Neues Leben - Jesus Christus, der Herr unseres Alltags

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Notes
Transcript

Einleitung

F:
Was hat eine Ehe, eine Familie und die Arbeit gemeinsam?
Man lebt und erlebt diese Dinge im Alltag.
Was hat eine Ehe, eine Familie und die Arbeit noch gemeinsam?
In allen 3 Bereichen ist man jemanden entweder unter-, oder über geordnet.
Und was hat eine Ehe, eine Familie und die Arbeit noch gemeinsam, wenn es um das Christ-sein geht?
Dann darf man wissen, dass es einen Herrn gibt, der darauf bedacht ist dich zu belohnen wenn du in einer dieser Bereiche im Hinblick auf Ihn arbeitest und ausharrst.
Darum wird es heute auch in unserem Bibeltext gehen, wir machen weiter im Kolosserbrief im Kapitel 3 Verse 18 bis Kapitel 4 Vers 1.
Es ist schon etwas her, dass wir den Kolossebrief betrachtet haben, angefangen mit dem 3. Kapitel haben wir im letzten Jahr nach Ostern, daher machen wir noch einmal kurz einen Überblick auf das 3. Kapitel um zu verstehen wie dieser Text zustande kommt:
E:
Kapitel 3, 1-4 -> Neue Identität —> In Christus verborgen (altes gestorben, neues geboren) (Darauf baut die Argumentation auf)
Kapitel 3, 5-10 -> Wie und was man töten/auszieht als in Christus gestorbener
Kapitel 3,11-14 -> Wie und was man anzieht als in Christus wiedergeborener
Kapitel 3,15-17 -> Wie das Herz zu wahrer Anbetung kommt als neuer Mensch
Und jetzt befinden wir uns im Abschnitt Kapitel 3,18-4,1 -> Wo es wiederum darum geht, wie man nun als in Christus verboregene Menschen leben soll,
und das in unseren Beziehungen in der Ehe, in der Familie und bei der Arbeit.

Hauptteil

In Vers 18-19 geht es um die Ordnung der Ehe
In Vers 20-21 geht es um die Ordnung der Familie
In Vers 22 und Kapitel 4 Vers 1 geht es um die Ordnung zwischen Knechte und Herren.

Jesus Christus, unser Herr

Bevor wir uns aber auf diese Thematiken einlassen, dürfen wir nicht das Herzstück dieses Textes vergessen:
Und das Herzstück dieses Bibeltextabschnittes sind Verse 23 bis 25.
Diesen Versen gilt besondere Aufmerksamkeit heute, denn da geht es um die universelle Ordnung unseres Lebens.
Lasst uns diese Verse nocheinmal lesen:
Kolosser 3,23–24 (SLT)
Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen, da ihr wißt, daß ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient Christus, dem Herrn!
Ganz egal was wir tun, wir sollen es von Herzen als für den Herrn tun und nicht für Menschen!
Das steht auch schon im unmittelbaren Text davor:
Kolosser 3,17 (SLT)
Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.
E:
Das Herzstück ist die Erkenntnis und die Anerkennung, dass Jesus Christus der Herr unseres Lebens ist.
Wenn wir ein gutes Christenleben leben wollen, braucht es die Anerkennung, dass Jesus Christus der Herr ist.
Mit dem Wort Herr, ist so vieles zugleich gemeint:
“Kyrios”
Das bedeutet, dass er unser Meister, unser Gebieter ist. Es impliziert sogar die assoziierung mit dem Wort Adonai, mit der Ansprache an Gott selbst.
Z:
Warren W. Wiersbe, ein christlicher geistlicher sagte einmal:
"Die erste Pflicht jeder Seele besteht darin, nicht ihre Freiheit, sondern ihren Meister zu finden".
Und ja es ist war, alle, egal wie wir uns schimpfen, als Christen, Atheisten, Budhissten, was auch immer und wer auch immer wir zu sein meinen, wir sind Knechte.
Aufgrund der Tatsachte, dass wir Menschen nicht die mächtigsten Wesen dieses Universums sind, sind wir auch Autoritäten untergeordnet und dienen diesen mit unseren Werken.
Die Bibel macht klar, dass man im Endeffekt entweder dem Satan, dem Lügner und Täuscher und seiner Gefolgschaft dient oder Gott, dem Geber des Lebens.
F:
Und so geht es mir jetzt erstmal nicht darum, auf die einzelnen Verse einzugehen, sondern dich lieber Freund mit der Frage zu konfrontieren, wer in deinem Leben Herr ist?
Wem dienst du mit deinen Taten? Wer ist die Autorität in deinem Leben? Satan und das Reich der Finsternis oder Jesus und das Reich des Sohnes seiner Liebe?
E:
Der große Kontext des Briefes und der Bibel macht es eigentlich ziemlich klar, wer wann wessen Knecht ist.
Von Natur aus, aufgrund der Nachkommenschaft Adams, dienen wir dem Vater aller Lügen.
Wir sind gefangen in unseren Sünden, in unserer Finsternis. Planlos durchs Leben, hoffnungslos in den Tod, Schuldbeladen mit den Übertretungen von Gottes gesetz.
Satan ist ein schlechter Herr, er belügt dich, er verdreht das Wort Gottes, er will Zerstörung von Anfang an, er zeigt dein Elend und lässt dich daran verzweifeln.
Er der Fürst dieser Welt, der Fürst der in der Luft herrscht, er beherrscht das System Welt, und denkt er könne Gott spielen.
Und wir sind von Natur aus von der Welt und haben die Welt lieb mit der Lust des Fleisches, der Lust der Augen und dem Hochmut des Lebens. Und wenn wir meinen: “Ich bin mein eigener Herr” - so dienen wir doch dem Vater aller Lügen ohne es zu merken.
Ohne Gottes eingreifen, wären wir gefangen in unseren Sünden und würden zusammen mit Satan in den Feuersee geworfen werden, dem 2. Tod, am Tag des gerechten Gerichts am großen weißen Thron Gottes.
Aber Gott sei Dank, er hat in das Weltgeschehen eingegriffen und den Fürsten dieser Welt entmachtet!
Er ist El Roi: Der Gott der mich sieht:
Er hat gesehen wie wir versklavt wurden, wie wir verstrickt wurden und wie wir zugrunde gingen durch unsere Übertretungen, Sünden und unserer Schuld.
Er sieht es und begegnet uns mit Erbarmen und Mitgefühl.
Und durch die ganze Geschichte der Bibel wird progressiv offenbar, dass ein Same aus der Frau kommen wird, der der Schlange den Kopf zertreten wird, während sie Ihm in die Ferse sticht.
Immanuel, Gott ist mit uns!
Kolosser 2,13–15 NeÜ
Ihr wart ja tot in Verfehlungen und eurer unbeschnittenen sündigen Natur. Doch nun hat Gott euch mit Christus lebendig gemacht. Er hat uns alle Verfehlungen vergeben. Er hat den Schuldschein, der mit seinen Forderungen gegen uns gerichtet war, für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt. Er hat die Herrscher und Gewalten völlig entwaffnet und vor aller Welt an den Pranger gestellt. Durch das Kreuz hat er einen triumphalen Sieg über sie errungen.
Der Fürst dieser Welt und seine Herrschaft wurde am Kreuz besiegt durch den Sohn des Menschen, Jesus der gesalbte Gottes, der verheißene Same, Gott Sohn.
Und wenn du glaubst, dass dieser Jesus der Christus auch dein persönlicher Retter ist, der an deiner Stelle deine Schuld auf sich genommen hat und er deine Vergehen bezahlt hat, dass fand bei dir im Geiste ein Herrschaftswechsel statt.
Durch Glauben an die Gnade durch Jesus Christus, bist du befreit von der Macht der Sünde, der Macht des Todes und aus der Sklaverei des Satans. Der Vater aller Lügen kann dich nicht mehr halten, weil du mit Jesus zusammen gestorben bist und mit Ihm zusammen zu einem neuen Leben auferstanden bist durch die Wiedergeburt aus der Kraft des Heiligen Geistes.
Kolosser 1,13–14 SLT
Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.
A:
Die erste Anwendung für heute gilt denen, die wissen, dass sie noch in der Herrschaft der Finsternis sind:
Lass dich versöhnen mit Gott! Lass dich befreien aus deiner Sklaverei der Angst und Sünde, der Weg ist frei gemacht durch das Kreuz, der Feind ist besiegt durch das Kreuz, du kannst deine Schuld und dein altes Leben dort am Kreuz lassen.
Wenn du noch nicht alles verstehst, egal, komm zum Kreuz!
Wenn du noch meinst noch “heiliger” zu werden, egal, komm zum Kreuz!
Bist du es nicht satt, dein altes Leben?
Willst du nicht vom Fürst der Welt zum Fürst des Lebens wechseln?
Heute ruft der Herr Jesus, heute, bekehre dich zu Ihm!
Apostelgeschichte 22,16 SLT
Und nun, was zögerst du? Steh auf und laß dich taufen, und laß deine Sünden abwaschen, indem du den Namen des Herrn anrufst!
A:
Die zweite Anwendung für heute gilt denen, die Jesus schon als den Herrn angenommen haben:
Schaut auf euren Herrn Jesus
Er ist nicht hier unten, er ist im Himmel zur Rechten des Vaters, hoch über jede Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird (Eph1,2-23)
Also schaut nach oben!
Wir sind in Ihm verborgen dort oben, wir gehören zu einer neuen, einer himmlischen Welt!
Kolosser 3,1–3 SLT
Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.
Er ist unsere Autoritätsperson, er ist das Haupt der Gemeinde, er ist dein Herr, dein Gebieter.
Frage nach dem was er will!
Lebe nach dem wie er es will!
Denn er kommt wieder um den Lohn auszuteilen, und was du sähst, wirst du ernten!
Vermeide das Unrecht, lebe Gerecht, besiege das Böse durch das Gute, sei ein guter Knecht des Herrn, denn er ist ein guter Herr.
Matthäus 11,28–30 SLT
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Unser Herr will das beste für uns, er will unser Glück und er weiß was wir tun müssen, um wahres Glück zu erfahren.
Also lasst uns diesem Herrn dienen, denn er ist gut zu uns und will unser bestes!
Jesus ist der Herr unseres Lebens wenn wir wahre Christen sind.
Er gibt uns vorschriften wie wir zu leben haben und will selbst bis in unseren Alltag hinein eine weitreichende Erneuerung schaffen.
Ihm ist es sogar wichtig, dass unsere Beziehungen untereinander vom neuen Leben bestimmt werden, er ist der Herr unseres Alltags.
Und damit kommen wir zu unserem Bibeltext zurück und schauen mal, wie das neue Leben und unsere Beziehungen funktionieren sollen:

Ehe

In den ersten 4 Versen geht es um Ehe und Familie
Und eins will ich von vornherein klar stellen: Es geht nicht um unsere Gesellschaft.
Unsere Gesellschaft hatte mal mehr oder weniger die Werte Gottes auch in den Ehe und Familienbereich übernommen aber das ist schon langer her, und selbst wenn sie diese Werte übernommen haben, musste es noch lange nicht heißen, dass Jesus auch wirklich Ihr Herr im Leben war.
Es geht jetzt um uns, um uns Brüder und Schwestern, die wir Jesus als unseren Herrn haben.
Lasst die Welt erzählen, was sie zu erzählen hat über Familie und Ehe, hört Ihnen aber nicht zu!
Hört auf den Herrn Jesus, wie er für uns, die wir Ihm nachfolgen eine Idee hat, wie Ehe und Familie am besten funktioniert!
Es geht jetzt nur um uns Christen.
Vers 18 und 19: Die Ehe:
Kolosser 3,18–19 SLT
Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich’s gebührt im Herrn! Ihr Männer, liebt eure Frauen und werdet nicht bitter gegen sie!
E:
Von der Ehe haben wir letztens erst vor 2 Wochen eine Auslegungspredigt gehört, über den Epheserbrief Kap.5
Wir haben viele Bibelstellen wo immer wieder die Ordnung Gottes für die Ehe finden, hier im Kolosserbrief haben wir 2 knappe Imperative.
Die innigste aller Menschlichen Beziehungen ist die, zwischen Frau und Mann.
Daher diese Beziehungsordnung als erstes:
Die Ehe ist von Gott erfunden, und er sah alles was er geschaffen hat an und siehe, es war sehr gut!
Alles war sehr gut?!
Die Ehe ist sehr gut?
Ehe: die gegenseitige Zärtlichkeit von zwei Schleifsteinen.
John Osborne
Warum gehen so viele Ehen kaputt, warum gibt es so viel Streit, Hass, ja sogar Mord und Totschlag in der Ehe?
Nun, weil der Mensch ohne Gott keine Orientierung hat.
Aber wir, die wir Gott nahegebracht wurden, haben seinen Willen hier für unsere Ehe aufgeschrieben und können es lesen:

Ehefrauen

E:
1. Eine Ehefrau, die den Herrn Jesus als Ihren Herrn hat, unterordnet sich Ihrem Ehemann, weil es eben so gehört als Ehefau die dem Herrn gehört.
sich unterordnen - bereitwillig den Weisungen oder Bitten anderer (Ehemann) folge zu leisten oder eine entsprechende Neigung aufzuweisen
V:
Es ist eigentlich ein militärischer Begriff: Weil man weiß, dass der Offizier verantwortlich für seine Truppe ist, hält man sich freiwillig als Soldat etwas zurück und unterstützt lieber, damit der Offizier seine Aufgabe besser erfüllen kann.
A:
Hier wird dem Ehemann nicht gesagt, dass er seine Frau wohl daran erinnern soll, dass sie sich ihm zu unterordnen hat. Die Unterordnung der chrtilischen Ehefrau sollte freiwillig geschehen, weil sie eben Jesus als ihren Herrn hat.

Ehemänner

E:
2. Ein Ehemann, der den Herrn Jesus als seinen Herrn hat, soll seine Ehefrau mit ganzem Herzen dienend lieben ohne herrisch zu werden
lieben - Liebe erweisen, Zuneigung haben, hochschätzen —> mit ganzem Herzen dienend lieben
nicht bitter werden - nicht erzürnen, keine scharfe Betonung der Männlichen Überlegenheit aufzeigen (Ich bin der Boss hier usw), —> ohne herrisch zu werden
V:
Verfolgen wir einfach mal das Bild des Militärs weiter: Wie sieht das Verhalten eines guten Offiziers aus?
Indem er nur sein eigenes Ding macht? Indem er immer wieder nur so rumposaunt dass er das Sagen hat?
Oder eher, indem er als gutes Vorbild vorangeht, auf seine Leute achtet, und niemanden zurück lässt und sein Leben an der stelle seiner Kameraden geben würde?
A:
So soll der Ehemann seiner Ehefrau gegenüber sein. Wie Christus der Herr sich um seine Gemeinde kümmert, davon darf er sich eine große Scheibe abschneiden und als Haupt der Familie dem Herrn Jesus nachahmen und lernen, was es heißt in Liebe zu leiten.
Das ist der Wille Gottes in unseren Ehen, dann wird aus der gegenseitigen Zärtlichkeit von zwei Schleifsteinen ein wunderbar schöner Diamant und Jesus kann sagen, wenn er wiederkommt: Siehe, es ist sehr gut!
Kommen wir zur Familienordnung:

Familie

Kolosser 3,20–21 SLT
Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allem, denn das ist dem Herrn wohlgefällig! Ihr Väter, fordert eure Kinder nicht zum Zorn heraus, damit sie nicht unwillig werden!
E:
Die Hand an der Wiege regiert die Welt - Ist ein altes Sprichwort
Die Familie und die Familieneinheit ist von Gott geschaffen und ohne gesunde Familien verkommen ganze Zivilisationen.
Jesus unser Herr will, dass wir auf unsere Familienordungen achten.
V:
Winston Chruchill, der englische Premier Minister im zweiten Weltkrieg hilt einer seiner wichtigsten Reden aller Zeiten, er sagte im Krieg gegen Nazi Deutschland:
“Wir werden an den Stränden kämpfen, wir werden an den Landungsstellen kämpfen, wir werden auf den Feldern und auf den Straßen kämpfen, wir werden in den Hügeln kämpfen. Wir werden uns niemals ergeben."
Hand auf’s Herz, klingt das nicht irgendwie nach einem normalen Familienausflug?

Kinder den Eltern

A:
3. Eine Familie nach dem Willen des Herrn, funktioniert nur dann harmonisch, wenn die Kinder mit Entschlossenheit ihren Willen unter den der Eltern stellen, in allen Fällen.
Also Kinder: Es gibt keinen Grund, kein Vorbehalt, euren Eltern zu wiedersprechen, es sei denn es ist gegen den Willen Gottes.
Das tut dem einen oder anderen vieleicht weh das zu hören, denn das hat was mit Entsagung, Gehorsam und Unterordnung zu tun, das sind Tugenden die heute nicht gut ankommen. Aber wenn ihr euren Eltern gehorsam seid, dann hat der Herr Jesus wohlgefallen daran gefunden. Gott verspricht den Kindern sogar ein gutes langes Leben, wenn sie den Eltern gehorsam sind.
Jesus hat sich seinem Vater auch Unterordnet als er auf diese Welt gekommen ist, er war gehorsam bis zum Tod am Kreuz. Davon können die Kinder sich eine große Scheibe abschneiden.
Hier bei uns gibt es viele, die noch unter elternlicher Obhut sind und schon Kinder Gottes sind.
Ihr seid besonders gemeint mit dieser Anwendung, denn Ihr dient Christus dem Herrn und er wird euch belohnen.
Wie sieht es mit den Vätern aus?

Väter den Kindern

Kolosser 3,21 NGÜ NT+PS
Ihr Väter, seid mit euren Kindern nicht übermäßig streng, denn damit erreicht ihr nur, dass sie mutlos werden.
E:
4. Eine Familie nach dem Willen des Herrn, funktioniert nur dann harmonisch, wenn die Väter aufhören mit übermäßiger Strenge die Kinder zu entmutigen.
Hier wird vor allem von den Vätern gegenüber den Kindern gesprochen:
Väter sollen sich nicht so äußern, dass sich die Kinder angegriffen fühlen und entsprechend reagieren.
Paulus geht hier davon aus, dass vor allem Väter den Hang dazu haben so mit den Kindern umzugehen.
V:
Eine positive und kontinuierliche Beziehung vom Kind zum Vater führt bei den Kindern zu:
einem guten Selbstkonzept, einem höheren Selbstwertgefühl, einem höheren Selbstvertrauen in der persönlichen und sozialen Interaktion, einer höheren moralischen Reife, einer geringeren Rate unverheirateter Teenagerschwangerschaften, einer größeren inneren Kontrolle und höhere Berufswünsche.
Väter, die liebevoll, fürsorglich und aktiv in der Kindererziehung sind, haben eher gute Kinder.
Dr. George Rekers, Hausgemacht, vol. 11, nein. 1.
A:
Ein Vater darf seine Kinder nie so erziehen, dass Wiedersprüche entstehen zum Glauben.
Väter, wenn ihr eure Kinder straft, dann straft nie im Zorn, straft nie Ungerecht, und straft nie ohne Erklärung, denn sonst werden eure Kinder mutlos, in all den Wiedersprüchen.
Väter, ich hoffe auch ihr wisst, wie viel Wert euer Einfluss der richtigen Erziehung auf die entwicklung der Jugend von morgen hat.
Kinder sollen in der Jugend schon lernen Verantwortung zu übernehmen, lernen diszipliniert zu arbeiten und so weiter, aber darin dürfen die Väter nicht übermäßig streng werden. Streng ja, aber nicht so, dass die Kinder entmutigt werden.
Unser himmlischer Vater erzieht uns auch in Gottesfurcht und will uns immer mehr in das Ebenbild seines Sohnes prägen. Das macht er aber mit Geduld, liebe, er schafft immer einen Ausweg aus den Anfechtungen, und er vergibt uns, wenn wir seinen Anforderungen zu Kurz kommen.
Davon können sich Familienväter eine große Scheibe abschneiden und lernen, was es heißt, ein guter Vater zu sein, wie unser Vater im Himmel.
Und damit kommen wir in den dritten und letzten Alltagsbereich für heute, die Arbeit:

Arbeit

Kolosser 3,22 NGÜ NT+PS
Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren. Tut es nicht nur, wenn sie euch beobachten – als ginge es darum, Menschen zu gefallen. Gehorcht ihnen vielmehr mit aufrichtigem Herzen und aus Ehrfurcht vor dem Herrn.
Kolosser 4,1 NGÜ NT+PS
Ihr Herren, geht gerecht mit euren Sklaven um und behandelt sie fair. Denkt daran, dass auch ihr einen Herrn habt, und dieser Herr ist im Himmel.
E:
Hier ist genau genommen von Sklaverei die Rede.
Damals zu den Zeiten des NT gab es die Sklaverei, die von der Kultur her römisch-hellenistisch geprägt war.
Es gab Haussklaven, die als Eigentum galten, man konnte sie kaufen und verkaufen. Sklaven haben nicht Geld verdient, sondern lebten von dem was ihre irrdischen Herren ihnen gegeben haben.
Diese Art Sklaverei darf man übrigens auf keinen Fall verwechseln mit der Sklaverei vom 17.-19 Jahrhundert.
Weil Sklaven als Eigentum gesehen wurden, lag den irdischen Herren viel daran sie zu pflegen und sie zu versorgen.
Die Sklaverei wird im NT nicht verboten. Aber wo immer das wahre Evanglium mit der Zeit hinkam, wurde die Sklaverei beseitigt.
Mit gewissen Veränderungen kann man das, was der Herr Jesus hier von Sklaven und Herren verlangt hat auch auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber anwenden.
Dabei haben wir es heute um einiges einfacher als Sklaven zur damaligen Zeit.

Arbeitnehmer

5. Arbeitnehmer, die den Herrn Jesus als ihren Herrn haben, unterordnen sich bereitwillig in die Rangordnung des Unternehmens und tuen, was man Ihnen sagt, auch wenn keiner es sieht und keiner kontrolliert, aufrichtig aus ehrfurcht vor Gott.
E:
Ganz einfach gesagt: Halte dich an deinen Vertrag, dem du dich gegenüber verpflichtet hast als Arbeitnehmer.
Pausenzeit ist Pausenzeit, Arbeitszeit ist Arbeitszeit. Handy Verbot ist Handy Verbot und Ausborgen ohne zurück zu bringen ist Diebstahl.
V:
Das ist für mich persönlich auch zu einem Problem in der Vergangenheit geworden.
Ich habe mich mitreißen lassen von allen anderen, habe oft dann gearbeitet, wenn jemand kam, und gechillt wenn keiner da war. Habe Pausenzeiten überzogen, war am Handy trotz Verbot, stempelte nach dem Umziehen ab und wiedersetzte mich den Anweisungen meiner Vorgesetzten in manchen Fällen.
Ich sags wie es ist, unverblümt, ich war ein schlechtes Vorbild.
Habe von Jesus geschwärmt und war zugleich kein gutes Vorbild - 3 mal dürft Ihr raten, ob jemand interesse an meinem Glauben gefunden hat.
Vieleicht war auch das der Grund warum Corona für mich zumindest ein Wachrüttler war.
Job verloren, neuer Job, eine neue Möglichkeit die Dinge richtig zu machen.
Dieses mal war es mit einer neuen Einstellung: Jesus ist mein Herr, mein Arbeitgeber - Ihm will ich dienen, indem ich meinen Job gut mache.
Daran muss ich mich jeden Tag erinnern, denn ich weiß, ich werde Lohn empfangen, entweder das gute oder das böse.
A:
Liebe Geschwister, die meisten von uns hier sind Arbeitnehmer.
Es mag sein, dass für den ein oder anderen die Arbeit schwer ist, der Vorgesetzte unerträglich ist, die Arbeitsbedingungen rau sind, die Kollegen unaustehlich und die Entlohnung ungerecht.
Lasst uns als Arbeitnehmer darauf bedacht sein, dass wir an erster Stelle für den Herrn Jesus arbeiten. Geht heute mal vieleicht euren Arbeitsvertrag durch und schaut wo wir euren Verpflichtungen nicht nachkommt, schaut wo ihr schlechte Vorbilder seid, wo Ihr nur dann Arbeitet wenn der Cheff gerade da ist und sonst nur am ruhen seid.
Dem Herrn Jesus ist es wichtig, dass wir uns korrekt als neue Menschen die gerettet wurden verhalten, dann sind wir ein gutes Vorbild für unsere Kollegen, unsere Kinder, unsere Nachbarschaft.
Und damit kommen wir zu den irrdischen Herren, den Arbeitgebern:

Arbeitgeber

6. Arbeitgeber, die den Herrn Jesus als ihren Herrn haben, gehen gerecht und fair mit ihren Mitarbeitern um, denn sie werden auch einst vom Herrn Jesus gerecht behandelt werden.
E:
Gott hasst es wenn Arme unterdrückt werden.
Gott hasst die Ungerechtigkeit und Ungleichbehandlung.
Der Reichtum, der durch Blut, Schweiß und Tränen unter unmenschlichen Bedingnungen gewonnen und der Lohn der zurück gehalten wurde (Jak 5,1-4) schreit zum Himmel herauf zu Gott. Er sieht es.
Der Herr Jesus verlangt vor allem von christlichen Arbeitgebern einen gerechten Umgang mit den Mitarbeitern und eine faire, üppige Entlohnung.
Es kann nicht sein, dass Frauen, die die selbe Arbeit machen wie die Männer dennoch weniger Entlohnt werden.
Es kann nicht sein, dass mündliche Zusagen nichts mehr gelten. Ein Mann ein Wort.
Als Arbeitgeber darf man niemals vergessen, dass da noch jemand ist, der einem Übergeordnet ist, der Herr Jesus.
Und in Jesus sind alle Menschen gleich, da gibt es kein Ansehen der Person, er wird alle gleich und gerecht richten.
Unter der Kaegorie Arbeitgeber kann man auch im gewissen Sinne Vorgesetzte mit hinein nehmen.
Von denen haben wir auch einige hier.
A:
Lasst uns darauf schauen, dass wir mit unseren untergeordneten Mitarbeitern gerecht umgehen und fai zu Ihnen sind. Wir sagen wenn was nicht stimmt und Loben wenn alles stimmt.
V:
Ich hatte mal einen Vorgesetzten, der hat sich einfach mal die Zeit genommen und geschaut wer wie viel verdient von seinen Mitarbeitern. Danach ist er zu dem ein oder anderen gegangen und hat ihnen mehr Geld gegeben weil er gesehen hat wie ungerecht es verteilt war. Der Herr wird es vergelten.
A:
Man darf keinn Unterschied machen zwischen denen, mit denen man auch befreundet ist und denen die man nur aus dem Arbeitsverhältnis kennt. Jeder hat eine Faire Chance verdient.
Belohnt die, die fleißig sind und ermahnt die, die Ihren Aufgaben nicht nachkommen aufgrund von Faulheit oder Übermut.
Das darf nicht umgekehrt werden. Es muss gerecht und fair sein.
Denn der Herr Jesus wird auch gerecht und fair einem jeden das zuteil werden lassen wie man hier gelebt hat als Knechte des Herrn Jesus.

Schluss

Kommen wir zum Schluss der Predigt.
Es ging um Ehe, Familie und Arbeit.
Es ging um unseren Alltag und unsere zwischenmenschlche Beziehungen.
Es ging um Verantwortung und Unterordnung.
Aber vor allem ging es um unseren Herrn Jesus Christus.
Ich hoffe jeder konnte sich etwas mitnehmen.
Ich hoffe jeder konnte nachvollziehen, dass es im Endeffekt darauf ankommt, dass wir Knechte unseres Herrn Jesus sind.
Mit Ihm als Herrn, haben wir Erneuerungen in unseren Ehen, Familien und auf der Arbeit. Er ist ein guter Herr.
Zum Ende will ich noch einmal die beiden Schlüsselverse aus diesem Textabschnitt laut vorlesen:
Kolosser 3,23–25 NGÜ NT+PS
Worin auch immer eure Arbeit besteht – tut sie mit ganzer Hingabe, denn letztlich dient ihr nicht Menschen, sondern dem Herrn. Ihr könnt sicher sein, dass ihr von ihm einen Lohn bekommt – das Erbe, das er im Himmel für euch bereithält. Darum dient ihm, Christus, dem Herrn! Denn auch der, der Unrecht tut, wird einen Lohn empfangen – den Lohn für sein Unrecht. Gott ist ein unbestechlicher Richter.
Lasst uns im gutes tun nicht müde werden!
Amen!
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