Gott bietet dir die Partnerschaft an
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„Ich werde euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein.“
2. Mose 6,7 • Jeremia 31,33 • Offenbarung 21,3 (Schlachter 2000)
Eröffnungsfrage an die Gemeinde:
"Hast du schon einmal einen Vertrag oder ein Versprechen erlebt, das wirklich gehalten wurde – auch wenn es schwer war?"
Verträge und Versprechen kennen wir alle. Arbeitsverträge, Ehegelübde, Freundschaftsversprechen. Und wir kennen auch die Enttäuschung, wenn sie gebrochen werden. Menschen versagen. Menschen ändern sich. Verträge werden gekündigt.
Aber was ist, wenn Gott selbst ein Versprechen gibt? Was, wenn der Schöpfer des Universums sich selbst bindet – an Sie, an mich? Das nennt die Bibel einen Bund. Und genau darum geht es heute: Gott bietet Ihnen die Partnerschaft an. Nicht als Geschäftsbeziehung. Nicht als Unterwerfung. Sondern als echte, ewige Beziehung.
Das hebräische Wort „Berit“ (Bund) meint mehr als einen Vertrag. Es ist ein Bundesschluss, der die ganze Person einschließt – Gott verpflichtet sich, bei uns zu sein, für uns einzustehen, uns nie aufzugeben. Und er lädt uns ein, dieselbe Treue zu erwidern.
I. DER UNIVERSALE BUND – GEBROCHEN IN EDEN, GEHALTEN IN JESUS (ca. 5 Minuten)
I. DER UNIVERSALE BUND – GEBROCHEN IN EDEN, GEHALTEN IN JESUS (ca. 5 Minuten)
A. Der erste Bund – gebrochen
A. Der erste Bund – gebrochen
Die Geschichte des Bundes beginnt nicht am Sinai. Sie beginnt in Eden. Als Adam und Eva das Vertrauen Gottes verraten (1. Mose 2,16.17), ist das mehr als ein Regelverstoß – es ist Bundesbruch. Die Partnerschaft mit Gott war zerbrochen.
Aber bereits im Moment des Urteils spricht Gott ein Versprechen aus:
„Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; dieser wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihm die Ferse zertreten.“
1. Mose 3,15 (Schlachter 2000)
EGW: „Schon in Eden wurde die Botschaft der Errettung verkündet. Als Gott sagte: ‘Feindschaft will ich setzen…’ (1. Mo 3,15), sprach er den ersten Evangeliumsvers.“
– Ellen G. White, Patriarchen und Propheten, S. 55
B. Die rote Linie durch die Geschichte
B. Die rote Linie durch die Geschichte
Von Eden an zieht sich ein roter Faden: Gott erneuert seinen Bund immer wieder, obwohl der Mensch ihn immer wieder bricht:
• Mit Noah (1. Mo 6,18): Gott rettet, verspricht, schlützt.
• Mit Abraham (1. Mo 15,18): Gott schwur mit sich selbst, weil es nichts Größeres zum Schworen gab.
• Mit Israel am Sinai (2. Mo 19,5.6): Gott bietet Partnerschaft an.
• In Jesus Christus (Röm 5,18.19): Durch einen Gerechten kommt das Leben für alle.
EGW: „Der Bund der Gnade wurde nicht erst am Sinai aufgerichtet, noch hatte er seinen Ursprung in Abraham. Er war von Anbeginn der Welt festgelegt. Den Sündern wurde geholfen durch Glauben an Christus – durch denselben Glauben, der auch uns rettet.“
– Ellen G. White, Patriarchen und Propheten, S. 370
II. DER BUND MIT ISRAEL – TROTZ BUNDESBRUCHS (ca. 5 Minuten)
II. DER BUND MIT ISRAEL – TROTZ BUNDESBRUCHS (ca. 5 Minuten)
A. Der Sinai-Bund
A. Der Sinai-Bund
Am Berg Sinai schließt Gott einen feierlichen Bund mit Israel. Er gibt die Zehn Gebote (2. Mo 20,2–17) – nicht als Bedingung für seine Liebe, sondern als Ausdruck des Bundeslebens. Sie sind die Hausordnung der Gemeinschaft mit Gott. Mose besprengt Volk und Altar mit Blut (2. Mo 24,6–8): „Das ist das Blut des Bundes.“
Doch kaum ist Moses auf dem Berg, da bricht Israel den Bund mit dem Goldenen Kalb (2. Mo 32, bes. V. 19.30). Mose zertrümmert die Steintafeln – ein prophetisches Zeichen: Der Bund ist zerbrochen.
Und Gott? Er erneuert den Bund (2. Mo 34,10.27.28). Weil er es will. Nicht weil Israel es verdient hätte.
B. Der verheissene Neue Bund
B. Der verheissene Neue Bund
Jahrhunderte später, als Israel im Exil ist – dem größten Bundesbruch der Geschichte – spricht Gott durch den Propheten Jeremia das größte Versprechen:
„Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da werde ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen… Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen und es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“
Jeremia 31,31.33 (Schlachter 2000)
Hesekiel ergänzt (Hes 36,26.27): Gott wird ein neues Herz geben und seinen Geist in die Menschen legen. Das ist nicht Reform – das ist Transformation von innen.
III. CHRISTUS: DER GARANT DES NEUEN BUNDES (ca. 6 Minuten)
III. CHRISTUS: DER GARANT DES NEUEN BUNDES (ca. 6 Minuten)
A. Das letzte Abendmahl – Bundesschluss in Blut
A. Das letzte Abendmahl – Bundesschluss in Blut
Jesus nimmt beim letzten Abendmahl die uralten Bundesworte auf:
„Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“
Matthäus 26,28 (Schlachter 2000)
Dieses Blut ist nicht Strafe – es ist Besiegelung. Der Neue Bund wird nicht mehr in Stein geschrieben, nicht mehr mit Tierblut bestätigt, sondern mit dem Leben Christi selbst.
B. Christus: Mittler und Bürge
B. Christus: Mittler und Bürge
Der Hebräerbrief nennt Jesus „Burgä eines besseren Bundes“ (Hebr 7,22). Ein Bürge haftet mit eigenem Leben. Jesus ist nicht nur Zeuge – er hat alles eingesetzt, damit dieser Bund gilt:
„Und darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, nachdem er den Tod erlitten hat zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen die verheissene ewige Erbschaft empfangen.“
Hebräer 9,15 (Schlachter 2000)
EGW: „Christus hat sich verpflichtet, unser Mittler und Bürge zu sein. Er bietet an, unsere Schulden zu übernehmen, damit wir als frei gelten können.“
– Ellen G. White, Der Wunsch aller Zeiten, S. 25
C. Der Neue Bund schreibt ins Herz
C. Der Neue Bund schreibt ins Herz
Der entscheidende Unterschied zum alten Bund: Das Gesetz Gottes wird nicht mehr von außen auferlegt, sondern von innen verwandelt. Jeremia 31,33 sagt: „Ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und es auf ihr Herz schreiben.“
EGW: „Der neue Bund wurde gegründet auf ‘besseren Verheissungen’ – Verheissungen der Vergebung der Sünden und der Erneuerung des Herzens durch den Heiligen Geist. Statt des äusseren Gesetzeswesens bietet er die innere Umwandlung.“
– Ellen G. White, Patriarchen und Propheten, S. 372
IV. DIE BUNDESFORMEL: „ICH WERDE IHR GOTT SEIN“ (ca. 4 Minuten)
IV. DIE BUNDESFORMEL: „ICH WERDE IHR GOTT SEIN“ (ca. 4 Minuten)
Durch die ganze Bibel zieht sich eine einzige, sich wiederholende Formel – von 2. Mose 6,7 bis Offenbarung 21,3. Sie ist Gottes Mission Statement:
„Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“
2. Mose 6,7 • Jeremia 31,33 • Hesekiel 36,28 • Offenbarung 21,3 (Schlachter 2000)
Was bedeutet diese Formel?
1. ERKENNEN – Hosea 2,21.22: „Ich werde dich mir verloben in Treue, und du wirst den HERRN erkennen.“ Bund bedeutet nicht Regeln kennen, sondern Gott selbst kennen.
2. GEGENWART – Offenbarung 21,3: „Gottes Wohnung ist bei den Menschen.“ Gottes Ziel war immer: bei uns sein.
3. ZUGEHÖRIGKEIT – 2. Mose 19,5.6: „Ihr sollt mein Eigentumsvolk sein unter allen Völkern.“ Nicht Knechtschaft, sondern kostbarer Besitz.
4. EWIGKEIT – Offenbarung 21,7: „Wer überwindet, wird dies erben, und ich werde ihm Gott sein und er wird mir Sohn sein.“
V. DAS ZIEL DES BUNDES: DIE NEUE WELT (ca. 4 Minuten)
V. DAS ZIEL DES BUNDES: DIE NEUE WELT (ca. 4 Minuten)
Die Bundesformel findet ihr Ziel in der Offenbarung. Was in Eden verloren ging, was am Sinai versprochen wurde, was in Christus besiegelt wurde – wird in der Neuen Welt Wirklichkeit:
„Und ich hörte eine große Stimme vom Thron her, die sprach: Siehe, die Wohnung Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.“
Offenbarung 21,3 (Schlachter 2000)
Hosea 2,21.22 malt das Bild wie eine Verlobung: „Ich werde mich dir verloben in Ewigkeit… du wirst den HERRN erkennen.“ Das höchste Ziel des Bundes ist nicht „Himmel“ als Ort – sondern das Leben mit Gott als Person. Echte, tiefe, ewige Gemeinschaft.
ANWENDUNG: WAS BEDEUTET DER BUND FÜR MICH HEUTE? (ca. 4 Minuten)
ANWENDUNG: WAS BEDEUTET DER BUND FÜR MICH HEUTE? (ca. 4 Minuten)
1. Gott liebt dich bedingungslos
1. Gott liebt dich bedingungslos
„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“
Römer 5,8 (Schlachter 2000)
Der Bund wird nicht angeboten, weil wir es verdient hätten. Er gilt, weil Gott liebt. Bedingungslos. Zuerst.
2. Er schreibt sein Gesetz ins Herz
2. Er schreibt sein Gesetz ins Herz
Jeremia 31,33: Gehorsam nicht aus Angst, sondern aus Liebe. Der Bund verändert das Innere – nicht nur das Verhalten. Wenn Gottes Gesetz im Herzen ist, folgen wir ihm, weil wir wollen – nicht müssen.
3. Kein Bundesbruch ist endgültig
3. Kein Bundesbruch ist endgültig
„Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens wird nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.“
Jesaja 54,10 (Schlachter 2000)
Jesaja 54 wurde geschrieben, als Israel tief gefallen war. Genau dort sagt Gott: Mein Bund bleibt. Selbst wenn Sie gefehlt haben, selbst wenn Sie ihn gebrochen haben – Gottes Angebot steht immer noch.
4. Eine Ewigkeit in Gemeinschaft
4. Eine Ewigkeit in Gemeinschaft
Das Ziel ist nicht Himmel als Ort – sondern Leben mit Gott. Offb 21,3.7: Gott bei uns. Wir bei ihm. Für immer.
EINLADUNG UND SCHLUSS (ca. 3 Minuten)
EINLADUNG UND SCHLUSS (ca. 3 Minuten)
Moment der Stille. Dann sprechen:
Gott bietet Ihnen heute die Partnerschaft an. Nicht als Vertrag mit Kleingedrucktem. Sondern als Bund – mit seinem eigenen Leben besiegelt.
Möchten Sie in diesen Bund eintreten – oder ihn erneuern? Möchten Sie Gott erkennen und mit ihm die Ewigkeit verbringen? Möchten Sie sagen: Du bist mein Gott – ich gehöre dir?
„Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens wird nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.“
Jesaja 54,10 (Schlachter 2000)
SCHLUSSGEBET
SCHLUSSGEBET
Herr, du hast deinen Bund nie gebrochen.
Wir haben ihn gebrochen – oft und immer wieder.
Heute nehmen wir dein Angebot an.
Du bist unser Gott – wir gehören dir.
Schreibe dein Gesetz in unsere Herzen.
Wohne bei uns – jetzt und in Ewigkeit.
Amen.
QUELLEN UND NACHWEISE
QUELLEN UND NACHWEISE
Ellen G. White – Zitate
1. Patriarchen und Propheten, S. 55 – Zum ersten Evangeliumsvers in Eden (1. Mo 3,15)
2. Patriarchen und Propheten, S. 370 – Zum Bund der Gnade von Anfang an
3. Patriarchen und Propheten, S. 371 – Gott als Urheber des Bundes
4. Patriarchen und Propheten, S. 372 – Zum Neuen Bund und Herzensverankerung
5. Der Wunsch aller Zeiten, S. 25 – Christus als Mittler und Bürge
Bibelstellen (Schlachter 2000)
1. Mose 2,16.17 • 1. Mo 3,15 • 1. Mo 6,18 • 1. Mo 15,18 • 2. Mo 2,24 • 2. Mo 6,7
2. Mo 19,5.6 • 2. Mo 24,6-8 • 2. Mo 32 • 2. Mo 34,10.27.28 • Ps 106,19-22
Jeremia 31,31-34 • Jeremia 32,40.41 • Hesekiel 36,26.27 • Hosea 2,21.22
Römer 5,8.10.18.19 • Matthäus 26,26-28 • Hebräer 7,22 • Hebr 8,6 • Hebr 9,15
Offenbarung 21,3.7 • Jesaja 54,10
