst rührt ihr die Lasten nicht mit einem eurer Finger an.
Paulus hat immer wieder im Römerbrief, mit dem wir letzte Woche abgeschlossen haben    die Rechtsprechung allein durch den Glauben erwähnt.
Du bist gut genug, du bist vor Gott Gerecht gesprochen, wenn du ihm im Glauben annimmst.
Nicht Werke, nicht die Äußerlichkeiten, lassen dich vor Gott besser dastehen.
Der Glaube zählt.
Was denkt ihr waren die Menschen Müde & beladen. Wenn sie immer wieder von den Religiösen Führern hören.
· Das reicht nicht
· Du musst mehr tun
· Du musst besser sein.
Kein Wunder, dass sie müde sind.
Kein Wunder, dass sie beladen sind.
Menschen die Gebote aufstellen, die bürgen anderen eine Last auf!
Ich habe Menschen erlebt, die genau in so einer Kultur groß geworden sind.
- Dort gab es ein ständiges Vergleichen. Ein ständiges Urteilen.  
- Von Menschen geschaffene Gesetze die deine Heiligkeit beurteilen..
- Die fast schon gleichgestellt wurden mit dem Worten von Jesus.
Eine Last, die auf einen liegt aufgrund von hinzugefügten Gesetzen, ein hoher Maßstab, wie man leben soll usw.
Was ist das für eine Last wenn man im Gottesdienst sitzt und Angst hat, dass die Kinder nicht gerade, sitzen, bei den Liedern nicht mit aufstehen, die ganze ruhig sind.. weil man Angst hat, man wird schief angeschaut und beurteilt… weil man so geprägt ist, sitzen die Kinder im Gottesdienst nicht ruhig und aufrecht, sind sie nicht Gottesfürchtig erzogen.
Oder du Angst hast, wenn ich mich jetzt nicht freiwillig zum Backen melde, dann wird das widergespiegelt zu meiner Haltung zu Gemeinde. Nicht das man ja denkt ich habe die Gemeinde nicht lieb, deshalb melde ich mich immer
Was macht das mit Menschen, die ständig unter Druck stehen. Meinen immer das Beste geben zu müssen, sonst werden sie von anderen und das Schlimmste, wenn sie denken, sogar von Gott nicht angenommen.
Die vielleicht immer wieder gesagt bekommen, du darfst das nicht und das nicht…
Diese Kleidung musst du Tragen, diese nicht. Das Essen das nicht…
Wenn man dieses denken hat, ist das eine schwere Last. Die einen plagt. Die einen Müde macht.
Und Jesus sagt: „kommt her zu mir alle“  ich nehme dir diese Last.
Doch nicht nur die Last, den Druck unter den religiösen Führern, ist gemeint.
Es ist allgemein die Last des Lebens gemeint.
Die einen das Leben schwer macht.
Vielleicht sind es Sorgen um die Zukunft.
Vielleicht sind es Gedanken, die immer wiederkommen.
Vielleicht ist es Schuld aus der Vergangenheit.
Und du merkst:
Da ist eine Last in mir..
Eine Last, die mich begleitet.
Eine Last, die mich müde macht.
Und genau zu diesen Menschen spricht Jesus.
Zu Menschen,
die sich abmühen
und die etwas tragen.
Wie diesen Stein hier vorne, den sieht man nach außen nicht sieht.
1.
Vielleicht ist es die Mutter hier,
die von außen immer wieder das Gefühl bekommt,
schnell wieder arbeiten gehen zu müssen,
weil die Gesellschaft das so vorlebt.
Und innerlich weiß sie:
Meine Aufgabe liegt gerade bei meinen kleinen Kindern.
Und trotzdem ist da dieser Druck.
Diese innere Spannung.
Diese Last, die sie mit sich herumträgt.
2.
Vielleicht ist es der Mann,
der ständig unter Druck steht,
weil sein Gehalt kaum für die Familie reicht.
Er arbeitet hart.
Er gibt alles.
Jeden Tag aufs Neue.
Und trotzdem bleibt dieses Gefühl:
Ich leiste nicht genug. Es ist eine Last für ihn..
3.
Vielleicht ist es die Frau,
die ihre Kinder allein großzieht,
weil der Mann gegangen ist.
Die Verantwortung.
Die Entscheidungen.
Die Last - jeden Tag. Ist eine Last für sie..
4.
Oder die Frau,
die das Gefühl hat,
dass die ganze Familie auf ihren Schultern liegt,
weil der Mann passiv ist.
Ihr Schultern wurden aber nicht dafür gemacht! Das sie die Last der Verantwortung alleine trägt.
5.
Vielleicht sitzt du hier
und kämpfst mit Selbstzweifeln.
Du denkst:
Ich bin erst dann gut genug, wenn…
Wenn ich mehr leiste.
Wenn ich besser bin.
Wenn ich mich mehr anstrenge.
- Nicht nur vor Gott bezogen, sondern auch vor Menschen..
6.
Vielleicht hast du eine Nachricht bekommen,
die dich erschüttert hat.
Jemand hat sich das Leben genommen.
Und seitdem sind da Gedanken, Fragen, vielleicht sogar Schuldgefühle, die dich nicht loslassen. Du trägst diese Last mit dir.
7.
Vielleicht ist es Einsamkeit.
Dieses Gefühl:
Keiner versteht mich.
Ich bin allein mit dem, was mich beschäftigt. Das belastet mich..
8.
Vielleicht gehörst du auch zu denen, die sich immer wieder fragen…  was habe ich gerade gesagt.
Die sehr sensibel sind. Blicke, Worte begleiten einen Tage lang. Einfach Small Talks, werden zu einem Gefühls Chaos, weil man Tagelang die Situation im Kopf nochmal durch geht. Die Angst was Falsches gesagt zu haben, falsch wahrgenommen zu werden.. Das ist eine Last für sie. Sie leiden unter Ängsten.
Das sind alles Menschen, die eine Last mit sich herumtragen.
Und du kannst hier ergänzen.
Wir alle wir kennen solche Lasten. Wir tragen solche Lasten mit uns.
Und die Einladung von Jesus lautet komm her zu mir.
Lasst uns die Lasten nicht klein reden, nur weil man sich vielleicht an diesen Stein gewöhnt hat. Du bekommst ihn aus eigener Kraft nicht weg..
Und das musst du auch nicht, denn die Einladung von Jesus lautet:
28 Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken“
Er will dir Ruhe schenken.
Geh mit deiner Last zu Jesus.
Rede dir nicht ein,
dass du das aus eigener Kraft schaffen musst.
Genau das musst du nicht.
Denn Jesus sagt:
- Komm zu mir.
- Ich will dir Ruhe geben.
- Ich will dich erquicken.
Richtig zur Ruhe kommen kannst du nur bei Jesus.
Und dieses „Erquicken“ ist nicht einfach ein kurzer Moment der Erholung, kein kurzes Durchatmen
und dann geht alles wieder genauso weiter wie vorher.
Jesus geht tiefer.
Er sagt in Vers 29:
„…so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“
Es geht um deine Seele.
Das meint dein Inneres.
· Dein Herz.
· Dein Denken.
· Dein Fühlen.
Alles, was dich ausmacht.
Hier geht es nicht nur um äußere Entlastung, sondern um eine tiefe, innere Ruhe vor Gott.
Eine Ruhe, die dein Leben verändert.
Jesus geht es also nicht zuerst um das Äußere, sondern um das Innere des Menschen.
Darum, dass du innerlich zur Ruhe kommst.
Und das sehen wir auch an einer anderen Stelle im Leben Jesu.
Als ein Gelähmter zu ihm gebracht wird, tragen ihn seine Freunde zu Jesus,
öffnen sogar das Dach und lassen ihn direkt vor ihm herunter.
Und was macht Jesus?
Er sagt nicht zuerst:
„Steh auf und geh.“
Sondern er sagt:
„Dir sind deine Sünden vergeben.“
Damit zeigt Jesus etwas Entscheidendes: Er sieht tiefer. Tiefer wie wir..
Er sieht nicht nur das äußere Problem, sondern die eigentliche Not des Menschen.
Die Beziehung zu Gott.
Und dann bei dem Beispiel hier: um zu zeigen, dass er die Autorität dazu hat, sagt er:
„Steh auf und geh.“
Das Beispiel zeigt mir:
Die tiefste Not des Menschen liegt nicht zuerst am Körper, sondern im Inneren.
Und genau da setzt Jesus an.
Wenn er hier sagt:
„Ich gebe euch Ruhe für eure Seele“,
dann meint er genau das:
· Er vergibt Sünden.
· Er nimmt Lasten weg.
· Er richtet dich innerlich auf.
Und er schenkt dir eine Ruhe, die von innen kommt.
Das ist eine Zusage – von Jesus an uns. Das bedeutet nicht, dass die äußeren Umstände plötzlich weg sind. Ja klar traue ich das dem Schöpfer zu, das hat er ja bei dem gelähmten auch gemacht. Und auch heute kann Jesus und tut er noch Wunder… doch was es hier bedeutet, was Jesus verspricht, dass deine Seele bei ihm zur Ruhe kommt.
Eine Ruhe, die dir Helfen wird, deine Ängste zu bewältigen, eine Ruhe, die dir Hoffnung schenkt… weil du in Jesus sicher bist. Seine Gegenwart schenkt dir Ruhe, macht dich Ruhig..
Doch was du dafür brauchst, ist die Einsicht, allein schaffst du es nicht. Komm zu Jesus.
Vielleicht verspürst du innerlich Unruhe, du versuchst sie irgendwie zu stillen…
Jesus lädt dich heute morgen ein zu ihm zu kommen. Er will dir diese Last abnehmen. Die Last die dich Müde macht.
Er möchte dir die Last der Sünde abnehmen, weil er für diese am Kreuz für dich gestorben ist.
Die Last die die dir das Leben mühselig macht.
Ob der immer wiederkehrenden Kampf von Sünden, sei es Sucht, in der du immer wieder fällst. Oder Lasten wie Depressionen, Einsamkeit, Sorgen und Ängste.
Mit all dem lädt Jesus dich ein zu ihm zu kommen. Er will dir Ruhe geben…
Folie 7 (zweiter Punkt)
Und wenn du zu Jesus gekommen bist, lädt er dich ein unter seinen Joch zu kommen, womit ich zum zweiten Punkt komme:
Ruhe für deine Seele
findest du – indem du
Nimmst – Sein Joch auf dich
Jesus sagt:
29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! 30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Und jetzt stellt sich doch die Frage: Wie passt das zusammen?
Ruhe finden, indem ich ein Joch auf mich nehme?
Das klingt doch erstmal widersprüchlich.
Folie 8 Bild (Joch zeigen)
Um das zu verstehen – erstmal was ist ein Joch
Ein Joch war damals ein Holzbalken,
der zwei Tiere, meistens Ochsen, miteinander verbunden hat, um schwere Arbeit zu verrichten.
Sie wurden vor einen Pflug gespannt,
oder vor einen Wagen.
Das Joch bedeutete zusammengefasst.
· Arbeit.
· Last.
· Verbindung.
· Abhängigkeit.
Und gleichzeitig war das Joch in der Bibel ein Bild für Herrschaft.
· Ein Bild dafür, unter wessen Einfluss du stehst unter wessen Leitung du lebst.
Und wenn Jesus jetzt sagt: „Nehmt auf euch mein Joch“, dann meint er Tritt unter meine Herrschaft. Ordne dein Leben mir unter. Lass dich von mir leiten.
Denn ein Joch bedeutet immer auch: Ich gebe Kontrolle ab. Ich bestimme nicht mehr selbst alles. Ich gehe nicht mehr einfach meinen eigenen Weg.
Und genau da merken wir: Das fällt uns gar nicht so leicht.
Wir denken oft: Wenn ich die Kontrolle abgebe, dann verliere ich etwas. Dann werde ich eingeschränkt. Dann bin ich nicht mehr frei.
Aber wenn wir ehrlich sind, dann stimmt das so nicht.
Denn die Bibel zeigt uns: Der Mensch ist nie wirklich unabhängig. Er steht immer unter einem Einfluss, unter einer Leitung, unter einem „Joch“. Die Frage ist also nicht, ob du ein Joch hast, sondern welches Joch du trägst.
Und genau hier setzt Jesus an.
Er sagt: „Nehmt mein Joch auf euch.“
Und wenn du das machst, dann passiert ein Herrschaftswechsel.
· Nicht mehr ich bin mein eigener Herr.
· Nicht mehr meine Gefühle bestimmen mich.
· Nicht mehr meine Wünsche lenken mein Leben.
Sondern: Christus ist Herr.
Und das ist der Kern von Nachfolge.
Das bedeutet: Ich lege etwas ab und ich nehme etwas Neues an. Es ist ein Tausch.
Vielleicht hast du bisher unter einem ganz anderen Joch gelebt.
Vielleicht unter dem Joch, alles selbst entscheiden zu müssen. Immer selbst wissen zu müssen, was richtig ist. Immer selbst den Weg finden zu müssen. Und ganz ehrlich: Das klingt nach Freiheit, aber oft führt es einfach nur zu Unsicherheit. Zu Fragen wie: Was ist eigentlich richtig? Wo soll mein Leben hin?
Und dann sagt Jesus: Lass mich dich führen. Und plötzlich kommt da etwas hinein, was wir vorher nicht hatten: Klarheit. Richtung. Ziel.
Oder vielleicht kennst du das Joch der Leistung. Dieses Gefühl: Ich muss etwas aus meinem Leben machen. Ich muss gut genug sein. Ich muss zeigen, was ich kann. Und egal wie viel man tut, es reicht irgendwie nie.
Und dann kommst du zu Jesus. Und plötzlich verändert sich etwas Grundlegendes. Du merkst: Ich muss mir Gottes Annahme nicht verdienen. Ich arbeite nicht, um angenommen zu werden, sondern ich darf arbeiten, weil ich angenommen bin. Und das nimmt diesen inneren Druck.
Oder dieses ständige Vergleichen. Man schaut auf andere und denkt: Die sind weiter, besser, erfolgreicher. Und das macht unruhig. Unzufrieden.
Und dann kommst du unter das Joch Jesu. Und du merkst: Mein Wert kommt nicht von anderen. Ich bin von Gott gewollt. Ich bin von ihm gemacht. Und das bringt Ruhe ins Herz.
Oder die Angst. Die Angst vor der Zukunft. Die Angst zu versagen. Die Angst, nicht zu genügen.
Und dann sagt Jesus: Vertraue mir. Ich führe dich. Und plötzlich musst du nicht mehr alles kontrollieren.
Und jetzt wird etwas ganz Wichtiges deutlich: Das Joch verschwindet nicht.
Jesus sagt nicht: Du hast keine Last mehr.
Er sagt: „Meine Last ist leicht.“
Das heißt: Es gibt weiterhin Verantwortung. Es gibt weiterhin Herausforderungen. Es gibt weiterhin Situationen, die dich fordern.
Aber diese Last ist anders.
Sie erdrückt dich nicht. Sie macht dich nicht kaputt. Sie überfordert dich nicht.
Warum?
Weil du sie nicht alleine trägst. Weil du weißt, wem du dienst. Weil du weißt, wohin dein Leben geht.
Und jetzt eine Frage, wo wir uns prüfen sollten..
Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass du dich innerlich müde und belastet fühlst, weil
du versuchst hast, dein Leben aus eigener Kraft zu leben.
Weil du dein eigener Herr sein wolltest.
Weil du alles selbst tragen wolltest.
Und das führt oft zu einer Last, die wir eigentlich gar nicht tragen können.
Denn der Mensch ist nicht dafür geschaffen, sich selbst zu tragen.
Er ist dafür geschaffen, in Abhängigkeit von Gott zu leben. Mit ihm zu leben. Von ihm geführt zu werden. Aus seiner Kraft heraus zu handeln.
Aber wir müssen auch ehrlich sein:
Nicht jede Last in unserem Leben kommt daher, dass wir etwas falsch gemacht haben.
Es gibt auch Leid.
Es gibt schwierige Umstände.
Es gibt Dinge, die wir uns nicht ausgesucht haben.
Und genau da ist der entscheidende Unterschied:
Ohne Jesus werden diese Lasten schwerer.
Mit Jesus werden sie tragbar.
Und genau deshalb sagt Jesus nicht: „Streng dich mehr an.“
Er sagt nicht: „Reiß dich zusammen.“
Sondern er sagt: „Kommt her zu mir.“
Lass los, was du selbst tragen wolltest.
Und tritt unter mein Joch. Es ist sanft und leicht…
Nicht irgendwann.
Nicht morgen
Sondern heute…
Und genau dort, bei ihm, findet deine Seele Ruhe.
Folie 9
Und dann sagt Jesus: „… und lernt von mir“.
Das ist der letzte Punkt, wie du Ruhe findest indem du,
Lernst – von Jesus.
Damit macht er deutlich, dass Nachfolge nicht nur ein einmaliger Schritt ist, sondern ein Weg. Es geht nicht nur darum, einmal zu ihm zu kommen, sondern mit ihm zu leben und sich von ihm prägen zu lassen.
Zur Zeit Jesu gab es viele Lehrer, besonders die Schriftgelehrten und Pharisäer.
Sie kannten das Gesetz und konnten genau sagen, was man tun soll.
Aber Jesus zeigt selbst, dass sie den Menschen schwere Lasten auferlegt haben.
Sie haben aus Gottes Geboten ein System gemacht, das Menschen belastet hat, statt ihnen zu helfen.
Und genau in diesen Kontext hinein sagt Jesus: „Lernt von mir“.
Damit stellt er sich bewusst dagegen.
Er ist nicht einfach ein weiterer Lehrer unter vielen.
 Er ist der, der mit göttlicher Autorität spricht.
Dieses Lernen meint mehr als nur Zuhören. Im biblischen Sinn bedeutet Lernen, dass ich mein Leben an jemandem ausrichte. Wie die Jünger Jesus, ihm nachfolgten, sollen wir genauso in seiner Nähe bleiben mich von ihm verändern zu lassen. Es ist ein Lernen, das den ganzen Menschen betrifft, nicht nur den Verstand.
Wir sollen von seiner Person lernen, wie er sanftmütig und demütig sein.
Genau hier wird die Liebe Jesu sichtbar.
Denn wie geht Jesus mit Menschen um?
Er wendet sich denen zu, die versagt haben.
Er nimmt sich Zeit für die, die übersehen werden.
Er verurteilt nicht den Sünder, sondern ruft ihn zurück.
Er trägt, statt zu zerbrechen.
Er dient, statt sich selbst zu erhöhen.
Und am Ende geht er sogar ans Kreuz.
Für Sünder.
Für Schuldige.
Für Menschen, die ihn ablehnen.
Für uns, für jeden einzelnen hier..
Und genau das lernen wir bei ihm:
· Eine Liebe, die nicht fordert, sondern gibt.
· Eine Liebe, die nicht nur redet, sondern handelt.
· Eine Liebe, die bleibt, auch wenn wir fallen.
Und je mehr du Jesus kennenlernst, desto mehr merkst du: Er meint es wirklich gut mit mir. Er liebt mich. Er trägt mich. Und er führt mich nicht in etwas hinein, was mich kaputt macht, sondern in das Leben.
Und dann passiert etwas im Herzen:
Du willst gar nicht mehr zurück.
Nicht zurück unter das alte Joch.
Nicht zurück in dieses Leben, das dich müde gemacht hat.
Sondern du willst bei ihm bleiben.
Dann wird Nachfolge eine Antwort auf seine Liebe. Du willst lernen, du willst folgen, du willst bei ihm bleiben, weil du erkannt hast, wer er ist.
Und genau darin liegt das Leben.
Abschluss
Du kannst ruhe Finden für deine Seele…. Jesus lädt dazu ein!
Und genau an diesem Punkt möchte ich dich ganz persönlich ansprechen.
Denn wir haben viel gehört über Lasten, über das Joch, über Nachfolge. Aber die entscheidende Frage ist doch:
Was bedeutet das heute für dich?
Vielleicht sitzt du hier und merkst: Das trifft mich.
Diese Müdigkeit, dieser Druck, diese innere Unruhe, das kenne ich.
Vielleicht funktionierst du nach außen.
Aber innerlich trägst du eine Last, die dich schon lange begleitet.
Und du hast versucht, damit klarzukommen.
Du hast versucht, stark zu sein.
Du hast versucht, dein Leben selbst zu tragen.
Aber wenn du ehrlich bist: Es bleibt.
Und genau da hinein spricht Jesus heute:
„Komm zu mir“
Nicht morgen.
Nicht irgendwann.
Sondern jetzt.
So wie du bist.
· Mit deiner Last.
· deiner Schuld.
· deiner Müdigkeit.
Komm zu mir.
Und vielleicht ist genau das heute dran:
Stein ablegen beim Kreuz
Dass du diesen Stein, den du so lange getragen hast, endlich ablegst.
Bei Jesus.
Ihm sagst:
Herr, ich schaffe es nicht alleine.
Ich habe versucht, mein Leben selbst zu tragen.
Aber es macht mich müde.
Und Jesus sagt:
Das musst du auch nicht.
Ich bin dafür gekommen.
Du darfst es abgeben.
Und gleichzeitig lädt er dich ein:
Komm unter mein Joch  unter seiner gute Herrschaft.
Ein Leben, in dem du nicht mehr alles alleine tragen musst.
Ein Leben, in dem du geführt wirst.
Und vielleicht ist heute genau der Moment, wo du sagst:
Ich will nicht mehr mein eigener Herr sein.
Ich will dir folgen.
Das singen wir bei unseren Taufen auch immer wieder.
„Nie mehr zurück“ „Nie mehr zurück“.
Nicht zurück in das alte Leben.
Nicht zurück unter die alte Last.
Warum?
Weil du Jesus kennengelernt hast.
Und merkst:
· Er ist gut.
· Er trägt.
· Er gibt Ruhe.
Komm zu Jesus   Denn seine Einladung gilt:  „Kommt her zu mir …“
Und genau dort, bei ihm,
findet deine Seele Ruhe.
Amen
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