Sabbat leben

Im Rhythmus der Gnade  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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Gertrud Born

Rückblick Predigtserie

Eine emotionale Gemeinsamkeit mit dem Publikum finden
Ein Nachfolger Jesu hat als Ziel ihm ähnlicher zu werden.
Den Alltag in den göttlichen Rhythmus des Lebens zu gestalten.
So dass die Neue Menschheit in Christus in alle was wir tun zum Ausdruck kommt.
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Auf einer Seite wissen wir:
In das Ebenbild von Jesus hineingeformt zu werden, ist nicht so sehr etwas, das wir tun, sondern etwas, das an uns geschieht.
auf der andere Seite, wissen wir auch, dass die Bibel uns dazu auffordert, unsere Teil zu dieser Veränderung dazu beizutragen …
Folie
Wir können uns nicht selbst verändern, aber wir können uns so positionieren, damit Gott uns verändern kann.
Es gibt Dinge, die nur Gott in uns bewirken kann (Frieden, Freude, Geduld, Liebe, Vergebung … ) Wir können es nicht produzieren.
Raum zu schaffen, dass Gott uns verändert …
Wir können aber Bestimmte Dinge unternehmen, bestimmte Gewohnheiten entwickeln, damit wirr in Bereitschaft sind, damit wir es zulassen, dass Gott in uns arbeitet.
Dazu sprechen wir über bestimmte Geistliche Disziplinen, Folie die uns in dieser Positionierung helfen können, damit wir die Kraft Gottes sich in uns spürbar macht und uns verändert.
Entschleunigung und Stille
Gebet und Schriftlesung
Ruhetag
Einfachheit und Verzicht
Gemeinschaft leben (Beichte, Essen, Feiern, Zuhören, Reden …) 
Folie TITELBILD

HAUPTPUNKT (Bottom Line):

Der Ruhetag ist von Gott gesegnet und geheilig.
Folie
Der Ruhetag (Sabbat) ist ein Zeichen in Form von Zeit von Gottes Liebe zu seiner Schöpfung.

TRANSITION:

Lass uns ein wenig schauen, was diese gleistliche Disziplin auf sich hat:

GOTT

Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.

1. Die Tradition eines Ruhetages in alten Israel

Bedeutung des Wortes - aufhören

Folie
Das hebräische Wort schabbat und bedeutet wörtlich »aufhören« oder »ruhen«.
Als die Hebräer aus Ägypten raus kamen, bekamen sie die 10 Gebote und eine Reihe von Gesetzen, um den Gottesdienst und das Leben in Gesellschaft zu ordnen.
Und die Vorgabe zu einen wöchentlichen Tag, wo sie aufhören und ruhen sollten, war eine große …..

… soziale Revolution

Folie
Exodus 20:8–10 BB
8 Du sollst an den Sabbat denken! Er soll ein heiliger Tag sein! 9 Sechs Tage in der Woche darfst du jede Arbeit tun. 10 Aber der siebte Tag ist ein Ruhetag. Er gehört dem Herrn, deinem Gott. An diesem Tag darfst du keine Arbeit tun: weder du selbst noch dein Sohn oder deine Tochter, dein Sklave oder deine Sklavin, auch nicht dein Vieh oder der Fremde in deiner Stadt.
Ein Ruhetag für alle.
Unabhängig von der soziale Schicht,
ob sie reich oder arm,
ob Erwachsene oder Kinder,
ob sie freie oder Sklave,
Einheimische oder Ausländer
Sogar die Tiere.
Alle sollten jede Woche ein Tag nichts tun. Keine arbeiten, nichts verdienen, sich nicht von anderen dienen lassen.
Das war in der damalige Welt wirklich eine Revolution.

Die Unterschiedlichen Begründungen in den zwei Auflistungen der 10 Gebote

In den folgenden Vers wird begründet, warum der wöchentlichen Ruhetag eingesetzt wurde:
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Exodus 20:11 BB
11 Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel, die Erde und das Meer gemacht – mit allem, was dort lebt. Aber am siebten Tag ruhte er. Deswegen hat der Herr den Ruhetag gesegnet und ihn zu einem heiligen Tag gemacht.
Die Begründung bezieht sich erstmal auf die Erzählung der der Erschaffung der Schöpfung.
Die Schöpfungserzählung beginnt mit Dunkelheit und Unordnung. Dann spricht Gott und bringt Licht und Ordnung, damit Leben blühen kann – über sechs Tage hinweg.
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Jeden dieser Tage markiert der Satz: „Es wurde Abend und es wurde Morgen."
Doch am siebten Tag passiert etwas Besonderes. Gott hält inne und ruht aus. Die Schöpfung wird vollendet.
Und bemerkenswert: Diese Formulierung „Es wurde Abend und es wurde Morgen" kommt am siebten Tag nicht vor. Es ist wie ein Tag ohne Ende.
Am siebten Tag erfüllt Gottes Gegenwart die Schöpfung. Das Land versorgt alle Geschöpfe – einschließlich der Menschen.
Gott hat “aufgehört/ausgeruht”

Sabbat: gesegnet und geheiligt

In dieser Begründung, ist der Tag der Ruhe von Gott gesegnet und geheilig.
Folie 1. Mose 2,2f
Sabbat ist gesegnet. In der Schöpfungserzählung segnet Gott erstmal das Tierreich mit einem Aufruf: »Seid fruchtbar und vermehrt euch« (1.Mose1,22)
Danach segnete er die Menschen auf dieselbe Weise: »Seid fruchtbar und vermehrt euch« (1.Mose1,28)
Und dann segnete Gott den siebten Tag - Warum einen Tag zu segnen?
Vielleicht weil der Tag der Ruhe genau diese lebensspendende Fähigkeit hat, Leben zu vermehren. Die Welt mit mehr Leben zu füllen.
Folie - Kaffee Es liegt ein Segen wenn der Tag der Ruhe praktiziert wird.
Viele Menschen suchen nach unterschiedlichen Formel, Riten, Handlungen, sie sogar sogar Geld aus um ein Segen zu empfangen.
Der Sabbat sagt: “ruht dich aus” “aufhören” “schenke diese Segen anderen Menschen” und genau daran liegt der Segen Gottes für dein Leben.
Der Sabbat ist heilig. Im alten Orient wurden nur bestimmte Orte und Gegenstände als heilig genannt, wo Menschen eine Gottheit begegnen könnten. Die Götter waren in einem Raum, Tempel, in einem heiligen Berg oder in heiligen Objekten zu finden.
Aber dieser Gott der Hebräer ist nicht einfach an einem Ort zu finden, sondern an einem Tag.
Wenn du diesem Gott begegnen willst, musst du nicht unbedingt nach Jerusalem, Mekka oder Varanasi oder Stonehenge pilgern. Du muss die Zeit heiligen, da wo du bist. Nur einen Tag in der Woche für den Sabbat reservieren um ihn zu erleben.

Es wurde Abend und dann Morgen …

Diese wiederholte Formulierung der Schöpfungserzählung “Es wurde Abend und es wurde Morgen." hat auch etwas interessantes:
Der neue Tag beginnt am Abend, und nicht um Mitternacht, auch nicht am Frühmorgens.
Deshalb beginnt der Sabbat für die Juden beim Sonnenuntergang am Freitag und geht bis Samstag beim Sonnenuntergang.
Das bring eine interessante Dynamik für den Tag der Ruhe: Mann soll alle Vorbereitungen schon während des Tages am Freitag treffen und in den Sabbat (noch Freitag abend) starten ohne Sorgen und Beschäftigungen ins Bett zu gehen.
Und … wir sehen darin auch ein Bild für das ganze Leben: (Korrektur der Wahrnehmung)
Wir neigen dazu zu denken:
Erst arbeiten, dann kommt die Ruhe.
Die Bibel zeichnet oft das umgekehrte Bild:
Gott schenkt zuerst seine Gnade, und aus dieser Gnade heraus leben und handeln wir.
Interessanterweise wurde auch der erste Mensch, Adam, am sechsten Tag geschaffen. Sein erster voller Tag war nicht Arbeit, sondern das Erleben von Gottes vollendeter Schöpfung und der Sabbatruhe. Er begann sein Leben mit dem, was Gott bereits getan hatte.
Warum ist das wichtig?
Diese Dynamik korrigiert eine tiefe menschliche Versuchung: den eigenen Wert aus Leistung abzuleiten.
Der Sabbat sagt:
Du bist wertvoll, bevor du etwas leistest.
Gottes Versorgung kommt vor deiner Arbeit.
Ruhe ist nicht die Belohnung für Leistung, sondern ein Geschenk Gottes.
Vertrauen bedeutet auch, Dinge unvollendet liegen lassen zu können.
In der zweite Auflistung der 10 Gebote, wird dann eine andere Begründung gebegen:
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Deuteronomy 5:12–15 BB
12 Du sollst den Sabbat einhalten! … 15 Denk daran: Auch du warst einmal ein Sklave im Land Ägypten. Aber der Herr, dein Gott, hat dich von dort herausgeführt – mit starker Hand und machtvoll ausgestrecktem Arm. Deshalb hat der Herr, dein Gott, dir befohlen, den Sabbat als Ruhetag zu gestalten.
Die Schöpfungserzählung wird hier nicht erwähnt.
Die Begründung: Erinnere dich “du warst schon mal auch ein Sklave” - “der Herr hat dich befreit”
Ein Akt der Widerstands gegen den Pharao und seine Unterdrückungssysteme. Ziel ist: Israel darf nicht in die „Sklaverei Ägyptens" zurückfallen.
Walter Brueggmann schriebt sehr gut darüber: Dies ist Gottes Botschaft an Israel: Nutzt eure Freiheit nicht, um selbst zu Unterdrückern zu werden und dieselben Strukturen zu schaffen, aus denen ihr befreit wurdet. Die Geschichte zeigt sich immer wieder: Die Unterdrückten werden zu Unterdrückern. Das ist das zentrale Muster der Menschheitsgeschichte - auch in Gottes Volk, wie das Alte Testament zeigt.
Folie
Der Sabbat ist hier nicht einfach ein entspannendes Ritual, sondern ein revolutionärer Akt des Widerstands gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung - eine radikale Ablehnung von Systemen, die Menschen versklaven.

Mehr als nur ein Tag: (Wochen, Monate, Jahre, Jubiläumsjahr)

Diese Tatsache wird noch offensichtlicher, wenn wir sehen, dass der wöchentlichen Tag der Ruhe für alle, nur ser Anfang ist:
Folie Jüdische Zyklus von Sabbate
Der Sabbat beinhaltete auch die sieben Festen, die Israel im Laufe eines Jahres feierte. Jedes davon nimmt diese Ruhe am siebten Tag vorweg.
Alle sieben Jahre sollten die Israeliten Sklaven befreien, Schulden vergeben und das Ackerland für ein ganzes Jahr ruhen lassen.
Und dann, alle sieben mal sieben Jahre, kam die ultimative Ruhe: das sogenannte Erlassjahr. Wenn jemand sein Land verloren oder Schulden hatte – alles wurde vergeben und wiederhergestellt.
Jede Generation sollte die Chance bekommen, wieder neu anzufangen.
Das war der Mechanismus um soziale Gerechtigkeit und Wiederherstellung zu ermöglichen, dass die neue Generation nicht als Sklave bleiben muss, weil die Eltern/Großeltern Pech gehabt haben oder die Ressourcen nicht gut verwalten konnten. (der Vater kommt zurück nach Hause - FREIHEIT/Befreihung - im ganzen Land die Posaunen blasen lassen) -
Ein Zeichen: am Sabbat sind alle Menschen gleich.
Wir sehen … es gab ein gesellschaftlicher Rhythmus und Ordnung.
Folie BLACK

2. Jesus und der Sabbat

Jesus war ein Jude und er praktizierte den Sabbat.
In den Lebensrhythmus von Jesus war eine zentrale Praxis eingebaut – ein ganzer Tag nur zum Entschleunigen, zum Innehalten – und das jede Woche.
Er besuchte regelmäßig die Synagoge am Sabbat, sowie die Meisten in seiner Zeit.
Nun, das Problem war, in dieser Zeit wurde der Sabbat zu einer Art gesetzlicher Tag, wo Menschen unzählige Regeln beachten sollten, was eher mehr Anspannung als Entspannung verursacht hat.
Jesus provozierte immer wieder die religiöse Elite und den etablierte Status Quo damals, in dem er am Sabbat oft aus der Reihe tanzte.
Er begann Menschen an Sabbat zu heilen und ihnen Gutes zu tun.
Er tat Dinge, die in den Augen der Pharisäer falsch waren. Dinge, die für sie nicht in Ordnung waren. Jesus umkrempelte ihre Tradition und die Art und Weise wie sie ihre Bibel bzg. den Sabbat interpretierten. Für sie war Jesus ein Sünder. Und weil er das so tat, konnten sie ihn nicht als der Messias erkennen.
An einem bestimmten Sabbat, wanderte Jesus mit seinen Lehrlinge uns sie bekamen Hungern. Sie gingen dann durch ein Kornfeld, pflückten dabei ein paar Kornähren ab, zerrieben die zwischen den Händen und aßen sie.
In den Augen der Pharisäer war das Arbeit, was in der Tat in ihrer Bibel verboten war.
Nun, ihr Problem war, dass sie die kleinsten Vorschriften so wort-wörtlich beachtet haben, aber sie nie genau darüber nachgedacht haben, was genau Gott ihnen dabei lehren wollte.
Jesus erinnerte ihnen, was Gott wirklich mit dem Sabbat erreichen wollte:
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Mark 2:27–28 BB
27 Jesus sagte zu den Pharisäern: »Gott hat den Sabbat für den Menschen gemacht, nicht den Menschen für den Sabbat. 28 Also kann der Menschensohn bestimmen, was am Sabbat erlaubt ist.«
“Der Sabbat wurde zum Wohl des Menschen gemacht …”
Es geht nicht um den Tag Sabbat … für Gott ist das nur noch einen Tag … nur noch eine weitere Umrundung der Erde um sich selbst.
Es geht um den Wohl des Menschen.
Gott will, dass es den Menschen gut geht. Dass sie sich Zeit nehmen, um all das zu genießen, das die Schöpfung anbietet und die Frucht ihrer Arbeit. Dass sie Gerechtigkeit erfahren.
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Der Sabbat ist ein Zeichen in Form von Zeit von Gottes Liebe zu seiner Schöpfung.

Die Sabbat-Botschaft Jesu - Ruhe in ihm

Matthäus erzählt von diesen Sabbat-Streitigkeiten direkt nachdem er Jesu Worte über die Ruhe zitiert hat:
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Matthew 11:28 BB
28 »Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken.
Die Menschen sind erschöpft - nicht von der Arbeit, sondern vom Sabbatgesetz selbst. Sie halten buchstabengetreu ein, verfehlen aber Gottes Absicht: Ruhe, Leben und Gegenwart Gottes.
Jesus korrigiert das: Der Sabbat ist nicht Gesetzeserfüllung, sondern Beziehung.
Er selbst ist die verheißene Ruhe.
Wer zu ihm kommt, findet, was der siebte Tag bedeuten soll: EINHEIT mit Gott, untereinander und mit der Schöpfung.
Der Sabbat zeigt auf Jesus: den, der in Gnade den Rhythmus der gesamten Schöpfung wiederherstellt.
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Sollen Christen den Sabbat (Ruhetag) praktizieren?

Wenn Jesus unsere “Ruhe” ist … dann ist der Sabbat für uns nicht mehr gültig, oder?
Als Nachfolger Jesu erwartet Gott von uns nicht, dass wir nach den Gesetzen Israels leben.
Aber ihre Weisheit bleibt wertvoll.
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Der Sabbat ist für uns kein Gebot, sondern ein Versprechen: ein Rhythmus der Ruhe, über den wir uns freuen dürfen.
Deshalb haben die ersten Christen, auch wenn sie nicht Juden waren, den Sabbat als eine geistliche Disziplin zu praktizieren.
Das ist einer der Gründe, warum der Sonntag als der Ruhetag der Christen im römischen Reich noch instituiert wurde.
Wenn wir als Nachfolger Jesu den Sabbat halten, leben wir so, als ob diese Wiederherstellung schon passiert wäre.
Der Sabbat (Ruhetag) erinnert uns daran, dass unser Leben nicht von Hektik bestimmt sein muss.
Es ist eine wahre Übung: Wir nehmen uns Zeit, Jesus als Herrn zu ehren, in seiner Gegenwart zur Ruhe zu kommen und diese Ruhe auch an andere weiterzugeben.
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Sabbat ist nicht einfach ein freier Tag. Es ist ein Tag der Ruhe und Anbetung.
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3. Warum ist es gut den Ruhentag zu praktizieren?

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1) Aufhören und Genießen:

Wir brauchen Zeiten, wo wir aufhören und genießen - Zeiten wo wir nichts leisten müssen, sondern lernen loszulassen.
Zeiten wo wir unsere Herzen mit anderen Aktivitäten beschäftigen und uns erinnern, dass wir wir Kinder in dieser Welt sind, und nicht Maschinen.
Vor allem Gott und das Leben zu genießen. Ich denke das war der Hauptanliegen des Sabbats.
Lied von Mike Müllerbauer:
Ich sag es dir an diesem Tag, dass ich dich so mag, dass ich dich genieße.
Ich liebe dich so sehr, du bist mein Gott, mein Vater im Himmel. Ich liebe dich so sehr, du bist mein Glück, was für ein Geschenk, dass ich dich hab!
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2) Als ein Akt des Widerstands gegen Aktivismus, Materialismus und Egoismus

An einem Tag der Woche bewusst nichts zu tun, bewusst nicht einkaufen gehen (auch wenn es Verkaufsoffenen Sonntag ist) ist ein Widerstand gegen unsere Leistungsgesellschaft.
Wenn Christen den Sabbat halten, sagen sie: „Mein Wert hängt nicht von dem ab, was ich verdiene oder erreiche."
Sie verweigern sich einem System, das Menschen als bloße Produktionsmaschinen sieht.
Der Sabbat ist also ein stiller Protest - eine Vorgeschmack auf eine Welt, in der Menschen wichtiger sind als Profit.
Ich denke, Die 5-Tage-Woche sollte das Maximum sein. In unserem hektischen Alltag bleibt von zwei freien Tagen kaum einer wirklich frei: Gartenarbeit, Hausputz, Sport verein der Kinder, Ehrenamt in der Kirche … - das ist alles Arbeit (unbezahlt, aber doch Arbeit).
Wir brauchen mindestens einen Tag, der nur dem Genießen gehört - ohne Leistungsdruck, ohne To-Do-Listen. Einen Tag für das Herz, nicht für die Agenda.
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3) Um den Chaos in der Seele zu erkennen:

Wir müssen irgendwie uns bewusst und konsequent die Zeit der Ruhe nehmen … Damit wir Dinge in uns selbst erkennen können, die uns in Angst und Sorgen führen.
Wenn ich ein Glas mit dreckingen Wasser fülle und umrühre, dann ist alles gemischt. setzt sich der Schmutz nach einiger Zeit am Boden ab. Das Wasser wird klar. Es ist zur Ruhe gekommen.
Kommen wir zur Ruhe, beginnen wir Vieles zu erkennen, was in uns los ist. Dann können wir diese Dinge benennen und im Gebet darum bitten, dass Gott uns davon befreit.
Unzufriedenheit, Hass, Groll, Überheblichkeit, Selbstgerechtigkeit, Traurigkeit
Das Beispiel von Monté Dillard, warum die schwarzen in America eine ganz andere Art von Frömmigkeit entwickelt haben als die weiße Christen:

DU

Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.

Folie 4. Wie kann ich einen Ruhetag gestalten?

1. Einen festen Zeitraum wählen

Meist 24 Stunden
Möglichst jede Woche zur gleichen Zeit
Nicht „wenn es passt", sondern als Priorität

2. Arbeiten vorher abschließen

Arbeiten, Einkäufe, Termine möglichst vorbereiten
So wird der Sabbat nicht von offener Erledigungslast zerstört

3. Keine „versteckte Arbeit"erledigen

Kein Aufräumtag
Kein Projekt unter dem Deckmantel der Entspannung
Kein „ich arbeite nur kurz"
Der Punkt ist: wirklich aufhören

4. Digitale Grenzen setzen

Handy so wenig wie möglich benutzen. (Flugmodus oder bewusst weglegen)
Keine E-Mails, kein Social Media, keine Arbeitsnachrichten
Das hilft, wirklich „aus dem Getriebensein" auszusteigen

5. Dinge tun, die deine Seele beleben

Comer spricht oft davon, dass Sabbat nicht nur „Nichtstun" ist, sondern lebensfördernde Freuden:
Spaziergang
gutes Essen
Gebet
Lesen
Musik
Zeit mit Familie und Freunden
Natur
stille Zeit

6. In Gemeinschaft genießen

Der Tag der Ruhe ist ein guter Tag, um sich mit Freunden oder Familie zu treffen, um einfach entspannt zusammen zu sein.

7. Die Seele auf JESUS ausrichten

Gottesdienst besuchen. Lobpreis singen.
Der Seele noch mal erinnern, dass Jesus der eigentliche Ruheort ist.

5. Weitere Dinge worauf man achten soll:

1) Es darf nicht religiös/gesetzlich werden.

Starre Regeln ohne Freude
Ich sollte anderen Menschen die Einhaltung des Sabbats nicht aufzwingen.

2) Lebensphase berücksichtigen

Kleine Kinder, neuer Job, usw … Es gibt Phasen im Leben, wo ein kompleter Ruhetag einfach unmöglich ist.

3) Es wird nicht immer perfekt klappen:

Sich von Erwartungen von „perfekten Ruhentag“ nicht blenden lassen, sonst wird der Ruhetag zu einem „Enttäuschungstag“
Die kleine Versagen sollen einer Erinnerung der Gnade sein.

4) Gleichzeitig, dieses Ziel immer vor Augen haben

und sich Gedanken machen: Okay, wie können wir kleine Schritte geben, um “Sabbat-Augenblicke” in unseren Leben zu gestalten:
Mann kocht am Sonntag anstatt die Frau, die die ganze Woche zuhause mit den Kindern ist.
Ein Spaziergang als Familie.
Samstagabend, Familientreffen … wo man jeder Erzählt, wie die Woche war.
Kleiner Fahrradausflug. usw.
DER SABBAT ERFORDERT DISZIPLIN UND EINE BEWUSSTE ENTSCHEIDUNG. ER PASSIERT NICHT VON SELBST.

MAIN POINT

Folie
Der Sabbat ist ein Zeichen in Form von Zeit von Gottes Liebe zu seiner Schöpfung.
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