Berechnung ist nicht immer gut

29. Sonntag im Jahreskreis  •  Sermon  •  Submitted
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Jesus hat keine Freude und seine Jünger, sie sind Streber!
Sie wollen einen Ehrenplatz für sich - nicht für andere. Oder ist es vielleicht doch Liebe? Bei allem Eifer und aller Strebsamkeit: Berechnung ist nicht gut.
Deshalb fragt Jesus auch seine Jünger:
„Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?“
Und dann verheißt er ihnen, dass sie sehr wohl diesen Kelch trinken und diese Taufe empfangen werden.
Er sieht vor sich die Ölbergstunde, welches Leid er zu bestehen hat,
den Tod, den er auf sich nehmen muss, um ihn in Leben zu wandeln.
Jeder Christ muss sich der Frage stellen: Wie kann ich meinen Glauben und das Annehmen von Leid vereinbaren?
Wird mein Glaube durch das Leid in der Welt und meine eigene Not so sehr erschüttert, dass ich mich verbittert von Gott abwende, oder ist mir der Glaube eine Hilfe, das Leid anzunehmen und zu ertragen?
Wir sollen nicht herrschen, sondern dienen und für andere da sein.
In dieser Gesinnung hat selbst der Tod Jesu einen Sinn bekommen.
Vom Alten Testament her versteht sich der Tod Jesu als „Sühnopfer“: Er, „der sein Leben als Sühnopfer hingab“, „trug die Sünden von vielen und trat für die Schuldigen ein.“
Das Neue Testament verkündet den Tod Jesu als das Zeichen unüberbietbarer Liebe.
Jesus ist dem Leidenden nahe, weil er selber gelitten hat; er ist dem Sterbenden nahe, weil er selbst gestorben ist. Und die Toten erstehen zum Leben, weil auch er von den Toten auferstanden ist. AMEN.
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