Traupredigt - Tim und Janita Raby - Die Ehe im Paradies

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Die Ehe ist ein paradiesischer Garten, den es zu hegen und zu pflegen gilt

Notes
Transcript

Einleitung

Der Paradiesvogel

Diejenigen die mich kennen, wissen, dass ich ein leidenschaftlicher Naturdoku Fan bin.
Dabei bin ich einmal an eine Doku von Paradiesvöglen geraten, die mich total entzückt hat.
Man muss sich das mal vorstellen:
Da ist das Paradiesvogelmännchen (warum auch immer die Männchen in der Vogelwelt hübscher als die Weibchen sind).
Wenn es Zeit ist, eine Familie zu gründen und sich zu reproduzieren, fängt das Männchen ein kleines Schauspiel an.
Er reinigt alle seine Federn, räumt alle Äste, Blätter und allen Müll im Umkreis von einem Meter beiseite, putzt mit einem Blatt ein Ast sauber, damit das Weibchen darauf Platz nehmen kann und legt sogar ein paar Beeren bereit, nur um dann mit einer atemberaubenden Performance ein Tanzstück hinzulegen, was skuriler nicht aussehen kann, nur um das Weibchen zu beeindrucken.
Man wird sich jetzt fragen wieso ich das erzähle… nun...
Ich habe Tim noch nie Tanzen sehen und ich bin mir auch unsicher darüber, wie Janita reagieren würde wenn sie so einen Auftritt von Tim sehen würde ;)
Aber was dazu passt und wovon beide in den letzten Tagen, Wochen und sogar Monaten eingenommen waren, ist das neue gemeinsame Zuhause in das Ihr heute einziehen werdet.

Das Paradies-Heim

Ich habe immer nebenbei mitbekommen wie viel da gemacht werden musste:
Ersteinmal alles entrümplen, dann neu verlegen, tapezieren, reparieren, modifizieren und so weiter...
Ich rief Tim vor wenigen Tagen wegen organisatorischer Fragen bezüglich der Hochzeit an, und als er dran ging merkte ich sofort, dass er einen schweren Atem hatte und sofort ist mir ein Bild in den Kopf gekommen wie er da gerade stehen würde… Schweißüberströhmt, einen Akkuschrauber in der Hand, Arbeitsklamotten an, alles um ein Zuhause zu schaffen, wo beide, er und Janita, sich auch wirklich zuhause fühlen können.
Und so wie der Paradiesvogel seine Balzbühne herrichtet um eine Familie zu gründen, so hat Gott, der Geber und Definierer des Lebens es auch in uns Menschen, die nach seinem Ebenbild geschaffen sind, hineingelegt ein Ort als Zuhause zu Pflegen, in der eine Familie leben, lachen und wachsen kann.

Hauptteil

Das Paradies

Und wo wir jetzt schon bei einem Paradiesvogel, einem Zuhause und bei Gott sind, bleibt einem keine andere Wahl als über das erste Zuhause, das erste Paradies und die Originalidee Gottes nachzusinnen.
In der Bibel, in der von Gott inspirierten Niederschrift, finden wir in den ersten Seiten und Kapiteln den Bericht der Anfänge dieser Welt, den Schöpfungsbericht und es wird von einem Garten geredet, einem Paradies, in dem der Mensch ein perfektes Zuhause finden konnte.
Wir kennen diesen Garten als den Garten in Eden, was soviel wie “Land der Glückseligkeit” bedeutet.
Dieses Land, dieser Garten wurde exklusiv von Gott bepflanzt und nach der Bapflanzung wurde der Mensch, Adam, von Gott dorthinein gesetzt. (Gen 2,8;Gen 2,15)
Er gab Adam ein Zuhause, er gab Adam eine Aufgabe, aber vor Allem gab er Adam seine Eva, denn Gott erkannte, dass es nicht gut ist, wenn der Mensch allein ist.

Die Paradies-Ehe

Und so bildete Gott der HERR aus dem Gebein von Adam eine Frau und brachte diese Frau zu Adam.
Das war ein Higlight für Adam:
Lasst uns mal seine Reaktion sehen
Genesis 2,23 (NeÜ)
Da rief der Mensch:
„Diesmal ist sie es! Sie ist genau wie ich, und sie gehört zu mir, sie ist ein Stück von mir!
Tim, heute wurde deine Braut von ihrem Vater zu dir gebracht, und ich weiß, du kannst es in deinem Herzen genau so bezeugen wie Adam es tat.
Janita ist es! Sie gehört zu dir, sie ist ein Stück von dir!
Sie ist deine von Gott zugeführte Frau.
Die Ehe ist ein von Gott eingeführter Bund zwischen einem Mann und einer Frau.
Dieser Bund gilt bis das der Tod euch scheidet.
Dieser Bund ist ein Privileg, eine Verpflichtung, ein in den Himmeln eingraviertes Versprechen vor den hier Versammelten Zeugen und vor Gott uns seinen Engeln.
Und vor allem ist der Ehebund ein Teil von Gottes Paradies, worauf sein göttlicher Segen steht.
Der Ehebund und die Ehe sind überbleibsel von Gottes Vorstellung darüber wie der Mensch leben sollte.
Selbst nachdem Adam und Eva entschieden, ohne Gott weiterzuleben, nachdem Sie verbannt wurden aus diesem Garten, selbst als die Flut die ganze Erde bedekte und nur Noah und seine Familie Rettung fanden, selbst als sich alle Menschen durch die Sprachenverwirrung auf dem Gesamten Globus ausbreiteten und jedes Volk eine eigene Kultur und Religion entwickelte und tausende Jahre bis heute vergangen sind, gibt es überall wo man hinschaut die Ehe und den Ehebund zwischen Mann und Frau.
Janita…Tim… das was Ihr heute vor dem allein wahren Gott und vor den Menschen versprecht und bezeugt, ist ein Teil vom Land der Glückseligkeit und ein Teil von Gottes Plan:
Erkennt es immer wieder als ein solches an und dankt Ihm dafür!

Die Arbeit im Garten

Wie eben erwähnt, gab Gott den ersten Menschen eine Aufgabe. Sie sollten den Garten bewahren und bebauen
Genesis 2,15 SLT
Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.
Sie wurden in einen Garten gesetzt, den es zu bebauen und zu bewahren galt.
Das bedeutete Arbeit, Zielstrebigkeit, Ausdauer, Fleiß, Besonnenheit und Achtsamkeit.
Warum rede ich hier über den Garten?

Die Arbeit in der Ehe

Nun, ist die Ehe nicht so wie ein Garten?
Ihr seht so gut aus heute, ihr zieht heute in eure hergerichtete Wohnung ins Familienglück, später vieleicht in die Flitterwochen ins Paradies und alles ist perfekt.
Das ist eine wunderschöne Zeit für euch und wir alle freuen uns mit euch mit, heute.
Aber so wie es gilt, den Garten zu bebauen und zu bewahren, genau so gilt es in der Beziehung zueinander zu arbeiten und diese Ehe zu bewahren.
Ich bin kein Gärtner und auch kein Pflanzenexperte, aber ich weiß, dass wenn man nicht aufmerksam ist, wenn man nicht das Unkraut entfernt, wenn man nicht den Rasen mäht, wenn man nicht die Hecke stutzt, dann sieht es schon nach einem Jahr ziemlich verwildert und bewuchert und verkommen aus.
Der Satan will alles was Gottes Idee ist zerstören und hat großen gefallen daran die Ehe von außen anzugreifen durch Versuchungen und Verführungen aller Art. Man braucht einen Zaun, eine Weisung Gottes, ja Gottes lebendiges Wort und den Schild des Glaubens um diese Angriffe, die auch die Ehe angreifen, abzuwehren.
Die eigene schläfrigkeit bringt einen dazu nicht zu erkennen, dass Lüge, Stolz und Habgier Pflanzen hervorbringen die das Bild des Paradieses und der volkommenen Ehe verzerren.
Unkraut, Dornen und Disteln keimen auf und ersticken die guten Pflanzen, wo die gemeinsame Stille Zeit mit Gott als dritten im Bunde vernachlssigt oder nur oberflächlich gemacht wird.
Deshalb, liebes Hochzeitspaar, vergesst bitte nicht, dass in diesem Ehe Paradies an der Ehe gearbeitet und die Ehe bewacht werden muss.

Die Arbeit des Mannes

Und hier adressiere ich an erster Stelle den Ehemann, also dich Tim.
Gott schuf als erstes den Mann.
Gott schuf den Mann als Verantworter des Gartens, der Ehe und der Familie
Lass den Garten der Ehe nicht verwildern!
Liebe deine Janita so sehr wie Jesus Christus seine Gemeinde liebt
- wie er sich hingab und ausieferte zum Tod am Kreuz um seine Gemeinde zu bauen -
so gib du dich ihr hin um den Ehegarten zu bauen.
Bewahre die Ehe, indem du als geistlicher deiner Familie vorstehst, als Piester der Familientafel, jemand der seiner Frau zuhören und bibeltreu antworten kann, wenn sie Fragen hat, wenn sie Zweifel hat, wenn sie Ängste und Sorgen hat, aber auch wenn sie auf Irrwegen geht, abrutscht und fällt.
Sei deiner Frau nicht herrisch und lieblos gegenüber.
Bete um Weisheit und Kraft. Sei ein Mann des Gebets.
Lass die Worte von Jousa
Josua 24,15 (SLT)
Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!
auch deine Antwort für deine Familie sein. Setz es als Überschrift, als Banner über eure Familie.
Diese Verantwortung gibt dir Gott heute, bis das der Tod euch scheidet.
Sei ein guter Ehegärtner, zu Gottes Ehre.

Die Arbeit der Frau

An zweiter stelle adressiere ich die Ehefrau, also an dich Janita.
Gott schuf als zweites die Frau.
Gott schuf die Frau als Unterstützerin, als Beraterin, als die Kinderbringende und als die für den Mann entsprechende Gegenseite, damit der Mann seiner Verantwortung nachkommt.
Auch dir gilt: Lass den Garten der Ehe nicht verwildern!
Unterordne dich deinem eigenen Ehemann wie du dich Christus schon unterordnet hast.
Erinnere Ihn immer wieder liebevoll an seine Verantwortung.
Bewahre die Ehe, indem du alle Tage deines Ehelebens die Nähe zum Herrn suchst, sei die Stütze für das Herz deines Mannes. Erweise Gutes, nicht Böses, kleide dich mit guten Werken und sei eine starke Säule in eurer neuen Familie, respektiere die Rolle deines Ehemannes.
Bete um Weisheit und Kraft, sei eine Frau des Gebets.
Lass die Worte
Sprichwörter 31,30 (SLT)
Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht,
aber eine Frau, die den Herrn fürchtet, die wird gelobt werden.
dir in Herz schreiben. Setzte die “Furcht des Herrn” als Banner und Überschrift über eure Familie.
Diese Verantwortung gibt dir Gott heute, bis das der Tod euch scheidet.
Sei eine gute Ehegärtnerin, zu Gottes Ehre.

Die Ernte

Die To-Do Liste, die ich eben erwähnte, für Mann und Frau, diese Liste stammt nicht von mir sondern sind abgeleitete oder sogar wortwörtliche Prinzipien aus dem Wort des lebendigen Gottes, der die Ehe ins Dasein gerufen hat.
Wisst ihr, ich bin selber gerade mal 3 Jahre verheiratet, daher maße ich mir gar nicht an, noch mehr Ratschläge über das Eheleben zu geben.
Aber was ich mir hier zutraue zu sagen ist folgendes:
Haltet euch an Gottes Wort, lasst euch erfüllen mit dem Heiligen Geist und achtet aufeinander, dann werdet ihr das Gute, was ihr in eurem Ehegarten gesäht habt auch zur rechten Zeit ernten können.
Und bei all den Verprlichtungen und bei all der Verantwortung wird es dann Tage geben, wo ihr euch zurücklehnen könnt, die Ehe genießen könnt.
Wie es der Prediger schon sagte:
Kohelet 9,9 NeÜ
Genieße das Leben mit der Frau, die du liebst, alle Tage deines flüchtigen Lebens, die er dir unter der Sonne geschenkt hat. Das ist dein Lohn für die Mühsal und Arbeit unter der Sonne.
Die Ehe soll zur Ehre Gottes gelebt werden.
Das heißt auch, das dankbar anzunehmen was er euch durch euch gegenseitig geschenkt hat.
Momente zu zweit, das Familienglück, intime Zweisamkeit, tiefe Gemeinschaft und starkes Vertrauen ineinander.
Und wenn Ihr das Dankbar aus seiner Hand nehmt, dann gebt Ihm die Ehre für das Gute.

Schluss

Das ewige Paradies

Ich habe bis jetzt viel über paradiesische Zustände geredet, der ein oder andere denkt bestimmt schon innerlich, ich soll das Flugzeug mal wieder landen.
Dazu komme ich jetzt.
Wir alle wissen nur zu gut, dass es unter dieser Sonne gute wie böse Tage gibt, und dass auch diese, vom Paradies ausgehende, Ehe mit dem Tod endet.
Aber wir dürfen wissen, dass auf alle, die an das Evangelium Jesu Christi glauben, ein ewiges Paradies wartet.
Unser Jesus, der unsere Schuld auf sich nahm, bereitet uns eine ewige Wohnung und wird uns eines Tages zu sich nehmen.
Eure Ehe, Tim und Janita, soll auf dieses Bild hindeuten
Das Bild der Liebe Jesu zu seiner Gemeinde der Gläubigen
Das Bild der Liebe und Ehrerbietung der Gemeinde zu Jesus Christus.
Möge jeder hier in diesem Raum, angetan von der Liebe Jesu, im Glauben mit “Ja” Gott antworten.
Möge eure Ehe ein Zeugnis für die Welt sein, ein Paradies in der gefallenen Schöpfung.
Amen
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