Treue führt zu Geborgenheit
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Einleitung
Einleitung
Treue - wohl eins der meist genutzten Wörter, wenn zwei Menschen sich am Traualtar gegenüberstehen und sich das Jawort geben. Es ist eines der größten Versprechen, mit dem man seinem Partner seine Exklusivität bestätigen und die Liebe zu ihm bekunden will. Leider zeigt die Realität, dass im Schnitt jede dritte Ehe wieder gescheiden wird.
Innerhalb bestehenden Ehen geht Statistiken zufolge jeder vierte Mann fremd, bei den Frauen sind es 13 Prozent.
Die großen Worte, die an der Hochzeit gesprochen wurden, die ewige Treue die man sich gegenseitig versprochen hat sind schnell nicht mehr wert.
Viele Kinder leiden unter Beziehungsproblemen ihrer Eltern. Sie leiden, weil ihre Eltern streiten. Sie leiden, weil ihre Eltern sich trennen. Ihr vertrauen in Familei und Partnerschaft wird so erschüttert, dass sie im Bezug auf ihr eigene Partnerschaft Bindungsängste haben.
Andere Kinder leiden, weil die Eltern ihrem Smartphone, dem Fernseher, ihren eigenen Hobbys, Wüschen und Träumen mehr Aufmerksamkeit schenken, als den Kindern. Während die Eltern treu auf Whatsapp, Instagramm und Youtube unterwegs sind, sind sie ihren eigenen Kindern untreu, die die Aufmerksamkeit der Kinder benötigen würden.
Die ewige Treue Gottes
Die ewige Treue Gottes
Zunächst wollen wir uns heute mit der Treue Gottes beschäftigen. Das tut so gut, weil seine Treue feststeht. Sie ist wie ein Fels in der Brandung. Wenn alles um uns herum in Bewegung ist, wenn nirgends mehr halt ist, man sich auf niemand mehr verlassen kann, dann können wir uns an Gott festhalten. Er ist treu - ewig treu.
Die Treue Gottes wird auf ganz wunderbare Weise sichtbar, am Volk Israel.
Gott hatte seine Versprechen gehalten und sein Volk auf wunderbare Weise aus Ägypten in das verheißene Land geführt. Schon im Exodus, dem Bericht von der Wünstenwanderung können wir immer wieder lesen, wie Israel untreu war, während Gott treu war - sie vierzig Jahre lang in der Wüste versorgte.
Im verheißenen Land ließen sich die Israeliten dann auf den Götzendienst der heidnischen Bewhner des Landes ein. Sie operten den Götzen und vereherten sie. Sogar Menschen wurden für diese Götzen geopfert. Es ging soweit, dass sie die Götzen in den Tempel Gottes stellten.
Die Israeliten fingen an Hurerei zu treiben und auch in der Ehe nicht mehr treu zu sein und nach Gottes Masstäben zu leben.
Welche perversen Züge der Götzendienst und die Hurerei hatten, ist nachzulesen im Richterbuch und in den Königen.
Immer wieder warnt Gott sein Volk durch die Propheten. Er zeigt ihnen seine Treue auf. Aber sie wird von dem Großteil des Volks nicht erwiedert.
So sehen wir in Jeremia 31,3, wie Gott durch Jeremia liebend um sein Volk wirbt:
Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.
Die Liebe von Gott ist nicht von den Leistungen der Menschen abhänging. Gott liebt sein Volk zunächst einmal unabhänging davon, wie es sich verhält.
Weil Israel sich trotz allem Werben Gottes nicht zu ihm bekehrt hat, wurde es in die Gefangenschaft nach Babylon geführt. Doch auch diese vermeintliche Strafe für das Volk Israel ist eine Tat die Gottes Treue beweist. Gott bezeichnet die Wegführung seines Volks aus seinem Land als “Heimsuchung”. Er sucht sein Volk, damit er es wieder nach Hause /Heim führen kann.
So schreibt Jeremia an die Juden in der Gefangenschaft: (Klagelieder 3,22-23)
Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, 23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
Die Treue Gottes ist groß - auch da wo wir als Menschen versagen. Seine Treue ist in seinem Wesen begründet. Er ist Treue. Und so handelt er mit uns Menschen. Paulus schreibt an Timotheus: (2.Timotheus 2,13)
sind wir untreu, so bleibt er doch treu;
denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
Wie gut, dass Gott Treu ist auch wenn wir versagen. Wie gut, dass wir Jesus haben, der uns liebt. Der sich selbst für uns dahingegeben hat. Er kam zu uns auf diese Erde, wurde Mensch klein und schwach wie wir. Er war in allem seinem Vater gehorsam und Treu. Dann ging er den Weg ans Kreuz, um für unsere Schuld zu bezahlen. Weil auch wir untreu waren. Untreu unserem Schöpfer gegenüber. Wir haben ihm nicht die notwendige Ehre gegeben und ihn als Schöpfer und Herr in unserem Leben anerkannt.
Diese Schuld trug Jesus ans Kreuz, bezahlte dafür mit dem Tod. Am dritten Tag stand er auf von den Toten. Er lebt und bietet uns die Vergebung unserer Schuld an. Er bietet uns an, nicht bei unserer Untreue stehen zu beliben. Er ist treu. Wir dürfen zu ihm kommen und seine Treue erleben, indem wir uns ihm ganz anvertrauen und ihm nachfolgen.
Wenn wir bereits Jesus nachfolgen und immer wieder an Punkte kommen, in denen wir merken dass es uns schwerfällt, Treu zu sein, müssen wir daran nicht verzweifeln. Wir dürfen uns an dem festhalten, der die Treue ist - Jesus Christus.
Die Treue von Jesus ist die Grundlage, dass auch wir treu sein können - Gott gegenüber, aber auch in zwischenmenschlichen Beziehungen. Selbst wenn von Menschen schwer verletzt sind, weil die Treue gebrochen wurde, dürfen wir bei Gott Treue
und Geborgenheit erleben und auch Heilung unserer Wunden erfahren.
Gott nimmt Treuebruch nicht hin
Gott nimmt Treuebruch nicht hin
Während Gottes Treue feststeht wie ein Fels in der Brandung, gleichen wir Menschen manchmal doch eher einem kleinen Boot, dass von den Wellen hin un hergeworfen wird und manchmal auch fast unterzugehen scheint. Treue - in der Beziehung mit Gott aber auch in zwischenmenschlichen Beziehungen ist unter uns Menschen nicht selbstverständlich. Von der meschlichen Untreue berichtet die Bibel sehr viel. Gerade die Geschichte von Israel zeigt auf, wie die Menschen untreu waren Gott gegenüber, indem sie Götzen dienten. Aber auch ihre Untreue Menschen gegenüber, indem sie Hurerei trieben und jeder nur nach sich schaute.
Aber schn viel früher in der Geschichte wird uns von Untreue berichtet. Unsere ersten Vorfahren, Adam und Eva waren untreu. Gott sagte ihnen, sie sollten nicht von der Frucht des eines Baumes essen. Sie hatten genug zu essen und viel Auswahl, nur dieser eine Baum war ihnen vorenthalten. Doch Adam und Eva entscheiden sich für den Treuebruch Gott gegenüber uns aßen vn dem Baum. Als Konsequenz wurden sie aus dem Garten Eden vertrieben.
Seit dem Tag muss der Mann unter Mühe seine Arbeit verrichten und die Frau Schmerzen ertragen bei der Geburt.
Eine Generation später, bei den Söhnen von Adam und Eva haben wir den ersten Bericht von zwischenmenschlicher, die sogar so weit fürht, dass Kain seinen Bruder Abel ermordet.
Im Gesetz, gerade auch in den zehn Geboten fordert Gott Treue in der Beziehung zu ihm.
Das erste Gebot: (2.Mose 20,2-3)
Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir
Unser Herz soll ganz Jesus gehören. Wir sollen ihm Treu sein und ihm in ungeteilter Liebe nachfolgen und dienen.
Aber auch die Beziehung zu den Menschen mit denen wir zu tun haben kmmt in den Geboten zur Sprache:
Vater und Mutter ehren
nicht töten
nicht ehebrechen
nicht stehlen
keine falschen Dinge über meine Mitmenschen erzählen
und nicht andere beneiden um das was sie haben oder bessen können.
Sehr treffend fasst Jesus die Gebote zusammen, wenn es sagt: (Matthäus 22,37-39)
Jesus aber antwortete ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« . Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« .
Man könnte es aber auch folgendermaßen ausdrücken: Sei treu in deiner Beziehung zu Gott und treu in deiner Beziehung zu Mitmenschen.
In der Treue sollten wir als Christen in der Gesellschaft einen Unterschied machen.
Beziehung zu Gott
Wir rennen nicht von einem Gott zum andern. Unser Herz hängt nicht an vielen anderen Dingen, sondern an Jesus
Wir stehen für Jesus ein, der von sich sagt: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben - niemand koommt zum Vater denn durch mich (Johannes 14,6). Und das in einer Gesellschaft, die multireligiös ist. Wo man an alles glauben darft - solange es niemanden ausschließt.
Beziehung zu Menschen
Wenn es üblich ist, dass Lügen verbreitet werden, sollen wir die Wahrheit sagen.
Wenn die Autorität der Vorgesetzen am Arbeitplatz untergraben wird, sollen wir treu sein und ihren Anweisungen folgen leisten.
Wenn Kollegen oder Mitschüler gemobbt werden, sollen wir ihnen Liebe und Wertschätzung schenken.
Wir sind für unsere Kinder da, verzichten vielleicht auf einen Karriereschritt oder eine gute Anstellung, um unseren Kindern treu zu sein und Geborgenheit zu geben.
Habe von einer Studie gelesen, dass Kinder, die in den ersten Lebensjahren viel Aufmerksamkeit und Liebe von ihren Eltern oder zumindest einem Elternteil bekommen davon ihr ganzes Leben lang profitieren. So neigen sie z.B. häufig weiniger dazu, Depressionen zu haben.
Wir sind unserem Partner treu. Wir schenken ihm Liebe, Respekt, Wertschätzung. Wir geben alles daran, dass unser Partner sicher sein kan, dass er der Einzige ist. Das Ehe ist gekennzeichnet durch Geborgenheit.
Wenn ich diese Beispiele nenne - und es wäre in diesem Zusammenhang noch viel zu erwähnen - und wir dann den Maßstab Jesu anlegen, dann sind wir einfach überfordert.
Wie sollen wir unseren Partner bedingunslos lieben, wenn vielleicht zeitweise die Liebe gar nicht spürbar erwiedert wird.
Wie sollen wir unseren Kindern das geben, was sie brauchen und ihnen damit zu 100% gerecht werden?
Wie sollen wir dagegen angehen, wenn ein Kollege gemobbt wird?
Was soll ich tun, damit Jesus wirklich immer an erster Stelle steht - wo ich mich doch den ganzen Tag mit so vielen anderen DIngen beschäftigen muss?
Wie können wir treu sein - in unserer Beziehung mit Gott und in der Bezoehung mit Menschen?
Wie können wir treu sein, wenn wir als Menschen aus dem garten Eden und damit aus der Gemeinschaft mit Gott geworfen worden sind?
Wie können wir treu sein, wenn wir in stürmischen Wassern unterwegs sind, die unser Boot hin und her werfen.
Hier kommt wieder Jesus ins Spiel. Nachdem wir Menschen uns durch Untreue Gott gegenüber aus seiner Gemeinschaft entfernt hatten, kam Jesus. Er starb am Kreuz, um die Strafe für unsere Untreue zu tragen. Weil er wieder auferstanden ist und lebt, kennt er uns. Er sieht uns in unserer Not.
Jesus steht mitten im brausenden Meer auf dem sicheren Felsen und wirft uns das Seil zu. Ein Seil, mit dem wir unser Boot am sicheren Felsen befestigen können.
Das ist ein Bild dafür, dass wir unser Leben an Jesus festmachen können. An ihm, dessen Treue feststeht. Wir sind nicht in der Lage treu zu sein - aber er ist es. Wenn wir unser Leben ihm übergeben, dann ist unsere Bezeihung zu Jesus wie dieses Seil.
In einer Gesellschaft, in der der Wert der Treue wie Jesus sie meint, nicht gelebt wird, können wir in der Bindung an Jesus in seiner kraft Treu sein - In unserer Beziehung zu Gott und in der Bezeihung zu Menschen.
In der Bibel wird uns ganz ehrlich die Geschichte von David erzählt. Er war DER König in Israel, an dem alle späteren gemessen wurden.
Trotz aller Erfolge, seiner Beliebthait und Berühmtheit, hatte er Schattenseiten in seinem Leben. In 2.Samuel 11-12 wird beschrieben, wie Ehebruch beging. Er spannte einem seiner Soldaten, dem Uria, seine Frau aus. Als diese schwanger wurde und er seine Tat nicht mehr vertuschen konnte, ließ er im Kampf umkommen.
Als der Prophet Nathan ihm sein Fehlverhalten und die daraus resultierende Konsequenz aufzeigt, bereut David sein Fehlverhalten und tut Buße.
Gott vergibt ihm seine Schuld. Aber David muss die Konequenzen dieser Tat tragen. Das Kind das ihm geboren wurde starb. Und in dem Kampf um die Thronnachfolge verlor David weitere Söhne.
Kompromisslose Haltung in der Frage der Ehescheidung
Kompromisslose Haltung in der Frage der Ehescheidung
Damit kommen wir zum nächsten Punkt und ich möchte dazu Matthäus 19,3-10 lesen:
Da traten Pharisäer zu ihm und versuchten ihn und sprachen: Ist’s erlaubt, dass sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheidet? Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein«? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden!
Da fragten sie: Warum hat dann Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist’s nicht so gewesen. Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe.
Da sprachen seine Jünger zu ihm: Steht die Sache eines Mannes mit seiner Frau so, dann ist’s nicht gut zu heiraten.
Die Pharrisäer kommen zu Jesus mit der Frage der Scheidung. Sie fragen ob es dem Mann erlaubt ist, sich aus irgendeinem Grund von seiner Frau zu schiden.
Scheidung aus irgendeinem Grund - jedem beliebigen Grund. Zur Zeit Jesu gab es einen großen Lehrer in Israel, der lehrte, dass ein Mann seine Frau aus jedem Grunde entlassen dürfte. So z.B. wenn die Frau das Essen anbrennen lässt, oder auch wenn er schlicht eine andere schöner findet.
Die Antwort von Jesus auf diese Fragestellung überrascht insofern, dass sie nicht im Gesetz, sondern in der Schöpfung selbst begründet ist.
Er sagt: “Habt ihr nicht gelesen? Gott schuf sie als Mann und Frau”. Die Existenz der beiden Geschlechter - Mann und Frau - ist keine Erfindung von Menschen, sondern eine Schöpfungsordnung. So hat Gott uns Menschen geschaffen. Da ist es auch egal was die Gender-Ideologie dazu sagt. Unsere Grundlage ist das Wort Gottes.
Weiter zitiert Jesus das Wort aus 1.Mose 2,24: EIn Mann verlässt seine Eltern, hängt sich an seine Frau und die beiden werden ein Fleisch.
EIn Fleisch werden bedeutet eine Person werden, eine Einheit sein. Jesus macht deutlich dass diese Einheit nicht von Menschen, sondern von Gott zusammengefügt ist.
“Zusammengefügt” lässt sich deutlicher übersetzen mit: “In ein Joch zusammengespannt”. Dieses Bild kommt von zwei Ochsen, die man früher mit einem Geschirr im Nacken zusammengespannt hat, um die Feldarbeit zu verrichten.
In einem Joch sein, bedeutet im gleichen Tempo gehen, die Kräfte von beiden werde zu einer Kraft vereint, um gemeinsam ans Ziel zu kommen. In einem Joch sein bedeutet auch, sich gegenseitig zu reiben und das zu ertragen, damit man das Ziel nicht aus den Augen verliert.
So sind zwei Menschen von Gott zusammengefügt und können sich aus dieser Bindung unmöglich wieder befreien, ohne dass es größere Verletzungen gibt.
Auch wenn zwei Menschen die sich finden, freiwillig heiraten und es eine eigene Entscheidung ist, den Bund der Ehe einzugehen, ist es trotzdem ein zusammenfügen von Gott. Denn er lässt es zu und schenkt seinen Segen dazu.
Wir Menschen haben nicht das Recht zu scheiden, was Gott zusammengefügt hat.
Die Pharisäer werfen ein, dass Mose den Scheidebrief gegeben hat, um sich von einer Frau zu scheiden.
Jesus erklärt, dass dies nicht unsrünglich Gottes Ordnung war. Mose hat den Scheidebrief (nachzulesen in 5.Mose 24) geschrieben, wegen der Herzenshärte des Volks. Mose gewährt dadurch die Scheidung, bejaht diese aber nicht. Ein Recht zur Scheidung daraus abzuleiten ist falsch.
Jesus gibt der Ehe einen sehr hohen Stellenwert, wenn er sagt:
“Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe.”
Jesus zeigt mit diesem Satz, wie Ehe und Ehebruch im biblischen Sinn zu verstehen ist. Er zeigt dein eine Fall auf, in dem sich ein mann von seiner Frau scheiden darf: Ehebruch - porneia - Unzucht
Dies meint außerehelichen, widernatürlichen auf irgendwelche weise illegitimen Geschlechtsverkehr. In diesem Fall ist die Ehe bereits gebrochen.
Wiederheirat
Wiederheirat
Die Klausel die Jesus erwähnt: “Es sei denn wegen Ehebruchs/Unzucht”, ist keine Abmilderung der klaren Linie von Jesus, dass die Ehe auf Lebenszeit geschlossen und nicht geschieden werden darf. Nur dort, wo die Ehe bereits durch Unzucht verunreinigt wurde, schließt Jesus nicht aus, dass die eheliche Gemeinschaft beendet werden darf.
Nach meinem Verständniss ist damit eine Trennung aus bestimmten Gründen der Unzucht möglich.
Eine Wiederheirat jedoch ist nach meinem biblischen Verständnis ausgeschlossen. So schreibt Paulus in 1.Korinther 7,11 in Anlehnung an die Worte von Jesus:
– hat sie sich aber geschieden, soll sie ohne Ehe bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen – und dass der Mann seine Frau nicht verstoßen soll.
Eine Wiederheirat schließt eine Versöhnung aus. Deshalb soll jemand, der sich von seinem Partner - egal aus welchem Grund - getrennt hat, nicht mehr heiraten. Jesus möchte uns mit seinem Nein zur Scheidung und Wiederheirat kein Gesetz auferlegen oder das Leben schwer machen. Es geht ihm um den Schutz der Ehe und der Ehepartner. Auch um den Schutz der Institution Ehe. Diese ist auch dann noch zu schützen, wenn die eigene Ehe nicht mehr zu retten ist, was durch den Verzicht von Wiederheirat geschieht.
Es gibt in der Thematik Scheidung und Wiederheirat auch Fälle, die sehr komplex sind und die nicht so ganz einfach einzuordnen sind. Da braucht es seelsorgerliche Betreung und Beratung.
Treue und Unzucht
Treue und Unzucht
Auch ist es mir wichtig, dass wir nicht auf andere zeigen, wo es vielleicht zu solchen komplexen Fällen oder zu Unzucht gekommen ist. Wenn wir die Worte von Jesus hören, dann kann jeder auf sich zeigen und die Baustellen in seinem Leben angehen. Denn Ehebruch beginnt bei Jesus nicht dort, wo ein Partner den anderen verlässt.
Ihr habt gehört, dass gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen.« Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
So und jetzt sind alle gefragt: Jugendliche, Menschen mittleren Alters und Ältere; Ledige, Leirte, Verlobte, Verheiratete, Geschiedene und Verwitwete; Männer und Frauen.
Treu zu sein bedeutet, reine Gedanken zu haben. Da ist es egal ob ich gerade in einer Beziehung stehe oder nicht. Ich glaube das ist eines der größten Schwachstellen von uns Menschen, dass wir unreine Gedanken haben, die zur Untreue führen - zunächst mal ganz unabhängig von den Taten.
Schon lange vor den Eintritt in eine Ehe beginnt der Schutz der Ehe, indem ich mich von manchen Dingen fernhalte.
Jugendliche
Jugendliche
Ich möchte dazu ein paar Sätze direkt an die Jugendlichen unter uns sagen: Ich weiß, in was für einer rießigen Herausforderung ihr lebt. Es ist schwer sich in eurem Umfeld von Porographie fernzuhalten. In der Schule/Ausbildung/Studium ist es schwer, nicht damit konfrontiert zu werden. Und seit jeder so ein Smartphone immer und überall bei sich hat, hat er auch immer und überall Zugang zu diesen schlechten Inhalten.
Ich bin mir bewusst wie schwer es ist, da immer rein zu bleiben, weil ich es aus eigener Erfahrung kenne. Wenn ich da den Maßstab von Jesus anlege, bin ich ein Versager.
Vielleicht fühlst du dich auch regelmäßig so: Als Versager. Dann möchte ich dir einen Tipp geben: Du bist mit dem Problem nicht allein. Es ist keine Schande, darüber zu sprechen. Geh zu einem Seelsorger deines Vertrauens und sprich das an. Niemand wird dich deswegen verachten oder denken was du für ein schlechter Mensch bist, weil so viele dieses Problem haben.
Dieser Schritt ist der erste Schritt in die Freiheit, der erste Schritt dazu, reine Gedanken zu bekommen. Das habe ich selbst so erlebt, und auch mehrfach in Seelsorge-Fällen so bestätigt bekommen.
Und ich möchte dich ermutigen: Kämpfe diesen Kampf um reine Gedanken. Das was du heute konsumierst wird deine Ehe für immer prägen und belasten.
(Ehe)-Männer
(Ehe)-Männer
Ich möchte auch ein Wort an die Männer - Ehemänner unter uns loswerden. Ihr habt, so wie ich wundervolle Frauen - und wenn nicht schenkt Gott euch vielleicht noch welche.
Unsre Frauen/zukünftigen Fauen haben es verdient die Einzige zu sein. Nicht nur im Haushalt oder beim Schlafen, sondern und vor allem im Herzen. Kämpft um eure Frauen und um die Liebe eurer Frauen. Auch wenn die Gefühle vielleicht im Moment nicht so da sind.
Ja, es gibt viele schöne Frauen und manche legen es auch darauf an, uns Männer zu reizen. Aber Treue bedeutet, dass ich mich nicht diesen Bilcken und Gedanken Hingebe, sondern auch hier meiner Frau/zukünftigen Frau treu bin.
(Ehe)-Frauen
(Ehe)-Frauen
Für die Frauen/Ehefrauen habe ich mit meiner Frau geredet, was hier so Punkte sein können.
Und auch hier beginnt es in den Gedanken. Es ist nicht gut, wenn ich als Ehefrau anfange, meinen Mann mit anderen Männern zu vergleichen, die einfühlsamer, zärtlicher, stärker, besser aussehend zu sein scheinen. Dein Ehemann hat deinen Respekt verdient.
Das beginnt schon vor der Ehe: Wie rede ich über Männer. Verachte ich sie? Mache ich mich lustig über sie? Schon hier kann man Respekt üben, was einem später hilft, seinem Ehemann treu zu sein.
Das Vergleichen innerhalb der Ehe führt zur Unzfriedenheit, Spannung und man lebt sich auseinander, vielleicht irgendwann nur noch nebeneinander her. Dies gilt übrigens auch für den Held im Roman oder in romantischen Filmen. Kein Mann der Welt wird so sein, wie dieser Held, weil jeder Mann seine Fehler und Macken hat und es die romantik die dort gemalt wird, einfach nicht in gleicher Weise gibt.
Christozentrik
Christozentrik
Wir merken, dass Ehebruch wie Jesus ihn auslegt viel von uns betrifft und was angeht. Wir müssen nicht auf andere zeigen, bei denen der Ehebruch offensichtlich ist, solange wir selbst im Herzen Ehebruch begehen.
Jesus wird einmal direkt mit einer Ehebrecherin konfrontiert. Seiner Reaktion zeigt die Barmherzigkeit und Treue Gottes:
Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand.
Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.
Jesus heißt diese Sünde nicht gut - er relativiert auch nicht die Sünde dieser Frau. Er vergibt ihr.
Wenn wir als Menschen immer wieder an unsere Grenezen stoßen, was die Treue angeht, dann brauchen wir umsomehr Jesus. Jesus mit seiner Barmherzigkeit, Gnade und Treue. Ihn, der Treu ist, wenn wir Untreu sind.
Lasst uns unser “Lebensboot” bei Jesus festmachen. Ganz eng und fest an ihn binden. Damit wir durch die Wirren dieser Zeit, in dem tosenden Meer nicht die Orientierung verlieren und untergehen.
Jesus führt uns ans Ziel. Lasst uns zuallerst treu bei ihm bleiben. Dann schenkt er es auch, dass wir Treu sein können in unseren Beziehungen.
Treue ist eine Frucht der Geistes. Wenn wir in Jesus leben, dann bekommen wir sie geschekt:
Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.
