Der Tisch

Psalm 23 - Der Weg von der Wiese zum Tisch  •  Sermon  •  Submitted
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Dieser Psalm können wir im Sinne einer Führung betrachten, bis unseren Charakter so geformt wird, wie Gott ihm dazu bestimmt hat. „Mir wird nichts mangeln/fehlen“ spricht eher davon, dass ich am Ende des Weges, in meinem Wesen vervollständigt werde. Gott wird mich durch Prozesse leiten, bis es mir nichts mehr fehlt um einem vollkommenen Mensch zu sein. Vollkommen nicht im Sinne von „perfekt“ sondern eher im Sinne von erfüllt - ein Mensch, der seiner Bestimmung gerecht wird. Auf diesem Weg der Ausbildung des Charakters wird uns „nichts" fehlen: Die grüne Wiese und das dunkle Tal. Die Ruhe und die Konfrontation mit unsere Ängste. Auf diesem Weg mit Hohen und Tiefen wird mein Charakter geformt bis ich für den Tisch bereit bin, und das kann eine große Überraschung sein. Meine Sicherheit steht aber in der Führung des guten Hirten.

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Psalm 23 LUT84
1 Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

RÜCKBLICK

Ein Psalm der Wege mit Gott (Thorsten Dietz) - Was wir glauben, wie wir glauben ändert sich im Laufe der Zeit.
TitelBILD 1
TitelBILD 2
TitelBILD 3

Der Weg der persönliche geistliche Reife

Viele Experten von den Psalmen und Rabis, meinen, David hat diesen Psalm 23 in Form einer Autobiografie verfasst hat.
Er beschreibt seine geistliche Pilgerreise, der Weg der persönliche Reife in der Beziehung zu Gott.
Aus dieser Perspektive versuchen wir auch in dieser Predigtreihe, diesen Psalm zu verstehen.
Es geht um die Führung in meinen und deinen Leben, bis unseren Charakter so geformt wird, wie Gott ihm dazu bestimmt hat.
Wir können in diesem Psalm mindestens 3 Momente/Einheiten/Etappen finden:
Ruhe, Versorgung. BILDER
Der Pfad der Gerechtigkeit - Das Tal der Schwierigkeiten. BILDER
Der gedeckte Tisch BILD
„Mir wird nichts mangeln/fehlen“ - spricht nicht nur davon, dass es mir keine Dinge für ein schönes Leben fehlen werden, sondern vielleicht auch, dass es im Laufe des Lebens, es mir nichts fehlen wird, dass ich als Person vervollständigt werde. Es werden keine Prozesse fehlen, dass ich die Fülle bekomme, wozu Gott für uns bestimmt hat.
Gott ist derjenige der mich orientiert, der mich formt - während ich lebe, bin ich in einer “Ausbildung zum Menschsein” - in dieser Ausbildung des Charakters wird uns „nichts" fehlen:
Die grüne Wiese und das dunkle Tal.
Die Ruhe/Versorgung und die Konfrontation mit unsere Ängste.
Auf diesem Weg mit Hohen und Tiefen werde ich geformt.
Meine Sicherheit steht aber in der Führung des guten Hirten.
Ein Psalm der Wege mit Gott (Thorsten Dietz) - Was wir glauben, wie wir glauben ändert sich im Laufe der Zeit.
Glaube ist ein Weg, keinen Standpunkt. Wir können nicht fest stehen bleiben. (Entwikclung)
Je mehr wir den Vater kennen lernen, desto mehr verändert sich mein Glaube, meine Sicht über Gott, über das Leben, über Beziehungen, über Gemeinde.
TITEL BILD: Heute kommen wir zu dem letzten Teil von der Predigt Serie: Der Weg von der Wiese zum Tisch.

Gott als Gastgeber

Die “original” Bedeutung für David

Psalm 23 entwickelt sich von der Metapher Hirten/Schaf: in den Versen 1-4 hin zu einem menschlichen Bild des Gastgebers/Gasts in den Versen 5-6. Es wird zu einem Höhepunkt des Glaubensweg beschreiben.
Gott ist für David ein gnädiger Gastgeber, der ihn mit großer Großzügigkeit empfängt.
Psalm 23:5 LUT84
5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Psalm 23 ist ein Gedicht. Und so sollen wir es betrachten. Die Strophen bringen mit sich Aussagen. Damit wir die Aussagen besser verstehen, ist es gut dass wir kurz die einzelne Elemente anschauen:
BILD

Der Tisch

In den Kulturen im Nahosten, war der Tisch ein Ort der Gastfreundschaft, der Hingabe und der Intimität.
Eine Mahlzeit mit jemanden zu teilen, war ein Akt tiefer Bedeutung.
BILD: König David hat bestimmt hier keinen großen Palast vor Augen, sondern ein Zelt, Mitten in der Wüste.
Besonders für wir Menschen, die in der Wüste Leben, da wo Nahrung sehr knapp ist, eine Mahlzeit mit einem Fremder zu teilen, war nicht so ganz selbstverständlich.
Trotz alle Schwierigkeiten und Mangeln, war Gastfreundschaft eine wichtige Sache für diese Menschen damals. Sie haben die Gäste bevorzugt, oft vor sich selbst, vor der eigene Familie.
Ein Gast am Tisch zu haben, war eine große Ehre und eine große Verantwortung.
Von der Wiese (Wüste) durch eine rechte Straße und durch das Tal kommen wir in das Zelt (Zuhause) - Wir werden hier im Zentrum des Hauses (Zentrum der Gemeinschaft) geführt.

Feinde

Als Gast in einem Zelt zu sein, bedeutete auch Sicherheit, Schutz vor wilden Tiere und vor feindlichen Angreife.
oder in diesem Bild ein anderen Element finden: Jemanden zu seinem Tisch einzuladen, bedeutete auch, Feindschaft beiseite zu legen. Wenn mein Gast ein potenzieller Feind ist, ist es ein Akt meiner Bereitschaft, Frieden zu schließen.

Mit Öl salben (überschütten)

Damals war das ein Akt der Gastfreundlichkeit: Öl auf den Kopf schmiert.
Das hebräische Wort salben, meint hier nicht direkt die “königlichen Salbung”. Obwohl David sehr wahrscheinlich seine Salbung noch im Hintergrund hat - das Wort hier meint eher “voll mit Öl geschmiert”.
Für Menschen, die in der trockene Wüste lebten, war das wie einer Art Spa, Wellness für die Haut.

gut gefüllten Becher

Du schenkst mir voll ein - meint „mein Becher ist gut(bis zum Rand) gefüllt“;
Das war ein Ausdruck der Freude und der Großzügigkeit des Gastgebers.
In Psalm 104:15 lobt der Psalmdichter Gott dafür:
Psalm 104:15 LUT84
15 dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.
Es sind dieselben drei Elemente, die David in Psalm 23 vor Augen hat, wenn er über die Gastfreundschaft Gottes spricht.

Güte und Barmherzigkeit folgen

Güte und Gnade
Das Wort hier meint eher „verfolgen“.
David musste immer wieder fliehen. Feinde haben ihm oft verfolgt:
Erst waren die Tiere, als er noch ein Hirte war,
dann Saul,
dann die Philister, die Amalekiter,
dann von seinem Sohn Absalom -
und nicht weniger seine eigenen Ängsten und Sünden.
Und vielleicht blick David zurück, und sieht alle in einer neuen Perspektiven: Ja, viele Feinde und Schwierigkeiten haben mich verfolgt. Aber letztendlich, wer mich wirklich “verfolgt” hat, war der Herr selbst: Ich habe in allen Momenten seine Güte und Gnade erfahren. Besonders, da wo ich selbst missgebaut habe.

Haus der Herrn

Ich werde zurückkehren in das Haus
Der Ausdruck “Haus des Herrn” wird im Alten Testament für die Stiftshütte und für den Tempel gebraucht. Das Zeichen, der Gegenwart Gottes für das Volk.
„immerdar“ oder “für immer” meint wörtlich „für die Länge von Tagen“

Bedeutung für David - biographisch

Psalm 23 ist ein Gedicht. Kommen wir zurück zu dem Gedanke, dass David diesen Psalm 23 in Form einer Autobiografie verfasst hat.

Ablauf Davids

In diesem ersten Moment, ist Gott derjenige, der mein Leben schön/einfacher macht. Er macht mein Leben wie ein Paradies. Er sorgt für mich. Erquickt meine Seele - ILLUSTRATION: Wenn das Schaf b.Bs. voll Dreck war, mit Sand oder mit Erde/Staub/Lehm, und die Erde auf der Wolle des Schaffes vertrocknete und die Wolle hart gemacht hat, das Druck gemacht um das Schaff und es konnte sehr schlecht atmen. Wenn der Hirte das Schaff zum Wasser führte, war das nicht nur um Wasser zu trinken, sondern auch um sie sauber zu machen, und dann konnte sie auf einmal wieder normal frei atmen. Einer Art Befreiung. - Damals war ich ein kleiner Hirte. Meine Welt war in Ordnung. Alles war gut. Gott war mein Versorger, mein Hüter. Ich habe meine Harfe gespielt. Ich wusste ganz genau was ich zu tun hatte. Dann kam noch der Richter/Prophet Samuel, er hat mich gesalbt. Er meinte, dass ich der zukünftige König sein werde. Was für eine Ehre. Aber ich war nur ein Junge. Und dann ich habe dann mit den Riesen Goliath gekämpft. Ich habe gesiegt. Ich habe mein König Saul stolz gemacht. Auf ein mahl war ich im Land sehr angesehen. Gott hat seine mächtige Hand gezeigt. Als wir zurück nah hause kamen, die Menschen haben mich gejubelt. Ich war plötzlich ein Held, ein Krieger. Sogar die Frauen schauten mir anders. Ich durfte mein König mit meiner Harfe dienen. Das Leben war so gut.
Aber dann hat sich die Landschaft stark verändert. König Saul wurde neidisch auf mich. Er wollte mich töten. Ich musste fliehen. Ich musste mich ständig mich in den Bergen und in Höhlen verstecken. Ich musste in der Finsternis leben. Auf ein Mal wurde ich als Verräter des Volkes bezeichnet. Die ganze Zeit fürchte ich den Tod. Ich sah keinen Ausweg mehr. Auf ein mal war meine Welt nicht mehr in Ordnung. Die grüne Aue, das stille Wasser war nicht mehr zu sehen. Ich schrie zu Gott: “Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Gott, so behandelst du mich jetzt?” - Nun Mitten in meiner Verzweiflung, da wo ich meine tiefsten Ängste konfrontieren musste, hat der gute Hirte sich gegenwärtig gezeigt. Ich habe gelernt, mit einen Ängste umzugehen. Als ich in diese Höhle war, schickte Gott mir Menschen. Menschen, die auch in Not waren, finanziellen Schwierigkeiten, kaputte Biographien. Ich habe sie geholfen. Obwohl ich selbst am Ende war. Diese Menschen, sind mir aber zu Freunde geworden. Sie sind mir treu geblieben. Viele Ratgeber hat Gott mir gegebeb. Menschen, die sich für mich geopfert haben. Meine Problemen waren nicht weg. Aber in dieser Zeit spürte ich so wie nie, dass Gott bei mir ist. Ich habe Gott hier ganz anders kennen gelernt - eine neue Wahrnehmung. Eine neue Art zu glauben.
Bis der Tag als König Saul starb. Und ich durfte aus dem Versteckt rauskommen, und meine Stellung als König endlich einnehmen. Gott hat mich mit einem vorbereiteten Tisch, mit einem vorbereitetet Volk geschenkt. Er durfte dann wieder frei laufen, frei in die Stiftshütte gehen. Er durfte das leben im Überfluss genießen. Freude erfahren. Das Tal der Finsternis war vorbei. Wo er endlich seine Bestimmung findet. Er ist nicht mehr der Junge, noch klein und naiv, der noch dachte, das Leben wird immer grüne Wiese und stilles Wasser sein. Er ist auch nicht mehr der Flüchtling, der ständig auch von seine Ängste verfolgt wird. Nun ist er der König, er ist gereift. Gott hat ihm gesalbt, er hat ihm eine Aufgabe/Verantwortung/Mission gegeben, er hat mich die nötige Ressourcen zur verfügung geschenkt. Er soll nicht mehr um sich selbst nur kümmern, sondern um sein Volk.
Ich bin nicht mehr hier, um nur ein schönes Leben zu genießen.
Ich bin nicht mehr hier und kämpfe, wie in einem Teufelskreis, nur um mich selbst, mit meinen Ängste.
Nun habe ich eine Verantwortung, Gott zu dienen, in dem mich um sein Volk kümmere.
Nun es macht mir nicht mehr aus, wo ich bin. Ob ich in meinem Palast bin, in der Wüste, ich mache mich nicht mehr so viel Sorgen, wenn die Feinde Pläne gegen mich schmieden. Ich fürchte keine Angst mehr, denn ich weiß, dass die Güte und Barmherzigkeit Gottes mir folgen.

Psalm 23 für uns

Hier aus zwei Perspektiven:

Unsere persönlich Beziehung mit Gott

Gott kümmert sich darum, dass wir in unseren Glauben nicht stehen bleiben, sondern führt uns dahin, in einer tiefere Beziehung zu ihm:
Der Psalm 23 beginnt auf der Wiese, in einer Beziehung mit Gott quasi aus dem Instinkt heraus. Wir suchen Gott, weil wir Bedürfnisse haben, und wir wollen unsere Bedürfnisse stillen. Gott führt uns zur Ruhe im Bezug auf unsere Bedürfnisse. Auf der Wiese/am Stillen wasser, loben wir Gott weil er unsere Bedürfnisse stillt. Weil wir in der Beziehung zu ihm Vorteile bekommen - Hier geht es letztendlich um uns selbst. Es ist aber sozusagen, eine Beziehung "in der Peripherie“ mit ihm.
Dann bringt er mich auf einem rechten Weg. Er bringt mich in Bewegung, auf dem Weg der Gerechtigkeit, wo Beziehungen geheilt werden können, wo Misstrauen beseitig werden können. Dieser Weg führt mich auch in das finsteren Tal. In das Tal meiner Ängste. Hier lerne ich Gott in einer ganz neue Ebene kennen. In dem finstern Tal loben wir Gott, weil er uns Sicherheit und Trost gibt - Es geht hier aber immer noch um uns selbst.
Bis wir hin zu dem Tisch kommen - Zuhause - "im Zentrum“ der Beziehung. Hier erlebe ich Gott als ein großzügiger Gastgeber. Aber mehr als ein Gastgeber, mehr als ein Beschützer, mehr als ein Versorger: Hier erlebe ich Gott als einen Freund. Am Tisch geschieht aber eine Wendung: Hier loben wir Gott aus der Intimität mit ihm, für das was er ist - weil wir ihm nun aus der Nähe (in alle Lebensphase) kennen gelernt haben. Ich verstehe ein für alle mal, dass ich angenommen bin. Ich darf offen über meine Sünde, über meine Ängste sprechen (all diese meine Feinde) - ohne die Angst, dass Gott mich ablehnen wird. Und daraus folgt einen besonderen Auftrag. Und ich sehe die Gaben, die Ressourcen, die Gott mir gegeben hat - nicht nur für mich selbst, sondern als eine Verantwortung, als eine Mission in dieser Welt. So dass ich nicht mehr aus einem egoistischen Instinkt heraus lebe, sondern aus liebevollen Absichten gestalten. Ich lebe bewusst und vorsätzlich meine Bestimmung. Ich gestalte mein Leben Bewusst für Gott.

Und nun als einer messianisch Perspektive

Hier ziehen wir noch die Brücke, wie Psalm 23 noch eine messianische Bedeutung für uns haben kann - Eine Verbindung mit Christus und uns heute.
Die Gedanken hier, verdanke ich Paulo Borges Jr. aus Brasilien:
Wenn wir noch auf der Wiese sind (in der Peripherie), wir lesen diesen Teil von dem gedeckten Tisch vor den Feinden, und wir denken: Gott lädt uns ein zu diesem Tisch, damit wir nun endlich belohnt werden. Als würden wir uns von unseren Feinden rächen: “Guck mal hier, wie mein Gott mich belohnt” - Angeben - So würden wir aus unseren Instinkt heraus denken. Wir leben “FÜR” - für Gott, für unsere Familie, für unsere Gemeinde. - Wir leben für uns selbst.
Aber Gott lässt uns nicht an diesem Ort stehen. Er setzt uns im Bewegung. Wir werden reifer. Und wir lernen, dass Gott nicht will, dass wir von unseren Ängste gefangen werden, und dass wir die Beziehungen mit unseren “Feinden”, mit unseren Mitmenschen in Ordnung bringen. Dass wir einander dienen.
Wenn wir in dem finstern Tal sind (noch auf der rechten Straße Unterwegs), wir lesen diesen Teil von dem gedeckten Tisch vor den Feinden: Dann verstehen wir es anders: Es geht nicht darum, dass ich am Tisch sitze und meine Feinde bleiben stehen und zugucken, wie ich geehrt werde, sondern wir sitzen gemeinsam, damit Versöhnung statt finden kann. Wir leben nicht mehr “FÜR” sondern wir leben “MIT” - Das Leben miteinander gestalten. Miteinander klar kommen. Einander annehmen. - Wir sehen den Tisch nicht mehr als einen Ort wo wir persönlich geehrt werden. Sondern Tisch als einen Ort, wo Sünden vergeben werden können. Einen Ort wo ich dienen kann. Und wenn es nötig ist, bleibe ich stehen, damit meine Feinde einen Platz an diesem Tisch bekommen können.
Wir merken schon: Der Tisch hat sich nicht geändert, sondern wir haben unsere Stellung an diesem Tisch geändert. Meine Wahrnehmung, mein Glaube hat sich entwickelt.
Nun es gibt eine dritte Stufe: Wenn ich schon in meiner geistliche Reife schon Zuhause, vervollständigt bin - Da wo ich verstehe, dass ich selbst die Mahlzeit bin. (Die große Verbindung mit Christus)
Schauen wir auf Christus: Gott hat einen Tisch vorbereitet, und er hat sich selbst serviert, In Jesus Christus. Sein eigenes Leib. Sein Leben für uns gegeben. Wir sollen ihm essen. (Die Predigt von der Adventszeit: ich bin das Brot des Lebens - ihr müsst „mein Fleisch essen“ und „mein Blut trinken“ - Johannes 6)
Wir kommen an diesem Tisch, der Gemeinschaft mit Gott, wo die Feindschaft zwischen wir und ihm beseitig wird, in dem er sich selbst als Mahlzeit serviert, und so lebt er IN uns. So wird Gott, so wird Christus ein Teil von uns.
Christus wurde verherrlicht, nicht in den Momenten, wo er seine Macht gezeigt hat. Nicht in den Momenten, wo er Wunder und Zeichen bewirkt hat.
Christus wurde verherrlich, als der das Herz (das Wesen) des Vaters offenbarte, als er sich selbst hingegeben hat, als er sich selbst als “Nahrung” für uns Menschen gegeben hat.
Christus wollte nicht nur FÜR uns sein. MIT uns sein. sondern IN uns sein.
Und dann, als er sagt:
John 20:21–22 LUT84
21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist!
Gab er uns, den Geist, die Gabe sein Leib zu sein. Seine Mission fortzusetzen.
Dass wir einander so lieben, wie er uns geliebt hat. Dass wir unser Leben für einander hingeben.
Es gibt keine andere Bestimmung für ein Schaff, das den ganzen Weg von der Wiese durch das Tal und am Ende am Tisch zu sein, außer dass es am Ende als Mahlzeit zu dient. (Für den anderen) - so dass, in den wir uns für einander hingeben, in einander leben.
Ein Christ (Mensch), der nun schon reif in der Beziehung zu Gott ist, eine Person, die sich als komplett in Christus versteht, die sich von Christus ernährt, lebt nicht mehr aus der Perspektive “was fehlt mir? was kann ich noch mehr von Gott bekommen?” - sondern sie versteht, dass Gott schon alles gegeben hat, und alles nötige geben wird - und sie lebt aus der Perspektive “Was kann ich geben? Wo kann ich das vorsätzlich leben, um in meinen Mitmenschen zu sein?”
Wo kann ich ein Stück von mir selbst geben, damit der andere auch leben kann?

ENDE

Der Herr ist unser Hirte.
Uns wird nichts mangeln.
Wir werden komplett sein.
Wir müssen keine Angst haben.
Wir ernähren uns von Gottes Wesen, von seiner Natur.
Wir essen nicht nur um persönlich allein “gerettet” zu sein.
Wir essen nicht nur, um Miteinander zu essen.
Wir essen, damit wir ein Teil davon sind. Damit wir an seiner Natur teil nehmen.
Gott will uns als Brot für diese Welt geben.
Und wenn das Geschiedt … werden wir nicht mehr wie verrückt die Güte und die Barmherzigkeit Gottes hinterher rennen. Sondern, seine Güte, seine Gnade wird und verfolgen.
Da wo wir ankommen, werden wir selbst die Güte und Barmherzigkeit Gottes mit uns tragen, um diese Welt zu segnen.
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