Glaube, Hoffnung, Liebe

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Auf festem Fundament

Die Predigten der letzten Wochen gehören ja alle zu der Reihe: Auf festem Fundament. (Folie)
So wie heute und noch nächstes mal.
Und es geht mir dabei eigentlich immer darum,
aufzuzeigen was Gott uns Wunderbares geschenkt hat
und dann aber auch davon Gebrauch zu machen.
gezeigt: “Gut gerüstetFolie , aber dann auch “StehtFolie
Gottes Gegenwart ist unser größter Schatz Folie => Die Flamme der Anbetung zu hüten Folie
zu Lieben Folie , weil Gott hat uns zuerst geliebt
Gott hat uns die Heilige Schrift Folie gegeben, die uns den richtigen Weg weist,
nun auch darin zu lesen.

Der Hebräerbrief: Privilegien und Pflichten

Dieses Schema von Privilegien und dann auch Pflichten finden wir auch in der heutigen Predigt,
denn es ist das das Schema in vielen Briefen des Neuen Testaments und so auch im Hebräerbrief. Folie
Der Autor der Hebräerbriefes schreibt an Judenchristen in Jerusalem.
Sie haben Jesus als ihren Messias angenommen, aber dadurch mussten sie Nachteile, ja sogar Verfolgung in Kauf nehmen.
Viele von diesen jüdischen Christen waren Priester und damit ihren Job los. Sie lebten sonst von den Opfern, die im Tempel dargebracht wurden. Aber jetzt hatten sie keinen Teil mehr daran.
Andere wurden von ihren Familien geächtet und hatten damit keine “Sozialversicherung” mehr.
Einige wurden ausgeraubt, andere ins Gefängnis geworfen.
Und auch wenn die erste Welle der großen Verfolgung vorüber war - die langanhaltenden Reppressionen drückten und einige wurden müde.
Sie überlegten, ob sie sich einfach wieder anpassen sollten - Jesus einfach nur im Geheimen nachfolgen.
Deshalb schreibt ihnen jemand einen Brief. Er soll sie ermutigen weiterhin an Jesus dranzubleiben.
Der Autor zeigt ihnen auf: Die jüdische Religion ist gut, aber ihr folgt jetzt doch dem jüdischen Messias.
Die Aufgabe der jüdischen Religion war es auf den Messias hinzuweisen. Sein Kommen zu erwarten.
Aber jetzt wo er da ist, folgt weiter ihm nach und nicht Wegweisern, die auf ihn deuten.
Und so geht er Kapitelweise vor:
Engel sind was besonderes, aber der Messias steht über ihnen.
Ja, Mose hat das Haus Gottes, die Stiftshütte erbaut, aber Jesus Christus ist selbst der Tempel.
Eure Priester brachten viele Opfer dar, aber Jesus hat sich selbst als Opfer dargebracht.
Kapitel 10 ist nun sowas wie der Höhepunkt der Argumentation:
Er fasst nochmal zusammen, welche Privilegien wir in Christus haben.
Und dann beginnt er sie zu ermutigen und zu ermahnen, sich entsprechend zu verhalten,
damit sie diese Privilegien nicht einfach wieder verlieren: Kap 10-13
V: Viele Menschen legen sich ja jetzt ein Haustier an. Wenn menschliche Gemeinschaft eingeschränkt wird, zumindest Gemeinschaft mit einem Tier. Jemand zum Kuscheln, ein Grund raus zu gehen.
Die Tierheime sind leer gefegt. Trotzdem sehen die Tierpfleger das auch mit gemischten Gefühlen. Werden sich die neuen Besitzer auch gut um die Tiere kümmern? Und vor allem, wenn Corona wieder vorbei ist? Weil die Anfrage so groß ist, führen sie jetzt richtige Bewerbungsgespräche durch.
Auch ein Leben mit Gott bringt Privilegien, aber gleichzeitig neue Verantwortung mit sich.
Darum geht in der heutigen Predigt: Um 3 Bereiche unserer Verantwortung:
Glaube, Hoffnung, Liebe: . Folie

Glaube, Hoffnung, Liebe

Aber zuvor noch 2 Privilegien, die wir durch Jesus Christus haben:

Unsere Privilegien: V 19-21

Hebräer 10,19–21 GN
19 Liebe Brüder und Schwestern! Wir haben also freien Zutritt zum Allerheiligsten! Jesus hat sein Blut geopfert20 und uns den Weg durch den Vorhang hindurch frei gemacht, diesen neuen Weg, der zum Leben führt. Der »Vorhang« aber, das ist er selbst, so wie er in einem irdischen Leib gelebt hat.21 Wir haben also einen ganz unvergleichlichen Obersten Priester, der über das Haus Gottes gesetzt ist.

Wir haben freien Zutritt zum Allerheiligsten

Im Allerheiligsten wohnte die Gegenwart Gottes. Folie
Geschützt von einem schweren Vorhang.
Nur der Hohe Priester durfte dort 1x im Jahr hinein.
Aber wir haben durch Jesus jederzeit freien Zugang zu Gott.
Nicht nur Zugang, sondern im gr. steht:
Wir haben Freimütigkeit zum Hineingehen. Wir dürfen Unerschrocken hineingehen.
V: Es gibt ein verühmtes Bild J.F. Kennedy im Oval Office. Folie
Das Besondere: sein Sohn spielt unter dem Schreibtisch.
Der Sohn wurde später mal gefragt: Wie war es im Büro des Präsidenten zu spielen.
Er meinte: Er war nicht der Präsident. Er war mein Vater.

Wir haben einen Hohen Priester

Folie
Wir haben aber nicht nur freien Zutritt zum Allerheiligsten,
sondern wir haben dort auch einen Hohen Priester.
Der Hohepriester ging ja 1x im Jahr ins Allerheiligste,
um dort Sühneopfer für die Sünden des Volkes darzubringen.
Jesus, als Hoherpriester hat uns mit seinem Opfer für allezeit von unserer Schuld befreit.
Mit ihm haben wir einen Fürsprecher der sich jederzeit für uns bei Gott einsetzt.
Jesus hat damals zu Petrus gesagt: Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört.
Nicht nur Menschen beten für dich. Auch Jesus betet für dich. Er kann mit dir mitfühlen.
Setzt sich für deine Anliegen ein und hilft dir immer wieder auf.
Die Herausforderung mit diesen Privilegien ist:
Wir können sich schwer mit unseren 5 Sinnen begreifen.
Es gibt zwar immer wieder Einbrüche von Gottes Herrlichkeit in diese Welt:
Manchmal können wir sie fühlen.
Manchmal können wir sie erleben durch spontane Heilungen, Prophetien und Worte der Erkenntnis.
Manchmal manifestiert sich Gottes Gegenwart mit Lachen oder Weinen, Zittern, Ruhen im Geist.
Es gibt Orte wo plötzlich Goldstaub rumliegt.
Ich selber möchte mehr davon erleben,
aber grundsätzlich treten wir in diese Dimensiom im Glauben ein.
Wir müssen raus aus der Matrix, die wir mit unseren 5 Sinnen begreifen,
und im Glauben in diese größere Realität Gottes eintreten: Ins Allerheiligste.
Bsp: Corona: Virus ist ernstzunehmen. größte Gefahr: lähmende Angst im Kopf.
Und deshalb lautet auch die erste der drei Aufforderungen:

Unsere Verantwortungsbereiche

Lasst uns hinzutreten im Glauben

Hebräer 10,22 GN
22 Darum wollen wir vor Gott hintreten mit offenem Herzen und in festem Glauben; unser Gewissen wurde ja von aller Schuld gereinigt und unser Leib in reinem Wasser gewaschen.
Folie: Lasst uns hinzutreten im Glauben
Wir haben ja das Privileg zum freien Zugang zu Gott:
Hier empfangen wir Kraft, Freude, Zuversicht, Versorgung und Schutz.
Nun sind wir aufgefordert uns diese Sachen auch bei ihm abzuholen.
Als ich Student war, bekam ich auch Bafög, also Förderung vom Staat. Damit konnte ich dann gut leben und musste nicht mal zusätzlich arbeiten.
Allerdings musste ich jedes Jahr einen Antrag stellen. Durchaus komplex, musste alles mögliche anführen, aber es hat sich gelohnt.
In diesem Vers werden uns nun 4 Punkte genannt wie wir uns Gott nahen sollen:
gute Nachricht: kein langer Antrag notwendig.
mit wahrhaftigem Herzen
das Gegenteil ist widerspenstiges und ungehorsames Herz (Heb 3,12)
und auch nicht nur mit den Lippen.
Jesus charakterisiert seine Zeitgenossen mit Worten aus Jes 29,12:
Matthäus 15,7–8 LU
7 Ihr Heuchler, richtig hat Jesaja von euch geweissagt und gesprochen : 8 »Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir;
Gott möchte unser Herz in voller Aufrichtigkeit und
in voller Gewissheit des Glaubens
In Heb 11,6 heißt es dann: “wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.”
Und in Mk 11,24 sagt Jesus
Markus 11,24 LU
24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr betet und bittet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteilwerden.
Glauben heißt: Gottes Realität ist wirklicher als meine Realität.
Deshalb lautet der Ruf Jesu in Reich Gottes: Metanoia => Denkt um und glaubt die gute Nachricht.
Und nicht ständig: Das ist ja zu schön, um wahr zu sein.
die Herzen besprengt und damit gereinigt vom bösen Gewissen
den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
Mit dem Blut der Opfertiere wurden Menschen und Gegenstände rituell gereinigt, indem man sie mit dem Blut besprengt hat.
Und die Priester mussten sich auch regelmäßig mit Wasser waschen.
Wasser ist ein Bild für den Heiligen Geist und für Gottes Wort, der uns reinigt und uns prägt, dass wir in seinem Sinn beten.
=> Jesus um Vergebung bitten und dann das Alte auch loslassen.
=> Neu prägen lassen durch den Heiligen Geist und sein Wort.
Dieser erste Verantwortungsbereich hat mit unserer Beziehung zu Gott zu tun.
Mit festem Glauben vor Gott hintreten. Die Beziehung zu Gott pflegen.
Der zweite Verantwortungsbereich hat nun mit unserer Beziehung zur Welt zu tun.

Lasst uns festhalten an der Hoffnung

Hebräer 10,23 GN
23 Wir wollen an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen, und wollen nicht schwanken; denn Gott, der die Zusagen gegeben hat, steht zu seinem Wort.
Folie: Lasst uns festhalten an der Hoffnung
bei Luther heißt es hier: Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung.
Eben auch wenn es Nachteile mit sich bringt, wie bei diesen ersten Christen.
Und gerade jetzt wo alle auf den Impfstoff hoffen, ist das auch eine gute Gelegenheit die Impfung vor dem endgültigen Tod ins Gespräch zu kommen.
Denn trotz allen Impfungen: Irgendwann werden wir doch sterben.
Und die große Frage stellt sich doch dann: Wie geht es danach weiter?
Wie willst du nach deinem Gott vor Gott erscheinen?
Willst du ihm von deinen guten Taten erzählen?
Was für ein vorbildliches Leben du geführt hast. Niemanden ermordet, niemenden betrogen, niemanden bestohlen. Sozial engagiert, gespendet, die Kirche besucht.
Das ist alles gut und ich will auch so leben
Aber ich setze meine Hoffnung auf Jesus und sein Angebot.
Er schenkt mir alle seine guten Taten und nimmt mir all meine Schuld, denn ich bin leider nicht perfekt.
Das ist mein Bekenntnis der Hoffnung: Dass Jesus mein Erlöser und mein Herr ist.
Die Menschen haben so eine Angst vor dem Tod. Sie brauchen mehr als nur diesen Impfstoff.
Darum wollen wir als Christen zumindest die Hoffnung festhalten und uns mutig zu ihr bekennen.
Und nun noch zum letzten Verantwortungsbereich: Die Gemeinde

Lasst uns anspornen zur Liebe

Hebräer 10,24–25 GN
24 Und wir wollen aufeinander Acht geben und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen. 25 Einige haben sich angewöhnt, den Gemeindeversammlungen fernzubleiben. Das ist nicht gut; vielmehr sollt ihr einander Mut machen. Und das umso mehr, als ihr doch merken müsst, dass der Tag näher rückt, an dem der Herr kommt!
Folie
Wir sind als Christen in Gemeinschaft gesetzt. Übrigens nicht nur wir Christen, sondern alle Menschen.
Wir brauchen einander, um uns gegenseitig zu ermutigen.
Und es geht nicht darum, sich eine ermutigende Predigt abzuholen. Das geht heute auch wunderbar von zu Hause aus. Sondern sich persönlich wahrzunehmen und zu ermutigen.
Am Sonntag wird jeder von uns als Pastor in persönlichen Gesprächen gebraucht.
A: Und wenn du nicht zur absoluten Hochrisikogruppe gehörst, nutze doch die kleinen Freiheiten, die uns geblieben sind, um Gemeinschaft zu pflegen:
Präsenzgottesdienste sind uns erlaubt, auch im Lockdown.
Besuche mit einer weiteren Person sind möglich.
Die Impuls-Gemeinde hier in Wolfsburg wirbt gerade für Hausgottesdienste.
Ein Haushalt lädt eine weitere Person ein. Sie schauen gemeinsam den Gottesdienst, haben dann Gemeinschaft und beten miteinander.
Ich habe gehört, dass das hier auch schon einige machen. Tolle Idee.
Dafür sind übrigens auch die Fragen zur Vertiefung gedacht, die wir unten bei YouTube reinschreiben.
Die gegenseitige Ermutigung wird umso wichtiger, je näher der Tag rückt, an dem Jesus wiederkommt.
Und wir sind jetzt 2000 Jahre näher dran, als damals.
Warum?
Weil je näher seiner Widerkunft rückt, desto herausfordernder werden die Zeiten.
Und um in diesen Zeiten auf festem Fundament zu stehen, brauchen wir einander.
Damit wir uns gegenseitig festhalten, motivieren manchmal ermahnen.
Peter hat uns in der Gemeindeleitung den Vergleich erzählt:
Der sicherste Ort im Sturm ist am Boot.
Selbst wenn das Boot kentert, am Boot bleiben und sich festhalten.
Denn auch ein gekentertes Boot geht nicht gleich unter.

Veranlassender Schluss

Folie
Jesus Widerkunft rückt immer näher und die Herausforderungen nehmen zu.
Deshalb ist es umso wichtiger an den Privilegien festzuhalten, die wir durch Jesus bekommen haben.
Deshalb wollen wir im festen Glauben in den unsichtbaren Raum von Gottes Reich eintreten.
Die Matrix verlassen und Gottes Warhheiten glauben.
Wir wollen an dieser Hoffnung festhalten - Hoffnung über den Tod hinaus und uns auch öffentlich zu ihr bekennen. Selbst wenn es Nachteile für uns mit sich bringt.
Und wir wollen als Christen zusammenhalten. Aufeinander Acht haben und uns gegenseitig zur Liebe und zu guten Taten anspornen. Gemeinsam sind wir stark.
Und wenn du auch zu diesen Nachfolgern Jesu gehören willst, denen diese Privilegien gelten, dann mach doch jetzt gleich dein Leben an Jesus fest:
Als erster Schritt reicht ein einfaches Gebet und dann suche dir eine Gemeinschaft mit denen du unterwegs sein willst:
Ich bin dein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen, als Jesus allein.
Und mit einem Lied wollen wir jetzt in eine Gebetszeit gehen:
Zünde an dein Feuer, Herr im Herzen mir. Hell möge es brennen, lieber Heiland dir.
Wie möchtest du das Angebot nutzen, freien Zugang zu Gott zu haben?
Wo brauchst du manchmal Ermutigung an der Hoffnung festzuhalten?
In welcher besonderen Weise kannst du einen anderen Christen zur Liebe und zu guten Taten anspornen?
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