Triumphe und Tragödien

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Triumphe und Tragödien liegen oft nah beieinander - das habe ich in unseren drei ITA-Jahren gelernt. Der Trimph ein Buch gelesen zu haben, wurde of von der Tragödie des nächsten Syllabus eingeholt. Der Triumph die WG-Küche auf Hochglanz gebracht zu haben, von der Tragödie der umgekippten Bio-Tonne. Der Triumph einer erfolgreichen Last-Minute-Aufgabe von der Tragödie des Schlafmangels. Und heute steh ich hier und muss wieder sagen. Triumph und Tragödie liegen oft nah beieinander.
Zum einen ist da der Triumph. Drei Jahre ITA liegen hinter uns. Sie haben uns ins Schwitzen gebracht, sie haben in uns Feuer entfacht und sie haben uns zusammengeschweißt. Wir haben viel gelernt, viel gearbeitet, und wurden durch und durch geprägt. Doch neben euch Dozenten, die uns ermutigt und ausgerüstet haben, neben all unseren wervollen Praxiserfahrungen, kann ich persönlich nur sagen, dass ich es als den größten Triumph sehe, dass diese drei Jahre, drei Jahre mit euch waren. Gott hätte mir kein größeres Geschenk machen können, als mir diese Klasse zu meinen Freunden werden zu lassen. Es ist immer eine Freude und eine Ehre, mit anderen Menschen unterwegs zu sein, die Jesus lieben. Gemeinsam im Glauben zu wachsen ist das schönste, was man miteinander erleben kann. Aber euch zu haben, mit euch zu wachsen und zu sehen, wie Jesus euer Leben verändert und eure Persönlichkeiten formt, ist etwas ganz besonderes für mich: Ich seh die Schönheit, die Gott in euch hineingelegt hat und ich kann nichts als dankbar dafür zu sein, dass ihr meine Schwestern und Brüder seid.
Zum anderen ist da die Tragödie. Der Abschied. Das Loslassen. Hätte ich am Anfang der ITA gewusst, wie viel mir diese Jahre geben würden und wie viel mir die Menschen hier bedeuten würden, dann hätte ich mich ab Minute 1 schon auf den Abschied vorbereitet. Doch jetzt, wo ich weiß, wie viel Gutes mir Gott geschenkt hat, ist das Loslassen fast unmöglich. Wie lasse ich Menschen los, die mir jeden Tag begegnet sind, die von Klassenkameraden zu besten Freunden geworden sind? Wie lasse ich auch euch Dozenten los, die sich mit Herzblut dafür investiert haben, dass wir reifen und wachsen? Wie lasse ich einen Ort los, an dem ich so viel erlebt habe, an dem so viele Erinnerungen entstanden sind?
Triumph und Tragödie das durfte ich bei der ITA lernen: liegen oft nah beieinander. Ich schaue dankbar auf das zurück, was mir geschenkt wurde. Und loslassen, kann ich nur, weil ich weiß: Wenn ich euch loslasse, dann nur in die guten Hände Gottes, die uns schon hierher geführt haben. Und das ist das, was mich mutig in die Zukunft schauen lässt, voller Aufregung und Zuversicht auf die Triumphe und Tragödien von morgen. Denn der gleiche Gott, der uns durch diese Jahre durchgetragen und überreich beschenkt hat, begleitet jeden von uns in den nächsten Abschnitt. Sei es Italien, Japan oder das Ländle - lasst uns mutig losgehen, weil darauf Verlass ist: Wohin wir auch gehen, der gleiche, der uns gestern hierher gebracht hat, feiert heute mit uns und lässt uns auch morgen nicht allein.
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