Der Schatz im Acker - Das Schnäppchen seines Lebens

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Die Entdeckung des Schatzes führt zur Freude und einer Werteumkehr im Leben des Finders, die sich im Handeln offenbart.

Notes
Transcript

A. Einleitung

Habt ihr schonmal draußen einen € gefunden, Kinder? So etwas geschieht sehr selten! Als ich als Kind eine Mark fand, war ich so froh, dass ich zur Tankstelle lief, um mir sofort jede Menge Süßigkeiten davon zu kaufen!
Heute soll es um einen noch viel größeren Fund gehen, nämlich einen echten Schatz! Doch dazu später mehr...
Bevor ich den Vers aus Mt13,44 lese, kurz 2 Dinge:
Jesus redet über...

1.) Das Reich / die Königsherrschaft der Himmel

a.) es geht um eine Königsherrschaft, die nicht von dieser Erde ist
b.) Dieses Königreich birgt Geheimnisse

2.) Gleichnis

Jesus kennt die Geheimnisse des himmlischen Königreiches. Er erzählt die Geheimnisse weiter. Aber das tut er in Form von Gleichnissen. Das hat 2 Gründe:
a.) Die Jünger werden das Gleichnis verstehen, weil Gott ihnen das Verständnis gibt
b.) Andere werden das Gleichnis nicht verstehen!
Ein Gleichnis ist ein Vergleich, welches eine Wahrheit durch einen Vergleich mit etwas Bekanntem veranschaulicht. Beispiel: Ihr Kinder wisst nicht, wie toll eine Jugendfreizeit ist. Deswegen benutze ich einen Vergleich, ein Bild aus eurem Leben, um euch eine Vorstellung davon zu geben: “Auf einer Jugendfreizeit zu sein, ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen”. Weihnachten und Geburtstag kennt ihr. So toll ist eine Jugendfreizeit!
Und so benutzt Jesus in Mt. 13,44 ein Vergleich, um ein Geheimnis des Himmelreiches zu erklären.

B. Hauptteil

Ich lese zuerst den Vers aus dem Matthäus-Evangelium, Kapitel 13, Vers 44.

Das Reich der Himmel ist gleich einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.

1.) Der Schatz im Acker - versteckt und entdeckt

Das Himmelreich ist wie so ein Schatz, der in einem Feld vergraben ist. Man könnte sich eine Truhe aus Holz vorstellen mit einem Schloss davor und darin befinden sich alte Münzen aus Gold, Perlenketten und auch Edelsteine, die zwischen den Goldmünzen in Grün und Rot funkeln.
In einem so häufig verwüsteten Land wie Palästina haben zweifellos viele Menschen ihre Schätze vergraben.
Jesus redet hier jetzt von einem Mann, der so einen versteckten Schatz entdeckt. Es scheint ein Glücksfund zu sein. Wir lesen nicht davon, dass der Mann nach dem Schatz gesucht hat. Auch wenn einige Leute damals ihre Schätze versteckten; so ein Fund geschieht äußerst selten. Aber dann kam der Moment, vielleicht beim Pflügen des Feldes, schon seit dem Morgen ist er dabei, den Acker umzugraben, wieder sticht er seine Schaufel so tief wie möglich in die Erde und plötzlich stößt er auf etwas Hartes. Er stutzt, stößt die Schaufel wieder in die Erde und wieder der dumpfe Aufprall. Er gräbt vorsichtig weiter, er kniet sich hin und gräbt mit den Händen weiter und dann hält er eine Truhe in den Händen. Er schaut hinein und ist völlig überwältigt von dem was er sieht, den Schatz, so wunderschön und wertvoll, dass er sein ganzes Leben verändern würde. Noch nie in seinem Leben hat er so eine Schönheit gesehen. Er schließt die Truhe und schaut sich vorsichtig um. Hat mich jemand beobachtet? Niemand zu sehen. Dann legt er die Truhe wieder in das Erdreich und schüttet sie mit Erde zu. Hier ist sein Geheimnis am Sichersten verwahrt. Entschlossen trifft er eine folgenschwere Entscheidung.
Das Himmelreich ist vergleichbar mit so einem versteckten, wertvollen Schatz. Kennst du diesen Moment, wenn du entdeckst, dass Christus alles ist was du brauchst? Wenn du ihn im Glauben siehst, wie er deine Sünde gerade nach Golgatha hinaufträgt und mit seinem Leben stellvertretend für dich deine Schlud bezahlt und dir seine Gerechtigkeit anrechnet?
Wie geht das Gleichnis weiter?

2.) Der freudige Ausverkauf

Jesus redet von “in seiner Freude ging er hin” “von seiner Freude her ging er hin”, die Freude ist hier kausal, also die Ursache seines Handelns.
Das Finden des Schatzes bewirkt in dem Mann eine Freude, die er noch nie gekannt hat. Diese Freude lässt ihn an nichts anderes mehr denken, als an den Schatz im Acker “Ich muss diesen Schatz haben, koste es, was es wolle”. Der Gedanke an den Schatz treibt ihn und lässt ihn kaum mehr einen klaren Gedanken fassen. In seiner Freude überlegt er, wie er an den Schatz im Acker rankommt.
Der Entschluss des Mannes ist getroffen. Schnell rennt er nach Hause, sammelt seinen Hausrat zusammen und rennt auf den Markt und bietet seine Sachen zum Verkauf an. Dann seine Haustiere, seine Kuh, die Schafe, einfach alles, was er hat. Und zuletzt auch sein Häuschen, in welchem er gerade lebt. “Willst du es kaufen”? Komm, kaufe es!”, drängt er einen. Selbst wenn er nicht den vollen Preis bekommt; Geld braucht er, um den einen Acker zu kaufen. Die Freude treibt ihn an. Den Acker muss er haben. Keiner darf ihm zuvor kommen.
Es ist ihm keine Last sein Hab und Gut zu verkaufen. bei jedem Verkauf, jeder Sache die er verkauft, denkt er nur an den Schatz; es wird sich lohnen. Jedes Geldstück, dass in seinen Beutel wandert, bringt ihn dem Schatz ein wenig näher.
Das Himmelreich, einmal entdeckt, entfacht eine große Freude in dem Finder. Alles muss weichen, um dieses Himmelreich zu erlangen.
Die eigene Gerechtigkeit muss weichen, alle vermeintlichen guten Werke, die ich jemals getan habe und auf welche ich stolz bin, z.B. als ich der Oma über die Straße geholfen habe und ihre Tasche getragen habe; oder als ich bewusst bei der Klassenarbeit nicht geschummelt habe, obwohl ich es hätte tun können; mit Freuden gebe ich meine eigene Gerechtigkeit auf, um die Gerechtigkeit des Christus zu erlangen.
Wenn diese Freude nicht die treibende Kraft beim Verkauf ist, dann werde ich scheitern. Sie muss die treibende Kraft sein. Denn der Schatz, die Königsherrschaft Gottes ist von solcher Herrlichkeit, dass sie diese Freude bewirkt.
Stellt euch vor, der Mann verkauft schweren Herzens seine Reliquien. “Ich hab den Schatz nunmal gefunden und jetzt muss ich leider alles verkaufen, um den Acker zu kaufen” Das macht man halt so als Finder… Unvorstellbar oder?
Ich habe schon mit einigen gesprochen, denen es so geht. Wenn ich mich bekehre, muss ich so viel aufgeben, ich werde es nicht schaffen, so zu leben, wie es ein Christ ja nun mal tun muss. Ich wage zu behaupten, dass jemand, der so spricht, denn Schatz noch nie gesehen hat.

3.) Der Kauf des Ackers

Nachdem er alles verkauft hat, was er hat, kauft der Mann den Acker. Er sucht mit großer Freude den Eigentümer des Ackers auf und kauft jenen Acker, in welchem er den Schatz verborgen weiß. Er zittert am ganzen Körper, als er seine Unterschrift unter der Kaufvertrag setzt und das Geld, alles was er hat, abgibt. Aber er gibt es nicht schweren Herzens. Ihn treibt immer noch die Freude, die in dem Finden des Schatzes begründet ist. Überglücklich hält er den Kaufvertrag nun in der Hand, wissend, dass das Feld samt dem Schatz nun ihm gehört. Hier steht es schwarz auf weiß. Es ist sein Eigentum. Gibt es einen Glücklicheren als ihn?

C. Schluss

Ich möchte nocheinmal zusammenfassen: Was möchte Jesus mit diesem Gleichnis sagen? Er vergleicht das Himmelreich mit der Situation des Mannes, der den verborgenen Schatz im Acker findet und danach vergräbt, um dann in seiner Freude alles zu verkaufen, was er hat, um jenen Acker zu kaufen.
Das Himmelreich bewirkt in dem Finder eine totale Veränderung. Sein Sinn wird total verändert. Alles, was ihm vorher etwas bedeutet hat, wird bedeutungslos, wofür er gearbeitet hat, ist nur noch wert, verkauft zu werden. Er tut fortan alles, um diesen Acker mit dem Schatz zu kaufen. Die Freude treibt ihn an!
Das Reich der Himmel ist unser alles wert! Kennen wir die Freude über das Himmelreich? Kennen wir den Wert des Schatzes? Prägt das Wissen um den Schatz unser Leben und Handeln in Freude? Sind wir bereit, alles dafür dranzugeben? Diese Fragen sollte das Gleichnis bei den Jüngern bewirken und aufwerfen.
Und diejenigen, die nicht zu den Jüngern gehörten, sollten neugierig werden, was das denn für ein Himmelreich ist, welches mit so einem Schatz zu vergleichen ist.
Lasst uns jubeln über den Schatz, den wir als Gerechtfertigte besitzen.
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