Sermon Tone Analysis
Overall tone of the sermon
This automated analysis scores the text on the likely presence of emotional, language, and social tones. There are no right or wrong scores; this is just an indication of tones readers or listeners may pick up from the text.
A score of 0.5 or higher indicates the tone is likely present.
Emotion Tone
Anger
0.1UNLIKELY
Disgust
0.07UNLIKELY
Fear
0.08UNLIKELY
Joy
0.15UNLIKELY
Sadness
0.53LIKELY
Language Tone
Analytical
0UNLIKELY
Confident
0UNLIKELY
Tentative
0UNLIKELY
Social Tone
Openness
0.19UNLIKELY
Conscientiousness
0.13UNLIKELY
Extraversion
0.44UNLIKELY
Agreeableness
0.6LIKELY
Emotional Range
0.12UNLIKELY
Tone of specific sentences
Tones
Emotion
Language
Social Tendencies
Anger
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Prolog
Einleitung
Ich möchte heute mit euch gern einige Kapitel im Johannes-Evangelium anschauen und dabei den Fokus auf legen.
Mir ist es in dieser Predigt ein Anliegen, dass wir auch ein Verständnis für die großen Abläufe entwickeln.
Es fällt mir leicht, mich an einem Vers festzukrallen und jedes einzelne Wort umzudrehen.
Wenn es aber um die großen Zusammenhänge geht - sprich: den roten Faden zu erkennen - da tue ich mich oftmals schwer.
Vielleicht geht es euch auch so, dass ihr zu sehr in den vorgegebenen Kapiteln der Bibel denkt.
Und so möchte ich heute versuchen, die Grenzen der Kapitel niederzureißen und mit euch die Zusammenhänge über die Kapitel hinweg zu erkennen.
Johannes 7
berichtet uns, dass Jesus in Galiläa umherzieht, weil die Juden ihm nach dem Leben trachten ().
Warum?
Als er das letzte Mal in Judäa unterwegs war (), heilte er einen Menschen am Sabbat am Teich Betesda.
: Darum trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.
Seit diesem Wunder hielt sich Jesus von Judäa fern, sondern wirkte große Wunder in Galiläa (Speisung der 5000, Jesus auf dem See)
Martin Luther, Die Bibel Nach Der Übersetzung Martin Luthers (1984); Bible.
German.
Die Bibel Nach Der Übersetzung Martin Luthers (1984).
(Deutsche Bibelgesellschaft, 1984), .
Nun steht aber das Laubhüttenfest der Juden an und Jesu Brüder fordern ihn auf, doch auch auf das Fest zu gehen.
Er solle sich dort vor der Welt offenbaren.
Jesus lehnt das zunächst ab, zieht dann aber heimlich doch nach Jerusalem.
Dort auf dem Fest suchen bereits alle nach Jesus.
Das Laubhüttenfest dauert eine Woche.
Als ungefähr die Hälfte des Festes um ist, geht Jesus auch auf das Fest direkt in den Tempel und lehrte ().
Als Folge glauben viele Juden an ihn.
Daraufhin entsenden die Hohenpriester und Pharisäer am letzten Tag des Festes Knechte, die Jesus gefangen nehmen sollen.
Die Knechte kommen aber mit leeren Händen zu ihren Auftraggebern zurück, weil sie von Jesu Worten derart beeindruckt sind.
Und damit geht das Fest zu Ende.
Und jeder geht heim.
Übersicht von Johannes 8
Jesus und die Ehebrecherin
Am nächsten Morgen, der erste Tag nach dem Laubhüttenfest - übrigens ein Sabbat, geht Jesus zunächst noch einmal in den Tempel.
Er setzt sich und lehrt alles Volk, während die Sonne noch niedrig über dem Ölberg steht und den weißen Mamor des Tempels in einem goldgelbe Licht erstrahlen lässt.
Über Nacht haben die Pharisäer aber einen teuflischen Plan ausgeheckt, wie sie gegen Jesus vorgehen können, nachdem ihre Knechte kläglich gescheitert sind.
Sie treiben dazu eine Frau zu Jesus, von der gesagt ist, dass sie auf frischer Tat beim Ehebruch erwischt wurde.
Und nun wird Jesus gefragt, was mit der Frau zu tun sei.
Aber anstatt mit den Pharisäern zu diskutieren, schreibt er ihre eigenen Sünden in den Sand.
Sie lassen ihre Steine fallen und gehen davon.
Mich beeindruckt an dieser Geschichte, dass die Pharisäer keine Skrupel hatten gleich in der Früh einem Menschen das Leben zu nehmen.
Und es war ausgerechnet der Morgen nach dem Ende vom Laubhüttenfest.
Dem Fest
mit dem Israel an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten gedachte,
mit dem Israel sich erinnerte, dass Gott so unendlich barmherzig und geduldig mit seinem Volk gewesen ist.
Und da hinterfrage ich mich persönlich auch, der ich für mich in Anspruch nehme, ein Kind Gottes zu sein.
Stehen meine Taten und Handlungen in Übereinstimmung mit meinem Anspruch?
Stehen meine Taten und Handlungen in Übereinstimmung mit meinem Anspruch?
Erleben mich die Menschen um mich herum als einen gottesfürchtigen Mann?
Ich denke, dass es einer beständigen Korrektur und Reflektion unseres Charakters durch Gott braucht.
Und dazu rufe ich dich an diesem Sabbat auf.
Wage einen ehrlichen Blick in den Spiegel, den Gott uns mit seinem Gesetz vorhält.
Dazu braucht es Mut!
Ich bin das Licht der Welt - Wer ist Jesus?
Nachdem nun die Pharisäer, welche die Frau gebracht haben, gegangen waren, setzt Jesus sein Lehren mit den Worten “Ich bin das Licht der Welt” fort.
Und von diesen Worten ausgehend entwickelt sich ein Gespräch, das auf den ersten Blick etwas an eine Talksendung mit Politikern erinnert.
Man hört zwar zu, aber am Ende weiß eigentlich niemand, was wirklich gesagt wurde.
Nun, das liegt in diesem Fall von Johannes 8 aber eher an uns als an den beteiligten Personen.
Denn hier werden Begrifflichkeiten verwendet, die wir heute nicht mehr kennen, den Menschen damals aber durchaus geläufig waren.
Wenn Jesus also sagt, er sei das Licht der Welt, dann war den Menschen damals klar, dass hiermit ein göttlicher Anspruch verbunden ist.
Es stellt sich nur die Frage, warum Jesus dies an dieser Stelle anmerkt.
Nachdem Jesus die Frau auch nicht verdammt hat, haben sich sicherlich viele aus dem Volk gefragt, warum denn nicht.
Zwei Möglichkeiten ergeben sich dabei:
Jesus war auch nicht ohne Sünde wie die Pharisäer und hat deshalb keinen Stein geworfen.
Jesus hat die Macht und Autorität Sünden zu vergeben - was einen göttlichen Anspruch zur Folge hätte.
Und so lässt Jesus die Frage der Menschen um ihn herum nicht unbeantwortet, sondern gibt ihnen ganz klar zu verstehen, dass er der Messias ist.
Die verbliebenen Pharisäer stellen sich erstmal dumm und verlangen Referenzen für Jesu Anspruch.
Er solle doch bitte schön belegen, wer er denn überhaupt sei.
Und so drehen sich die Verse 12-30 zunächst um die Frage: Wer ist Jesus?
(s.a. ).
Und da die Juden ihre Identität ganz stark über ihre Abstammung definieren, kommt das Gespräch auch immer wieder auf Jesu Vater zu sprechen.
Nach einigem Hin und Her sagt Jesus schließlich zu ihnen: “Wenn ihr den Menschensohn erhöhen werdet, dann werdet ihr erkennen, dass ich es bin und nichts von mir selber tue, sondern, wie mich der Vater gelehrt hat, so rede ich.”
In der Folge () ist berichtet, dass viele Juden an ihn glaubten.
Martin Luther, Die Bibel Nach Der Übersetzung Martin Luthers (1984); Bible.
German.
Die Bibel Nach Der Übersetzung Martin Luthers (1984).
(Deutsche Bibelgesellschaft, 1984), .
Warum ist das so?
Was ist an der Aussage Jesu so bemerkenswert, dass viele Juden an ihn glaubten?
Eine mögliche Erklärung findet sich im Griechischen: müsste eigentlich so übersetzt werden: “Daraufhin spricht Jesus: Wenn (sie) den Sohn des Menschen erheben, zu dieser Zeit werden sie verstehen, dass ich (es) bin.
Und nichts mache ich nach mir, sondern ich rede so, wie mich der Vater lehrte.”
Im sind sich alle Ausleger sicher, dass Jesus gesteinigt werden soll, weil er hier den Namen Gottes auf sich bezieht.
Im benutzt Jesus die selbe Formulierung, was darauf schliessen lässt, dass Jesus hier bereits den Gottesnamen benutzt.
Wenn man sich das NT auf Hebräisch anschaut, finden sich auch da in beiden Versen identische Formulierungen, mit denen Jesus seine göttliche Abstammung mitteilt.
Wer sind die Juden?
Nun dreht sich aber das Gespräch.
In dem nachfolgenden Abschnitt geht es um die Frage: Wer sind die Juden?
Bislang ging es nur um die Frage: Wer ist Jesus?
Jetzt also um die Identität derer, die gerade Jesu Zeugnis angenommen haben.
Das Volk, von dem gerade gesagt ist, dass es an Jesus glaubt, ist fest davon überzeugt, dass sie Abrahams Nachkommen sind.
Jesus weißt ihnen aber nach, dass sie den Teufel zum Vater haben ().
Und er kommt dann zum traurigen Schluss in V45: Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.
Gerade noch, vor ein paar Minuten, habe die Menschen Jesu Zeugnis angenommen.
Nun aber, da Jesus ihnen die Wahrheit über sie gesagt hat, glauben sie ihm schon nicht mehr.
Aber es kommt noch schlimmer.
Jesus versucht die Menschen noch zurückzugewinnen und kämpft um sie.
Er gibt ihnen Verheißungen: Wer mein Wort hält, der wird den Tod nicht sehen in Ewigkeit.
Aber alles vergeblich.
Als Jesus seinen Gottesanspruch in wiederholt, heben diejenigen, die vorhin noch an Jesus geglaubt haben, Steine auf um ihn zu töten.
Als ich diese Entwicklung in erkannt habe, konnte ich es schier nicht glauben.
Da sind Menschen, die Jesu Zeugnis angenommen haben.
Als sie dann aber
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