Sermon Tone Analysis

Overall tone of the sermon

This automated analysis scores the text on the likely presence of emotional, language, and social tones. There are no right or wrong scores; this is just an indication of tones readers or listeners may pick up from the text.
A score of 0.5 or higher indicates the tone is likely present.
Emotion Tone
Anger
0.11UNLIKELY
Disgust
0.12UNLIKELY
Fear
0.14UNLIKELY
Joy
0.12UNLIKELY
Sadness
0.69LIKELY
Language Tone
Analytical
0UNLIKELY
Confident
0UNLIKELY
Tentative
0UNLIKELY
Social Tone
Openness
0.19UNLIKELY
Conscientiousness
0.13UNLIKELY
Extraversion
0.44UNLIKELY
Agreeableness
0.6LIKELY
Emotional Range
0.1UNLIKELY

Tone of specific sentences

Tones
Emotion
Anger
Disgust
Fear
Joy
Sadness
Language
Analytical
Confident
Tentative
Social Tendencies
Openness
Conscientiousness
Extraversion
Agreeableness
Emotional Range
Anger
< .5
.5 - .6
.6 - .7
.7 - .8
.8 - .9
> .9
Palmarum – 29.3.2015
Hans-Gerrit Auel
Palmarum – 29.3.2015
AUSLEGEN
Im Vergleich zu den Synoptikern fällt auf, dass nur Johannes von Palmzweigen spricht, die die Menge nimmt.
Kleider werden hingegen nicht ausgebreitet.
Jesus selbst fand den jungen Esel; die Jünger hingegen haben die Zeichenhandlung nicht verstanden, also nicht mit der Verheißung aus in Verbindung bringen können.
Aber, so sagt V. 16, hinterher, nach Jesu Verherrlichung, ist Ihnen dieser Zusammenhang erschlossen worden.
Ebenfalls unterschiedlich zu den Synoptikern ist der Verweis auf die Auferweckung des Lazarus.
Das nämlich ist bei Johannes die Begründung dafür, dass ihm die Menge ent- gegenläuft.
Die Pharisäer indes stellen fest, dass „ihm alle Welt nachläuft“, und dass sie dagegen nichts ausrichten können.
Hier entdecken wir bei Johannes einen gegenüber den Synoptikern erweiterten Sinnzusammenhang.
„Die Auferweckung des Lazarus ist der Höhepunkt des öffentlichen Wirkens Jesu und zugleich der Anlass des endgültigen To- desbeschlusses der Führer der Juden“ (Schnelle 661).
Sie ist eine „Modellgeschichte für Jesu eigenes Geschick (ebd.
662).“
Auf die Auferweckung des Lazarus und die Reaktion der Juden inJoh11,45 hin, kommt es zum Entschluss der Tötung Jesu(Joh11,46–57);und auf die bei Johannes gegenüber den Synoptikern vorgezogene Salbung in Betanien () und den Wunsch der Menge, neben Jesus auch den von ihm auferweckten Lazarus zu sehen (), folgt auch der Beschluss zur Tötung des Lazarus.
Dass Jesus Auferstehung und Leben ist und den an ihn Glaubenden bringt: Beides soll vernichtet werden.
In .
deutet Jesus diesen Vernichtungsversuch jedoch am Beispiel des Weizenkorns.
Der Weg Jesu führt also nicht abschließend in den Tod oder ins Nichts, sondern zu Auferstehung und Leben.
Beim Einzug in Jerusalem nach Johannes wird Jesus als König Israels gefeiert und mit Worten aus besungen, schon bevor er auf einem Esel einreitet.
Es sind die Men- schen, die wegen der Auferweckung des Lazarus zu Jesus gekommen sind, die ihn als König feiern.
Erst daraufhin erfüllt Jesus die Prophetie aus .
Das Zitat in nimmt außerdem auf (u.a.
„Fürchte dich nicht“!).
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König feiern.
Erst daraufhin erfüllt Jesus die Prophetie aus .
Das Zitat in nimmt außerdem auf (u.a.
„Fürchte dich nicht“!).
Insgesamt zeigt sich, dass es Menschen gibt, die daran glauben, dass Jesus Leben und Auferstehung bringt, und andere, die das nicht glauben.
Dieser Riss geht sogar durch die Mitglieder im Hohen Rat ().
Die dortigen Anhänger Jesu hätten ihn aber aus Angst nicht öffentlich als König begrüßt, denn nach ist ihnen die Ehre bei den Menschen lieber als die Ehre bei Gott.
UMSETZEN
Der Palmsonntag als Sonntag der Karwoche hat seinen Namen von den Geschehnissen beim Einzug Jesu in Jerusalem.
Nur bei Johannes ist allerdings von Palmzweigen die Rede, die die Festbesucher nahmen, um dem König das Hosianna zuzurufen.
Während der Einzug Jesu in Jerusalem nach dem Matthäus-Evangelium zur Feier des ersten Advents gelesen wird, steht der Paralleltext aus dem Johannes-Evangelium als Leittext am Palmsonntag.
Dies zeigt auch den Zusammenhang des Palmsonntags mit dem vorhergehenden Passionssonntag Judika an, beschreibt doch , was zu Beginn des Monats geschieht, in dessen Mitte Jesus gekreuzigt wird: Der Entschluss zur Tötung Jesu nach der Auferweckung des Lazarus geschieht in den Tagen, als die Menge zum Passafest anreist.
Jesus, so heißt es in 11,54 ging nicht mehr frei umher, sodass an Judika und am Palmsonntag das Gloria Patri ebenfalls nicht frei umhergeht, also nicht gesungen wird.
Das Gloria in excelsis wurde schon ab Aschermittwoch zurückgenommen, und das Halleluja nach der Epistel schweigt schon ab Septuagesimä.
In der Liturgie folgt in den beiden Wochen vor Ostern also das Kyrie auf den Psalm.
Eine Palmzweigprozession zum Psalm würde weder dem noch dem Einzug zu einem Gottesdienst gerecht werden, könnte aber an anderer Stelle im Gottesdienst (etwa als Anspiel) oder nach dem Gottesdienst seinen Platz finden.
Findet eine Taufe oder Konfirmation statt, so gibt mehrere Anhaltspunkte zur Vorbereitung; und als Bekenntnis kann der Christushymnus stehen, der auch für Lob und Bekenntnis in einem Abendmahlsgottesdienst verwendet werden kann.
LITERATUR
Renate Langenheder, Palmarum, , in: Meditative Zugänge zu Gottes- dienst und Predigt.
Predigttext-Reihe I,1.
Hrsg.
von Gerhard Ruhbach, Anselm Grün und Ulrich Wilckens, Göttingen 1990, S. 137–140; Rupert von Deutz, Der Gottesdienst der Kirche II, Fontes Christiani Bd. 33/2, Freiburg 1999, S. 636 – 689 ; Ulrich Schnelle, Theologie des Neuen Testaments, Göttingen 2007; Ulrich Wilckens, Das Evangelium nach Johannes, NTD 4, 17.
Aufl., Göttingen 1998; Ulrich Wilckens, Theologie des Neuen Testaments, Bd.
I: Geschichte der urchristlichen Theologie, Teilbd.
4, Neukirchen-Vluyn 2005
LIEDER
Eingangslied: EG 91 (Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken); oder EG 545 Kurh.-E.
(Wir gehn hinauf nach Jerusalem); Tauflied: EG 209 (Ich möcht, dass einer mit mir geht); Wochenlied: EG 87 (Du großer Schmerzensmann); Predigtlied: EG 314 (Jesus zieht in Jerusalem ein); Abendmahlslied: EG 219 (Herr Jesu Christ, du höchstes Gut); Schlusslied: EG 405,1–2 (Halt im Gedächtnis Jesus Christ)
LESEN
Lesungen im Gottesdienst : Altes Testament : (Ich bot den Rücken dar denen, die mich schlugen); Epistel: (Er nahm Knechtsgestalt an); Evangelium: (Der da kommt im Namen des Herrn)
Bibelstellen zur vertiefenden Vorbereitung: 2. Mos 11+12; +26; ; ; +10; 2. Makk 10,7; ; ; ; ; ; ; ; Hebr 12,1–3; +10
Predigt vom 9. April 2017
Das verstanden sie zuerst nicht
Frei nach Sören Kierkegaard wird das Leben vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.
Leider ist es so, dass den meisten Menschen die geheimnisvollen Zusammenhänge ihres eigenen Lebens oft erst im Alter so nach und nach richtig klar werden.
Manche hintersinnige Ereignisse wollen und werden sich vielleicht auch niemals wirklich erschließen.
Wie oft denkt man: „Ach hätte ich das doch geahnt!
Hätte ich das doch nur früher gewusst!
… Dann hätte ich anders gehandelt“.
Søren Kierkegaard beschreibt diesen Zustand mit der Anmerkung, dass man das Leben vorwärts leben muss, auch wenn man es erst rückwärts begreift.
Manchmal schon haben Menschen, die im Leben viele Höhen und Tiefen erlebt haben, im Nachhinein Dinge verstehen können, die ihnen im ersten Moment nicht verständlich waren.
Manchmal schon haben Menschen, die im Leben viele Höhen und Tiefen erlebt haben, im Nachhinein Dinge verstehen können, die ihnen im ersten Moment nicht verständlich waren.
Ich denke an eine alte Frau, die gelassen nach einem harten Schicksalsschlag sagte: Wer weiss, wozu‘s gut ist?
Interview mit Jürgen Klopp (Fussballtrainer) der, als er den Aufstieg mit Mainz 05 nach einer ganzen Saison wegen des winzigen Rückstands von einem Tor verpasst hatte, den gleichen Satz (wer weiss wozu’s gut ist) sagte und später vielleicht gerade wegen dieser Erfahrung viele knappe und großartige Siege erlebte.
Im Nachhinein wird auch häufig die Krise positiv bewertet.
Am schönsten wird diese Frage in der Geschichte eines unbekannten Autors erzählt :
Am schönsten wird diese Frage in der Geschichte eines unbekannten Autors erzählt :
Der chinesische Bauer
In einem Dorf in China, nicht ganz klein, aber auch nicht groß, lebte ein Bauer - nicht arm, aber auch nicht reich, nicht sehr alt, aber auch nicht mehr jung, der hatte ein Pferd.
Und weil er der einzige Bauer im Dorf war, der ein Pferd hatte, sagten die Leute im Dorf:
In einem Dorf in China, nicht ganz klein, aber auch nicht groß, lebte ein Bauer - nicht arm, aber auch nicht reich, nicht sehr alt, aber auch nicht mehr jung, der hatte ein Pferd.
Und weil er der einzige Bauer im Dorf war, der ein Pferd hatte, sagten die Leute im Dorf: "Oh, so ein schönes Pferd, hat der ein Glück!" Und weil er der einzige Bauer im Dorf war, der ein Pferd hatte, sagten die Leute im Dorf: "Oh, so ein schönes Pferd, hat der ein Glück!" Und der Bauer antwortete: "Wer weiß?!" Eines Tages, eines ganz normalen Tages, keiner weiß weshalb, brach das Pferd des Bauern aus seiner Koppel aus und lief weg.
Der Bauer sah es noch davon galoppieren, aber er konnte es nicht mehr einfangen.
Am Abend standen die Leute des Dorfes am Zaun der leeren Koppel, manche grinsten ein bißchen schadenfreudig, und sagten: "Oh der arme Bauer, jetzt ist sein einziges Pferd weggelaufen.
Jetzt hat er kein Pferd mehr, der Arme!" Der Bauer hörte das wohl und murmelte nur: "Wer weiß?!" Ein paar Tage später, sah man morgens auf der Koppel des Bauern das schöne Pferd, wie es mit einer wilden Stute im Spiel hin und herjagte: sie war ihm aus den Bergen gefolgt.
Groß war der Neid der Nachbarn, die sagten: "Oh, was hat der doch für ein Glück, der Bauer!" Aber der Bauer sagte nur: "Wer weiß?!" Eines schönen Tages im Sommer dann stieg der einzige Sohn des Bauer auf das Pferd, um es zu reiten.
Schnell war er nicht mehr alleine, das halbe Dorf schaute zu, wie er stolz auf dem schönen Pferd ritt.
"Aah, wie hat der es gut!" Aber plötzlich schreckte das Pferd, bäumte sich auf und der Sohn, der einzige Sohn des Bauern fiel hinunter und brach sich das Bein, in viele kleine Stücke, bis zur Hüfte.
Und die Nachbarn schrien auf und sagten: "Oh, der arme Bauer: Sein einziger Sohn! Ob er jemals wieder wird richtig gehen können?
So ein Pech!" Aber der Bauer sagte nur: "Wer weiß?!" Einige Zeit später schreckte das ganze Dorf aus dem Schlaf, als gegen Morgen ein wildes Getrappel durch die Straßen lief.
Die Soldaten des Herrschers kamen in das Dorf geritten und holten alle Jungen und Männer aus dem Bett, um sie mitzunehmen in den Krieg.
Der Sohn des Bauern konnte nicht mitgehen.
Und so mancher saß daheim und sagte: "Was hat der für ein Glück!" Aber der Bauer murmelte nur: "Wer weiß?!" Und die Moral von der Geschicht... "Wer weiß?!"
"Oh, so ein schönes Pferd, hat der ein Glück!" Und der Bauer antwortete: "Wer weiß?!"
Eines Tages, eines ganz normalen Tages, keiner weiß weshalb, brach das Pferd des Bauern aus seiner Koppel aus und lief weg.
Der Bauer sah es noch davon galoppieren, aber er konnte es nicht mehr einfangen.
Am Abend standen die Leute des Dorfes am Zaun der leeren Koppel, manche grinsten ein bißchen schadenfreudig, und sagten: "Oh der arme Bauer, jetzt ist sein einziges Pferd weggelaufen.
Jetzt hat er kein Pferd mehr, der Arme!" Der Bauer hörte das wohl und murmelte nur: "Wer weiß?!"
Ein paar Tage später, sah man morgens auf der Koppel des Bauern das schöne Pferd, wie es mit einer wilden Stute im Spiel hin und herjagte: sie war ihm aus den Bergen gefolgt.
Groß war der Neid der Nachbarn, die sagten: "Oh, was hat der doch für ein Glück, der Bauer!" Aber der Bauer sagte nur: "Wer weiß?!"
Eines schönen Tages im Sommer dann stieg der einzige Sohn des Bauer auf das Pferd, um es zu reiten.
Schnell war er nicht mehr alleine, das halbe Dorf schaute zu, wie er stolz auf dem schönen Pferd ritt.
"Aah, wie hat der es gut!" Aber plötzlich schreckte das Pferd, bäumte sich auf und der Sohn, der einzige Sohn des Bauern fiel hinunter und brach sich das Bein, in viele kleine Stücke, bis zur Hüfte.
Und die Nachbarn schrien auf und sagten: "Oh, der arme Bauer: Sein einziger Sohn! Ob er jemals wieder wird richtig gehen können?
So ein Pech!" Aber der Bauer sagte nur: "Wer weiß?!"
Einige Zeit später schreckte das ganze Dorf aus dem Schlaf, als gegen Morgen ein wildes Getrappel durch die Straßen lief.
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