Der Heilige Geist im Leben eines Christen

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Notes
Transcript

Einleitung

Image

Vorher-Nachher Bilder
-ein Obdachlosen bei Friseur
-Schauspieler
Bilder die beeindrucken, oder?
Vielleicht hast du auch schon so eine “Transformation” erlebt oder vielleicht strebst du es an.

Need

Sich den Bart und die Haare zu schneiden, bekommen wir leicht hin
Abzunehmen gestaltet sich vielleicht etwas schwieriger
da musst du richtig diszipliniert sein
da musst du einen richtigen Plan haben
Aber dann gibt es da noch Sachen in unserem Leben, die können wir nicht transformieren
die äußerlichen Sachen kriegen wir mit genug Disziplin hin
aber wenn es tiefer gehen soll, schaffen wir es nicht
Vielleicht sitzt du heute hier und kämpfst schon lange und verzweifelst langsam
Alkoholsucht
Unzufriedenheit / Undankbarkeit / Nörgeln
Streitsüchtig
Nicht zu Jesus bekennen (weil Menschenfurcht)
Pornografie
Zorn
Selbstverachtung
Faulheit
Bitterkeit
Wie kannst du tief im Inneren Veränderung erleben, da wo du eigentlich nicht “rankommst”?

Subject

Wir feiern heute Pfingsten
50 Tage nach Jesu Auferstehung kommt der HG, dritte Person der Dreieinigkeit, auf die Gläubigen
Der HG verändert das Leben eines Christen so grundlegend
Da wo ich von mir aus mich nicht verändern kann
Da kann und will der HG wirksam werden
Unser Predigtthema heute lautet: Der Heilige Geist im Leben eines Christen
Wir schauen uns dazu Titus 3,3-8 an
der Text spricht nicht nur über den HG
aber er hat in unserem Text eine Zentrale Rolle
wir wollen den Fokus konkret auf den HG in diesem Text legen

Preview

In dem Predigttext spricht Paulus zu Christen und sagt, wer sie früher waren und was jetzt mit ihnen passiert ist
Eine Transformation von Innen heraus, gewirkt durch den HG

Set up

Wieso ich den HG brauche (V. 3)
Wie ich den HG bekomme (V. 4-6)
Was der HG mit mir macht (V. 7-8)
Text lesen

1. Wieso ich den Heiligen Geist brauche (V. 3)

Titus 3,3 LU17
Denn auch wir waren früher unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, waren mancherlei Begierden und Gelüsten dienstbar und lebten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten uns untereinander.

Erklären

Paulus sagt hier “wir”
Wen meint er damit?
Er meint Christen zum Zeitpunkt vor ihrer Bekehrung (“früher”)
Damit auch Nichtchristen aktuell
Er schließt sich, Titus und die Christen, die Titus unterweisen soll, ein
Guck mal, wie er Nichtchristen und Christen vor ihrer Bekehrung beschreibt
er nennt vier Zweier-Paare
unverständig und ungehorsam
mental und moralisch verdorben
es fehlt an Verständnis für geistliche Wirklichkeiten
es fehlt an Offenheit, Gott zu gehorchen
2. wurden getäuscht und dienten vielerlei Begierden und gelüsten
diese beiden Aspekte stehen im passiv (etwas wurde an/mit uns gemacht)
wir wurden getäuscht und wir waren versklavt in Begierden und Lüsten
was sehr spannend ist, ist das diese beiden Begriffe parallel zu den ersten beiden stehen!
man ist einerseits unverständig, wird andererseits aber auch getäuscht
man ist einerseits ungehorsam, ist aber auch versklavt in Begierden und in Lüste
Was Paulus hier sagt ist Folgendes:
wir waren aktiv ungehorsam und am Sündigen, aber wurden dabei auch vom Satan in die Irre geführt
wir wurden getäuscht, aber gleichzeitig waren wir verantwortlich für unsere Handlungen
3. wir lebten in Bosheit und Neid
jetzt geht es an die zwischenmenschliche Beziehungen
Bosheit wünscht dem Mitmenschen Böses
Neid begehrt was der Mitmensch Gutes hat
Beides zerstört menschliche Beziehungen
4. verabscheut und einander hassend
immer noch zwischenmenschliche Beziehungen
einerseits wurden wir gehasst
andererseits haben wir gehasst
Das ist wie Paulus unsere Vergangenheit beschreibt
Ich weiß nicht wie es dir jetzt geht, aber hatte in der Vorbereitung beim Lesen des Predigttextes erst einmal eine innere Abwehrhaltung
“das ist ziemlich extrem”
“ganz so schlimm ist es mit mir nicht gewesen”
“das trifft vielleicht auf die Vergangenheit meiner Geschwister zu”
Aber das ist Gottes absolut ehrliche Beschreibung von unserem “vorher”
Vielleicht hast du jetzt gedanklich einen “Graben” zwischen deiner Sicht auf deine Vergangenheit und dem was Gottes Wort hier über deine Vergangenheit sagt
Mir hat die Geschichte von Gyges geholfen, die Platon erzählte.
Ich hab sie manchmal meinen Schülern erzählt
Gyges ein gewöhnlicher Hirte, findet einen Ring. Er zieht den Ring an und sobald er an dem Ring dreht, wird Gyges unsichtbar.
Gyges, der sonst nie jemandem etwas zu Leide getan hat, fängt mit dem Ring plötzlich an Dinge zu tun, die man vorher nie von ihm kannte.
Das führt irgendwann dazu, dass er seine Unsichtbarkeit nutzt, um den König zu ermorden und den Thron an sich zu reißen.
Was ist passiert?
Die Angst vor der Konsequenz war weg
Man musste nicht mehr fürchten, was die anderen Denken
und es kam raus, was immer in ihm drinnen war
Bevor ich meinen Schülern diese Geschichte erzählte, habe ich sie gefragt, was sie tun würden, wenn sie unsichtbar wären
Weißt du was sie nicht gesagt haben?
Unbemerkt anderen Menschen helfen
Draußen die Straße saubermachen
Was sie stattdessen gesagt haben:
Leute stalken
Ohne Ticket ins Flugzeug steigen
Rache an anderen üben
Autos klauen
eine Bank ausrauben
das zeigt uns, dass wir von uns aus nicht anders sind als Gyges
diese Beschreibung in Titus 3 zeigt uns, dass wir als Sünder nicht bloß besseres Benehmen brauchen, sondern das unser Problem so tief sitzt, dass ich den HG brauche!
Vielleicht schaust du auf diese Liste und sagst “ja, das bin ich. ja damit habe ich zu kämpfen”
Und du siehst diese Spannung der ersten beiden Begriffspaare
einerseits bist du schuldig, andererseits wurdest du getäuscht
da ist die Pornografie:
jemand sündigt in diesem Bereich, weil er absolut selbstbezogen und entmenschlichend denkt … aber er wird auch getäuscht und hinters Licht geführt, dass ihn das glücklich macht
da ist die Alkoholsucht:
jemand sündigt und missbraucht eine Gabe Gottes … aber er ist selbst Gefangen in dieser Lüge, dass das nächste Glas / die nächste Flasche helfen wird
da ist die Bitterkeit:
man hält dem anderen immer wieder vor, was schon längst vergangen und auch vergeben ist … aber man schafft es selbst nicht loszukommen, weil man “gehalten” wird
Was Paulus hier sagt ist keine rhetorische Übertreibung, damit ein Punkt rüberkommt
Es ist die tatsächliche Wesensbeschreibung des Sünders
Römer 3,10–18 LU17
wie geschrieben steht: »Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Alle sind sie abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer . Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen betrügen sie , Otterngift ist unter ihren Lippen ; ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit . Ihre Füße eilen, Blut zu vergießen; auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, und den Weg des Friedens kennen sie nicht . Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen .«
da ist keiner, der sich selbst transformieren könnte, der so tief an sich arbeiten könnte, dass dieser Text nichts mehr mit ihm zu tun hat
Wir brauchen den Heiligen Geist
Wir brauchen nicht neue Gebote und Gesetze
Wir brauchen nicht Motivationssprüche oder gute Ratschläge
Wir brauchen Gott selbst, der in uns wohnt
Wir brauchen den Heiligen Geist

2. Wie ich den Heiligen Geist bekomme (V 4-6)

was wäre deine intuitive Reaktion auf jemanden, der so ist wie in V. 3 beschrieben?
wie gehst du mit jemandem um, der dich verabscheut, der in Bosheit und in Neid lebt?
wie denkst du über so jemanden?
Was denkst du, wie Gott über den Sünder denkt, der in V. 3 beschrieben ist?
Distanz?
Gericht?
Verdammnis?
Titus 3,4–6 LU17
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland,
Gott sieht den Sünder … und seine Freundlichkeit und seine Menschenliebe erscheint
Was für eine starke und überwältigende Wahrheit
Während mein Zustand als Sünder in Wirklichkeit schlimmer ist, als ich dachte…
Ist seine Freundlichkeit und Menschenliebe für mich Sünder größer als ich dachte
Was macht Gottes Freundlichkeit und Menschenliebe?
sie rettet uns
es bleibt nicht bei einer herzlichen Emotion
sondern Gott sendet seinen Sohn Jesus auf diese Erde
Jesus lebt drei Jahre lange gütig und menschenliebend unter uns
und geht Jesus an das Kreuz von Golgatha, damit wir gerettet werden
Während wir einander und auch Gott hassten (V. 3), durchbricht Jesus den Hass, indem er uns nicht ablehnt und verdammt, sondern in Liebe zu sich zieht
Die Bibel ist voll von solchen Geschichten
da ist die Ehebrecherin am Brunnen —> Jesus redet mit ihr, offenbart sich ihr als Retter und Messias
da ist der Zöllner und Betrüger, von allen gehasst —> Jesus beruft ihn in die Nachfolge
was ist deine Geschichte?
Egal was deine Vergangenheit im Detail war… egal wie dein “früher” / “einst” aussah
die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes ist in Jesus Christus erschienen
siehst du die Rettung musste von außen kommen
wenn V. 3 wirklich wahr ist in Bezug auf den Sünder - und es ist wahr - dann muss Rettung von außen kommen
du kannst dich nicht selbst verbessern
Stell dir mal einen Mann vor, der zu weit im Meer rausgeschwommen ist und zu ertrinken droht. Er braucht Rettung. Weißt du was ihm nicht helfen wird? Wenn er sich selbst packt und hochzieht. Das funktioniert nicht. Was er braucht ist jemanden, der von außen her kommt, der ihn packt, und der ihn rauszieht.
Genau das hat Gott gemacht
Er kommt von außen und rettet uns, als wir uns nicht retten konnten
ich liebe die Nebenbemerkung, die Paulus hier beifügt
Titus 3,4–5 LU17
Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist,
Paulus sagt ganz explizit, was nicht der Grund dafür ist, dass Gott uns gerettet hat:
Unsere Werke der Gerechtigkeit
“vermeintlichen” Werke der Gerechtigkeit
Wenn du gleich nach dem Gottesdienst oder am Nachmittag die Sonnenstrahlen fühlst, wirst du bestimmt nicht auf die Idee kommen zu sagen: Ich bin echt ein toller Typ, dass die Sonne mich jetzt so anleuchtet, oder? Ich hab mir mit dem Abnehmen echt Mühe gegeben, jetzt will die Sonne das mal belohnen. Ich hab meine Kinder so gut behandelt, deswegen scheint die Sonne jetzt auf mich.
Das wäre absurd.
Der Grund dafür, dass die Sonne auf dich scheint, liegt nicht in dir, sondern in der Sonne.
Was Gott dazu bringt, auf dich zu schauen und zu sagen “ich will ihn / ich will sie”…
ist nicht, dass ich versuche mich gut zu benehmen
ist nicht, dass ich regelmäßig die Bibel lese oder bete
ist nicht, dass ich meinen Eltern gehorsam bin und im Gottesdienst sitze
ist nicht, dass ich keine bösen Filme gucke
ist nicht, dass ich nicht feiern gehe
ist nicht, dass ich in der Gemeinde einen Dienst habe
diese Dinge sind wunderbar, aber sie sind nicht der Grund, wieso Gott uns gerettet hat
Nein.
Was der Grund für unsere Rettung ist, ist seine Barmherzigkeit
Dass er uns in unserer Sünde gesehen hat
Dass sein Herz voll war von Mitgefühl, Trauer, Schmerz und Barmherzigkeit
Dass er uns wieder neu machen wollte
Gott hat uns nicht gerettet weil wir liebenswert wären, sondern weil er liebevoll ist.
Wie ergreifend ist dieser Gedanke?!
Vor allem wenn wir bedenken, wer das hier sagt:
Paulus hatte sich schon in V. 3 mit reingenommen
die Beschreibung der Vergangenheit in V. 3 trifft nicht nur auf Christen in Kreta zu
nicht nur auf Titus zu
sondern auch auf Paulus zu
Paulus war der Ober-Theologe
Paulus war der Apostel
Paulus war der, der so viel für den Glauben gelitten hat
Wir würden denken: Wenn jemand Werke der Gerechtigkeit hat, dann Paulus
Aber was sagt Paulus?
Nicht wegen unserer vermeintlichen Werke der Gerechtigkeit
Sondern wegen seiner Barmherzigkeit
Wenn du heute hier sitzt und noch kein Christ bist
Dann will ich dich heute dazu einladen
Dass du Gottes Menschenliebe und Freundlichkeit, die in Jesus erschienen ist, annimmst
“Er hat uns gerettet”
Wie bekommen wir das?
Wie bekommen wir diese Rettung?
Und damit: Wie bekommen wir den Heiligen Geist, der in uns die Rettung erwirkt?
Antwort: Er wird uns geschenkt
Titus 3,5–6 LU17
durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland,
das “Mittel” der Errettung ist der Heilige Geist
Gott bewirkt die Errettung durch den Heiligen Geist
wir wurden im/durch Heiligen Geist von neuem geboren und erneuert
das ist nicht etwas, das du dir erwirkst
das ist etwas, das dir geschenkt wird
Jeder Christ hat den HG
“reichlich ausgegossen” sagt Paulus
du brauchst keine zweite Erfahrung, wo der HG auf dich kommt
du sollst mit dem Geist “erfüllt werden”,
indem du ihm Raum gibst
indem du ihn nicht dämpfst
indem du ihn nicht betrübst
indem du ihm Gehorsam bist
aber als Kind Gottes hast du den HG schon
er wurde reichlich über dich ausgegossen
Lieber Nachfolger von Jesus, liebes Kind von Gott…
du hast alles, was es braucht, um Jesus nachzufolgen
du hast denselben HG wie die Christen auf Kreta, wie Titus und wie Paulus
du hast denselben HG wie Petrus
Petrus war einst/früher zögerlich, sich zu Jesus zu bekennen
Dann bekommt er den HG und er ist bereit für Jesus zu sterben
der HG lebt in dir und du hast alles was du brauchst, um das neue Leben zu leben
Es ist dir geschenkt worden
Gottes Barmherzigkeit hat ihn dazu gebracht, uns seine Menschenliebe in Jesus zu zeigen, dass er uns rettete, indem er uns durch den HG erneuert und neugeboren hat.
Was bedeutet das jetzt für mein Leben konkret?

3. Was der Heilige Geist mit mir macht (V. 7-8)

Titus 3,7 LU17
damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben seien nach der Hoffnung auf ewiges Leben.

Erklären

“damit wir”
erklärt das Ziel der Rettung
erklärt das Ziel davon, dass der HG über uns ausgegossen wurde
Was ist dieses Ziel?
Erben zu sein, nach der Hoffnung auf ewiges Leben
Was der Heilige Geist mit mir macht ist nicht primär, dass ich ein besserer Mensch werde
primäres Ziel ist nicht ethisch
primäres Ziel ist theologisch
Damit ich ein Erbe bin nach der Hoffnung auf ewiges Leben
Was bedeutet das?
Während in V. 3 geistlich Tote beschrieben wurden… werden jetzt hoffnungsvolle Menschen beschrieben
Während wir früher geistlich Tod waren … hat uns jetzt der Geist lebendig gemacht
Während wir früher in Sünde lebten … leben wir jetzt in neuem Leben
Während uns früher der ewige Tod (Hölle) erwartete … sind wir jetzt Erben des Himmels geworden
Siehst du der Geist Gottes verändert dich von innen nach außen
Es geht zunächst um deine Identität, also wer du bist
du bist ein Erbe
du bist ein Beschenkter
nicht ein Belohnter, sondern ein Beschenkter
Beschenkt mit Hoffnung auf ewiges Leben
Du bist davon befreit, dich selbst gerecht darzustellen
du wurdest durch Gottes Gnade und durch das Wirken des HG gerecht gemacht
du kannst das “früher” aus V. 3 anerkennen, weil du weißt, dass es ein verändertes “jetzt” gibt
du kannst dein früheres Verlorensein anerkennen, weil du weißt, dass du jetzt ein Erbe des ewigen Lebens bist
—> du kannst “die Waffen niederlegen”
du musst nicht mehr vergeblich jemandem etwas beweisen
du musst dich nicht mehr besser darstellen als du bist
du musst nicht mehr Angst haben, “entdeckt” zu werden
wenn du Jesu Vergebung im Glauben angenommen hast, hat der HG dich neu gemacht!
von innen heraus!
Das ist was der Heilige Geist macht
er nimmt die Wahrheiten aus V. 3-5
und er macht sie uns lebendig
Der HG bringt dich nicht nur dazu, “besser zu werden”
er schenkt dir einen Blick auf Gottes Schönheit,
…sodass du seinen Plan als schön sehen kannst
…sodass du willst, was er will
…sodass du hasst, was er hasst
er wirkt in deinem Inneren, schenkt dir eine neue Identität von der aus du lebst
einst verloren, jetzt lebendig gemacht und Erbe geworden
schließlich führt die neue Identität zu einem neuen Verhalten:
Titus 3,8 LU17
Das ist gewisslich wahr. Darum will ich, dass du festbleibst, damit alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich mit guten Werken hervorzutun. Das ist gut und nützlich für die Menschen.
Paulus fordert Titus auf “festzubleiben”
man könnte auch sagen “zu beharren”
oder “standhaft zu sein”
Worauf will Paulus hinaus? Er sagt es explizit:
Damit die, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich mit guten Werken hervorzutun
Die Christen sollen gute Werke tun
Vielleicht fragst du dich: Wurden eben nicht gute Werke noch verurteilt?
Nein, Paulus sprach davon, dass Gute Werke nicht zur Rettung führen
Aber im Gegensatz, soll die Rettung zu Guten Werken führen
Bevor wir Christen waren, haben wir böse Werke getan
Als wir gerettet wurden, geschah dies nicht weil wir gute Werke getan hätten, sondern weil Gott barmherzig war
Nachdem wir zum Glauben gekommen sind, sollen wir als Erlöste gute Werke tun
Während der Heilige Geist mich von innen her neu belebt und erneuert hat, soll ich als Christ darauf bedacht sein, aktiv im Gehorsam zu leben
Die Bibel ist niemals gegen Mühe zu guten Werken
Die Bibel ist gegen den Gedanken, sich mit guten Werken etwas verdienen zu wollen
Als durch den HG neugeborener Mensch ist es so “natürlich”, ein verändertes Leben zu leben
Paulus sagt, “damit alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sich, sich mit guten Werken hervor zu tun.”
Es ist nicht möglich, dass der Geist Gottes über einem Menschen ausgegossen wird und das keine Veränderung im Leben erzeugt
Im natürlichen irdischen Leben gibt jeder lebendige Mensch Lebenszeichen von sich
das neugeborene Baby schreit
das Kleinkind dreht sich im Schlaf
der Erwachsene atmet, spricht, bewegt sich, das Herz schlägt
wenn jemand dauerhaft nichts davon tut, hast du es nicht mit einem lebenden Menschen zu tun
Jemand, der geistlich Lebendig geworden ist, wird Lebenszeichen von sich geben
Reue und Buße über Sünde
Fragen nach Gottes Willen
Gemeinschaft mit Christen suchen
Auf Gott hören, zu Gott reden
Gegen Sünde kämpfen
Geistlich wachsen
Wenn diese Lebenszeichen nicht zu sehen sind, hast du es nicht mit einem geistlich Lebendigem Menschen zu tun
Wenn du dich Christ nennst, aber diese Dinge sind dir fern, solltest du aufhören dich Christ zu nennen
du bist an einem unheimlich gefährlichen Punkt
deck dich nicht in falsche Sicherheit!
Die zum Glauben an Gott gekommen sind, haben den HG bekommen, eine neue Identität und sie werden die neue Identität / das neue Leben praktisch äußern - ganz natürlich
Vielleicht sitzt du jetzt hier und sagst:
ich habe Gott meine Schuld bekannt
ich habe Jesus mein Leben übergeben
aber ich kämpfe mit dieser einen Sünde
ich bin müde, weil es scheinbar keine Fortschritte gibt
Vielleicht fragst du dich: “Habe ich wirklich den HG?”
Lass mich dir sagen, dass tiefe Reue und Buße ein Wirken des HG in deinem Leben ist
Und um Gottes Willen, hör nicht auf gegen Sünde zu kämpfen
Die Tatsache, dass der HG reichlich über dich ausgegossen ist, soll die stärken, ermutigen und befähigen weiter gegen Sünde zu kämpfen
ich bin jetzt etwa 20 Jahre Christ
bei weitem bin ich nicht da, wo ich sein soll
je näher du mit mir zusammen lebst, desto deutlicher siehst du das
aber dank Gottes Gnade bin ich nicht mehr da, wo ich einmal war
einige Sünden haben Jahre angehalten und es wirkte ausweglos
Aber Gott hat geholfen
Mit verschiedenen Sünden habe ich - wie jeder andere Christ - auch noch zu kämpfen
Aber der HG wohnt in mir, er ist ausgegossen über mich
Deswegen will ich nicht müde werden, weil in mir neue Hoffnung lebendig geworden ist
kämpf weiter
bete weiter
bitte weiter um Kraft
lass den HG wirken, indem du immer wieder auf das schaust, was er durch Jesus getan hat und noch in dir wirken will

Schluss

Schau nochmal mit mir auf das Hauptverb
“Er rettete uns”
Unsere Verlorenheit war unsere größte Not
Die Rettung durch Jesus ist Gottes größtes Geschenk an uns
Es wird wirksam und real an uns durch den HG
Er zeigt uns, wer wir wirklich sind
Er zeigt uns die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes
Er ist ausgegossen über uns (reichlich!)
Er macht uns zu neuen Menschen mit neuer Hoffnung
Lasst uns den dreieinigen Gott dafür anbeten und uns ihm neu hingeben!
Dem, der uns alles gegeben hat!
Amen.
Illustration Sawely in ersten Punkt einbauen?
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