Gemeinschaft leben

Im Rhythmus der Gnade  •  Sermon  •  Submitted   •  Presented
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WIR

Eine emotionale Gemeinsamkeit mit dem Publikum finden
Es gibt ein altes Sprichtwort, das sagt:
Wenn du schnell gehen willst, geh allein. Aber, wenn du weit gehen willst, geh gemeinsam mit jemand anderen.
Und in der Tat ist es so.
Wir wollen Christus ähnlicher werden.
Wir wollen, dass die Herrlichkeit Jesu sich in unseren Leben zeigt.
Deshalb sprechen wir über die Geistliche Disziplinen.
FOLIEN LISTE DER DISZIPLINEN
Sie sollen uns dabei helfen, in der Lebensreise, Jesus ähnlicher zu machen, denn …in diesem Prozess, einem neue Menschheit in uns zu formen …

TRANSITION:

Folie
Wir können uns nicht selbst verändern, aber wir können uns so positionieren, damit Gott uns verändern kann.
Und einen Ort wo wir uns positionieren ist Mitten in einer Gemeinschaft.
Eine Gemeinschaft, die Gottes Geist selbst geformt hat.
TITELBILD
gemeinsam sollen richt Christus gehen, unser Ziel.
Es ist eine Reise. Eine lange Reise.
Und wer allein gehen will, wird nicht weit kommen.
Wird überhaupt nirgendwo ankommen.
Denn , die Dinge, die der Heilige Geist in mir formen will, können nur in Gemeinschaft gelebt werden: Barmherzigkeit, Geduld, Großzügigkeit, Frieden, Demut, Freude, Hingabe usw…
Gemeinschaft ist für jeden Mensch sehr wichtig.
Wir könnten vielleicht sogar noch mehr sagen:

GOTT

Zeit, die biblische Wahrheit zu ermitteln und in die Diskussion einzubringen. Jetzt biete ich eine Lösung für den Bedarf, den ich gerade geäußert habe.

1) TATSACHE: Geschaffen für Gemeinschaft.

FOLIE

A) Geschaffen, um zu lieben. Geschaffen für Gemeinschaft.

Nicht umsonst lautet die Zusammenfassung der ganzen Lehre des Alten und des neuen Testaments, wie Jesus selbst sagt in:
FOLIE
Matthew 22:37–40 BB
37 Jesus antwortete: »›Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken.‹ 38 Dies ist das größte und wichtigste Gebot.
Wir sollen Gott lieben.
Das ist das letzte Ziel.
Nicht einfach ehren, anbeten oder dienen.
Denn all diese drei Dinge können auch in einer Herzenshaltung der Angst oder der Rechthaberei geschehen.
Wir sollen Gott Lieben. Es geht um eine “Beziehungsebene”.
Wer Gott liebt, wird folgend ihn ehren, anbeten und dienen, für das was er ist, und nicht für das was man von ihm bekommen kann.
FOLIE
Matthew 22:37–40 BB
39 Aber das folgende Gebot ist genauso wichtig: ›Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.‹ 40 Diese beiden Gebote fassen alles zusammen, was das Gesetz und die Propheten von den Menschen fordern.«
Jesus setzt die Liebe zu den Mitmenschen in der genaue Höhe Stufe wie die Liebe zu Gott.
An einer anderen Stelle, ergänzt er dies, nach dem er eine Gleichnis erzählt hat:
FOLIE
Matthew 25:40 BB
40 … Was ihr für einen meiner Brüder oder eine meiner Schwestern getan habt – und wenn sie noch so unbedeutend sind –, das habt ihr für mich getan.‹
Die Art und weise, wie sich unsere Liebe zu Gott beweis, ist in der Art wie wir unsere Mitmenschen lieben:
Johannes formuliert es so:
FOLIE
1 John 4:20–21 BB
20 … Denn wer seine Geschwister nicht liebt, die er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. 21 Dieses Gebot hat uns Gott gegeben: Wer ihn liebt, soll auch seine Geschwister lieben.
Paulus bestärkt das noch im:
FOLIE
Romans 13:9 BB
9 Dort steht : »Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht töten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht begehren!« Diese und all die anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!«
Also: FOLIE
Wir sind geschaffen um zu lieben. Geschaffen für die Gemeinschaft.

B) Eine frage der Entfaltung unserer Menschlichkeit:

Um diesem Gedanke zu verfolgen, hat der Autor Andy Crouch folgendes gesagt:
FOLIE
“Der Ort, den wir brauchen, um als Menschen zu gedeihen, ist ein Ort, an dem die zwischenmenschliche Dimension des Menschseins in vollem Umfang berücksichtigt und gewährleistet wird. Denn es stellt sich heraus: Wenn wir für die Liebe geschaffen sind, kann ich ohne die anderen, die ich lieben soll, nicht ganz ich selbst sein.“
- Andy Crouch Podcast Rule of live “Community 01” 25:40
Meine Beziehungen, mein Konsum, meine Aktivitäten, ein Engagement in der Welt, soll mich dahin bringen, dieses Zweck zu erfühlen: Ein Mensch der Liebe zu werden, und Gemeinschaft zu leben.

HAUPTPUNKT (Bottom Line):

FOLIE
Der Ort, an dem wir als Menschen aufblühen, ist der Ort, der es uns ermöglicht, lieben zu lernen: die Gemeinschaft.

C) Geistliche Wachstum geschieht nur in Gemeinschaft

Geistliche Wachstum geschieht nicht allein durch Information, Sondern durch die(gemeinsame) Erfahrungen, die wir machen.
Wenn jemand zu mir sagt: “Ich liebe dich” - oder “Gott liebt dich”, das ist doch eine tolle Information. Aber diese Information, verändert erstmal nichts in mir.
Aber, wenn jemand kommt und mir Zuwendung zeigt, vergibt, ermutig, ganz praktisch hilft, zuhört und mich begleitet, auch in dem Momenten wo ich Misst gebaut habe und wenn ich mit meiner Persönlichkeit schwierig bin …
… nur dann, erfahre ich liebe.
Und nur das verändert.

D) Berufen von Jesus zur Einheit

Nicht umsonst, dass Gemeinschaft und Einheit, für Jesus sehr wichtig war.
Kurz vor seinem Leiden am Kreuz, wofür betet Jesus?
Er betet intensiv für die Einheit der Gemeinschaft seiner Freunde:
FOLIE
John 17:11–21 BB
11 … Heiliger Vater, bewahre sie in der Gemeinschaft mit dir, die ich ihnen verkündet habe. Dann gehören sie zusammen – so wie wir untrennbar eins sind. … 21 Sie sollen alle untrennbar eins sein, so wie du, Vater, mit mir verbunden bist und ich mit dir. Dann können auch sie mit uns verbunden sein. Dann kann auch diese Welt glauben, dass du mich gesandt hast.
Die Gemeinschaft, die Verbundenheit mit dem Vater und miteinander wird zum Zeugnis für Jesus Christus. Das Zeugnis der Liebe des Vaters für die ganze Welt.
Also, die Information reicht nicht und Zeugnis zu sein. Die Liebe muss in der Gemeinschaft gelebt werden, damit die Welt glaubt, wer Christus ist.
Das heißt … wenn wir uns Fragen, warum stirbt der Glaube in unserer Zeit? Warum lassen sich die Menschen nicht für die Botschaft des Evangeliums begeistern?
Vielleicht weil wir selbst, Christen, die Gemeinschaft der Liebe nicht mehr so leben, wie se sein sollte.
die Gemeinschaft, (die Liebe zu Gott und zueinander ) ist das größte Ziel Gottes mit uns.
Es ist kein kleines, billiges Thema. Es ist nicht ein Thema, dass wir auf “leichte Schulter” nehmen sollen.
Jesus hat das Thema Gemeinschaft so überspitz, dass er sogar die Wahrnehmung über “Was ist wirklich Familie ist?”, sehr radikal erweitert:
FOLIE
Mark 3:32–35 BB
32 Aber die Volksmenge saß um Jesus. Sie sagten zu ihm: »Sieh doch, deine Mutter, deine Brüder und deine Schwestern stehen draußen. Sie suchen nach dir.« 33 Aber Jesus antwortete: »Wer ist meine Mutter? Und wer sind meine Brüder?« 34 Er blickte die Leute an, die rings um ihn saßen, und sagte: »Das sind meine Mutter und meine Brüder! 35 Wer tut, was Gott will, der ist mein Bruder, meine Schwester und meine Mutter.«
Du und ich, FOLIE wir sind für die Liebe und für die Gemeinschaft geschaffen.
Jesus will nicht nur mich zu einem Menschen der Liebe formen, sondern eine Gemeinschaft der Liebe formen.

2) PROBLEM: Unsere Gesellschaft ist sehr individualistisch geworden.

FOLIE

A) Die historische Entwicklung der Familienstrukturen

(besonders in der Westliche Welt):
erweiterten Erweiterten Großfamilien > Kernfamilien > Einzelhaushalten
FOLIE

B) Konsumgesellschaft stärkt den Individualismus

Obwohl wir soziale Wesen sind, werden wir immer mehr Individualisten.
Die Konsumgesellschaft fördert Individualismus:
Das beobachten Soziologen bereits seit den 1980er Jahren.
Man nährt die Illusion der Selbstverwirklichung durch Konsum.
Das zeigt sich in unterschiedlichen Bereiche:
z.Bs.
Esskultur – Anstatt: Mit Freunde, als Familie oder als Arbeitsgemeinschaft zusammen am Tisch zu sitzen. Häufiger: Jeder bestellt sich sein Lieblingsgericht per App, isst allein vor dem Bildschirm - optimiert nach persönlichem Geschmack, nicht nach gemeinsamem Essen. (Es ist meistens nur in Gemeinschaft, wo wir meistens herausgefordert werden, neue Dinge zu probieren)
Streaming statt Kino: Früher gingen Menschen ins Kino oder machten einen “Filmabend” als gemeinschaftliches Ritual - alle schauten denselben Film zur gleichen Zeit. Heute streamt jeder seine persönliche Auswahl auf Netflix. Das ist bequemer, aber isolierender.
Fitness: Statt gemeinsamer Vereinssport (Fußballclub, Turnen) wählt man personalisiertes Gym-Training nach eigenem Plan. Sogar Apps wie Fitness+ sind auf individuelle Ziele ausgerichtet, nicht auf Teamerlebnis.
Soziale Medien verstärken den Individualismus. Sie schenken mir die Illusion, dass ich ein Teil der Welt bin. Im Wirklichkeit sitze ich allein Zuhause und beneide, was die anderen posten.
Wir werden immer mehr Individualisten, und das nicht nur auf einer persönliche Ebene, sondern auch im Bezug auf Internationale Beziehungen der Länder … machen wir in den letzten Zeit risige Rückschritte. Wenn Politiker an die Macht kommen, mit bescheuete Slogans wie “Amerika First” ist das ein Zeichen, dass auch in globale Ebene, das Gemeinschaftsgefühl nicht mehr existiert. Jedes Land will nur seine eigene Interesse vertreten.
FOLIE

C) Einsamkeit prägt die Gesellschaft

Einsamkeit ist zur Volkskrankheit geworden: Eine Studie der Universität Chicago zeigt, dass über 30% der Erwachsenen sich chronisch einsam fühlen - mit direkten Folgen für Gesundheit, Produktivität und sozialen Zusammenhalt.
In Deuschland zeigen einige Studien, dass jede dritte Person zwischen 18- bis 53-Jahr alt, fühlt sich einsam - besonders junge Erwachsene.
Die britische Regierung ernannte 2018 ein ‚Ministerium für Einsamkeit' - ein Signal dafür, dass Einsamkeit nicht persönliches Versagen ist, sondern ein gesellschaftliches Problem, das Gesundheit und Zusammenhalt bedroht.
FOLIE

D) Gemeinschaft ist anstrengend

Die Einsamkeit entsteht nicht umsonst. Es hat natürlich auch einen Grund.
Denn es herrscht die Wahrnehmung, dass Gemeinschaft zu anstrengend ist —> dann bleibe ich Lieder zuhause.
Es ist natürlich wahr … das Leben mit anderen Menschen zu gestalten, Menschen, die anders sind und denken als ich, die andere kulturellen Hintergrund sind … es ist alles anders als einfach.
Beispiel Multikulturellen Gemeinden
Und weil wir so individualistisch geworden sind … wir wollen das Beste, das einfachste für uns persönlich … vermeiden wir das. Es gibt schon genug stress in der Welt.
Der Fachkräftemangel in sozialen Berufen ist ein Reflex davon. Die Arbeit mit Menschen war und ist sehr anstrengend, besonders weil unsere Gesellschaft egoistischer wird.

TRANSITION zur Lösung:

Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir als Christen, als Ortsgemeinden uns für die Gemeinschaft engagieren.
Weil das zu unseren DNA gehört. Jesus hat uns zur Gemeinschaft berufen.
Weil die Welt, mehr den je, gute gesunde Orte der Gemeinschaft braucht.

3) LÖSUNG: Gemeinschaft bewusst und absichtlich pflegen

FOLIE
Wir sollen lernen, Gemeinschaft bewusst und absichtlich zu pflegen, wie es Jesus vorgelebt hat.
Denn es geht darum: in Gemeinschaft zu wachsen und dabei zu lernen, Menschen der Liebe zu werden
Gott ist Mensch geworden in Jesus.
Und obwohl er mit seinen Freunden ziemlich kurz war (ungefähr 3 Jahren) gestaltete Jesu das Leben als Gemeinschaft mit dem Menschen.
Was brauchen wir, um in Gemeinschaft zu wachsen und dabei zu lernen, Menschen der Liebe zu werden? Um dieses Ziel zu erreichen?
Andy Crouch benennt einige Punkte:
FOLIE

A) Es braucht Zeit und Beständigkeit

TikTok funktioniert die Interaktionen so:
Menschen tauchen einfach auf, zeigen was in einem Video und sind dann wieder weg. Anderen tauchen wieder auf und sind wieder weg.
Viele Menschen erleben Gemeinschaft (auch in realen Leben) ungefähr so ähnlich.
Sie kommen in die Kirche, sie gehen in den Sportverein, sie kommen raus aus ihren Zimmer in die Küche, sagen mal hallo, erledigen irgendeinen Dienst, machen ein wenig sport … dann sind sie weg.
Wenn ich lernen soll anderen zu lieben, dann braucht das Zeit. Es braucht Beständigkeit / Beharrlichkeit
Es gab einen Soziologen, der untersucht hat, wie lange es dauert, die Stufen der zwischenmenschlichen Beziehung zu durchlaufen:
Er fand heraus, dass es im Durchschnitt 50 Stunden dauert, bis aus einem Bekannten ein Freund wird, und 200 Stunden, bis aus einem Freund ein enger Freund wird.
Für Menschen, die wollen, dass alles schnell geht, ist das eben die Welt, in der wir leben.
Selbst wenn man sich jede Woche einmal für eine Stunde zu einen Kaffee treffen würde – dann sind das ein paar Jahre.
Man muss also einfach die Zeit investieren.

Jesus investierte Zeit und war Beständigt in Beziehungen:

Genau das tat Jesus mit seinen Freunden. Anstatt eine Mega-Church zu organisieren und bauen, wanderte er Tage lang mit ihnen, saß am Tisch mit den Sünder, nahm sich Zeit für die Einzelnen im Verborgenheit.
Jesus hat Zeit investiert.
Und mit seinen Freunden … musste er Beständigkeit zeigen. Auch wenn sie so kindisch und unreif waren. Jesus blieb dran.
(Gott mit Israel)
FOLIE

B) Es braucht Nähe und Vertrautheit.

Wir haben meistens Angst von einandern:
Angst, dass die anderen sich zu sehr in unseren Leben einmischen.
Angst, dass wir in das Leben der anderen zu sehr hineingenommen gezogen werden.
Ja, Menschen sind anstrengend. Menschen sind schwierig. (Natürlich, immer die anderen. Ich nicht.)
Jesus hatte aber keine Angst davon:
Er kam näher und macht sich mit dem Elend der Menschen vertraut.
Er hört zu. Er Umart. Er ermutig. Er ermahnt.
Einen Schritt näher auf den anderen zu gehen. Sich mit den Schmerzen und Freuden des anderen zu beschäftigen.
Romans 12:15 BB
15 Freut euch mit den Fröhlichen. Weint mit den Weinenden.
FOLIE

C) Weniger Erwartungen, mehr Barmherzigkeit.

Eine gefährliche Falle der Gemeinschaft sind die Erwartungen, die ich von anderen habe.
Die meisten Problemen, die einen Pastor mit den Menschen bespricht, sind die unerfüllte Erwartungen.
Es gibt Menschen, die erwarten viel von der Gemeinschaft, investieren aber kaum was. Sie wollen immer jemanden haben, mit den sie sprechen können, die ihnen helfen, aber sie selbst sind nie in der Lage, anderen zuzuhören oder zu helfen.
Schon anderen, investieren sich vorbildlich in der Gemeinschaft, aber werden dann doch enttäuscht: Wenn sie hilfe brauchen, wenn sie eine helfende Hand benötigen, werden sie vergessen.
Die Erwartungen, die unerfüllt werden, können uns verletzen und bitter machen. Manchmal so stark, dass manche Menschen sich komplett von der Gemeinschaft abkappseln, um noch mehr “Verlezungen” zu vermeiden (das ist sehr verständlich)
Wahr aber ist es, dass nicht einmal Jesus davon frei war.
In seinen engen Freundeskreis, einer hat ihm verraten. Fast alle haben ihn in der schwierigste Stunde im Stich gelassen.
Seine Antwort aber war nicht Rache, Isolation oder Gleichgültigkeit, sondern … Barmherzigheit.
Er betete für seine Freunde. Er wusch seine Füße. Er starb für sie.
Er wusste, von Menschen, die mit der Sünde kämpfen, kann man sich nichts einbilden.
Deine Erwartungen an die Menschen werden enttäuscht werden. Lerne Barmherzig zu sein und zu vergeben.
Eins müssen wir uns klar machen:
FOLIE

D) Der Preis der Gemeinschaft ist hoch - doch die Einsamkeit kostet mehr.

Wir müssen durch den harten Weg gehen, denn nur so wird sich Gemeinschaft lohnen. Nur so wird sich das Leben lohnen.
Es wird uns etwas kosten, in Gemeinschaft zu leben, aber es wird uns so viel mehr kosten, nicht so zu leben.
In Gemeinschaft zu leben kostet uns viel.
Man muss oft
Freiheit,
Eigenständigkeit,
Zeit,
Geld
und Privatsphäre aufgeben.
Man zahlt dafür, emotional und sogar finanziell.
Aber wo unsere Rechnung so furchtbar daneben liegt, ist, dass auf lange Sicht, ist die Einsamkeit teuer sein wird:
Es wird uns unsere Gesundheit kosten.
Es wird uns Sorgen und Ängste kosten.
Es wird uns schlechte Entscheidungen kosten – weil wir weg von der Gemeinschaft kein gutes Urteilsvermögen entwickeln.
Es wird uns die Sabotage unserer geistlichen Entwicklung kosten.
Es wird uns den Sinn des Lebens kosten.
Es wird uns die Freude und die Liebe rauben.
Es wird uns die Erfahrung eines erfülltes Leben rauben.
FOLIE
Die Therapeutin Susie Hausch hat es sehr schön formuliert:
Unsere tiefsten Wunden entstehen in Beziehungen, aber unsere tiefste Heilung erfolgt ebenfalls dort.
Wenn man das idealistisch angeht, wird es eine Katastrophe. Man muss sich bewusst sein, dass dies eine Schule der Liebe sein wird.
Man muss mit der Einstellung hineingehen:
„Ich bin hier, um zu lernen, was es bedeutet, ein Diener zu sein; ich bin hier, um zu lernen, was es bedeutet, ein Sünder zu sein; ich bin hier, um zu lernen, was es bedeutet, Sünder zu lieben.“
Es ist das Kreuz das jeder von uns tragen soll, der Tod des Selbst.
Es wird zu einer ganz konkreten Entscheidung: Glaube ich an das, was Jesus gesagt hat?
Matthew 16:25 BB
25 Wer sein Leben retten will, wird es verlieren. Wer sich aber zu mir bekennt und deshalb sein Leben verliert, wird es erhalten.

4) Praktische Übungen um Gemeinschaft zu pflegen:

Gemeinschaft ist nicht nur Sozialleben, sondern eine bewusste geistliche Praxis.

1) Leben in einer kleinen Gemeinschaft gestalten

Die vier Ebenen der Gemeinschaft von Dr. Robin Dunbar
Der Kreis der Intimsten 1-4 Personen, die uns zutiefst kennen (Schatten, Licht) Sie liebe wie wir sind. Jesus (Petrus, Johannes und Jakobus)
Enge Freunde ungefähr 15 Personen (helfen umzug, Urlaub, Essen gelegentlich, Algemeine Hilfe) Jesus (Die 12 Jünger, Marta, Maria, Lazarus …)
Gesetz der 150 Die maximale Anzahl von Menschen, mit den wir in Beziehung sein können Lokale Sportverein, Arbeit, Ortsgemeinde Jesus (die 70 Jünger, die 120 in Jerusalem nach der Auferstehung)
Stamm - eine Größte Gruppe mit dem wir uns identifizieren Fußballverein, Eine Stadt, eine Region, Partei, die weltweite Kirche Jesu Jesus (Jude, Galiläa, WM für Brasilien :)
Wir brauchen Beziehung in all diese vier Kreise. Aber besonders, die tiefe und enge Beziehungen in den ersten zwei Kreisen:
Hauskreis / Kleingruppe / Tischgemeinschaft
geistliche Gespräche statt nur lockerer Austausch
Unterordnung / gegenseitige Rücksicht
Haushalts- und Familienrituale
Kreative Mitgestaltung statt passiver Konsum (Gesprächskarten)

2) Rhythmen, die Isolation und Ablenkung begrenzen

Präsenz statt Isolation
bewusste Abkehr von überfülltem, digital zersplittertem Leben
Zeit schaffen für echte, verkörperte Gemeinschaft

3) Regelmäßige Tischgemeinschaft

gemeinsam essen ermöglich einen Raum um Nähe und Vertrautheit aufzubauen.
Das gemeinsamen Essen zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben Jesu. Man kann die Evangelien nicht durchlesen, ohne darauf zu stoßen.
Besonders Im Lukasevangelium ist Jesus im Grunde immer:
entweder auf dem Weg zu einer Mahlzeit,
gerade bei einer Mahlzeit
oder auf dem Rückweg von einer Mahlzeit,
wenn er irgendwas lehrt.
Es ist also keine Überraschung, dass wenn man zur Apostelgeschichte kommt, und dort was ist das erste was das Leben der Gemeinde kennzeichnet? Die gemeinsame Mahlzeiten von Reichen und Armen, religiösen und nicht religiösen: gemeinsam am Tisch in den Häusern.
Wenn man gemeinsam mit anderen Menschen isst, da passiert etwas.
Es entsteht eine Verbindung zueinander, zu Gott und zur Güte des Lebens, die wir gar nicht messen können.
Triff dich mit ein paar Freunden, esst gemeinsam, versucht, das Gespräch sinnvoll zu gestalten, und geht von dort aus weiter.

4) Gastfreundschaft

Fremde, Nachbarn, Freunde bewusst einladen
das Zuhause als Ort des Reiches Gottes öffnen
Menschen einladen, die nicht zurückgeben können

5) Ehrliche Offenheit

Schwächen zugeben, Verletzlichkeit zeigen, Wahrheit sagen, Ertragen, Zuhören …
sich wirklich kennen lassen

6) Gemeinsames Gebet

füreinander beten
in konkreten Lebenslagen zusammen vor Gott treten
Gemeinsame Nachfolge statt Privatfrömmigkeit
In Haltungen mit dem Körper zeigen (Niederknien, Hände hochheben,

Wenn du es ganz praktisch umsetzen willst

Wenn du es ganz praktisch umsetzen willst
Eine sehr konkrete „Regel des Lebens" im Sinn dieser drei könnte so aussehen:
wöchentlich mit Christen gemeinsam essen
wöchentlich in einer kleinen Gruppe offen über das eigene Leben sprechen
täglich/regelmäßig für konkrete Menschen beten
monatlich jemanden bewusst einladen
regelmäßig digitale Ablenkung begrenzen, um präsent zu sein
verbindlich dienen: helfen, zuhören, tragen, unterstützen
mindestens einer Person echte Rechenschaft über dein geistliches Leben geben

DU

Was kannst du nun dagegen/dafür tun? Eine Herausforderung/Anwendung auf persönlicher Ebene.

MAIN POINT

Geschaffen, um zu lieben. Geschaffen für Gemeinschaft.

Wachstum geschieht nicht allein durch Information, sondern durch ein gemeinsames Leben im Rhythmus Jesu.
Letztlich werden wir nur in Beziehungen geformt und geschmiedet.
Ob wir am Sonntag zum Gottesdienst zusammenkommen,
uns zum gemeinsamen Essen um einen Tisch versammeln,
einander unsere Sünden bekennen,
eine geistliche Begleitung,
eine Therapie oder
ein Mentorenprogramm beginnen 
Gemeinschaft ist die Art und Weise, wie wir den Weg von Jesus einüben.
Hast du Wegbegleiter?
Unsere tiefsten Wunden entstehen in Beziehungen, aber unsere tiefste Heilung erfolgt ebenfalls dort.
Es ist teuer. Es lohnt sich aber.
Das sage nicht ich. Das sagt Jesus. Und ich möchte ihn glauben.
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