Die Wiederkunft Christi
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PREDIGT · CHRISTUS IM ZENTRUM (6/10)
Die Wiederkunft Christi
Er kommt – unsere lebendige Hoffnung
Predigttext: Johannes 14,1-3 · Schlachter 2000
Einleitung
Einleitung
Jeder Abschied hinterlässt eine Frage: Werden wir uns wiedersehen? Als Jesus seinen Jüngern ankündigte, dass er sie verlassen würde, sah er ihre Angst und Verwirrung – und gab ihnen ein Versprechen, das die Christenheit seither trägt: Er kommt wieder.
Johannes 14,1-3 (Schlachter 2000): 1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! 2 Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. 3 Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.
I. Ein Versprechen, kein bloßer Wunsch
I. Ein Versprechen, kein bloßer Wunsch
„So komme ich wieder.“ Das ist keine vage Hoffnung, sondern die klare Zusage dessen, der immer hält, was er sagt. Als Jesus auffuhr, bestätigten Engel den Jüngern dieses Versprechen mit denselben Worten in einer neuen Form:
Apostelgeschichte 1,11 (Schlachter 2000): Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
„Wird so wiederkommen“ – nicht geistlich, nicht symbolisch, nicht nur im Herzen der Gläubigen, sondern genauso sichtbar und persönlich, wie er gegangen ist. Diese Aussage ist das Fundament der christlichen Hoffnung: Christus, der einst als Kind in Bethlehem kam, wird als König in Herrlichkeit wiederkommen.
II. Wie wird es geschehen?
II. Wie wird es geschehen?
Paulus beschreibt den Ablauf dieses Ereignisses mit eindrücklichen Worten:
1. Thessalonicher 4,16-17 (Schlachter 2000): 16 Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. 17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, und so werden wir allezeit beim Herrn sein.
Dies ist kein leises, verborgenes Ereignis, sondern ein gewaltiger, für alle sichtbarer Moment: Posaune, Stimme des Erzengels, die Auferstehung der Entschlafenen, die Verwandlung der Lebenden. Alles, was der Tod getrennt hat, wird in diesem Augenblick wiedervereint.
III. Warum diese Hoffnung uns heute trägt
III. Warum diese Hoffnung uns heute trägt
Für die Jünger war die Ankündigung der Wiederkunft eine Quelle des Trostes angesichts des Abschieds. Für uns heute ist sie eine Quelle der Ausrichtung angesichts einer Welt voller Leid, Unsicherheit und Vergänglichkeit.
„Alle, die den Heiland wahrhaft liebhaben, können die auf Gottes Wort gegründete Botschaft nur freudig begrüßen, jene Botschaft, dass der, welcher der Mittelpunkt ihrer Hoffnung auf ein ewiges Leben ist, wiederkommen soll – nicht, um wie bei seinem ersten Kommen geschmäht, verachtet und verworfen zu werden, sondern in Macht und Herrlichkeit, um sein Volk zu erlösen.“
— Ellen G. White, Der große Kampf, S. 325
Die Wiederkunft ist keine Drohung, sondern eine Einladung zur Freude: Der, der einst gekommen ist, um zu dienen und zu sterben, kommt wieder, um zu erlösen und zu regieren.
IV. Was das für dich bedeutet
IV. Was das für dich bedeutet
Vielleicht trägst du gerade eine Last, die kein Mensch dir abnehmen kann – Trauer, Krankheit, Ungewissheit über die Zukunft. Die Wiederkunft Christi verspricht nicht, dass diese Dinge nie geschehen, sondern dass sie nicht das letzte Wort haben werden. Der Tag kommt, an dem jede Träne abgewischt wird, an dem die Getrennten wieder vereint werden, an dem Christus selbst uns zu sich nimmt.
Diese Hoffnung soll uns nicht untätig machen, sondern wach: bereit, treu, mit Erwartung lebend – nicht aus Angst vor einem Ereignis, sondern aus Sehnsucht nach einer Person.
Schluss
Schluss
„So komme ich wieder.“ Diese Worte gelten dir genauso wie den Jüngern damals am See Genezareth. Lass dein Herz nicht erschrecken. Der, der dich liebt und für dich gestorben ist, hat dir sein Wort gegeben – und er hat es noch nie gebrochen.
Amen.
