Sermon Tone Analysis
Overall tone of the sermon
This automated analysis scores the text on the likely presence of emotional, language, and social tones. There are no right or wrong scores; this is just an indication of tones readers or listeners may pick up from the text.
A score of 0.5 or higher indicates the tone is likely present.
Emotion Tone
Anger
0.09UNLIKELY
Disgust
0.06UNLIKELY
Fear
0.08UNLIKELY
Joy
0.18UNLIKELY
Sadness
0.54LIKELY
Language Tone
Analytical
0UNLIKELY
Confident
0.04UNLIKELY
Tentative
0UNLIKELY
Social Tone
Openness
0.18UNLIKELY
Conscientiousness
0.13UNLIKELY
Extraversion
0.44UNLIKELY
Agreeableness
0.6LIKELY
Emotional Range
0.1UNLIKELY
Tone of specific sentences
Tones
Emotion
Language
Social Tendencies
Anger
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Einleitung
Liebe Geschwister,
vielen Dank für die Einladung und die Gelegenheit mit Euch heute Morgen Gottes Wort zu teilen.
Mittlerweile ist es eine Weile her dass wir bei Euch im schönen Koblenz waren.
Im Januar hatte ich das Privileg, und wir haben uns gemeinsam Abraham angeschaut und seinen Ruf aus dem Land seiner Heimat in ein Land das Gott ihm zeigen wollte.
In der Vorbereitung für heute morgen ging mir Abraham nicht mehr aus dem Kopf.
Und nachdem ich mir angeschaut hatte, wo wir letztes Mal aufgehört haben, möchte ich mit Euch gemeinsam nochmal zu Abraham zurückkehren.
Anhand von Schlüsselstellen aus 1. Mose 15, 1.
Mose 17 und 1. Mose 22 möchte ich mit Euch den Bund Gottes mit Abraham und dann auch mit uns betrachten.
Gebet
Was bisher geschah
Wir erinnern uns: Als wir Abraham das letzte Mal verlassen haben, hatte Gott ihn aus seiner Familie herausgerufen “in ein Land das ich Dir zeigen werde”.
Abraham zog los und verließ seine Großfamilie, und er kam in das Land, und Gott verhieß ihm “Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben”.
Abraham hatte an dieser Stelle bereits einen Einblick in Gottes Perspektive erhalten.
Für Gott war klar: Abraham wird Nachkommen haben.
Denn nur so macht es Sinn ihm zu verheißen dass dieses Land seinen Nachkommen gehören würde.
Abraham fasst Mut, ist dankbar, und er baut Gott einen Altar, ein typisches Zeichen der Erinnerung an besondere Geschehnisse.
Zwischen diesem Moment in Abrahams Leben aus 1. Mose 12, und unserem Text heute Morgen in 1. Mose 15 ist viel passiert.
Es brach eine Hungersnot aus, die Abraham zwingt nach Ägypten zu gehen.
Dort verhält er sich recht feige und hat Angst dass der Pharaoh ihm seine wunderschöne Frau wegnehmen oder ihn sogar töten könnte.
Nach der Hungersnot kehrt er nach Kanaan zurück als reicher Mann mit großem Gefolge und führte ein nomadisches Leben in diesem Land.
Die Hirten seines Neffen Lot und seine eigenen streiten sich, und so trennt sich die Sippe.
In 1. Mose 13, 14ff erneuert Gott seine Verheißung mit dem Land und den Nachkommen.
Gott vergleicht die Schaar der zukünftigen Nachkommen mit dem Sand in der Wüste, und das überwältigt Abraham so sehr, dass er wieder einen Altar baut.
Es kommt zum Krieg im Land, und Lot und seine Familie werden entführt, und so greift Abraham in den Krieg ein und befreit seinen Neffen.
Nach diesem Krieg hat Abraham seine berühmte Begegnung mit Melchisedek, über den viel spekuliert wurde und dessen Name der Stoff vieler jüdischer Legenden geworden ist.
Man kann also wirklich sagen, es ist viel passiert, seit wir Abraham in Januar verlassen haben.
Die Bibel schweigt sich über die Zeitspanne aus, die vergangen ist, aber wir können uns sicher sein dass all das nicht im Rahmen eines Jahres passiert ist.
Viel wahrscheinlicher sind es mehrere Jahre.
Und jetzt befinden wir uns direkt am Übergang zu Kapitel 15, in welchem Gott nicht nur verheißungsvolle Worte für Abraham hat, sondern einen handfesten Bund mit ihm schließt:
Exkurs: Bundesschluss im nahen Osten zu antiker Zeit
Abraham versucht Gottes Versprechen zu erzwingen
Gott erneuert den Bund und gibt ein physisches Zeichen
Vertrauen in Gott - Die Opferung Isaaks
Berg Moriah -> Olivenhain
Jesu “Dies ist das Blut des neuen Bundes” -> Mose “Dies ist das Blut des Bundes”
Gottes Bund mit Abraham
Wir sehen hier einen Mann der viel mit Gott erlebt hat.
Der aber auch große Pausen des Schweigens erlebt hat.
Sicher, Abraham hatte Träume und Offenbarungen, davon berichtet die Bibel.
Aber nicht jede Woche passierte es.
Es war nicht die Norm seines Glaubenslebens.
Oft glauben wir, wenn Gott nicht mindestens einmal die Woche mit uns redet, uns Träume und Visionen schickt, haben wir ein Problem.
Aber die Bibel ist voll von Gottes Kindern, die große, lange Durststrecken hatten.
Und es sind nicht einmal die meisten, denen Gott auf diese Art und Weise überhaupt begegnet ist.
Für viele blieb eine direkte Offenbarung ein Wunschtraum.
Nachdem einige Zeit vergangen war, begegnete Gott dem Abraham in einer Offenbarung.
Er fackelt nicht lange, sondern er klagt Gott sein Leid.
“Ist ja schön dass Du mein Lohn bist, aber was hab ich davon wenn ich ohne Kinder sterbe und mein Knecht alles erbt?”.
In der damaligen Kultur war das durchaus üblich: Verstarb ein Familienoberhaupt, wir müssen uns das eher wie ein kleines Familienunternehmen vorstellen, ohne einen Erben zu hinterlassen, erbte der ranghöchste Knecht im Haus alles und führte die Familiengeschäfte fort.
Er würde dafür sorgen dass es der Frau und leiblichen Familie des Verstorbenen gut geht, aber ansonsten frei darüber herrschen.
Aus Abrahams Sippe würde dann Elieser’s Sippe.
Abraham ist tief betrübt darüber.
Er hatte doch die Verheißung Gottes.
Er hatte doch erlebt dass Gott treu ist und immer wieder Gebete erhört und sorgt, auch wenn er selbst es nicht schafft treu zu sein.
Aber Gott ist ihm an dieser Stelle nicht böse.
Er wiederholt die Verheißung, und anstatt vom Sand in der Wüste, spricht er nun vom Sternenhimmel.
“Schau in den Himmel Abraham.
Siehst Du die Sterne?
Kannst Du sie zählen?
So zahlreich sollen Deine Nachkommen sein!”.
Nun, wenn wir heute in den Himmel schauen, sehen wir meist nur einige der hellsten Sterne.
Aber wart ihr je in der Nähe des Äquators?
Am besten außerhalb von jeglicher Stadt und Siedlung, möglichst ohne Lichtverschmutzung, in einer wolkenlosen klaren Nacht?
Bild vom Himmel
Man sieht nicht nur unheimlich viele Sterne sondern regelrecht einen Arm unserer Milchstraße mit bloßem Auge, man erkennt vor lauter Sternen kaum noch einzelne.
Man sieht ein wahres Meer an Sternen.
“Abraham, sieh in den Himmel.
So zahlreich sollen Deine Nachkommen sein”.
Und Abraham glaubte Gott.
So sehr, dass ihm dieser Glaube als Gerechtigkeit angerechnet wird.
Krasse Aussage.
Aber trotz dieses Glaubens den die Bibel selbst im Neuen Testament noch lobt, möchte Abraham es genauer wissen.
“Herr, woran soll ich erkennen das ich es als Erbe besitzen werde?”.
Er hätte es gern handfest.
Einen Beweis, auf den er schauen kann in den nächsten Jahren, in denen er noch nicht die Erfüllung der Verheißung sieht.
Gut.
Wichtig.
Wir Menschen sind angewiesen auf solche Erinnerungsstützen.
-> Wo hat Gott Dir etwas verheißen, das Du vergessen hast?
Hast Du eine Erinnerungsstütze?
Kannst Du ihm glauben auch wenn Du es noch nicht gesehen hast?
Für Abraham entschließt sich Gott zu etwas besonderem: Er schließt einen Bund.
Und an dieser Stelle möchte ich einen kleinen Exkurs mit Euch machen:
Bündnisse in ANE (Ancient Near Eastern / Historisch Nahöstlichen) Ländern
Wenn wir heute z.B. ein Auto kaufen, schließen wir einen Kaufvertrag ab.
In diesem Dokument sind die beteiligten Parteien erwähnt, Käufer und Verkäufer, das Objekt das verkauft wird, und die Bedingungen.
Also zum Beispiel ein Kaufpreis, und eben Sanktionen für den Fall dass eine Partei den Vertrag bricht.
Bereits früh in der Geschichte erkannte der Mensch, dass es wichtig ist, Absprachen nicht nur mündlich zu treffen, sondern diese in einer festen Absprache, am besten schriftlich, festzuhalten.
So ist sicher gestellt das keine der beteiligten Parteien Jahre später auf die Idee kommt der Vertrag sei nie zu Stande gekommen.
Oder den Inhalt ändert.
“Wie?
Ich sollte Dir 5.000€ für das Auto bezahlen?
Letztes Jahr hatten wir noch 4.000€ ausgemacht!”
Man schloss Verträge zwischen Sippen, zwischen Händlern und Handwerkern, und zwischen Königreichen.
Im Altertum des Nahen Ostens waren solche Verträge in der Regel sogenannte Bundesschlüsse, und so überrascht es nicht das Abraham mit dieser Art und Weise eines Vertrages vertraut war.
Typischerweise wird der Bundesschluss in einem Bündnisdokument festgehalten.
Und genau wie bei unseren Verträgen werden dann die Einzelheiten geklärt: 1.: Die Namen der Beteiligten erwähnt.
2.: Ein kurzer Überblick gegeben über vergangene Begegnungen, 3.: Vereinbarungen oder Zugeständnisse, die getroffen werden, 4.: Eine Reihe von Zeugen sowie 5.: Eine Reihe von Sanktionen erwähnt, sollten die Vereinbarungen nicht eingehalten werden.
Im Falle eines Vasallenvertrages steht ein König über dem Vasall, d.h.
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