Philipper 1- Ein Leben gegeben für den Herrn der Welt (Phil 1,3-11)
Notes
Transcript
Predigt : 06.11.11 Nürnberg
Predigttext: Philipper 1, 3-11
Predigtthema: Ein Leben gegeben für den Herrn der Welt
Einleitung
Gerade haben wir das Lied gesungen „Ein Leben gegeben für den Herrn der Welt. Dieses Lied ist gut gewählt, denn es reflektiert auch den Inhalt meiner heutigen Predigt.
GEBET!:
DANKE FÜR DEINE GETENWART!
DANKE FÜR DIE ZEIT MIT DEINEM WORT!
Während meiner Vorbereitung habe ich eine interessante Geschichte gelesen.
Vor vielen Jahren saß ein junger Mann im Wohnzimmer und hörte Radio. Da kam sein Vater vom Schneeschaufeln herein und sagte zu ihm: „In ein paar Tagen wirst du dich kaum noch an das erinnern was Du gerade jetzt tust. Wie wäre es wenn du die nächsten zwanzig Minuten etwas tätest an dass du in zwanzig Jahren noch denken wirst? Ich verspreche dir, dass du dich jedes Mal freuen wirst, wenn du dich daran erinnerst.
„Was ist es denn“?, fragte der Sohn
Auf dem Bürgersteig vor dem Haus der alten Dame neben an liegen einige Zentimeter Neuschnee, antwortete der Vater. Versuch doch einmal ihn zu räumen, ohne dass sie merkt dass du da warst!“
Der Junge Mann schaffte die Arbeit in einer Viertelstunde und seine Nachbarin hatte nie erfahren wer ihr den Dienst getan hat. Und sein Vater hat Recht behalten. Es ist schon mehr als zwanzig Jahre her
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und der Mann denkt noch immer mit Freude an diese zwanzig Minuten.
Gott hat Großes mit uns vor. Er ist wie der Vater jenes jungen Mannes der seinen Sohn dazu brachte die 15 minuten seiner Zeit wertvoller zu machen als jener es jemals für möglich gehalten hätte.
Ja Gott möchte aus uns Menschen machen, die seine Größe und Herrlichkeit in dieser Welt offenbaren. Nach den Worten Jesu sollen Kinder Gottes das Salz der Erde sein etwas, dass selbst in der überwältigenden Fadheit dieser Erde herausgeschmeckt und wahrgenommen wird. Nach Philipper 2,15 sollen Gläubige Gott
inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts. Gott hat uns zu einem Leben berufen das Gott verherrlicht und unseren Herrn Jesus
Christus der Welt bezeugt.
Levi von dem wir heute gehört haben, hat diese Berufung vernommen. Und er hat sein Leben daraufhin zu Gottes Ehre gelebt. Paulus hörte einige Zeit später den Ruf Jesu und lebte sein Leben zur Ehre Gottes.
Zu Gottes Ehre leben – dass sollen ja nicht nur Levi, Paulus, Timotheus und unsere Gemeindeleiter sondern es geht ja jeden von uns an.
Ein Leben zur Ehre Gottes , das war es was Paulus Leben bewegte. Und Als er seinen Brief an die Philipper schrieb war es im ein Besonderes Anliegen sie ebenfalls zu einem solchen Leben zu ermutigen!
Und wenn wir heute gemeinsam die ersten Verse des Philipperbriefs lesen werden, dann werden wir viel darüber lernen können
verherrlichen mit ihrem Leben
indem sie wie Himmelslichter leuchten
wie wir heute ein Leben leben können dass
Gott Ehre macht.
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Lesen wir gemeinsam. Philipper 1,3-11
Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke, allezeit, in jedem Gebet für euch alle, indem ich das Gebet mit Freuden tue wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis jetzt, und weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. Es ist ja nur billig, daß ich so von euch allen denke, weil ich euch im Herzen trage, sowohl in meinen Banden als auch bei der Verteidigung und Bekräftigung des Evangeliums, damit ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi. Und um das bitte ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr reich werde an Erkenntnis und allem Empfindungsvermögen, damit ihr zu prüfen vermöget, worauf es ankommt, so daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Jesu Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt wird zur Ehre und zum Lobe Gottes. Philipper 1,3-11
1. Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Dankbares Leben
Gleich im ersten Vers begegnen wir der Grundeinstellung von Paulus Leben. Er lebte ein Leben zur Ehre Gottes. Und sein Leben war geprägt von Dankbarkeit Gott gegenüber! Diese Dankbarkeit des Paulus, die ist etwas dass mich sehr beeindruckt hat.
„Ich danke meinem Gott bei jeder Erinnerung an euch“
Als er den Brief an die Philipper schrieb saß er gerade wegen der Verkündigung des Evangeliums im Gefängnis und wartete auf das Urteil des Kaisers über ihn.
Seine Freiheit war dahin. Er saß in Fesseln lesen wir in Vers 13. Er hatte seine Freiheit eingebüßt.
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Er hatte auch jegliche Kontrolle über seine Situation verloren. Es lag menschlich gesehen nur an der Laune des Kaisers ob er weiterleben durfte, oder sterben müsste.
Er hatte Probleme mit Geschwister in der Gemeinde die lediglich aus Neid und Streit Jesus verkündigten um Paulus im Gefängnis noch eins reinzuwürgen. (V-15-17)
Paulus‘ Leben war kein einfaches Leben
Im Kolosserbrief, den er auch im Gefängnis schrieb erinnert Paulus die Gemeinde an großartige
Dinge die Gott für uns getan hat.
1. Gründe zum Dank- die Erlösung
Freut euch und dankt ihm, dem Vater, dass er euch das Recht gegeben hat, an dem Erbe teilzuhaben, das er in seinem Licht für sein heiliges Volk bereithält. Denn er hat uns aus der Gewalt der Finsternis befreit und hat uns in das Reich versetzt, in dem sein geliebter Sohn regiert. Durch ihn, Jesus Christus, sind wir erlöst; durch ihn sind uns unsere Sünden vergeben. Kolosser 1,12-14
Wir sind Erben! Eines Tages werden wir mit Jesus und an seiner Herrlichkeit teilhaben dürfen.
Wir sind Befreite! Wir müssen nicht mehr Knechte der Sünde sein!
Wir sind Bürger im Reich Jesu! Eines Tages werden wir bei IHM im Himmel sein!
Wir sind Erlöste! Nie werden wir für unsere Sünden vor Gott gerade stehen müssen
Paulus hatte das begriffen. Er hatte Dankbarkeit so sehr zu seinem Charakter werden lassen dass er sogar im Gefängnis Gott dankbar war.
. Und dennoch
lesen wir hier, war Paulus dankbar und zufrieden. Trotzdem sah Paulus genügend Gründe zum Danken auch in scheinbar
ausweglosen Situationen.
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Wie sieht das in unserem Leben aus?
Sind wir dankbare Kinder Gottes oder drehen wir uns um unsere unerfüllten Wünsche, um unsere Sorgen, unsere Probleme?
Wenn man einen Schwaben fragt wie es ihm geht, antwortet er meistens „Es tuats“ was so viel heißt wie „basst scho‘“ im Frankenland hab ich mir beibringen lassen.
So wirklich dankbar klingt das beides mal nicht. Wir Kinder Gottes sollten da ganz anders reden können!
Gott hat uns so viel Gutes erwiesen! Darüber hinaus versorgt er uns hier in Deutschland mit so viel mehr als wir bräuchten! Es gibt soviel Grund ein Dankbares Leben zu führen.
2. Gründe zum Danken – die Geschwister
Paulus blieb aber nicht nur bei dem Dank für die Geschenke Gottes an ihn selbst stehen. Er dankte für seine Geschwister in Phillipi. Er dankte Gott, weil er sah dass Gott auch in seinen Geschwistern wirkte. Er dankte Gott weil auch sie Kinder Gottes waren (Vers 5) und weil er in ihrem Leben eine konsequente Hingabe erkennen konnte (V.7).
Wann haben wir das letzte Mal Gott für unsere Geschwister gedankt? Wann waren wir das letzte Mal froh darüber dass wir gemeinsam Kinder Gottes sind? Dass Geschwister ihr Leben für die Verbreitung des Evangeliums einsetzen?
.
Gott hat großes mit uns vor. Mehr als wir vielleicht
erwarten. Er möchte dass wir ein Leben leben in dem seine Herrlichkeit sichtbar wird. Und ein Leben zur Ehre Gottes ist
ein dankbares Leben
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2. Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben des freudigen Gebets.
Paulus lebte ein Leben zu Gottes Ehre. Sein Leben war geprägt von Dankbarkeit Gott gegenüber. Aber er lebte auch ein Leben in der unmittelbaren Nähe zu Gott. In beinahe jedem Anfang seiner Briefe
Paulus
war offensichtlich ein großer Beter.
Und das führt uns zum zweiten Aspekt eines Lebens zu Gottes Ehre.
Ein Leben zu Gottes Ehre ist ein Leben im Gebet.
Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke, allezeit, in jedem Gebet für euch alle, indem ich das Gebet mit Freuden tue (Phil 1:3- 4)
Ja ich denke dieser Punkt kommt für uns alle nicht wirklich überraschend oder? Die meisten von uns wissen dass Gebet etwas sehr wichtiges ist.
Wir wissen von Abraham, Mose, David, Elia und Daniel und von der Priorität die sie auf das Reden mit Gott legten. Wir kennen die Berichte wie Gott sich durch das Gebet dieser Männer Großes getan hat.
Und trotzdem brauchen wir immer wieder die Erinnerung in unserem persönlichen Leben das Gebet nicht zu vernachlässigen.
In unserem Leben für den Herrn versuchen wir oft unser Bestes zu geben. Wir kämpfen und mühen uns ab und kommen doch keinen Schritt weiter. Unser Bestes, reicht nun mal nicht aus.
beteuert er, dass er im Gebet für
die einzelnen Gemeinden oder Gläubigen einsteht.
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In Psalm 127 fasst Salomo diese Wahrheit wunderbar zusammen:
Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann mühen sich alle, die daran bauen, vergeblich. Psalm 127,1
Das bedeutet dass all unser Dienst für den Herrn vergeblich ist, wenn wir es nicht aus Gottes Kraft tun. Alle Arbeit, alles Predigen, aller Einsatz am Büchertisch alles was du tust ist sinnlos wenn du es ohne Gott aus eigener Kraft tun willst.
Ihr begehrt und habt nichts, muss Jakobus seinen Briefempfängern sagen, ihr tötet und neidet und könnt nichts erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Ihr habt nichts, weil ihr nicht bittet. Jak.4,2
Paul Gerhard hat es wie folgt formuliert.
Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein // läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein.
Gott möchte uns auf unser Gebet hin geben was wir brauchen.
Aus diesem Grund müssen wir lernen ein Leben in beständigem Gebet zu führen.
Aber Paulus blieb nicht bei dem Gebet für sich selbst zu Gott stehen. Er teilt uns hier mit, dass auch in jedem seiner Gebete für die Philipper eintritt.
Gebet für die Gemeinden war für Paulus nicht das I- Tüpfelchen seines Dienstes sondern dass Gebet für die Gemeinden war eine seiner Hauptaufgaben.
Wie sieht das mit unserem Gebetsleben aus? Beten wir für unsere Heiligung und beten wir für unsere Gemeinde? Beten wir für unsere Gemeindeleiter? Für unsere Diakone, für diejenigen die unsere Gruppen leiten. Ja für Geschwister mit
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Problemen? Wir, unsere Geschwister und Erlangen brauchen unser Gebet!
Gott hat Großes mit uns vor. Er möchte dass unser Leben ihn
verherrlicht. Er wartet darauf dass wir zu ihm im Gebet kommen, damit er auf unser Gebet hin uns, unsere
Geschwister und Erlangen segnen kann.
3. Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben in Liebe zu den Geschwistern.
Wir haben bereits einige Aspekte eines Lebens gesehen das dem Herrn unserem Gott Ehre macht. Wir haben gesehen dass ein Leben zu Gottes Ehre ein Leben der Dankbarkeit und ein Leben des beständigen und freudigen Gebets ist.
Und drittens:
Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben in Liebe zu den Geschwistern.
Paulus schreibt dass er die Philipper im Herzen trägt (Vers 7) und dass er sich nach ihnen sehnt in der herzlichen Liebe Jesu Christi (Vers 8).
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1. Lieben ist nicht mögen
Ich habe mich oft schwer getan zu definieren was die Liebe zu den Geschwistern im Herrn ausmacht. Klar ich finde die meisten Christen sympathisch. Aber ich denke nicht dass das Gebot Jesu damit erfüllt ist. Liebe ist mehr als „mögen“.
C.S. Lewis hat dies einmal folgendermaßen zusammen gefasst:
Einen Menschen zu „mögen“ ist genauso wenig eine Tugend wie ein bestimmtes Essen zu mögen. Jemand zu lieben heißt ihm bewusst den Vorzug zu geben. Liebe engagiert sich auch gegen unsere Neigungen.
Auch Für Paulus waren die Philipper nicht einfach nur sympathetische Leutchen, sondern er liebte sie mit der herzlichen Liebe Jesu, weil sie Mitteilhaber der Gnade waren. Er engagierte sich für sie aufgrund ihres Standes vor Gott und weil er von Gottes Liebe zu ihnen wusste.
Und die Liebe des Paulus war kein verborgenes Gefühl sondern zeigte sich ganz praktisch in seinem Alltag.
2. Paulus sehnte sich nach Gemeinschaft mit ihnen.
Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi. (V.8)
Als meine Frau das letzte Jahr in Stuttgart ihr Studium beenden musste, hat sie unter der Woche in Zuffenhausen gewohnt und wir haben uns nur am Wochenende gesehen. Das war keine leichte Zeit, kann ich euch sagen. Tine vermisste mich und ich vermisste Tine. Es war schwer dieses Getrennt-Sein zu ertragen.
Und genau dasselbe Verlangen nach Gemeinschaft beschreibt Paulus hier in seinem Brief in Bezug auf die Philipper.
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Paulus Liebe zeigte sich in seinem sehnen nach Gemeinschaft mit den Geschwistern.
3. Paulus übernahm V erantwortung für seine Geschwister
Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke, allezeit, in jedem Gebet für euch alle, indem ich das Gebet mit Freuden tue wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium (V3-5)
Paulus sorgte sich für seine Geschwister in dem er für sie betete und ermutigte sie durch seinen Brief. Die Philipper ihrerseits übernahmen Verantwortung für Paulus und sandten aus diesem Grund Epaphroditus um Paulus im Gefängnis versorgen.
Gemäß Paulus zeigt sich Liebe praktisch darin dass du dich um deine Geschwister kümmerst.
Ist das Teil deines Lebens? Wir haben gesehen dass Gott großes mit uns vor hat. Wir lieben die Geschwister, wenn wir eine Sehnsucht nach Gemeinschaft mit ihnen haben und wenn wir bereit sind ihre Lasten mitzutragen.
Ein Gott Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben in herzlicher Liebe zu den Geschwistern.
Wir sollen durch unser Leben Gott die Ehre geben. Wir sind
dazu berufen wie Sterne in dieser Welt zu leuchten.
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4. Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Gott hingegebenes Leben
Paulus lebte ein Leben zur Ehre Gottes. Er war dankbar, er war ein Beter, er liebte die Geschwister und sein Leben war ein Gott hingegebenes Leben.
Und um das bitte ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr reich werde an Erkenntnis und allem Empfindungsvermögen, damit ihr zu prüfen vermöget, worauf es ankommt, so daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Jesu Christi, erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt wird zur Ehre und zum Lobe Gottes. Phil 1,11
Manchmal vergessen wir das, aber Paulus hätte ein einfacheres Leben haben können. Bevor er von Gott in den Dienst gerufen wurde war er ein angesehener Pharisäer gewesen. Er hätte wirklich die Möglichkeit gehabt ein bequemes und angesehenes Leben zu Leben. Doch das war nicht das Ziel von Paulus. Paulus Ziel war es, mit viel Frucht einmal vor Jesus zu stehen.
Und deshalb lebte er ein Leben in Hingabe an Gott.
In Philipper 1,21-23 beschreibt er den Philippern seine Sicht auf sein Leben.
„Denn für mich ist Christus das Leben und das Sterben ein Gewinn. Wenn aber das Leben im Fleisch mir Gelegenheit gibt zu fruchtbarer Wirksamkeit, so weiß ich nicht was ich wählen soll. Phil 1,21.22
Paulus brannte darauf endlich bei Jesus zu sein. Und die Zwischenzeit seines Erdenlebens war für ihn
Eine Gelegenheit zur fruchtbaren Wirksamkeit!
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Und sein Leben zeigt in eindrücklichem Beispiel was er darunter verstand:
Leben für Mission
Paulus war ein Mensch der sich ganz für die Verbreitung und Bekräftigung des Evangeliums einsetze.
Um Menschen darauf hinzuweisen, dass Gott durch Jesu Tod Frieden mit den Menschen möglich gemacht hatte und sie zur Umkehr zu rufen war Paulus tausende Kilometer gewandert. Hatte Spott, Schläge und Verfolgung geduldig ertragen. Die Botschaft vom Kreuz weiterzusagen hatte bei ihm Priorität.
Im Römerbrief Kapitel 10 schreibt er:
Röm 10,14Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger?
Sind wir uns dessen das Hingabe an Christus, ganz eng mit unserer Berufung als Botschafter Christi in Verbindung steht? Und dass diese Berufung eigentlich jeden Tag gilt? Ich weiß nicht ob ihr hier genauso viel Raum zum wachsen seht wie ich.
Aber vielleicht wäre eine ganz praktische Idee, wieder damit anzufangen ein Besuch am nächsten Büchertisch. Oder eine aktive Beteiligung an unserer Evangelisation demnächst.
Leben in der Heiligung
Ein Teil von Paulus Hingabe an Gott war sein brennendes Herz für Mission. Ein weiterer Aspekt war sein Leben in der Heiligung.
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Ihm ging es darum eines Tages lauter und ohne Anstoß vor Jesus stehen zu können. Das alte deutsche Wort Lauter hab ich auch nicht gleich verstanden. Es bedeutet aber so viel wie klar, rein im Licht sein. Und genau dass sollen wir für unser Leben erstreben. Unser Denken, unser Reden und unser Tun soll durch Christus verändert werden.
Jemand sagte einmal folgenden Satz:
Das Leben im Glauben verlangt eine völlige Trennung von allem Bösen und eine völlige Hingabe an alles Heilige.
Ziemlich krass diese Aussage was? Aber ich denke sie trifft genau den Kern von Heiligung. Und auch dies ist eine gewaltige Aufgabe. Und dazu benötigen wir dringend die Hilfe unseres Gottes.
Jim Elliots Gebet spricht von dieser Abhängigkeit die er erkannt und bereitwillig angenommen hatte.
"Vater, lass mich schwach sein, auf dass ich die Kraft verliere zum Umklammern von weltlichen Dingen. Mein Leben, mein Ansehen, mein Besitz - Herr, nimm von mir die Neigung meiner Hand zum Ergreifen und Festhalten. Nein, öffne vielmehr meine Hand zum Aufnehmen des Kreuzigungsnagels, Vater, wie die Hand Jesu Christi. So gib denn, Vater, dass ich loslasse."
Deswegen schreibt Paulus hier auch ganz deutlich: Früchte der Gerechtigkeit durch Jesus Christus.
Am Ende unseres Lebens, wenn wir vor Christus stehen, dann werden wir nicht mehr über Paulus, David oder Abraham staunen, sondern über Gott der wie wir in Vers 6 lesen: sein Gutes Werk vollendet hat bis auf den Tag Jesu Christi. Bei all unserer Verantwortung haben wir die klare Verheißung Gottes dass ER mit uns ans Ziel kommen wird!
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Gott hat Großes mit uns vor. Mehr als wir vielleicht erwarten.
Er will dass Menschen auf dieser Erde seinen Sohn in uns
wiedererkennen können. Ein Leben zu Gottes Ehre ist ein
Leben
in der Hingabe.
5. Schluss
Erinnern wir uns noch einmal an den Jungen Mann aus der Geschichte zu Beginn meiner Predigt.
Er saß im Wohnzimmer und tat - nichts Besonderes. Wie gut dass der Vater kam und ihn ermutigte mehr aus seiner Zeit zu machen als er es für möglich gehalten hätte.
Ich finde es genial, dass Gott durch sein Wort auch uns immer wieder darauf hinweist dass er mit uns Größeres vorhat.
Das wir berufen sind zu einem Leben das IHM alle Ehre macht!
Wir haben heute wieder gesehen, wie so ein Leben zur Ehre Gottes aussieht.
Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben in Dankbarkeit
Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben im freudigen Gebet
Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben in der Hingabe
Ich möchte uns allen heute Mut machen diesem Ziel mit Gottes Hilfe ganz neu oder mit neuem Eifer nachzujagen.
Amen
Ein Leben zur Ehre Gottes ist ein Leben in der Liebe zu den
Geschwistern
