Wie ist Gott (3)

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Einleitung: Die Frage nach dem Wesen Gottes ist eine der grundlegendsten, die wir uns stellen können. Die Bibel setzt Gottes Existenz als gegeben voraus und offenbart uns sein Wesen in vielfacher Weise. In dieser Predigt wollen wir anhand der Schrift betrachten, wie Gott ist und was dies für unser Leben bedeutet.
Ellen White schrieb: „Das Wesen und die Liebe Gottes sind am besten durch das Leben und den Dienst Jesu Christi offenbart.“ (Das Leben Jesu, S. 9). Dies ist der Schlüssel zu unserem Verständnis Gottes: Wir müssen auf Christus schauen!
Wahre Geschichte: Corrie ten Boom, eine holländische Christin, überlebte das Konzentrationslager Ravensbrück. Trotz unvorstellbarem Leid konnte sie vergeben, weil sie die Liebe Gottes erlebte. Nach dem Krieg begegnete sie einem ehemaligen KZ-Wächter, der sie um Vergebung bat. Obwohl sie es nicht aus eigener Kraft konnte, erlebte sie, wie Gottes Liebe sie durchströmte und ihr half, ihm zu vergeben. Sie erkannte: Gott ist Liebe!
1. Gott ist Liebe Ein zentrales Merkmal Gottes ist seine Liebe. In 1. Johannes 4,8heißt es: „Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe.“ Diese Liebe zeigt sich besonders in der Geschichte vom verlorenen Sohn (Lukas 15). Der Vater wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr seines Sohnes – ein Bild für Gottes unermüdliche Liebe und Gnade.
Zitat: Charles H. Spurgeon sagte: „Die Liebe Gottes ist der köstlichste aller Gedanken. Seine Liebe hat nie begonnen und wird niemals enden.“ (Spurgeon, Predigt „The Immutability of God's Love“, 1858).
Wahre Geschichte: Nicky Cruz war einst Anführer einer berüchtigten New Yorker Gang. Als der Prediger David Wilkerson ihm von Gottes Liebe erzählte, weigerte er sich zunächst zu glauben. Doch als er erkannte, dass Gottes Liebe bedingungslos ist, brach sein harter Panzer. Er bekehrte sich und wurde selbst Prediger, der tausende von jungen Menschen zu Jesus führte.
2. Gott ist gerecht und barmherzig Obwohl Gott Liebe ist, bedeutet das nicht, dass er Sünde ignoriert. Er ist gerecht und barmherzig zugleich. In Psalm 89,15 steht: „Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones Stütze; Gnade und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her.“ Dies zeigt die Balance zwischen Gottes Gerechtigkeit und seiner Gnade.
Ellen White bestätigt dies: „Die Gerechtigkeit Gottes verlangte, dass die Sünde gestraft wird, aber die Liebe Gottes fand einen Weg zur Erlösung.“ (Der Weg zu Christus, S. 13).
Zitat: Jonathan Edwards schrieb: „Die Gerechtigkeit Gottes ist furchtbar für den Sünder, aber ein sicherer Fels für die Erlösten.“ (Edwards, Sinners in the Hands of an Angry God, 1741).
Wahre Geschichte: John Newton, einst Kapitän eines Sklavenschiffs, erkannte seine Schuld, als er fast in einem Sturm ertrank. Er rief zu Gott, erlebte seine Gnade und wurde ein hingebungsvoller Christ. Später schrieb er das berühmte Lied „Amazing Grace“, das seine Dankbarkeit für Gottes Barmherzigkeit ausdrückt.
3. Gottes Nähe zu den Menschen Gott ist kein ferner, unnahbarer Gott. Er sucht Gemeinschaft mit uns. In Jesaja 41,10spricht Gott: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit meiner gerechten Rechten.“
Besonders durch Jesus Christus wurde Gottes Nähe sichtbar. Er aß mit Zöllnern und Sündern und zeigte, dass niemand für Gott unerreichbar ist (Lukas 15,1-2).
Ellen White beschreibt dies so: „Christus kam, um den Charakter Gottes zu offenbaren, um den Menschen zu zeigen, dass Gott barmherzig, liebevoll und gerecht ist.“ (Das Leben Jesu, S. 19).
Zitat: R.C. Sproul sagte: „Gott ist nicht nur nah, er ist unser Zufluchtsort in Zeiten der Not.“ (Sproul, The Holiness of God, 1985).
Wahre Geschichte: George Müller war ein Mann des Gebets. Er gründete Waisenhäuser und verließ sich vollständig auf Gott. Einmal hatte er kein Essen für seine Waisenkinder. Er betete, und genau im richtigen Moment klopfte ein Bäcker an die Tür und brachte Brot. Kurz danach kam ein Milchmann, dessen Wagen kaputtgegangen war, und schenkte ihnen frische Milch. Gott ist uns nah und sorgt für uns!
4. Unsere Antwort auf Gottes Wesen Wenn wir erkennen, wie Gott ist, stellt sich die Frage: Wie reagieren wir darauf? In Römer 12,1heißt es: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.“
Unsere Reaktion auf Gottes Liebe, Gerechtigkeit und Nähe sollte eine bewusste Entscheidung sein, ihm unser Leben hinzugeben.
Ellen White ruft uns dazu auf: „Wahre Nachfolge bedeutet, täglich die eigene Selbstsucht abzulegen und Jesus nachzufolgen.“ (Der Weg zu Christus, S. 70).
Zitat: John Piper sagt: „Unsere höchste Freude finden wir darin, wenn wir Gott anbeten und ihm gehorchen.“ (Piper, Desiring God, 1986).
Wahre Geschichte: C.S. Lewis war einst Atheist. Doch nach einem langen inneren Kampf erkannte er, dass er sich Gottes Liebe nicht länger widersetzen konnte. Er nannte sich „den widerwilligsten Bekehrten aller Zeiten“. Doch als er sich Gott hingab, erlebte er wahre Freude und schrieb später viele Werke, die Menschen bis heute inspirieren.
Schluss: Gott ist Liebe, gerecht und nah bei uns. Sein Wesen ermutigt uns, ihm zu vertrauen und unser Leben nach ihm auszurichten. Möge unser Herz immer wieder neu von seiner Güte erfüllt werden.
Zitat: Charles Spurgeon sagte: „Gott ist zu gut, um unfreundlich zu sein, und zu weise, um Fehler zu machen.“(Spurgeon, Predigt 1856).
Möge diese Erkenntnis uns näher zu Gott bringen und unser Leben prägen. Amen.
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