Fünf Wege, unsere nächsten im Alltag zu leben: erzähle deine Geschichte

S.E.G.N.E.  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Titel: S.E.G.N.E. – Deine Geschichte ist ein Türöffner
Textgrundlage: Johannes 4 (Die Frau am Brunnen)
Wir sind am Ende unserer Reihe angekommen, die uns die letzten Wochen begleitet hat. S.E.G.N.E. – fünf Buchstaben, die eigentlich alles verändern können, wenn wir sie nicht nur als Theorie im Kopf behalten, sondern sie wirklich in unseren Alltag lassen. Wir haben über das Beten gesprochen, darüber, wie wichtig es ist, erst mal zuzuhören, wie gut gemeinsames Essen tut und wie wir ganz praktisch Liebe zeigen können. Aber heute kommen wir zum letzten Buchstaben, zum „E“. Und dieses „E“ steht für: Erzähle deine Geschichte.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich das Wort „Evangelisation“ oder „Zeugnis geben“ höre, dann zucken bei mir innerlich erst mal alle Muskeln zusammen. Da ploppen sofort Bilder im Kopf auf. Bilder von Leuten, die mit der Bibel in der Hand in der Fußgängerzone stehen und Menschen anschreien, dass sie verloren sind. Oder diese unangenehmen Gespräche, wo man das Gefühl hat, man muss jemandem eine Versicherung verkaufen, die er eigentlich gar nicht will. Man fühlt sich irgendwie unter Druck gesetzt, man denkt, man müsste jetzt ein theologisches Expertenwissen haben oder eine Lebensgeschichte vorweisen, die so krass ist, dass sie verfilmt werden müsste. Aber ich kann euch heute hoffentlich diesen Druck komplett nehmen. Denn beim „E“ geht es nicht um eine Verkaufsveranstaltung. Es geht um etwas viel Natürlicheres.
Theologie-Blackout: Wenn die Zunge am Gaumen klebt
Ich weiß noch genau, wie das bei mir früher war. Wenn es in der Schule oder im Freundeskreis um den Glauben ging, hatte ich oft richtige Schweißausbrüche. Jemand stellt eine eigentlich harmlose Frage und in meinem Kopf rattert es sofort los. Ich dachte immer, ich muss jetzt sofort die Dreieinigkeit fehlerfrei erklären können oder eine wasserdichte Antwort auf die Frage haben, warum Gott Leid zulässt. Und weil ich das nicht konnte, hatte ich oft einen totalen Theologie-Blackout. Irgendwann habe ich dann so kleine Hilfsmittel an die Hand bekommen. Vielleicht kennt ihr die auch. Da gab es zum Beispiel die Brücken-Illustration, die man auf einen Zettel malt, oder dieses Armband mit den vier Symbolen von "The Four". Und hey, das war erstmal super hilfreich, weil es Sicherheit gab. Aber gleichzeitig stieß ich damit immer wieder an meine Grenzen. Denn wann im normalen Alltag packt man schon plötzlich ein Symbolarmband aus und hält einen theologischen Monolog? Ich kam mir manchmal vor wie ein Staubsaugervertreter, der nur auf das richtige Stichwort wartet, um sein auswendig gelerntes Skript abzuspulen. Das fühlte sich oft einfach nicht natürlich an und die Angst, den anderen total zu überfahren, blieb.
Der Sprung ins Ungewisse: Warum Schweigen bequemer ist
Und weil das so unangenehm ist, machen wir oft lieber gar nichts. Der Autor Bill Hybels beschreibt das total treffend. Er sagt, wir alle haben so einen Kreis der Bequemlichkeit um uns herum. Unsere Komfortzone. Da drinnen ist alles sicher, da kennen wir uns aus, da halten wir am liebsten den Mund, um nicht unangenehm aufzufallen. Aber wenn wir unsere Geschichte teilen wollen, müssen wir diesen Kreis verlassen. Wir müssen einen Schritt in die Zone des Unbekannten machen. Und ja, da wartet das Risiko. Da wartet vielleicht auch mal eine peinliche Pause. Aber genau dort, außerhalb unserer Komfortzone, passiert echtes Wachstum und genau dort können echte Begegnungen stattfinden. Wir müssen keine fünfundvierzig Minuten lang predigen. Es reicht schon dieser eine mutige Schritt aus der Bequemlichkeit heraus.
Denkt mal kurz darüber nach, was ihr macht, wenn ihr einen richtig guten Film gesehen habt. Oder wenn ihr in einem Restaurant wart, wo das Essen einfach der Wahnsinn war. Ihr geht doch nicht nach Hause und schreibt ein theologisches Traktat darüber, warum dieses Restaurant objektiv das Beste in der Stadt ist. Nein, ihr trefft einen Freund und sagt einfach: „Hey, du glaubst nicht, was ich gestern erlebt habe. Ich war da essen und es war so gut, das musst du probieren.“ Das ist ganz natürlich. Wir erzählen von Dingen, die uns gut getan haben. Wir teilen unsere Begeisterung. Und genau das ist der Kern, wenn wir davon reden, unsere Geschichte mit Jesus zu teilen.
Die Frau am Brunnen: Ein Meisterkurs im Geschichtenerzählen
Ich möchte mit euch heute in eine Geschichte aus der Bibel eintauchen, die genau das perfekt zeigt. Es ist eine Begegnung, die alles andere als perfekt gestartet ist. Wir schauen uns die Frau am Brunnen an, die wir im Johannesevangelium in Kapitel 4 finden. Stellt euch die Szene mal kurz vor. Es ist Mittag, die Sonne knallt gnadenlos vom Himmel. In dieser Hitze geht normalerweise niemand zum Brunnen, um Wasser zu holen. Das macht man morgens oder abends, wenn es kühl ist. Aber diese Frau geht genau dann, wenn kein anderer da ist. Warum? Weil sie ihre Ruhe haben will. Weil sie den Blicken der anderen ausweichen möchte. Sie hat eine Geschichte, die in ihrem Dorf wahrscheinlich jeder kennt und über die jeder tuschelt. Sie hat schon fünf Ehemänner gehabt und der Typ, mit dem sie jetzt zusammenlebt, ist auch nicht ihr Mann. Sie ist die Außenseiterin. Sie ist diejenige, über die man hinter vorgehaltener Hand redet.
Und genau dort, an diesem Brunnen, sitzt Jesus. Er ist müde von der Reise, er hat Durst. Und jetzt passiert das Unglaubliche. Er fängt ein Gespräch mit ihr an. Das war damals ein absolutes No-Go. Ein jüdischer Mann spricht nicht einfach so eine samaritanische Frau an. Da gab es riesige Mauern aus Vorurteilen, Religion und Hass. Aber Jesus ist das völlig egal. Er sieht nicht die „Sünderin“ oder die „Samariterin“, er sieht diese Frau. Er sieht ihren Durst, der viel tiefer geht als das Bedürfnis nach Wasser.
Sie führen ein langes Gespräch. Jesus ist dabei so unglaublich wertschätzend und gleichzeitig so entwaffnend ehrlich. Er spricht ihre Lebenssituation an, aber er verurteilt sie nicht. Er zeigt ihr, dass er sie kennt, wirklich kennt, mit all ihrem Chaos und ihrem Schmerz. Und in diesem Moment versteht sie etwas. Sie merkt, dass dieser Mann kein normaler Mensch ist. Sie erkennt in ihm den Messias, den Retter, auf den alle warten.
Und jetzt kommt der Punkt, der mich jedes Mal wieder fasziniert. Was macht diese Frau? Sie lässt ihren Krug einfach am Brunnen stehen. Sie vergisst völlig, warum sie eigentlich gekommen war. Sie rennt zurück in das Dorf, aus dem sie eigentlich geflohen war, zu den Menschen, deren Blicken sie ausweichen wollte. Und sie sagt ihnen nicht: „Hier sind fünf logische Gründe, warum ihr euer Leben ändern müsst.“ Sie sagt auch nicht: „Ich habe jetzt alle theologischen Antworten gefunden.“ Sie sagt einfach: „Kommt und seht! Da ist einer, der hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Kann das nicht der Christus sein?“
Wisst ihr, was das Geniale daran ist? Ihre Geschichte ist ihre Botschaft. Sie versteckt sich nicht mehr. Sie nutzt ihre eigene Vergangenheit, ihren eigenen Bruch, um auf Jesus hinzuweisen. Sie sagt eigentlich: „Ich wurde gesehen. Ich wurde geliebt, obwohl er alles über mich weiß.“ Und das Ergebnis ist der Wahnsinn. Die Leute aus dem Dorf gehen mit ihr zum Brunnen, sie hören Jesus selbst zu und am Ende sagen sie: „Jetzt glauben wir nicht mehr nur wegen deiner Worte, sondern wir haben ihn selbst gehört.“
Diese Frau ist für mich das perfekte Vorbild für das „E“ in S.E.G.N.E. Sie hat keine perfekte Geschichte. Sie hat eine echte Geschichte. Und genau das ist es, was die Menschen um uns herum heute brauchen. Keiner hat Lust auf perfekte Fassaden. Wir leben in einer Welt, in der auf Instagram und TikTok alles perfekt aussieht, aber dahinter fühlen sich so viele Menschen leer und allein. Wenn wir dann kommen und so tun, als hätten wir als Christen keine Probleme mehr und als wäre unser Leben eine einzige Erfolgsstory, dann nehmen uns die Leute das nicht ab. Aber wenn wir ehrlich werden, wenn wir von unseren Kämpfen erzählen und davon, wie Jesus uns mitten darin begegnet, dann wird es spannend.
Erzähle deine Geschichte bedeutet eigentlich nur, dass du Zeuge davon wirst, was Jesus in deinem Leben tut. Ein Zeuge vor Gericht muss auch kein Anwalt sein. Er muss keine Gesetze auswendig kennen. Er muss nur sagen können: „Das habe ich gesehen, das habe ich gehört, das habe ich erlebt.“ Mehr nicht. Du bist der Experte für deine eigene Geschichte. Niemand kann dir absprechen, was du mit Gott erlebt hast.
Vielleicht denkst du jetzt aber: „Ja, aber meine Geschichte ist so unspektakulär. Ich bin im Kindergottesdienst aufgewachsen, ich hatte keine krasse Bekehrung mit Drogen und Kriminalität.“ Hey, ich sag dir was. Das ist eine großartige Geschichte! Wenn Gott dich davor bewahrt hat, dein Leben gegen die Wand zu fahren, dann erzähl davon. Erzähl davon, wie es dir Sicherheit gibt, dass du weißt, dass du geliebt bist. Erzähl davon, wie Gott dir im Alltag Ruhe schenkt, wenn alles andere stresst. Deine Geschichte muss nicht laut sein, um kraftvoll zu sein. Sie muss nur wahr sein.
Wie macht man das jetzt ganz praktisch? Ich glaube, es hilft, wenn wir uns mal überlegen, wie unsere Geschichte eigentlich aussieht. Man kann das oft in drei ganz einfache Teile gliedern. Der erste Teil ist: Wie war es vorher? Was hat mich beschäftigt? Wo habe ich nach Sinn gesucht? Vielleicht war es die Angst vor der Zukunft oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Der zweite Teil ist: Wie bin ich Jesus begegnet? Das muss kein Blitzschlag gewesen sein. Vielleicht war es ein Satz in einer Predigt, ein Gespräch mit einem Freund oder ein Moment in der Natur, wo dir klar wurde, dass da mehr ist. Und der dritte Teil ist: Was hat sich seitdem verändert? Wie hilft mir mein Glaube heute, wenn ich Stress in der Schule oder im Job habe? Wie gehe ich heute mit meinen Fehlern um?
Wenn wir so anfangen zu erzählen, dann ist das kein Vortrag. Dann ist das ein Gespräch unter Freunden. Und das Wichtige dabei ist, dass wir die Sprache der Menschen sprechen. Wir müssen weg von diesem „Fromm-Deutsch“. Wenn ich zu meinem Nachbarn sage: „Ich habe die Erlösung durch das Blut des Lammes erfahren“, dann schaut der mich an, als käme ich vom Mars. Aber wenn ich sage: „Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr alles allein mit mir ausmachen muss, sondern dass da jemand ist, dem ich vertrauen kann“, dann versteht er das. Wir müssen Worte finden, die in das Herz der Menschen fallen und nicht an ihrem Kopf abprallen.
Match-Point: Wo Gottes Geschichte dein Leben berührt
Und hier schließt sich der Kreis zu dem, was wir vor ein paar Wochen beim zweiten Buchstaben gelernt haben. Erinnert ihr euch? Erst zuhören. Warum ist das Zuhören so extrem wichtig? Weil wir nur dann herausfinden, was das eigentliche Lebensthema von unserem Gegenüber ist. Wir müssen die Leute nicht wahllos missionieren, wir müssen andocken. Jeder Mensch trägt Themen mit sich herum. Und wir suchen einfach den Punkt, wo Gottes Geschichte in meinem Leben die aktuelle Not des anderen berührt. Lass mich dir das an ein paar Beispielen plastisch machen. Stell dir vor, dein Freund ist völlig fertig wegen dem Leistungsdruck in der Schule oder im Studium. Dann brauchst du ihm nicht mit der Offenbarung zu kommen. Dann ist deine Andockstation vielleicht einfach deine Geschichte, wie du gelernt hast, dass dein Wert bei Gott nicht von deinen Noten abhängt. Oder jemand fühlt sich total einsam und ausgeschlossen. Dann erzählst du, wie die Gemeinschaft im Jugendkreis oder deine Freundschaft zu Jesus dir einen Ort gegeben hat, wo du keine Maske tragen musst. Oder jemand hat extreme Angst vor der Zukunft. Dann kannst du erzählen, dass beten dir vielleicht keinen fertigen Masterplan gibt, aber einen tiefen Frieden, dass du deinen Weg nicht alleine gehen musst. Genau das ist es. Wir matchen unsere Erfahrung mit ihrer Lebensrealität.
Keine To-Do-Liste: Der Unterschied zwischen Religion und Jesus
Und wenn du dann in diesem Gespräch bist und doch mal den Kern von unserem Glauben erklären möchtest, dann gibt es ein Werkzeug, das wirklich genial und super einfach ist. Das ist der Unterschied zwischen Tun und Getan. Fast alle Religionen auf dieser Welt basieren auf dem Tun. Man muss Regeln einhalten, man muss Rituale absolvieren, man muss sich anstrengen, um irgendwie zu Gott hochzukommen. Und man weiß nie, ob es am Ende wirklich gereicht hat. Der Glaube an Jesus ist aber komplett anders. Da steht nicht "Tu dies und tu das", sondern da steht "Es ist vollbracht". Es ist bereits getan. Jesus hat am Kreuz alles erledigt, was uns von Gott trennt. Das nimmt diesen ganzen religiösen Leistungsdruck komplett weg. Christsein beginnt nicht mit einer Anstrengung, sondern damit, dass wir ein Geschenk einfach annehmen.
Wisst ihr, was das Geheimnis der Frau am Brunnen war? Sie war einfach begeistert. Sie war so erfüllt von dieser Begegnung, dass sie gar nicht anders konnte, als davon zu erzählen. Und sie hat die Einladung ausgesprochen: „Kommt und seht.“ Sie hat niemanden gezwungen. Sie hat einfach eine Tür aufgemacht. Und genau das dürfen wir auch tun. Wir dürfen Menschen einladen, Jesus selbst kennenzulernen. Wir dürfen ihnen zeigen, wo wir Hoffnung finden.
Dein Echo: Werde zum Zeugen
Das „E“ in S.E.G.N.E. ist eigentlich das Geschenk, das wir weitergeben dürfen. Wir haben in den letzten Wochen so viel Zeit damit verbracht, für Menschen zu beten, ihnen zuzuhören, mit ihnen zu essen und ihnen zu dienen. Dadurch haben wir Vertrauen aufgebaut. Wir haben den Boden vorbereitet. Und wenn dann der Moment kommt, wo jemand fragt: „Warum machst du das eigentlich? Warum bist du so anders?“, dann dürfen wir unsere Geschichte auspacken. Dann ist das kein Überfall, sondern die Antwort auf eine Sehnsucht, die wir bei dem anderen geweckt haben.
Ich möchte euch heute Mut machen. Eure Geschichte ist wertvoll. Gott schreibt mit jedem von euch eine ganz eigene, einzigartige Story. Er benutzt keine Schablonen. Er benutzt dich, so wie du bist, mit deinem Charakter, mit deinen Hobbys und ja, auch mit deinen Fehlern. Die Frau am Brunnen war die letzte Person, von der man gedacht hätte, dass sie eine ganze Stadt zu Jesus führt. Aber Gott hat genau sie gebraucht. Und er will auch dich brauchen.
Vielleicht nimmst du dir diese Woche mal ein bisschen Zeit und überlegst dir ganz in Ruhe: Was ist eigentlich meine Geschichte mit Jesus? Was würde ich einem Freund erzählen, wenn er mich fragt, was mir der Glaube bedeutet? Schreib dir das vielleicht sogar mal auf. Nicht um ein Skript auswendig zu lernen, sondern um dir selbst klar darüber zu werden, was Gott in deinem Leben schon alles getan hat. Wenn wir uns an Gottes Wirken in unserem eigenen Leben erinnern, dann werden wir automatisch mutiger, es auch anderen zu erzählen.
Wir sind dazu berufen, Segen zu sein. Und der größte Segen, den wir teilen können, ist die Nachricht, dass es Hoffnung gibt. Dass es jemanden gibt, der uns sieht, der uns liebt und der unser Leben neu macht. Deine Geschichte ist das Werkzeug, mit dem du diese Nachricht in die Welt trägst. Du musst nicht die Welt retten. Das hat Jesus schon getan. Du darfst einfach nur davon erzählen, wie er dich gerettet hat.
Lass uns diese Woche mit offenen Augen durch den Alltag gehen. Lass uns schauen, wo Gott uns Gelegenheiten schenkt, einfach mal ein bisschen was von unserer Geschichte preiszugeben. Vielleicht ist es nur ein kurzer Satz beim Kaffee in der Pause. Vielleicht ist es ein längeres Gespräch am Abend. Sei einfach du selbst. Sei authentisch. Sei ehrlich. Und vertrau darauf, dass der Heilige Geist dein Reden gebrauchen wird, genau wie er das einfache Zeugnis der Frau am Brunnen gebraucht hat.
Ich bete jetzt noch für uns, dass Gott uns diesen Mut schenkt.
Jesus, ich danke dir so sehr, dass du uns nicht nur eine Theorie gegeben hast, sondern dass du uns begegnest. Danke, dass du jeden von uns kennst, genau wie du die Frau am Brunnen kanntest. Danke, dass unsere Geschichten bei dir sicher sind und dass du aus unseren Brüchen etwas Schönes machst. Ich bitte dich für jeden hier, dass du uns zeigst, was unsere ganz persönliche Geschichte mit dir ist. Schenk uns die richtigen Worte, wenn wir mit unseren Freunden, unseren Nachbarn oder unseren Arbeitskollegen reden. Nimm uns die Angst, etwas falsch zu machen. Hilf uns, einfach begeistert von dir zu sein und diese Begeisterung ganz natürlich weiterzugeben. Lass uns erleben, wie Menschen durch unsere kleinen Geschichten neugierig auf dich werden. Du bist der Retter, und wir dürfen deine Zeugen sein. Was für ein Privileg. Amen.
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