Das lebendige Opfer – gelebter Glaube im Alltag (Römer 12,1–2) Vom Hören zum Tun: Wie Rechtfertigung das Leben verwandelt.
Evangelisation Siegreich mit Gott • Sermon • Submitted • Presented
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· 11 viewsEs geht darum, wie ich als Christ ein siegreiches Leben in Jesus Christus führen kann. Und was für große Irrtümer in der Welt herrschen.
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Liebe Gemeinde,
Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, sieht mich Gott noch gnädig an? Stehe ich vor Gott als ein gerechter Mensch? Nun das sind Fragen, die so manchen Christen umhertreiben. Schlaflose Nächte und so manche Träne wurde über dieses Thema schon vergossen. Doch wie kann ein Mensch vor Gott gerecht werden?
Wollen wir dazu uns ein paar Bibeltexte anschauen.
Römer 12,1 „1 Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst!“
Nun erfordert uns der Text auf, Gott ein Wohl gefälliges Opfer zu bringen, und das soll unser Leib sein. Nun stellt sich aber auch hier gleich wieder die Frage. Was ist ein Wohl gefälliges Opfer wie sieht das ganz praktisch in meinem Lebensalltag aus? Wollen wir uns hier ein paar Gedanken darüber machen?
1. Es ist ein LEBENDIGES Opfer
1. Es ist ein LEBENDIGES Opfer
Im alten Testament musste das Opfertier sterben. Paulus dreht dieses Bild bewusst um. Gott will kein totes Ritual – er will einen Menschen, der lebt und täglich neu Ja sagt.
„Wenn jemand mir nachfolgen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach."— Lukas 9,23 (Schlachter 2000)
Das wohlgefällige Opfer ist also kein einmaliger Entschluss, sondern eine tägliche, bewusste Hingabe.
„Jeden Morgen weihe dich Gott für diesen Tag. Stelle alle deine Pläne ihm unter, bereit, sie aufzugeben, wenn seine Vorsehung es zeigt."— Ellen G. White, Schritte zu Christus, S. 70
2. Es ist ein HEILIGES Opfer
2. Es ist ein HEILIGES Opfer
„Heilig" bedeutet im biblischen Sinne: abgesondert, für Gott bestimmt, nicht der Welt gehörend.
„Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott; dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, damit du sein Eigentumsvolk seist aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind."— 5. Mose 7,6 (Schlachter 2000)
„Ihr seid nicht von der Welt, sondern ich habe euch aus der Welt auserwählt."— Johannes 15,19b (Schlachter 2000)
Ein heiliges Opfer ist ein Leben, das sagt:
Meine Zeit gehört Gott.
(So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse."— Epheser 5,15–16) (Schlachter 2000)
Meine Entscheidungen orientieren sich an ihm.
„Vertrau auf den HERRN von ganzem Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen."— Sprüche 3,5–6 (Schlachter 2000)
Mein Körper, mein Beruf, meine Beziehungen – alles steht unter seinem Anspruch.
Der Körper:
Der Körper:
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft; verherrlicht Gott also in eurem Leib."— 1. Korinther 6,19–20 (Schlachter 2000)
Der Beruf:
Der Beruf:
„Was auch immer ihr tut, arbeitet von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, da ihr wisst, dass ihr vom Herrn als Vergeltung das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient dem Herrn Christus."— Kolosser 3,23–24 (Schlachter 2000)
Die Beziehungen:
Die Beziehungen:
„Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebt."— Johannes 13,34 (Schlachter 2000)
„Tragt einer des anderen Lasten, und so erfüllt das Gesetz des Christus."— Galater 6,2 (Schlachter 2000)
„Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebt einander, wie auch Gott euch in Christus vergeben hat."— Epheser 4,32 (Schlachter 2000)
„Heiligkeit ist nicht ein Gefühl der Ekstase, sondern die vollständige Übergabe des Willens an Gott – das stille, beharrliche Tun seines Willens im Alltag."— Ellen G. White, Testimonies for the Church, Bd. 2, S. 352
Ein Ellen-White-Zitat, das alle drei Bereiche zusammenfasst:
Ein Ellen-White-Zitat, das alle drei Bereiche zusammenfasst:
„Gott fordert das Herz, den Verstand, die Seele, die Kraft. Es soll nichts zurückgehalten werden. Wer sich ihm ganz hingibt, wird entdecken, dass Gottes Anspruch kein Joch, sondern eine Befreiung ist."— Ellen G. White, The Ministry of Healing, S. 399
Nachdem wir nun erfahren haben, was ein Gott wohl gefälliges Opfer im Sinne der Nachfolge ist,Werden wir uns nun anschauen, was Paulus uns empfiehlt, umDieses geistliche Wachstum zu erreichen. Schauen wir uns dazu Römer Kapitel zwölf Vers zwei an.
Römer 12,2
Römer 12,2
„Und gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist."— Römer 12,2 (Schlachter 2000)
BewegungInhalt
1. Negativ Gleicht euch nicht an
2. Positiv Wandelt euch durch Erneuerung
3. Ziel Erkennt Gottes Willen
Bewegung 1: „Gleicht euch nicht dieser Welt an"
Bewegung 1: „Gleicht euch nicht dieser Welt an"
Das griechische Wort ist συσχηματίζεσθε (syschēmatizesthe) – es beschreibt das äußere Anpassen, das Sich-Formen nach einem fremden Muster.
Die Welt hat ein mächtiges Formungsangebot:
1. Konsum: „Du bist, was du besitzt."
1. Konsum: „Du bist, was du besitzt."
„Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat."— Lukas 12,15 (Schlachter 2000)
2. Du bist, was du leistest.Leistung: Ein babylonsicher Irrtum
2. Du bist, was du leistest.Leistung: Ein babylonsicher Irrtum
1. Der Ursprung in Babel – 1. Mose 11
1. Der Ursprung in Babel – 1. Mose 11
Die erste und deutlichste Quelle dieser Denkweise finden wir in der Geschichte des Turmbaus zu Babel:
„Und sie sprachen: Wohlan, lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, und lasst uns einen Namen machen, damit wir uns nicht über die ganze Erde zerstreuen!"— 1. Mose 11,4 (Schlachter 2000)
Hier sehen wir die Ur-Formel der Leistungsreligion:
Babylonischer GedankeBedeutung
„Lasst uns bauen"Wir schaffen uns selbst den Weg zu Gott
„Bis an den Himmel"Wir erreichen Gott durch eigene Leistung
„Lasst uns einen Namen machen"Identität durch Leistung und Ruhm
„Damit wir nicht zerstreut werden"Sicherheit durch eigene Stärke
Das ist das Wesen der babylonischen Lehre: Der Mensch baut sich seinen eigenen Weg zu Gott – durch Werk, Leistung, Ruhm und Macht.
„Der Geist Babylons ist der Geist menschlicher Selbsterhebung – der Versuch, ohne Gott groß zu werden, sich einen Namen zu machen und die Sicherheit in der eigenen Leistung zu finden."— Ellen G. White, Prophets and Kings, S. 114
Die geistliche Falle
Die geistliche Falle
Besonders für Prediger: „Ich bin nur ein guter Pastor, wenn ich viele Taufen habe."
Besonders für Prediger: „Ich bin nur ein guter Pastor, wenn ich viele Taufen habe."
Das ist eine der tiefsten und gefährlichsten Versuchungen im Dienst Gottes. Die Bibel widerlegt diesen Gedanken klar und deutlich:
„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat das Wachstum gegeben. So ist nun weder der Pflanzende etwas noch der Begießende, sondern Gott, der das Wachstum gibt."— 1. Korinther 3,6–7 (Schlachter 2000)
„Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen."— Sacharja 4,6 (Schlachter 2000)
Paulus pflanzte in Korinth – und sah wenig Früchte.
Elija predigte treu – und dachte, er sei allein (1. Könige 19,14).
Jeremia predigte ein Leben lang – mit kaum sichtbarem Erfolg.
Treue ist die Aufgabe des Pastors. Frucht ist die Aufgabe Gottes.
Du bist, wie gut du aussiehst.Selbstoptimierung:
„Der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber der HERR sieht das Herz."— 1. Samuel 16,7b (Schlachter 2000)
Gegenaussage der Bibel: Du bist nicht, wie du aussiehst – sondern wie dein Charakter ist. Und den formt Gott.
Angst: „Du musst dich absichern um jeden Preis."
Angst: „Du musst dich absichern um jeden Preis."
„Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, noch um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?"— Matthäus 6,25 (Schlachter 2000)
„Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit."— 2. Timotheus 1,7 (Schlachter 2000)
„Liebt nicht die Welt noch das, was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm."— 1. Johannes 2,15 (Schlachter 2000)
Die Rechtfertigung Jesu – Wie sie uns ein neues Leben schenkt
Die Rechtfertigung Jesu – Wie sie uns ein neues Leben schenkt
Der Ausgangspunkt – Der Mensch ohne Christus
Der Ausgangspunkt – Der Mensch ohne Christus
Bevor wir das neue Leben verstehen können, müssen wir den alten Zustand ehrlich betrachten:
„Auch euch hat er lebendig gemacht, die ihr tot wart in euren Vergehen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet nach dem Lauf dieser Welt."— Epheser 2,1–2a (Schlachter 2000)
„Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit Gottes."— Römer 3,23 (Schlachter 2000)
Der Mensch ohne Christus ist nicht nur schwach – er ist geistlich tot. Er kann sich nicht selbst beleben. Kein Entschluss, keine Religion, keine Leistung kann das ändern.
„Die Sünde hat nicht nur das Verhalten des Menschen korrumpiert – sie hat seine Natur, seinen Willen und seine Fähigkeit zur Gemeinschaft mit Gott völlig zerstört. Der Mensch konnte sich nicht selbst heilen."— Ellen G. White, Patriarchs and Prophets, S. 595
1. Was ist Rechtfertigung überhaupt?
1. Was ist Rechtfertigung überhaupt?
Rechtfertigung ist Gottes Urteil über den sündigen Menschen – gesprochen nicht aufgrund seiner Leistung, sondern aufgrund dessen, was Jesus am Kreuz getan hat.
„So werden wir nun durch seinen Glauben für gerecht erklärt umsonst durch seine Gnade durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist."— Römer 3,24 (Schlachter 2000)
Das Wort „umsonst" ist entscheidend. Es bedeutet:
Nicht verdient
Nicht erkauft
Nicht erarbeitet
Geschenkt
„Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme."— Epheser 2,8–9 (Schlachter 2000)
„Rechtfertigung bedeutet vollständige Vergebung der Sünde und Annahme des Sünders als Gerechter in den Augen Gottes. Es ist Christi Gerechtigkeit, die dem Glaubenden zugerechnet wird."— Ellen G. White, Selected Messages, Bd. 1, S. 367
2. Was geschah am Kreuz?
2. Was geschah am Kreuz?
Am Kreuz fand ein gewaltiger Tausch statt – der größte Tausch der Geschichte:
„Den, der keine Sünde kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden."— 2. Korinther 5,21 (Schlachter 2000)
Der doppelte Tausch:
Der doppelte Tausch:
Jesus nimmtWir empfangenUnsere SündeSeine GerechtigkeitUnsere SchuldSeine UnschuldUnseren TodSein LebenUnsere VerurteilungSeine AnnahmeUnsere SchamSeine Würde
„Christus wurde mit unserer Sünde belastet – nicht mit einer ähnlichen, sondern mit unserer eigenen. Und wir wurden mit seiner Gerechtigkeit bekleidet – nicht mit einer ähnlichen, sondern mit seiner eigenen."— Ellen G. White, The Desire of Ages, S. 25
„Er ist um unserer Übertretungen willen verwundet und um unserer Missetaten willen zerschlagen worden; die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden."— Jesaja 53,5 (Schlachter 2000)
3. Rechtfertigung schenkt uns einen neuen STAND vor Gott
3. Rechtfertigung schenkt uns einen neuen STAND vor Gott
Das erste Geschenk der Rechtfertigung ist ein völlig neuer Stand – eine neue Position vor Gott.
„Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus."— Römer 5,1 (Schlachter 2000)
Frieden mit Gott – das bedeutet:
Die Feindschaft ist beendet
Die Schuld ist getilgt
Der Zugang zu Gott ist offen
Wir stehen nicht mehr als Angeklagte vor ihm – sondern als geliebte Kinder
„Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen – und wir sind es!"— 1. Johannes 3,1a (Schlachter 2000)
„Der Sünder, der seine Sünde bekennt und sich zu Christus wendet, steht vor Gott so, als hätte er nie gesündigt. Er ist vollständig angenommen – nicht wegen seiner eigenen Würdigkeit, sondern wegen Christi Würdigkeit."— Ellen G. White, Steps to Christ, S. 62
4. Rechtfertigung schenkt uns eine neue IDENTITÄT
4. Rechtfertigung schenkt uns eine neue IDENTITÄT
Das zweite Geschenk ist eine völlig neue Identität. Wir sind nicht mehr definiert durch unsere Vergangenheit, unsere Fehler, unsere Sünden – sondern durch das, was Christus über uns gesagt hat.
„So ist nun, wer in Christus ist, eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden!"— 2. Korinther 5,17 (Schlachter 2000)
„Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliges Volk, ein Volk zum besonderen Eigentum, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat."— 1. Petrus 2,9 (Schlachter 2000)
Wer bin ich in Christus?
Wer bin ich in Christus?
FrüherIn ChristusSünderGerechtfertigterFremderKind GottesVerurteiltFreigesprochenVerlorenGefundenTotLebendigSklave der SündeFreier in Christus
„Die Rechtfertigung gibt dem Menschen nicht nur Vergebung – sie gibt ihm eine neue Identität. Er ist nicht mehr ein begnadigter Sünder, der auf Bewährung lebt. Er ist ein geliebtes Kind Gottes, das in der Familie des Himmels willkommen ist."— Ellen G. White, Selected Messages, Bd. 1, S. 394
5. Rechtfertigung schenkt uns einen neuen GEIST
5. Rechtfertigung schenkt uns einen neuen GEIST
Das dritte Geschenk ist der Heilige Geist – die innewohnende Kraft für das neue Leben:
„Und weil ihr Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der ruft: Abba, Vater!"— Galater 4,6 (Schlachter 2000)
„Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt?"— 1. Korinther 6,19a (Schlachter 2000)
„Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind."— Römer 8,16 (Schlachter 2000)
Der Heilige Geist ist nicht nur ein Gefühl – er ist die lebendige Kraft Gottes in uns, die uns befähigt zu leben, was wir durch die Rechtfertigung geworden sind.
„Der Heilige Geist ist die Kraft, durch die der auferstandene Christus in uns lebt. Er ist nicht eine Ergänzung zum christlichen Leben – er ist das christliche Leben selbst."— Ellen G. White, The Acts of the Apostles, S. 284
6. Rechtfertigung schenkt uns eine neue KRAFT zur Nachfolge
6. Rechtfertigung schenkt uns eine neue KRAFT zur Nachfolge
Hier liegt das Herzstück: Die Rechtfertigung ist nicht nur juridisch – sie ist lebendig und verwandelnd.
„Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat."— Galater 2,20 (Schlachter 2000)
„Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes."— Römer 8,2 (Schlachter 2000)
„So seid auch ihr euch selbst als Tote für die Sünde zu rechnen, aber als Lebende für Gott in Christus Jesus, unserem Herrn."— Römer 6,11 (Schlachter 2000)
Das bedeutet praktisch:
BereichVorherNachherSündeSklaveFreierGebetPflichtGespräch mit dem VaterBibelGesetzbuchBrief des geliebten VatersDienstLeistung für AnerkennungFrucht aus DankbarkeitNachfolgeAnstrengungAntwort auf Liebe
„Die Nachfolge Christi ist nicht das Mittel der Rettung – sie ist die Frucht der Rettung. Wer wirklich gerechtfertigt ist, folgt nicht aus Angst oder Pflicht, sondern aus tiefer, dankbarer Liebe."— Ellen G. White, Steps to Christ, S. 57
7. Rechtfertigung und Römer 12,1–2 – Der Zusammenhang
7. Rechtfertigung und Römer 12,1–2 – Der Zusammenhang
Jetzt wird der Bogen zu unserem Predigttext deutlich:
„Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes…"— Römer 12,1a (Schlachter 2000)
Das „nun" und die „Barmherzigkeit Gottes" sind der direkte Verweis auf Römer 1–11 – auf alles, was Gott durch die Rechtfertigung getan hat. Paulus sagt:
Weil Gott dich gerechtfertigt hat –weil du ein neues Leben hast –weil du ein Kind Gottes bist –deshalb lebe jetzt so.
Das lebendige Opfer von Römer 12,1 ist nicht die Bedingung der Rechtfertigung – es ist ihre Frucht.
„Die Liebe zu Gott ist die Grundlage aller wahren Nachfolge. Sie ist keine erzwungene Pflicht – sie ist die natürliche, freudige Antwort eines Herzens, das empfangen hat, was es nie verdienen konnte."— Ellen G. White, Thoughts from the Mount of Blessing, S. 115
Abschluss – Das schönste Bild der Rechtfertigung
Abschluss – Das schönste Bild der Rechtfertigung
Die Geschichte des verlorenen Sohnes in Lukas 15 zeigt uns das Herz der Rechtfertigung:
„Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und hatte Mitleid; er lief ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn."— Lukas 15,20 (Schlachter 2000)
Der Sohn hatte nichts vorzuweisen. Er hatte alles verspielt. Er kam mit leeren Händen. Und der Vater lief ihm entgegen – noch bevor der Sohn ein einziges Wort gesprochen hatte.
Das ist Rechtfertigung. Das ist das neue Leben. Nicht erarbeitet. Nicht verdient. Empfangen.
„Der Vater im Gleichnis stellt Gott dar – nicht einen zögerlichen Gott, der überzeugt werden muss, sondern einen Gott, der wartet, der ausschaut, der läuft. Die Rechtfertigung ist kein juristischer Vorgang in einem kalten Gerichtssaal – sie ist eine Umarmung."— Ellen G. White, Christ's Object Lessons, S. 202
Zusammenfassung in fünf Sätzen
Zusammenfassung in fünf Sätzen
– und konnte sich nicht selbst beleben.Der Mensch war tot
– und gab uns sein Leben.Jesus starb unseren Tod
– nicht weil wir gut sind, sondern weil er gut ist.Rechtfertigung spricht uns frei
– kein Verdienst, keine Leistung, keine babylonische Eigenleistung.Das neue Leben ist ein Geschenk
– nicht die Bedingung – der empfangenen Gnade.Echte Nachfolge ist die Antwort
Liebe Gemeinde – du bist nicht, was du leistest. Du bist nicht, was du besitzt. Du bist nicht, wie du aussiehst. Du bist nicht das Produkt deiner Angst.
Du bist ein geliebtes Kind Gottes.
Gerechtfertigt. Freigesprochen. Neu gemacht. Geliebt.
Und das – nur das – ist der Grund, warum wir unser Leben als lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer darbringen dürfen.
Nicht weil wir müssen. Sondern weil wir dürfen.
Amen.
