Sermon Tone Analysis
Overall tone of the sermon
This automated analysis scores the text on the likely presence of emotional, language, and social tones. There are no right or wrong scores; this is just an indication of tones readers or listeners may pick up from the text.
A score of 0.5 or higher indicates the tone is likely present.
Emotion Tone
Anger
0.12UNLIKELY
Disgust
0.07UNLIKELY
Fear
0.1UNLIKELY
Joy
0.15UNLIKELY
Sadness
0.57LIKELY
Language Tone
Analytical
0UNLIKELY
Confident
0.13UNLIKELY
Tentative
0UNLIKELY
Social Tone
Openness
0.2UNLIKELY
Conscientiousness
0.13UNLIKELY
Extraversion
0.44UNLIKELY
Agreeableness
0.6LIKELY
Emotional Range
0.13UNLIKELY
Tone of specific sentences
Tones
Emotion
Language
Social Tendencies
Anger
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Prophetie: Was bestimmt mein Handeln?
Es ist nicht egal, wie du lebst, du hast die Wahl, ob dir die Liebe singt oder gar nichts mehr erklingt.
So begann das eben gehörte Lied.
Wenn es nicht egal ist, wie wir leben – dann stell sich uns die Frage Wer oder was bestimmt mein Leben, dein Leben?
Von wem lassen wir unsere Lebenseinstellung in Frage stellen?
Wer beeinflusst unsere Handlungsweise wirklich?
Wie viele Menschen gibt es da wirklich?
Was bestimmt mein Handeln – mein Leben als Christ?
Ende der siebziger Jahre gab es Prophetien von Pfarrer Paul Toaspern oder auch die gerade aktuellen und umstrittenen Visionen von David Wilkerson.
Ich weiß ja nicht, ob jemand von euch sich da einen Monat Lebensmittelvorrat angelegt hat.
Nun einiges habe ich auch ohne diese Vision in meiner Speisekammer.
Wenn ich von solchen Visionen höre, bin ich auch recht unsicher und bekomme eine Gänsehaut.
Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll.
Aber sehen wir doch einmal in unseren Alltag: Haben sich denn Christen in ihrem Handeln von solchen prophetischen Aussagen leiten lassen oder nimmt man sie zur Kenntnis und führt das Alltagsgeschäft weiter, auch das christliche?
Vielleicht haben manche von uns auch ein falsches Verständnis von Prophetie?
Ich glaube das ist auch die Ursache im falschen Umgang mit der Prophetie – einerseits bei denen, die auf diese prophetischen Aussagen und Visionen hören und andererseits auch bei denen, die sie ablehnen.
Vielleicht sogar bei denen, die diese erhalten.
Die meisten Leute und auch viele Christen verstehen Prophetie als ein Vorhersagen der Zukunft.
Fast wie ein Orakel im positiven wie auch im negativen Sinne.
Das ist aber nicht im Sinne der Bibel.
Im Sinne der Bibel bedeutet Prophetie den Willen Gottes hervor sagen.
Das ist aber etwas ganz anderes.
Vielleicht sollten wir als erstes einmal hören, wie der Apostel Paulus die Bedeutung der Prophetie sieht, aber nicht nur dieser, sondern wie bedeutsam überhaupt alles geistliche Tun für ihn ist.
Wir hören dazu 1. Korinther 13:
Wenn ich in Sprachen rede, die von Gott eingegeben sind – in irdischen Sprachen und sogar in der Sprache der Engel –, aber keine Liebe habe, bin ich nichts weiter als ein dröhnender Gong oder eine lärmende Pauke.
2 Wenn ich prophetische Eingebungen habe, wenn mir alle Geheimnisse enthüllt sind und ich alle Erkenntnis besitze, wenn mir der Glaube im höchsten nur denkbaren Maß gegeben ist, sodass ich Berge versetzen kann – ´wenn ich alle diese Gaben besitze,` aber keine Liebe habe, bin ich nichts.
Ganz klar bei allen geistlichen Dingen, die wichtig, richtig und gut sind, gibt es nur eines, was unser Leben, unser Handeln wirklich bestimmen sollte.
Das ist die Liebe.
Aber mit der Liebe ist an dieser Stelle nicht unsere menschliche Liebe gemeint, sondern die göttliche Liebe – die AGAPE.
Es ist die Liebe, weswegen Jesus am Kreuz sterben musste.
Wir wissen ja, dass die Korinther eine sehr bunte Gesellschaft waren, wo jeder den anderen mit geistlichen Dingen übertrumpfen wollte.
Zungenrede und Prophetie spielten eine wichtige Rolle.
Da sagt Paulus zu den Leuten: „Stopp, so funktioniert das nicht – als Christ zu leben, als Gemeinde zu leben.
Euer Handeln, euer Leben darf nicht von irgendwelchen geistlichen Exklusivitäten bestimmt sein.
Alles muss von der göttlichen Liebe bestimmt sein.
“
Also diese göttliche Liebe steht eben auch über der Prophetie und dem prophetischen Reden.
Das bedeutet aber nicht, dass prophetische Worte aus falsch verstandener Liebe nicht mehr gesagt werden.
Das wäre genauso schlimm.
Manchmal braucht es mehr Liebe etwas Hartes im Auftrag Gottes zu sagen, als von guten und schönen Dingen des Glaubens.
Ja, meistens wenn etwas wirklich Prophetisches gesagt wird, das tut auch dem weh, der es sagt.
Nun dennoch glaube ich, sollte Prophetie in unserem Leben als Christen eine wichtige Rolle spielen – natürlich in dem Sinn wie ich es vorhin definiert habe - als den Willen Gottes hervor sagen.
So stellt sich jeden von uns die Frage: Glaube ich, das Gott persönlich und aktuell uns Dinge zu sagen hat?
Oder ist mit den 10 Geboten und der Bergpredigt alles von Gott gesagt.
Und dem wäre nichts mehr hinzu zusagen.
Wie aktuell Prophetie sein kann, möchte ich euch mit einer Geschichte verdeutlichen -2.
Samuel 12:
Es klopft an der Tür des Königs.
Ein Mann kommt herein und berichtet: Ich muss dir von einem Rechtsstreit bericht: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. 2 Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; 3 der Arme aber hatte nichts als ein einziges Lämmlein, das er gekauft hatte; und er nährte es, so daß es bei ihm und mit seinen Kindern aufwuchs.
Es aß von seinem Brot und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und er hielt es wie eine Tochter. 4 Als aber ein Reisender zu dem reichen Mann kam, da reute es ihn, von seinen eigenen Schafen und von seinen eigenen Rindern eines zu nehmen, um dem Wanderer, der zu ihm gekommen war, etwas zuzubereiten; da nahm er das Lamm des armen Mannes und bereitete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war.
(2.
Sam 12)
So berichtete der Mann – ein Prophet übrigens – dem König.
Dieser König war der König David:
5 Da entbrannte der Zorn Davids sehr gegen den Mann, und er sprach zu Nathan: So wahr der Herr lebt; der Mann, der dies getan hat, ist ein Kind des Todes! 6 Dazu soll er das Lamm vierfältig bezahlen, weil er dies getan und kein Erbarmen geübt hat! 7 Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann!
Die meisten von euch wissen, wie die Geschichte weitergeht: Was war passiert?
David, der König hatte die schöne Batseba, die Frau seines Hauptmannes Uria verführt, geschwängert – und als alle Geheimhaltungsversuche missglückt waren, schickte er Uria an die vorderste Front des Kriegs in Syrien, wo er bald darauf fällt.
Dann holte er Batseba zu sich.
Und hoffte, dass alles unbemerkt bleibt.
Und dann kommt der Prophet und erzählte nun diese Geschichte.
Gottes Wort zu dieser Sache ist klar.
Dem wäre nichts hinzufügen.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
Du sollst nicht ehebrechen.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Vier Gebote, die der König David der Reihe nach übertreten hat.
Doch mit vier Worten macht Nathan, der Prophet diese zeitlosen Wahrheiten zu einer ganz persönlichen Wahrheit: „DU bist der Mann.“
Genau diese Geschichte hier zeigt uns, was Prophetie ist.
Nicht ein Vorhersagen der Zukunft, sondern ein Hervorsagen, von dem, was ohnehin klar ist, aber in der Situation unterzugehen droht.
Und David erkennt zuerst das Unrecht und dann sich selbst.
Es ist übrigens erstaunlich und sogleich gut, dass die Bibel das überliefert hat.
Normalerweise wären die Geschichtsschreiber anderer Königshäuser für solche Mitteilungen direkt ins Jenseits geschickt worden.
Doch in Israel ist es eben anders, wegen dem Verhältnis zu Gott.
So ließ man in Israel ließ das Prophetenwort stehen, auch wenn es den wichtigsten König der Geschichte als Ehebrecher, Mörder und Lügner entlarvte!
Aber nicht immer waren die Propheten geachtet, so dass man aauf ihre Botschaft hörte, sondern sie wurden oft, verlacht, verspottet, ins Gefängnis geworfen oder verschleppt.
Sie wurden nicht wegen ihrer Botschaften gefeiert, sondern oft war das Gegenteil der Fall, denn was sie sagten, das musste aufstoßen wie saurer Wein!
Da war zum Beispiel Amos.
Einer meiner Lieblingspropheten.
Er war gar eigentlich kein Prophet, sondern Bauer Er hatte Maulbeeren gezüchtet und Schafe gehütet.
Doch er wurde zum Prophet wider Willen.
Er wollte das nicht.
Doch Gott hat ihn berufen.
In einer Zeit, in der es den wohlhabenden Leuten vom Nordreich Israel, das ja nach dem Tod König Salomos vom Südreich abgetrennt wurde, ging wie der Made im Speck.
Und der Speck, das waren die Armen, die ausgenommen worden, so gut es ging.
Die Predigt des Amos traf die Leute wie ein Blitz aus heiterem Himmel.
Und wie es noch keiner vor ihm gesagt hat, prangert Amos die Zustände an, wie die Armen unterdrückt und die Reichen immer reicher werden.
Er prangerte den inneren Verfall Israels an, die glänzende Fassade konnte das nicht verbergen.
Natürlich hat er sich damit keine Freunde gemacht.
Stellt euch vor da tritt heut jemand hier auf und würde eure Frauen als „fette Kühe“ beschimpfen, wie er es mit den Frauen der Hauptstadt getan hat (Amos 4,1) Und dass er eine Zeit kommen sieht, da man sie mit Fischhaken aus der Stadt heraus ziehen wird.
Diese Bilder hatte sich Amos nicht ausgesucht.
Sie wurden ihm von Gott geschickt: Da sah er vor sich einen reich gefüllten Erntekorb – doch „Ernte“, das klingt im hebräischen – so wie im Deutschen – so wie „Ende“.
Amos 8,1-2:
Dies ließ Gott, der Herr, mich schauen: Siehe, da war ein Korb mit reifem Obst; und er sprach: Was siehst du, Amos?
Ich antwortete: Einen Korb mit reifem Obst! Da sprach der Herr zu mir: Die Zeit ist reif geworden1 für mein Volk Israel; ich werde künftig nicht mehr [verschonend] an ihm vorübergehen!
So bekommen Propheten Bilder gezeigt – und hören Worte, die die Bilder deuten: Es geht so nicht weiter.
Immer wieder hat Amos aber auch gesagt, was Gott von Israel will: Eine Gottesdienst, der den Nächsten sieht und nicht nur das eigene Wohlergehen.
Der Gottesdienst ohne Nächstenliebe ist nicht dem Willen Gottes gemäß.
Darum sagt er im Namen Gottes:
Amos 5,23f:
Eure lauten Lieder kann ich nicht mehr hören, verschont mich mit eurem Harfengeklimper.
Setzt euch lieber für die Gerechtigkeit ein! Das Recht soll das Land durchströmen wie ein nie versiegender Fluss.
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