Richtet nicht... nicht einmal innerlich (Fassung 2026)
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· 15 viewsWir meinen häufig, die Motive anderer beurteilen zu können. Wir täuschen uns gewaltig.
Notes
Transcript
Einleitung: An der gegenseitigen Liebe erkennt man...
Einleitung: An der gegenseitigen Liebe erkennt man...
Der Herr Jesus sagte einmal, dass man an der Liebe unter den Christen erkennen wird, dass wir zum Team Jesus gehören:
Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Ich habe etwa 30 deutsche Bibelübersetzungen angeschaut: Überall steht nahezu dasselbe: Dass wir Nachfolger von Jesus sind, wird
an unserer gegenseitigen Liebe erkannt werden;
daran, dass wir einander lieben;
daran dass wir “Liebe untereinander haben”.
Nur die Zürcher Bibel 2007/2019 übersetzt leicht anders, schaut einmal, ob Ihr die anderslautende Nuance entdeckt:
Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: Wenn ihr bei euch der Liebe Raum gebt.
Im griechischen Grundtext steht nichts von “Raum geben”. Dort steht das einfache Wort “haben”: Habt Liebe untereinander. Die Zürcher Bibel ist vermutlich wenigen bekannt - ihr müsst Sie euch nicht besorgen. Sie hat aber einen ausgezeichneten philologischen Ruf: Sie ist wie die Elberfelder Bibeln sehr nah am Ausgangstext und zählt ebenso zu den genauesten modernen deutschen Übersetzungen. Ihr Übersetzungskommitee versucht möglichst wenig zu interpretieren. Das Spannende ist: Die Zürcher Bibel drückt mit ihrer Übersetzung etwas aus, was uns ein wichtiger Fingerzeig für die heutige Predigt sein kann:
Wenn ihr bei euch der Liebe Raum gebt. Vers 35 steht ja nicht alleine im Kapitel 13. In den vorangehenden Versen gebietet der Herr Jesus, dass die Jünger einander lieben sollen. Das ist keine Liebe, wie sie bei verliebten Menschen auftritt. Menschen mit Schmetterlingen im Bauch muss man nicht gebieten einander zu lieben! Wir Christen brauchen aber dieses Gebot - weil wir schnell im herausfinden von echten und vermeintlichen Fehlern, Makeln, Herzenshaltungen usw. sind - und wir leider auch manches Bibelwort wie ein Schwert zücken.
Wir sollen der Liebe Raum geben, wir müssen aktiv daran arbeiten (genau das drückt die Grammatik des griechischen Wortes aus). Wir müssen einen gewissen Abstand einnehmen, damit zwischen uns und dem anderen die Liebe Platz hat. Ertragt einen Wortwitz:
Rückst du jemandem zu nah auf die geistliche Pelle, bekommt die Beziehung schnell eine Delle.
Geben wir der Liebe keinen Raum, kann niemand erkennen, dass wir wirklich Jesus Christus nachfolgen. Jesus nachzufolgen heißt, der Liebe Raum zu geben. Darüer werden wir heute reden, ausgehend von einem alttestamentlichen Ereignis.
Ich nehme das Ende der Predigt voraus: “Gewöhnt euch eine gewisse geistliche Gelassenheit an!” Damit meine ich nicht Sorglosigkeit oder das Ignorieren von klarer Sünde. Wie in Fällen echter Sünde vorzugehen ist, habe ich in z. B. in einer Predigtserie über Matthäus 18 herausgearbeitet. Heute soll die andere Seite betont werden: Die des gegenseitigen Ertragens und Liebens, und dazu braucht es eine gewisse geistliche Gelassenheit.
Hauptteil: Gerüchte, Verurteilung und das gute Ende
Hauptteil: Gerüchte, Verurteilung und das gute Ende
Wir behandeln deneingangs verlesenen Text Josua 22,11-34, den ich aus Zeitgründen und um Eurer Aufmerksamkeit willen an manchen Stellen zusammenfasse und an anderen Stellen auszugweise vorlese.
Kurze geschichtliche Einordnung (V. 1-6)
Kurze geschichtliche Einordnung (V. 1-6)
Bekanntlich hatten die Israeliten eine vierzigjährige Wüstenwanderung hinter sich. Als diese sich ihrem Ende näherte, belehrte Mose noch einmal die aktuelle Generation und übergab die Führung an Josua. Josua wollte mit den zwölf Stämmen über den Jordan ziehen, als erstes Jericho erobern, anschließend die Mitte des Landes, den Süden und abschließend den Norden. Hierüber berichtet das Buch Josua.
Bevor es aber über den Jordan ging, meldeten sich die Stämme Ruben, Gad und der halbe Stamm Manasse zu Wort: Ihnen gefiel des Gebiet östlich vom Jordan sehr gut und sie wollten diese Gebiete erhalten. Das gab etwas Diskussion und am Ende wurde die Bitte gewährt unter der Voraussetzung, dass die zweieinhalb Stämme dennoch in den Kampf westlich des Jordans zogen. Nachdem dieses Gebiet (Kanaan) erobert sei, dürften sie zu ihren Familien im Gebiet östlich des Jordans zurückkehren.
So geschah es dann auch. Am Ende aller Feldzüge ermahnt Josua die 2 ,5 Stämme noch, treu das Gesetz Gottes einzuhalten, dann segnete er sie und entließ sie. Davon berichtet Josua 22, 1-6.
Ich werde im Folgenden nicht immer von “die neuneinhalb Stämme westlich des Jordan” und “zweieinhalb Stämme östlich des Jordans” sprechen, sondern es vereinfachen: Die Osthebräer und die Westhebräer.
Die unerklärte Tat (V. 10)
Die unerklärte Tat (V. 10)
Sie reisen also mit froher Stimmung endlich zu ihren Familien zurück, der Blick ist auf Ausruhen, Sesshaftwerden und vor allem Frieden gerichtet. Und dann kommt in Vers 10 ein eigenartiger Satz:
Und als sie in die Gegend am Jordan kamen, die im Land Kanaan liegt, bauten die Söhne Rubens, die Söhne Gads und der halbe Stamm Manasse einen Altar dort am Jordan, einen großen, weithin sichtbaren Altar.
Dieser Satz wäre wohl völlig unauffällig und schnell zu überlesen, wenn nicht die folgenden Zeilen von einer drohenden Katastrophe berichteten. Zunächst sagt der Vers nur aus, dass sie einen Altar bauten und dieser war sehr groß. Elberfelder übersetzt wieder sehr textnah “einen Altar, groß von Aussehen”, während die Schlachter ausführt, dass es “ein großer, weithin sichtbarer Altar” war.
Das Gerücht kommt auf (V. 11)
Das Gerücht kommt auf (V. 11)
Mit Vers 11 wird es spannend.
Und die Söhne Israel hörten sagen: Siehe, die Söhne Ruben und die Söhne Gad und der halbe Stamm Manasse haben den Altar gebaut vor das Land Kanaan in den Bezirken des Jordan nach der Seite der Söhne Israel.
Beim Bibellesen stolperte ich über die Formulierung: “Die Söhne Israel hörten sagen”. Bei den Westhebräern kommt also ein Gerücht auf: Hast du schon gehört? Die haben sich einen Altar gebaut, noch auf unserer Seite! Einige haben das mitbekommen, rennen flugs zu den anderen, die wiederum eilen flink zu weiteren… Ihr könnt es euch vielleicht lebhaft vorstellen.
Es muss Krieg geführt werden (V. 12)
Es muss Krieg geführt werden (V. 12)
Der nächste Vers fasst zusammen, wozu sich dieses Gerücht entwickelt: Da
versammelten sich alle Männer Israels in Schilo, um gegen die Oststämme Krieg zu führen.
Die Westhebräern sind aufgrund des Gerüchts wieder für den Krieg ausgerüstet und ziehen gegen ihre bisherigen Waffenbrüder in den Kampf. Aufgrund eines Gerüchtes!
Es sind überprüfbare Tatsachen - kein Gerücht!
Es sind überprüfbare Tatsachen - kein Gerücht!
Aber wie kann ich sagen, dass es nur ein Gerücht war? Der Altar stand auf der Westseite und war so groß, dass er weithin sichtbar war. Die Westhebräer sammelten sich im Kampf in Silo - vielleicht 30km vom Jordan entfernt, oben im Gebirge; man kann von dort ins Jordantal herabsehen und der Altar war weithin sichtbar. Ich bin sicher, sie haben ihn gesehen - und selbst wenn nicht, es wäre ein Tagesmarsch gewesen, das zu überprüfen.
Ich bezeichne es als Gerücht, obwohl die Faktenlage stimmt. Der entscheidende Punkt ist, dass die Westhebräer schon ihr urteil gefällt und zur Waffe gegriffen hatten, obwohl sie noch nciht alles wussten.
Eine Gesandtschaft wird ausgesandt (V. 13-15)
Eine Gesandtschaft wird ausgesandt (V. 13-15)
Die zehn westlichen Stämme entsenden ein Kommittee aus Fürsten (Vers 13-15)
Die Anklage (V. 16)
Die Anklage (V. 16)
So spricht die ganze Gemeinde des HERRN: Was ist das für eine Untreue, die ihr gegen den Gott Israels geübt habt, daß ihr euch heute abwendet von dem HERRN, indem ihr euch einen Altar baut, um euch heute gegen den HERRN aufzulehnen?
Die Tatsachen scheinen klar zu sein, und die geistliche Einordnung ist es auch. Was die Westhebräer getan haben, ist in den Augen der Westhebräer Untreue, ein Abwenden von Gott, mehr noch: ein Auflehnen gegen Jahwe.
Gerade noch hatte Josua sie gewarnt, eng am Gesetz Gottes zu bleiben und jetzt brechen sie diesem Gott schon die Treue, rebellieren und wenden sich ab.
Fortsetzung der Anklage (V.17-20)
Fortsetzung der Anklage (V.17-20)
Die Verse 17 bis 20 kann ich aus Zeitgründen nicht genauer anführen. Wir erfahren in ihnen einige Beweggründe, warum die Westhebräer zum Krieg gegen die Stämme im Osten aufziehen. Sie erinnern an Ereignisse, in denen Gott Untreue bestraft hatte! Ihre Hauptsorge scheint nach Vers 18 und 20 aber nicht die Rettung der Osthebräer vor dem Zorn Gottes zu sein; vielmehr haben sie Angst, dass... sie selber in den Zorn Gottes einbezogen werden.
Das Gerücht löst sich in Wohlgefallen auf (V. 21-29)
Das Gerücht löst sich in Wohlgefallen auf (V. 21-29)
Aus den Versen 21-29 greife ich nur einen Punkt auf: Die Osthebräer reagieren mit einem Schwur, sie rufen doppelt den Namen Jahwes an. Ich lese aus der NBH:
"Der Gott aller Götter, Jahwe! Jahwe, der Gott aller Götter, weiß es, und Israel soll es auch wissen: Wenn das Untreue und Auflehnung gegen Jahwe gewesen war, dann soll er uns heute nicht retten.
(Fußnote: In manche Eurer Bibeln steht “dann sollst du uns heute nicht retten”, während die Lutherübersetzungen und die NBH die in meinen Augen inhaltlich passendere Fassung verwenden “dann soll er uns heute nicht retten”. Der hebräische Text hat die Du-Fassung, während manche alten Übersetzungen wie z.B. die LXX die Er-Fassung hat. Wie dem auch sei: Ihre Ausssage ist: Wenn wir in dem, was wir sagen, nicht die volle Wahrheit sagen, dann sollen wir heute untergehen.)
Die Osthebräer schwören bei Gott, dass alle Unterstellungen falsch seien: Ja, sie haben einen Altar gebaut. Das geben sie zu. Aber die Westhebräer hatten ihnen Motive unterstellt. Und hierin hatten die Westhebräer massiv daneben gelegen: Es war keine Auflehnung und kein Abfall (V. 22), kein Abwenden von Jahwe (V. 23), es war kein Verstoß gegen das Gesetz: Sie hatten gar nicht vor, auf diesem Altar zu opfern - denn das war tatsächlich verboten, das war nur auf dem Altar bei der Stiftshütte erlaubt.
Die Westhebräer hatten diesen Punkt gar nicht vorgetragen, aber die Osthebräer bringen ihn wie selbstverständlich an. Sie hatten nicht vor, auf ihm die verbotenen Opfer zu bringen. Sie hatten, wie Josua es geboten hatte, durchaus das Gesetz Gottes ehrfürchtig vor Augen! Die Unterstellung der Sünde war also falsch.
Warum wurde der Altar denn dann gebaut? (V.24-29)
Warum wurde der Altar denn dann gebaut? (V.24-29)
Dieser Altar war eine kluge Voraussicht. Die Osthebräer fürchteten sich davor, später von den Westhebräer abgelehnt zu werden, weil sie jenseits des Jordan lebten. Und sie wollten diesen Altar als eine Art Mahnmal und Erinnerungsstätte haben. Ich habe nicht so 100% verstanden, was sie genau tun wollten, aber viermal betonen sie, dass sie den Altar nicht für gewisse Opfer nutzen wollten.
Die Anklage wird zurückgezogen (30-34)
Die Anklage wird zurückgezogen (30-34)
Die Rede überzeugt die Ankläger. Der Oberankläger Pinhas gibt unumwunden zu, dass keine Sünde vorliegt:
Pinhas, der Sohn des Priesters Eleasar, sagte zu ihnen: "Jetzt wissen wir, dass Jahwe weiter in unserer Mitte ist, denn ihr habt ihm nicht die Treue gebrochen. Damit habt ihr die Israeliten vor der Strafe Jahwes bewahrt."
Keine Untreue! Pinhas stellt außerdem fest, dass durch das Verhalten der Westhebräer beinhae das eingetreten wäre, wovor sie sich so sehr gefürchtet hatten. Die Westhebräer hatten Furcht vor dem Zorn Gottes, deswegen waren sie in den Krieg gegen die Osthebräer gezogen. Und nun müssen die Westhebräer zugeben, dass der Zorn Gottes fast über sie gekommen wäre, weil sie zu Unrecht auf die Osthebräer losgegangen wären. Pinhas ist ganz klar: Die Westhebräer wären den Osthebräer trotz zahlenmäßiger Überlegenheit unterlegen gewesen, weil Jahwe sich nicht auf Gerüchte einlässt und aufgrund von Unterstellungen handelt. Wie hatten die Osthebräer gesagt:
"Der Gott aller Götter, Jahwe! Jahwe, der Gott aller Götter, weiß es, und Israel soll es auch wissen: Wenn das Untreue und Auflehnung gegen Jahwe gewesen war, dann soll er uns heute nicht retten.
Gott weiß es, der Mensch nicht. Wir kommen gleich darauf zurück.
Jahwe straft nicht, alles kehrt in seine Heimat zurück und der umstrittene Altar bekommt den Namen “Zeuge”, er soll davon zeugen, dass Jahwe Gott ist.
Die Katastrophe ist abgewendet. Fast alles ist perfekt. Ich persönlich hätte noch eine Entschuldigung der Westhebräer für angebracht gehalten. Die hätten ruhig etwas demütiger sein können… nunja.
Auf jeden Fall meine ich, dass uns dieses geschichtliche Ereignis einiges über uns Menschen aussagt - und wir für unser eigenes Verhalten lernen können.
Anwendung
Anwendung
Ich möchte im letzten Teil an zwei neutestamentliche Aussagen erinnern, die uns helfen sollen, mit mehr geistlicher Gelassenheit unterwegs zu sein.
Niemand außer Gott weiß, was in einem Menschen steckt (1Kor 2,11; 1Sam 16,7)
Niemand außer Gott weiß, was in einem Menschen steckt (1Kor 2,11; 1Sam 16,7)
Denn wer von den Menschen kennt die Gedanken des Menschen, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? So kennt auch niemand die Gedanken Gottes, als nur der Geist Gottes.
Während die Osthebräer noch sagten, dass Gott weiß, was ihre Motive sind, lernen wir aus diesem Text, dass wir Menschen nicht wissen, was in einem anderen Menschen drin steckt. Ja, wir haben Vermutungen, wir meinen Erfahrung zu haben - aber niemand weiß, was den anderen antreibt, was seine Motive sind, seine Absichten.
Glauben wir der Bibel oder denken wir, dass die Bibel hier nicht den vollen Durchblick hat?
Dieser Vers sollte uns sehr vorsichtig sein lassen, anderen Motive zu unterstellen.
Berühmt ist der Vers:
Aber Jahwe sagte zu Samuel: "Sieh nicht auf seine Erscheinung und seinen hohen Wuchs! Ich habe ihn verworfen. Denn Gott urteilt nicht wie die Menschen. Der Mensch sieht nur das Äußere, Jahwe aber sieht das Herz."
Jahwe sieht das Herz und er schickte manchmal seine Propheten, um das Verborgene aufzudecken. Solange du aber kein Prophet bist und von Gott keine Offenbarung über das Innere eines Menschen hast, halte dich massiv zurück!
Beurteilt nichts vor der Zeit (1Kor 4,3-5)
Beurteilt nichts vor der Zeit (1Kor 4,3-5)
Doch was mich betrifft, so ist mir völlig gleichgültig, ob ich von euch oder irgendeinem menschlichen Gericht beurteilt werde. Ja, ich maße mir nicht einmal selbst ein Urteil über mich an.
Verurteilt also nichts vor der von Gott bestimmten Zeit, wartet bis der Herr kommt! Er wird das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und die geheimen Motive der Menschen offenbaren. Dann wird jeder das Lob von Gott erhalten, das er verdient.
Auch diese Verse, zu denen man noch viel nachdenken kann, erinnern mich daran, dass das Innere eines Menschen verborgen ist. Wir müssen warten, bis Gott (nicht ich, der ach so kompetente Christ) offenbaren wird, was mein Gegenüber angetrieben hat. Interessant: Dann wird es nicht Strafe, sondern Lob geben!
Ausklang: Strebt nach geistlicher Gelassenheit
Ausklang: Strebt nach geistlicher Gelassenheit
Es ist nun nicht so, dass man nie etwas beurteilen soll oder einen sündigenden Menschen ignorieren muss. Auch hierfür gibt es Beispiele in der Schrift. Wann Richten angebracht ist und wann nicht, dazu versuchte Christian in besagter Predigt etwas Licht hineinzubringen.
Ich sagte aber eingangs, dass Gott uns mit dieser Predigt davor bewahren will, fälschlich die Motive anderer festzulegen und daraufhin zu handeln.
Ich möchte Euch zum Abschluss vier beeindruckende Verse verlesen. Sie beeindruckten mich seit längerem, weil Paulus hier genau zu wissen scheint (woher auch immer), dass seine Gegner die falschen Motive haben - und er trotz dieses Wissens eine geistliche Gelassenheit an den Tag legen kann:
Es gibt zwar einige, die aus Neid und Eifersucht predigen; andere aber verkündigen die Botschaft von Christus mit guten Absichten.Sie tun es aus Liebe zu mir, weil sie wissen, dass ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin.Die anderen verkündigen das Wort von Christus aus selbstsüchtigen Motiven. Sie sind nicht aufrichtig, weil sie mir die Fesseln noch schmerzhafter machen wollen.Aber was macht das schon? Es wird doch Christus verkündigt! Ob es nun aus ehrlichen Beweggründen getan wird oder nicht, Hauptsache, es wird getan. Und darüber freue ich mich. Ja, ich werde mich auch künftig darüber freuen,
Diese geistliche Gelassenheit wünsche ich Euch. Gebt Euren Geschwistern in euren Herzen Raum; dran werden die Menschen erkennen, dass wir zum Team Jesus gehören.
