Lebe verändert

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Durch unsere Beziehung zu Gott verändert sich alles. Wir leben anders.

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Handout
Wir haben alle die letzten Wochen viel Zeit zuhause verbracht. Viele haben die Zeit genutzt, um miteinander Spiele zu spielen. Ein beliebtes Spiel, dass mit einfachen Mittel gespielt werden kann ist: Wer bin ich?
Da bekommt jeder einen Zettel an die Stirn geklebt auf dem ein Name steht. Nun muss man mit Fragen herausfinden wer man ist.
Was spielerisch viel Spass macht, hat doch ganz viel mit unserem Leben zu tun. Wir werden heute entdecken, dass Gott selbst uns eine Antwort auf die Frage “Wer bin ich?” geben möchte und dass das unser Leben verändern kann.
Deshalb trägt meine Predigt heute den Titel “Lebe verändert”.
Es geht heute um die Frage, wie Gott über uns denkt und was er in uns sieht. Ich habe schon eine Menge Leute getroffen, die sehr unsicher waren und sich nicht darüber klar waren, was Gott eigentlich von ihnen hält.
Deshalb ist das, was wir letzte Woche gehört haben so wichtig. Gott hat das Grundproblem in der Beziehung zwischen ihm und uns angepackt. Er kümmert sich um die Sünde. Er spricht uns gerecht und sagt JA zu uns.
Wie wichtig es Gott ist, dass diese Botschaft bei uns ankommt, zeigt sich daran, dass Gott sich selbst auf den Weg macht. Er wird in Jesus Christus Mensch.
Es gibt einen Brief im Neuen Testament, der besonders an die ersten Christen mit jüdischen Hintergrund geschrieben wurde. In diesem Herbäerbrief heißt es in 1,1-2:
Neues Testament Psalmen: Neue Genfer Übersetzung Kapitel 1

Viele Male und auf verschiedenste Weise sprach Gott in der Vergangenheit durch die Propheten zu unseren Vorfahren. 2 Jetzt aber, am Ende der Zeit, hat er durch ´seinen eigenen` Sohn zu uns gesprochen.

Gott spricht zu uns, zu dir - vielleicht gerade jetzt. Ihm ist wichtig, dass wir verstehen, was er denkt. Deshalb kommt er in Jesus und zeigt es uns.
Wir lieben Jesus so sehr, weil er uns zeigt, wie Gott uns sieht. Er ist ein Bild davon, wie Gott sich uns eigentlich vorstellt.
Ich habe schon einmal eine Situation erlebt, wo ich über eine Ungerechtigkeit, die mir wiederfahren ist (es tut jetzt nichts zur Sache, was das eigentlich war), so ärgerlich und wütend war, dass ich ausser mir war und meinen Zorn rausgeschrieen habe.
Du kennst das sicher nicht ;-) aber es gibt Momente, wo andere, die es gut mit dir meinen sagen: “Das bist doch nicht du!” Ja, das stimmt, dass bin ich eigentlich nicht. Aber da kann diese Wut, der Ärger, die Hilflosigkeit in einem sein, die uns auf eine völlig falsche Bahn führen. Dann verfehlen wir das Ziel.
Jesus kommt in diese Welt, um uns genau das zu sagen: “Hey, das bist doch nicht du!” Wut, Versagen, Zorn, Ärger und all die anderen Dinge mit denen wir kämpfen, sollen uns nicht prägen. Deshalb nimmt Jesus sich dieser Dinge an. Er nimmt sie auf sich, deine und meine Sünde, und trägt sie ans Kreuz.
Deshalb ändert sich mit Jesus in unserem Leben alles. Am Kreuz können wir loslassen und neu empfangen. Es geschieht ein Austausch. Wir sind nicht durch Sünde und Versagen definiert, sondern durch Wohlwollen und das Ja, dass Gott zu uns spricht.
Dieser Punkt ist ganz wichtig, denn er führt in unserem Leben dahin, dass wir als Christen Gott nichts mehr beweisen müssen, nein, es ist sogar anders herum: Gott beweist uns etwas - nämlich seine Liebe.
2Korinther 3,18 NLB hilft uns, dass noch besser zu verstehen. Hier schreibt der Apostel Paulus folgendes:
Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln.
Er gebraucht hier das Bild, dass uns allen vertraut ist. Ich gehe mal davon aus, dass wir alle heute schon in den Spiegel geguckt haben. Es ist so als, wenn Gott möchte, dass wir nicht auf unsere Falten, die strubbeligen Haare und die Pickel schauen, sondern dass wir sehen, was er sieht. Er sieht sich selbst, wenn er uns ansieht. Denn schließlich bist du als ein Mensch, der Jesus sein Leben anvertraut hat, ein Kind Gottes. Gott schaut dich an und sagt: “Ach, ganz der Papa!”
Leider zweifeln wir ganz oft daran. Das bringt Probleme mit sich. Wenn du nämlich meinst, du seist es nicht wert, dass man dich liebt oder respektierst, wenn du meinst, du hättest nicht das Recht glücklich zu sein, wenn du dich davor fürchtest selbstbewusst zu denken oder aufzutreten, dann lebst du immer mit Einschränkungen, die wir ja alle nicht besonders gut finden.
Der Psychiater Nathaniel Branden formuliert das so:
„Kein Faktor ist für unsere psychische Entwicklung und unsere Motivation wichtiger als unsere Selbsteinschätzung. Jeder Aspekt unseres Lebens wird beeinflusst davon, wie wir uns selbst sehen.“
Paulus spricht zweimal von Herrlichkeit, um uns etwas klar zu machen. Das griechische Wort für Herrlichkeit lautet doxa. Das Wort beschriebt in seiner ursprünglichen Bedeutung, was eine Person von etwas oder jemanden hält. Er Lexikon beschreibt es so:
Doxa bezeichnet in erster Linie eine Meinung oder Einschätzung und somit die Ehre, die mit einer guten Meinung einhergeht.
Man könnte Herrlichkeit also als eine sehr hohe Meinung, die Lob hervorruft umschreiben. Wenn wir diese Definition in unseren Vers übernehmen, könnte man lesen:
Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die sehr hohe Meinung des Herrn, die Lob herruft, wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine sehr hohe Meinung, die Lob herruft, widerspiegeln.
Wenn wir ihn ansehen, entdecken wir seine Meinung über uns. Wir erkennen, wer wir wirklich sind. Wo wir Jesus unser Leben anvertrauen, geschieht etwas unfassbar Tiefes an uns und wir können als veränderte Menschen verändert leben. In diesem Sinne tut ein Blick in den Spiegel nur gut.
Man könnte es knackig auf den Punkt gebracht auch so sagen: Wer gut von sich denkt, lebt anders.
Wenn wir ein neues Leben mit Jesus beginnen, verändert sich unsere Art zu sprechen, zu beten, mit Herausforderungen umzugehen und Menschen zu begegnen. All das ändert sich von Grund auf, wenn wir in dem Bewusstsein leben, dass die Fülle Gottes unser Leben erfüllt. Wir gestalten unser Leben ganz anders.
Das ist die Voraussetzung dafür, unsere Welt nachhaltig zu prägen.
Ich liebe, wie John Maxwell es ausdrückt. Er sagt:
„Du solltest nicht zu viel auf das geben, was andere über Dich denken. Achte lieber mehr auf das, was Du selbst über dich denkst.“
Die Bibel drückt das in Sprüche 4,23 so aus:
Hoffnung für Alle 2015 Kapitel 4

Was ich dir jetzt rate, ist wichtiger als alles andere: Achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben!

Es geht eben nicht nur darum, dass es da einen allmächtigen Gott gibt, der die ganze Welt in seiner Hand hält, sondern dass Gott uns ganz nahe kommt und in unserem Leben Platz nimmt. Er kommt, um in uns zu wohnen - nicht weil wir es verdient haben, sondern weil er es so entschieden hat.
Deshalb geben wir auch in jedem Gottesdienst die Möglihckeit zur Entscheidung, dich auf das Angebot Gottes einzulassen. Bei Ihm anzukommen, weil dass das Größte ist, was du im Leben erleben kannst.
Wenn wir in unserem Leben begreifen, was Jesus für uns tut, können wir verändert leben. Manch einer von uns braucht deshalb noch viele Blicke in den Spiegel, damit ganz tief in unserem Innersten ankommt, dass Gott es gut mit uns meint und er uns Neues schenken möchte.
Deshalb schreibt Paulus in dem gleichen Brief, in dem er von dem Spiegel spricht in 2Korinther 5,17-18:
Neues Testament Psalmen: Neue Genfer Übersetzung Kapitel 5

Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen!

18 Das alles ist Gottes Werk

Gott geht es in erster Linie nicht darum, was du tust, sondern wer du bist. Ich habe schon manche Christen getroffen, die sich immer noch über das “Alte” in ihrem Leben definieren. Doch Gott tut Neues in unserem Leben und es ist sein Werk. D.h. er bringt das in unserem Leben hervor. Wo tut nah an Gott dran bist. Dich mit dem auseinandersetzt, was er über dich sagt und das für dein Leben in Anspruch nimmst, dass verändert es dein Leben.
In seinem Brief an die Christen in Ephesus geht Paulus in Epheser 4,1 dann noch einen Schritt weiter:
Neues Testament Psalmen: Neue Genfer Übersetzung Kapitel 4

´Denkt daran, dass` Gott euch ´zum Glauben` gerufen hat, und führt ein Leben, das dieser Berufung würdig ist!

Er bezieht sich also auf das, was wir eben schon gehört haben. Gott hat durch seinen Heiligen Geist etwas in uns geweckt und das führt zu einem würdigen Leben.
Was meint er damit, wenn er sagt wir sollen würdig leben?
Das griechische Wort für würdig (axios) meint Gewicht haben. D.h. in unserem Leben spiegelt sich der Wert, den wir haben, wieder. Wir führen ein Leben das Gewicht hat - nicht in Kilos, sondern - weil wir verstanden haben, dass wir für Gott von Bedeutung sind, geben wir anderen Menschen Bedeutung. Uns geht es nicht mehr nur um uns selbst, sondern wir wenden uns Menschen zu, um Gutes ihn ihr Leben zu sprechen, so wie Gott es mit uns tut. Du hast etwas zu geben!
Ich glaube, es braucht gerade jetzt Menschen, die durch die Begegnung mit Jesus verändert leben, die Hoffnung verbreiten, die mitten im Sturm standhaft sind, die kraftvoll beten und die Sicherheit, die Jesus in unser Leben bringt, den Menschen in ihrem Umfeld spüren lassen.
Wenn du Jesus dein Leben anvertraut hast, schau in den Spiegel und lebe verändert.
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